INITIATIVE

Zeitspenden

Bei Zeitspenden handelt es sich um die unentgeltliche Bereitstellung zeitlicher Ressourcen für den gemeinnützigen Bereich. In Österreich sind derzeit rund 3,5 Millionen Menschen als Freiwillige für den guten Zweck im Einsatz, das sind 46% der Bevölkerung über 15 Jahre. Nur mit ihrer Hilfe können gemeinnützige Organisationen ihren Tätigkeiten nachkommen. Das freiwillige Engagement (oder Ehrenamt) stellt somit eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft dar. Zusätzlich engagieren sich 36% österreichischer Unternehmen über Zeitspenden und leisten somit ebenfalls einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.

Um auch diesen wichtigen Bereich des gemeinnützigen Sektors zu stärken, fungiert der FVA auch für das Freiwilligenwesen als Plattform und bietet eine Reihe an Weiterbildungs-, Informations- und Vernetzungsveranstaltungen an.

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Unsere Aktivitäten

Zahlreiche Veranstaltungen wie Konferenzen, Symposien, Seminare, Webinare und Vernetzungstreffen bieten über das gesamte Jahr Möglichkeiten zur Information, Weiterbildung und zum Austausch. Die Veranstaltungen behandeln sowohl Themen des klassischen Freiwilligenengagements als auch Corporate Volunteering – das Engagement von Unternehmen durch Zeitspenden über ihre Mitarbeitenden. Auch durch politische Interessensvertretung trägt der FVA dazu bei, positive Rahmenbedingungen für Freiwilligenorganisationen zu schaffen.

Freiwilliges Engagement

Die klassische Form der Zeitspende ist das freiwillige Engagement und bezeichnet den Einsatz von Privatpersonen für einen gemeinnützigen Zweck in ihrer Freizeit. Nach Schätzungen des Sozialministeriums leisten Österreichs Freiwillige wöchentlich 14 Millionen Arbeitsstunden. Das freiwillige Engagement der Österreicherinnen und Österreicher ist somit für alle gesellschaftlichen Bereiche substantiell. Daher hat es sich der FVA zur Aufgabe gemacht diesen so wichtigen Bereich zu stärken. Das Ergebnis ist ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, unter anderem in enger Kooperation mit dem Sozialministerium sowie anderen wichtigen Stakeholdern im Freiwilligenwesen sowie ein Infopool mit wichtigen Adressen, Anlaufstellen und Materialien zum Download.

Der 3. Freiwilligenbericht ist da!
Hier findest du den gesamten Bericht, den das Sozialministerium Ende 2019 veröffentlicht hat, zum Download. Er enthält umfassendes Wissen, aktuelle Zahlen und Trends zum österreichischen Freiwilligenwesen.

Akademie der Zivilgesellschaft

Die Akademie der Zivilgesellschaft der VHS Wien unterstützt Menschen dabei, ihr eigenes ehrenamtliches Projekt in Wien zu starten oder ein bereits laufendes Projekt weiterzuentwickeln. Im Rahmen eines speziellen Lehrgangs eignen sich die Teilnehmer*innen für diese Zwecke wichtige Kompetenzen wie Teamleitung, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit an. Zusätzlich gibt es einzelne spannende Veranstaltungen für Interessierte, beispielsweise im Rahmen der monatlichen Workshopreihe. www.zivilgesellschaft.wien

Noch vor den Gesprächen mit dem Unternehmen sollten Sie sich intern einen Überblick verschaffen, in welchen Projekten ein erhöhter Bedarf am Freiwilligen besteht und welches Anforderungsprofil benötigt wird. Auch sollten Sie unbedingt abklären, welche Vorbereitungen von Seiten der Freiwilligen aus den Unternehmen notwendig und ob eine Einarbeitungsphase sinnvoll ist.

