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FAQs zur Spendenabsetzbarkeit

 

Was müssen Spendenorganisationen bei der Spendenabsetzbarkeit beachten? Welche Schritte sind zu unternehmen, um diese zu erlangen? 

Der FVA hat häufig gestellte Fragen gesammelt und nach eigener Einschätzung beantwortet. Spezialfragen können sie an uns oder ihren Wirtschaftsprüfer stellen.
 
 
 
 

 

 

Was müssen Spendenorganisationen bei der Spendenabsetzbarkeit beachten? Welche Schritte sind zu unternehmen, um diese zu erlangen? 

Der FVA hat häufig gestellte Fragen gesammelt und nach eigener Einschätzung beantwortet. Spezialfragen können sie an uns oder ihren Wirtschaftsprüfer stellen.
 
 
 
 

 

 
 

Neuerungen der Spendenabsetzbarkeit/ automatischer Datenaustausch

F: Was sieht die Neuregelung hinsichtlich der Geltendmachung von Spenden als Sonderausgaben vor?

A: Der Spender kann ab dem Jahr 2017 geleistete Spenden nicht mehr selbst in der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen. Für private Spenden an spendenbegünstigte Einrichtungen wird für Zuwendungen ab dem Jahr 2017 ein verpflichtender automatischer Datenaustausch zur automatischen Berücksichtigung dieser Sonderausgaben zwischen der empfangenden Organisation und der Finanzverwaltung eingeführt. Diese werden dann automatisch in den Steuerakt übernommen. Entsprechend entfällt auch die Verpflichtung Spendenbestätigungen auszustellen. 

 

F: Welche Verpflichtungen ergeben sich aus der Neuregelung?

A: Die Regelung sieht die Mitwirkung des Spenders und des Spendenempfängers vor:

  • Ein Spender der ab 2017 geleistete Spenden absetzen möchte, muss der spendenbegünstigten Einrichtung seinen Vor- und Zunamen (wie im zentralen Melderegister eingetragen) sowie sein Geburtsdatum bekannt geben.
  • Auf Basis dieser Daten ermittelt der Spendenempfänger aus datenschutzrechtlichen Gründen über eine Abfrage beim Stammzahlenregister das verschlüsselte bereichsspezifische Personenkennzeichen für Steuern und Abgaben (vbPK SA).
  • Der Spendenempfänger muss der Finanzverwaltung die vbPK SA zusammen mit dem Gesamtbetrag der im betreffenden Kalenderjahr geleisteten Beträge bis Ende Februar des Folgejahres im Wege von FinanzOnline den Gesamtbetrag übermitteln.

 

F: Welche Spenden sind von der Neuregelung betroffen?

A: Von der Übermittlungspflicht sind Spenden an begünstigte Spendenempfänger betroffen, die aus dem Privatvermögen geleistet werden. Voraussetzung ist, dass die empfangende Organisation eine feste örtliche Einrichtung (Büro) im Inland hat. Somit sind abzugsfähige Spenden an ausländische Organisationen von der Übermittlungsverpflichtung nicht erfasst. Diese müssen/können weiterhin durch den Steuerpflichtigen in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

 

F: Sind auch Spenden betroffen, die als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind?

A: Die Regelung betrifft ausschließlich als Sonderausgaben zu berücksichtigende Beträge, somit sind Spenden die aus dem Betriebsvermögen geleistet werden und daher als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind, nicht  von der Übermittlungspflicht erfasst. Derartige Spenden sind (weiterhin) als Betriebsausgaben im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen und somit durch den Steuerpflichtigen selbst geltend zu machen. In diesem Fall ist auf Verlangen des Spenders weiterhin eine Spendenbestätigung auszustellen.

 

F: Wie ist bei Spenden vorzugehen die im Jahr 2016 geleistet worden sind?

A: Für Spenden die im Jahr 2016 geleistet worden sind, gelten betreffend die Spendenabsetzbarkeit noch die „alten“ Regeln. Die im Jahr 2016 geleisteten Spenden sind daher nach wie vor vom Spender selbst an das Finanzamt im Rahmen der sogenannten Arbeitnehmerveranlagung zu melden.

 

F: Welche Konsequenzen hat es, wenn der Spender seine Daten nicht bekannt gibt?