Ehrenamtsbörse

Die Ehrenamtsbörse des  Wiener Hilfswerks ist eine Informations- und Beratungsstelle für Freiwillige im Raum Wien. Freiwillige können sich hier einerseits zu Engagementmöglichkeiten beraten lassen, andererseits finden Mitarbeiter*innen von Freiwilligenorganisationen hier auch aktuelle Informationen zum Freiwilligen-Managment. www.ehrenamtsboerse.at

European Volunteer Centre (CEV)

Das European Volunteer Centre ist ein Netzwerk von über 60 Organisationen, die sich der Förderung des Freiwilligen Engagements in Europa widmen. Unter anderem ist das Netzwerk verantwortlich für die Organisation von internationalen Freiwilligenkonferenzen in ganz Europa. www.europeanvolunteercentre.org

Freiwillig für Wien

Über die Vermittlungsplattform der Helfer Wiens können Freiwillige und Organisationen per Mausklick zueinander zu finden. Freiwilligenorganisationen können die Datenbank nutzen um aktuelle Engagementmöglichkeiten zu posten, Interessierte können nach ihrer zeitlichen Verfügbarkeit und ihren Interessen gezielt nach dem passenden Angebot suchen. www.diehelferwiens.at

Freiwilligenmesse

Der Verein Freiwilligenmessen bietet in Wien und St. Pölten Freiwilligenorganisationen die Möglichkeit, sich mit einem Stand auf der jährlichen Veranstaltung zu präsentieren. Die Freiwilligenmesse ist stets von Interessierten gut besucht und eignet sich auf Organisationsseite zur Gewinnung neuer Freiwilliger, Interessierte können sich hier über verschiedene Engagementmöglichkeiten informieren und in Kontakt mit den Organisationen treten. www.freiwilligenmesse.at

Freiwilligenweb

www.freiwilligenweb.at – Das Freiwilligenweb ist die Informations- und Serviceplattform des Sozialministeriums für den Freiwilligenbereich. Sie finden hier Informationen und Zahlen zum Österreichischen Freiwilligenwesen sowie zum Freiwilligengesetz, wichtige Termine und Engagementmöglichkeiten.

International Association for Volunteer Effort (IAVE)

Als globaler Zusammenschluss von Stakeholdern aus dem Freiwilligenwesen hat IAVE Mitglieder aus über 70 Ländern zu verzeichnen. Das weltweite Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, freiwilliges Engagement zu fördern und für günstige Rahmenbedingungen einzustehen. Von großer Bedeutung für Vernetzung und Austausch ist die jährliche IAVE World Volunteer Conference, die stets um den Globus wandert. www.iave.org

IGFÖ

Die Interessensgemeinschaft Freiwilligenzentren Österreich ist ein Zusammenschluss von Freiwilligenzentren, -agenturen und -börsen in Österreich. Hier finden Sie nicht nur alle Freiwilligenzentren Österreichs, sondern auch Informationen zur regelmäßig stattfindenden Bildungswerkstatt – einer spannenden Veranstaltung für im Freiwilligenwesen tätige Interessierte. www.freiwilligenzentrum.at

Lehrgänge für Freiwilligenkoordination und Management von Ehrenamtlichen

Um die Professionalisierung des Freiwilligen-Managements voranzutreiben, bieten verschiedene Einrichtungen in ganz Österreich Lehrgänge an, in denen die Kernkompetenzen dieses Aufgabenbereichs vermittelt werden. Hier finden Sie einige dieser Angebote (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Wien

Linz/Gallneukirchen

Salzburg (Freiwilligenzentrum)

Salzburg (St. Virgil)

Innsbruck

Netzwerk Freiwilligenkoordination

Das Netzwerk Freiwilligenkoordination setzt sich für ein zeitgemäßes, professionelles Freiwilligenmanagement ein. Regelmäßige Treffen der Mitglieder, die alle in verschiedenen Organisationen als Koordinator*innen/Manager*innen von freiwilligem Engagement tätig sind, tragen über den Austausch untereinander zu einer professionellen Arbeitsweise und hohen Qualitätsstandards in der Freiwilligenkoordination bei. www.freiwilligenkoordination.at

Unabhängiges Landesfreiwilligenzentrum (ULF)

Das in Linz angesiedelte Freiwilligenzentrum ULF ist nicht nur in der Vermittlung von Freiwilligen tätig, sondern hat ein reiches Angebot an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen für Freiwillige und Mitarbeiter*innen gemeinnütziger Organisationen im Programm. Das umfangreiche Online-Infopool bietet mit zahlreichen Vorlagen, Leitfäden, Studien und nützlichen Links Freiwilligenorganisationen Hilfe und Orientierung für ihre Arbeit. www.ulf-ooe.at/

Der 3. Freiwilligenbericht bietet umfassendes Wissen zum Thema freiwilliges Engagement.

Lesen Sie im Bericht warum Organisationen neue Strategien zur Förderung von Engagierten brauchen, warum die Digitalisierung das Freiwilligenengagement verändert und wie Mikrovolunteering neue Möglichkeiten schaffen kann. Hier gelangen Sie zum Bericht.

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Broschüre zum Download

Corporate Volunteering

Im Bereich der Zeitspenden nehmen auch Unternehmen vermehrt ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und setzen sich unter anderem in Form des sogenannten Corporate Volunteering für den guten Zweck ein. Unternehmen engagieren sich über ihre Mitarbeiter*innen, die – meist innerhalb ihrer Arbeitszeit – ihre Zeit oder ihr Know-how einer gemeinnützigen Organisation zur Verfügung stellen.

In Österreich engagieren sich zwar rund 36 % der Unternehmen im Rahmen von Corporate Volunteering Projekten, allerdings besteht noch viel Potenzial. Der Fundraising Verband Austria möchte im Rahmen der Initiative Zeitspenden sowohl Unternehmen als auch NPOs animieren, verstärkt die Zeitspende als Form der Unternehmenskooperation strategisch zu nutzen, denn die positiven Effekte auf alle Beteiligten sind beachtlich. Erfahren Sie hier, wie Sie mit Corporate Volunteering eine Win-Win-Situation schaffen.

So gelingt Ihr Corporate Volunteering Projekt

Damit Sie in Ihrer gemeinnützigen Organisation bereit sind, mit einem Unternehmen ein Corporate Volunteering Projekt zu starten, ist es wichtig, für geeignete Rahmenbedingungen zu sorgen. Idealerweise haben Sie in Ihrer Organisation eine Ansprechperson (FreiwilligenkoordinatorInnen) für Aktivitäten rund um die Einbindung von Freiwilligen, die das Projekt begleiten kann.
Noch vor den Gesprächen mit dem Unternehmen sollten Sie sich intern einen Überblick verschaffen, in welchen Projekten ein erhöhter Bedarf am Freiwilligen besteht und welches Anforderungsprofil benötigt wird. Auch sollten Sie unbedingt abklären, welche Vorbereitungen von Seiten der Freiwilligen aus den Unternehmen notwendig und ob eine Einarbeitungsphase sinnvoll ist.

In der Planung

  • Erarbeiten Sie ein klares Bild davon, was beim Corporate Volunteering Einsatz passieren wird und definieren Sie dazu messbare Ziele sowie benötigte Ressourcen.
  • Legen Sie einen Zeit- und Projektplan fest und beziehen Sie dabei die involvierten ProjektleiterInnen und MitarbeiterInnen Ihrer Organisation mit ein.
  • Setzen gemeinsam Meilensteine und definieren Sie, wie Sie mit Ihrem Unternehmenspartner kommunizieren werden.
  • Klären Sie mit Ihrem Partnerunternehmen die Verteilung von Aufgaben und Verantwortung.
  • Denken Sie langfristig! – Wie wirkt sich die Kooperation heute auf zukünftige Aktivitäten Ihrer Organisation aus?
  • Schaffen Sie gegenseitiges Vertrauen, indem Sie den/die Corporate Volunteering ManagerIn vorab einladen, die Abläufe in Ihrer Organisation kennen zu lernen.
  • Konzentrieren Sie sich in der Planung auf die gemeinsamen Ziele des Corporate Volunteering Einsatzes und nicht auf mögliche Folgeprojekte.