A: Der Spender kann seine Spende nicht mehr steuerlich geltend machen.

 

F: Welche Folgen hat es, wenn die Spendenorganisation die Meldung an das Finanzamt nicht vornimmt?

Sie wird von den Finanzbehörden zur Nachholung aufgefordert. Wenn sie ihrer Übermittlungspflicht gänzlich nicht nachkommt drohen der Verlust der Spendenbegünstigung bzw. eine KöST-Strafe.

 

Neuerungen der Spendenabsetzbarkeit/ automatischer Datenaustausch

F: Was sieht die Neuregelung hinsichtlich der Geltendmachung von Spenden als Sonderausgaben vor?

A: Der Spender kann ab dem Jahr 2017 geleistete Spenden nicht mehr selbst in der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen. Für private Spenden an spendenbegünstigte Einrichtungen wird für Zuwendungen ab dem Jahr 2017 ein verpflichtender automatischer Datenaustausch zur automatischen Berücksichtigung dieser Sonderausgaben zwischen der empfangenden Organisation und der Finanzverwaltung eingeführt. Diese werden dann automatisch in den Steuerakt übernommen. Entsprechend entfällt auch die Verpflichtung Spendenbestätigungen auszustellen. 

 

F: Welche Verpflichtungen ergeben sich aus der Neuregelung?

A: Die Regelung sieht die Mitwirkung des Spenders und des Spendenempfängers vor:

  • Ein Spender der ab 2017 geleistete Spenden absetzen möchte, muss der spendenbegünstigten Einrichtung seinen Vor- und Zunamen (wie im zentralen Melderegister eingetragen) sowie sein Geburtsdatum bekannt geben.
  • Auf Basis dieser Daten ermittelt der Spendenempfänger aus datenschutzrechtlichen Gründen über eine Abfrage beim Stammzahlenregister das verschlüsselte bereichsspezifische Personenkennzeichen für Steuern und Abgaben (vbPK SA).
  • Der Spendenempfänger muss der Finanzverwaltung die vbPK SA zusammen mit dem Gesamtbetrag der im betreffenden Kalenderjahr geleisteten Beträge bis Ende Februar des Folgejahres im Wege von FinanzOnline den Gesamtbetrag übermitteln.

 

F: Welche Spenden sind von der Neuregelung betroffen?

A: Von der Übermittlungspflicht sind Spenden an begünstigte Spendenempfänger betroffen, die aus dem Privatvermögen geleistet werden. Voraussetzung ist, dass die empfangende Organisation eine feste örtliche Einrichtung (Büro) im Inland hat. Somit sind abzugsfähige Spenden an ausländische Organisationen von der Übermittlungsverpflichtung nicht erfasst. Diese müssen/können weiterhin durch den Steuerpflichtigen in der Steuererklärung geltend gemacht werden.

 

F: Sind auch Spenden betroffen, die als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind?

A: Die Regelung betrifft ausschließlich als Sonderausgaben zu berücksichtigende Beträge, somit sind Spenden die aus dem Betriebsvermögen geleistet werden und daher als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind, nicht  von der Übermittlungspflicht erfasst. Derartige Spenden sind (weiterhin) als Betriebsausgaben im Rahmen der Gewinnermittlung zu berücksichtigen und somit durch den Steuerpflichtigen selbst geltend zu machen. In diesem Fall ist auf Verlangen des Spenders weiterhin eine Spendenbestätigung auszustellen.

 

F: Wie ist bei Spenden vorzugehen die im Jahr 2016 geleistet worden sind?

A: Für Spenden die im Jahr 2016 geleistet worden sind, gelten betreffend die Spendenabsetzbarkeit noch die „alten“ Regeln. Die im Jahr 2016 geleisteten Spenden sind daher nach wie vor vom Spender selbst an das Finanzamt im Rahmen der sogenannten Arbeitnehmerveranlagung zu melden.

 

F: Welche Konsequenzen hat es, wenn der Spender seine Daten nicht bekannt gibt?

A: Der Spender kann seine Spende nicht mehr steuerlich geltend machen.

 

F: Welche Folgen hat es, wenn die Spendenorganisation die Meldung an das Finanzamt nicht vornimmt?