In der Vorbereitung

  • Klären Sie ab, welche Erwartungen Sie und Ihre Organisation an diese Kooperation haben und welche Ziele Sie verfolgen.
  • Stellen Sie vorab fest, welche Art der Hilfe Sie benötigen (Arbeitskraft oder Fachwissen) und ob das Engagement einmalig sein soll oder über einen längeren Zeitraum.
  • Klären Sie auch ab, welche Beweggründe Ihr Unternehmenspartner mit dem Corporate Volunteering Projekt hat, was sich dieser von einem solchen Projekt erwartet und welche konkreten Ziele verfolgt werden.
  • Definieren Sie, welche Ressourcen in eine Kooperation eingebracht werden können. (MitarbeiterInnen, Infrastruktur, Kommunikation, etc.)
  • Klären Sie ab, welche formalen Voraussetzungen für die Freiwilligen gelten, um am Projekt teilnehmen zu können.
  • Erstellen Sie eventuell eine Stellenbeschreibung, in der Sie die Tätigkeiten der Freiwilligen beschreiben und diese vom Aufgabenbereich Ihrer eigenen MitarbeiterInnen abgrenzen.
  • Orientieren Sie Ihr Projekt so nah am Kerngeschäft Ihres Unternehmenspartners wie möglich. So zeigen Sie Wertschätzung für die Kompetenz des Unternehmens, fördern das Engagement der Freiwilligen und sichern ein dauerhaftes Engagement des Unternehmens.

In der Umsetzung

  • Führen Sie einen regelmäßigen offenen Dialog mit Ihrem Partnerunternehmen, auf allen Ebenen.
  • Stellen Sie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sicher, indem Sie Entscheidungen gemeinschaftlich mit Ihren PartnerInnen treffen.
  • Binden Sie den Vorstand bzw. die Geschäftsleitung aktiv ein und sichern Sie sich deren Unterstützung und Mitarbeit.
  • Integrieren und begleiten Sie die Freiwilligen gemeinsam mit dem/der Corporate Volunteering Verantwortlichen des Unternehmens in der Vorbereitung und in der Umsetzung und evaluieren Sie gemeinsam mit Ihnen den Freiwilligeneinsatz.
  • Sichern Sie eine konsistente und regelmäßige Kommunikation von „Success Stories“, intern wie extern.

Verschiedene Anlaufstellen bieten Hilfestellung, wenn es um das Thema Corporate Volunteering geht.

Fremde werden Freunde

Im Raum Wien hilft eine Initiative des Vereins Fremde werden Freunde bei der Partnersuche. Im Zentrum stehen soziale Team-Events, die im Rahmen von Corporate Volunteering-Partnerschaften durchgeführt werden sollen.Unternehmen mit NPOs zu vernetzen, die zueinander passen, ist dabei die Hauptaufgabe der Initiative. Weitere Informationen unter www.fremdewerdenfreunde.at/vermittlung/

www.covo.at

Speziell um Corporate Volunteering geht es auf der Website www.covo.at Hier werden zum einen die Grundbegriffe des Corporate Volunteering erläutert und andererseits Informationen zur Umsetzung von Corporate Volunteering Kooperationen dargelegt. Zudem bieten Berichte abgeschlossener Projekte Erfahrungswerte und Einblicke in die Praxis des Corporate Volunteering.

Unabhängiges LandesFreiwilligenzentrum (ULF)

In Linz bietet das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum (ULF) signifikante Unterstützung bei der Partnersuche, Koordination und Durchführung von Corporate Volunteering-Aktivitäten. Mit guten Verbindungen sowohl zu den Freiwilligenorganisationen als auch zu interessierten Unternehmen und dem richtigen Know-How begleiten die Mitarbeiter*innen den Prozess von A bis Z. Alle Informationen dazu unter www.ulf-ooe.at/unternehmen/

Netzwerk ``Verantwortung zeigen!``

Das in Klagenfurt ansässige unternehmensgetragene Netzwerk “Verantwortung zeigen!” arbeitet einerseits als Matchmaker an der Schnittstelle zwischen Unternehmen und NPOs, andererseits organisieren sie selbst umfangreiche Corporate Volunteering-Events im Rahmen der sogenannte Engagement-Tage.

Platform ``Vernetzte Welten``

Die Plattform www.vernetzte-welten.at bietet Informationen zum Thema Zeitspenden, in erster Linie im Bereich des Secondments.

Wenn sich MitarbeiterInnen eines Unternehmens sich innerhalb ihrer Arbeitszeit freiwillig in einer gemeinnützigen Organisation bzw. NPO engagieren, lernen sie ein neues Umfeld kennen, gehen einer für sie neuen Tätigkeit nach und entwickeln so zwangsläufig neue Kompetenzen oder schärfen diejenigen, die bereits in ihnen schlummern. Unternehmen die sich dessen bewusst sind, bieten ihren MitarbeiterInnen Hilfestellung bei der Auswahl des richtigen Projekts, um den gewünschten Effekt in der Weiterentwicklung von Kompetenzen zu erzielen.

Gemeinsam mit respACT hat der Fundraising Verband fünf Schritte identifiziert, die bei einem strategischen Ansatz in der Kompetenzentwicklung hilfreich sind:

  • Setzen Sie sich mit Ihren MitarbeiterInnen zusammen und diskutieren bzw. erheben Sie, welche Kompetenzen geschärft, weiterentwickelt oder erworben werden sollen. Nutzen Sie dabei den Kompetenz Atlas1 und identifizieren Sie maximal 5 Kompetenzen, damit die gesetzen Maßnahmen nicht verwässert werden und der Kompetenzerwerb noch nachvollziehbar bleibt.
  • Suchen Sie gemeinsam mit Ihren MitarbeiterInnen eine geeignete NPO aus, die den Interessen der MitarbeiterInnen entspricht. Das sichert eine hohe Motivation, die wesentlich zu einem Erfolg in der MitarbeiterInnenentwicklung notwendig ist.
  • Identifizierien Sie gemeinsam mit der NPO eine Tätigkeit, die die Kompetenzen widerspiegelt, die weiterentwickelt werden sollen und vereinbaren Sie, wie die Einbindung des Mitarbeiters bzw. der Mitarbeiterin erfolgen soll. Unter Umständen ist es vorteilhaft, die MitarbeiterInnen über mehrere Tage oder auch darüber hinaus, in der NPO tätig sein zu lassen.
  • Begleiten Sie Ihre MitarbeiterInnen auch während des Einsatzes in der NPO in regelmäßigen Evaluationsgesprächen.
  • Nach dem Einsatz empfielt sich ein gemeinsames Gespräch mit den MitarbeiterInnen, den FreiwilligenkoordinatorInnen der NPO und einer VertreterIn des Unternehmens, in dem mittels des Freiwilligennachweises die erworbenen Kompetenzen nachgewiesen und dokumentiert werden.

[1] KODE-Kompetenzatlas nach John Erpenbeck und Volker Heyse, (http://kompetenzatlas.fh-wien.ac.at/?page_id=1096, abgerufen von der Webseite der FH der WKW am 31.1.2018, 10:36 Uhr)

Das Engagement von Unternehmen hinsichtlich Corporate Volunteering kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Nachfolgend finden sich unterschiedliche Beispiele:

Einmalige Teamaktivitäten

  • BKS Bank: Erst 2016 veranstaltete die BKS Bank wieder ihren Engagementtag in der Steiermark. Das Team der Bank traf sich in einer Tagesstätte, die Menschen mit Behinderung betreut und aktiv am Leben teilnehmen lässt. Die Mitarbeiter konnten sich an einem Tag ehrenamtlich einbringen und genossen den persönlichkeitsstärkenden Perspektivenwechsel. Auch 2015 organisierte die BKS Bank zahlreiche Initiativen, an denen 102 ihrer Mitarbeiter beteiligt waren, um Ihre Arbeitszeit einem guten Zweck widmen konnten.
  • UNITO Versandhandelsgruppe: Die UNITO Versandhandelsgruppe, die unter anderem Otto und Quelle vertritt, organisierte 2015 das Projekt Leuchtturm in Zusammenarbeit mit der Caritas. 62 Mitarbeiter hatten dadurch die Chance sieben verschiedene Caritas Einrichtungen zu besuchen um fleißig bei deren Alltag anzupacken. Die Aktivitäten waren unterschiedlichster Art, mal in der Altenpflege, Erziehung, oder Behindertenbetreuung angesiedelt. Der Geschäftsführer betonte dabei die Wichtigkeit solcher sozialen Handlungen, da sie das Team auch wieder im Büro weiter zusammenwachsen lassen.
  • dm Drogeriemarkt: Corporate Volunteering ist auch im dm Drogeriemarkt nichts Neues mehr. Seit 2011 organisiert er schon jährlich den „mehr vom leben tag“. Anlässlich des 40. Jubiläums, startete dm 2016 jedoch eine weitere Initiative. Im Rahmen der Initiative {miteinander} hat dm sein Corporate Volunteering ergänzt um Mitarbeitern auch die Möglichkeit zu geben, soziale Projekte bei dm zu bewerben. Diese werden dann ausgewählt werden unterstützt zu werden, indem dm seinen Angestellten einen weiteren Urlaubstag bietet, damit sie bei dem ausgewählten Projekt mithelfen können.
  • RaiffeisenbankIn Sachen Flüchtlingshilfe hat sich die Raiffeisenbank mit ihren Mitarbeitern engagiert. 2015 sammelte das Team der Bank in Wien hohe Mengen an Sachspenden um den schutzsuchenden Menschen mit dringend notwendigen Mitteln zu unterstützen. Das Projekt wurde in Kooperation mit der Caritas organisiert und sah auch vor, die Mitarbeiter im Sinne des Corporate Volunteerings, mit der sozialen Arbeit, die angesichts der Flüchtlingskrise von Nöten ist, vertraut zu machen. 
  • “Verantwortung Zeigen! Engagementtag”:  Jährlich im Juni findet der Verantwortung zeigen! Engagementtag jeweils in Kärnten und der Steiermark statt. In diesem Rahmen stellen viele Teams aus Unternehmen ihre Zeit und Arbeitskraft in den Dienst der guten Sache und unterstützen landesweit soziale Einrichtungen in ihren Anliegen. Weit über tausend Menschen sind jährlich unmittelbar Nutznießer dieser Ergebnisse, die abends bei der gemeinsamen After Work Party gebührend gefeiert werden. www.verantwortung-zeigen.at

Regelmäßige Freistellung von MitarbeiterInnen 

  • Erste BankMit ihrer Time Bank hat die Erste Bank 2015 ein innovatives Projekt entwickelt, die der Belastung der Flüchtlingskrise entgegenwirkt und gleichzeitig ihren Mitarbeitern die Möglichkeit bietet sich gesellschaftlich zu engagieren. Sie bringt den Angestellten die verschiedenen Initiativen nahe und ermutigt sie sich sozial einzubringen und ihre Arbeitszeit dafür zu spenden. Die Erste Bank wurde auch selbst sozial aktiv und öffnete ihren Campus für Geflüchtete, um ihnen eine Unterkunft zu bieten, während sie von Erste Bank Mitarbeitern betreut wurden. Auch 2016 schickte die Bank einige ihrer Angestellten nach Kroatien um im SOS Kinderdorf mit anzugreifen.
  • Telekom AustriaDie österreichische Telekom stellt seit 2014 im Rahmen des Projekts „cook2help“ ihre Mitarbeiter frei um hilfsbedürftigen Menschen, im Sinne des Corporate Volunteerings ein warmes Essen zuzubereiten. Auch zuvor bemühte sich die Telekom Austria darum, ihren Mitarbeiter ehrenamtliche Tätigkeiten nahezubringen. Schon seit 2011 engagiert sich A1 im sozialen Umfeld und macht mit Hilfe seiner Mitarbeiter die Internetnutzung in der Aktion „Internet für Alle“ zugänglich.
  • Mondi: In Österreich besteht seit einigen Jahren im Rahmen der Initiative „Integration durch Bildung“ eine enge Zusammenarbeit zwischen Mondi und der Caritas. In vier „Lerncafés“ erhalten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund Lernhilfe, um ihre zukünftigen Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen: Bis heute haben hier 284 junge Menschen aus über 20 Nationen diese Hilfe in Anspruch genommen. Die Projekt-Standorte liegen dabei jeweils in der Nähe von Mondi-Standorten und geben Mitarbeitern die Möglichkeit, sich auch persönlich zu engagieren.
  • HenkelIm Unternehmen Henkel Österreich, wird soziales Engagement schon lange großgeschrieben. So sehr, dass sich Henkel nun darum bemüht hat, die ehrenamtlichen Erfahrungen seiner Mitarbeiter auf einer Online-Plattform zu teilen. Dies zeigt wie sehr Henkel sich darum bemüht, seine Mitarbeiter auch im sozialen Bereich Erfahrungen sammeln zu lassen. Im Jahr 2014 hat Henkel CEE in Österreich 13 Corporate Volunteering Projekte mit insgesamt 35.200 Euro unterstützt. 

Pro Bono Leistungen von Unternehmen für NGOs

  • Gugler Restplatzdruckbörse:  Im Jahr 2014 stand NPOs das kostenlose Service einer Restdruckplatzbörse der Firma gugler* zur Verfügung. Bleibt bei Druckaufträgen eine Fläche auf dem Druckbogen frei, so werden die NPOs per Mail verständigt. Wer als erstes zuschlägt und die Druckdaten übermittelt, dessen Druckwerke werden kostenfrei mitproduziert. So wird Papier-Abfall verringert und umweltfreundliche und hochwertige Drucke für NPOs werden erzeugt.
  • VZ! Nachtschicht“: In der Nachtschicht stellen Fachleute aus Betrieben sechs Stunden lang ihr Knowhow gemeinnützigen Einrichtungen zur Verfügung und bearbeiten eine Nacht lang konkrete Aufgabenstellungen aus verschiedenen Managementbereichen. So haben die Marketingprofis von Dr. Oetker für die Tagesstätte “Vier Jahreszeiten” Folder neu gestaltet und die Homepage überarbeitet.
    Das Format der Nachtschicht entstammt dem niederländischen Vorbild “8 Hours Overtime for a good Cause” und wurde von UPJ in Berlin 2014 erstmals in den deutschen Sprachraum übertragen. Von dort hat Verantwortung zeigen! die Idee in den Süden Österreichs gebracht.
  • Wiener Nachtschicht: Auch in Wien wurde das Nachtschicht Konzept 2016 erfolgreich umgesetzt. Bei der “langen Nacht der Kompetenzspende” wurde sich ebenfalls 6 Stunden lang ausgetauscht, um Non-Profit Organisationen mit wichtigem Know how auszustatten. Die positive Resonanz der 40 Teilnehmer motiviert den Veranstalter für Mitarbeiterengagement “convo”, dazu die Nachschicht regelmäßig zu organisieren.

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CatharinaFreundl_FVA-Team

Catharina Freundl

Veranstaltungsorganisation und Leitung Projekt Zeitspenden

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