Sie wird von den Finanzbehörden zur Nachholung aufgefordert. Wenn sie ihrer Übermittlungspflicht gänzlich nicht nachkommt drohen der Verlust der Spendenbegünstigung bzw. eine KöST-Strafe.

 

 
 

Allgemeines

F: Welche Spenden sind begünstigt?

A: Begünstigt sind Spenden an bestimmte Organisationen, die:

  • Forschungsaufgaben durchführen oder
  • auf wissenschaftlicher oder künstlerischer Basis Lehraufgaben für Erwachsene übernehmen (z. B. Universitäten) oder
  • ausdrücklich im Gesetz genannt sind, darunter fallen beispielsweise Spenden an
    • die Österreichische Nationalbibliothek, bestimmte Museen, das Bundesdenkmalamt, bestimmte Organisationen, zur Förderung des Behindertensportes, die internationale Anti-Korruptions-Akademie,
    • die Diplomatische Akademie, Freiwillige Feuerwehren und Landesfeuer­wehrverbände.

Daneben sind auch Spenden abzugsfähig, die an bestimmte Organisationen geleistet werden, wenn diese in die Liste der begünstigten Spendenempfänger des Bundesministeriums für Finanzen eingetragen ist. Darunter fallen Spenden an Organisationen

  • die sich einsetzen bzw. Spenden sammeln für
    • mildtätige Zwecke
    • Entwicklungs- und Katastrophenhilfe
    • den Schutz der Umwelt, Natur- oder Artenvielfalt
    • bestimmte Tierheime
  • die allgemein zugängliche Tätigkeiten, der österreichischen Kunst und Kultur abhalten, wenn die Körperschaft bestimmte Voraussetzungen erfüllt (die min. alle 2 Jahre eine in der Transparenzdatenbank eingetragene Förderung erhält)

 

F: Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

A. Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste sind:

  • Die Körperschaft dient ausschließlich Zwecken nach Maßgabe der §§ 34 ff der Bundesabgabenordnung. (gemeinnützig)
  • Die Körperschaft oder deren Vorgängerorganisation (Organisationsfeld mit eigenem Rechnungskreis) dient seit mindestens drei Jahren ununterbrochen im Wesentlichen unmittelbar begünstigten Zwecken.
  • Die Körperschaft unterhält, abgesehen von völlig untergeordneten Nebentätigkeiten, ausschließlich solche wirtschaftliche Tätigkeiten, die unter § 45 Abs. 1, § 45 Abs. 2 oder § 47 der Bundesabgabenordnung fallen oder für welche die Begünstigungen gemäß § 45a der Bundesabgabenordnung bestehen bleibt.
  • Die in Zusammenhang mit der Verwendung der Spenden stehenden Verwaltungskosten der Körperschaft übersteigen 10% der Spendeneinnahmen nicht.
  • Organisationen, die die Qualifikation als begünstigter Spendenempfänger durch die Eintragung in die Liste der spendenbegünstigten Organisationen erhalten, müssen ab 2017 glaubhaft machen, dass entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.


F: Muss ich ausschließlich mildtätig sein?

A: Nein - die Organisation muss ausschließlich gemeinnützig sein und im Wesentlichen dem Begünstigten Zweck entsprechen. Das bedeutet, dass mindestens 75 % der Gesamtressourcen in den begünstigten Zweck und 25 % in weitere gemeinnützige Zwecke fließen können.


F: Wie lange muss ich als Verein tätig sein, um auf die Liste zu kommen?

A
: Der Verein muss mindestens 3 Jahre - dies bedeutet 36 Monate - begünstigte Zwecke verfolgt haben


F: Wie komme ich auf die Liste des FA 1/23 und bis wann kann ich das tun?

A:
Der Erst-Antrag kann laufend beim FA 1/23 abgegeben werden. Es sind die Rechtsgrundlage (Statuten) sowie die Bestätigung des Wirtschaftsprüfers über das Vorliegen der Voraussetzungen der letzten drei Jahre einzureichen. Die Bewilligung ist kostenlos. Es empfiehlt sich bei Unklarheiten, insbesondere in der Rechtgrundlage, Kontakt mit dem FA 1/23 aufzunehmen. Das FA 1/23 entscheidet per Bescheid und veröffentlicht die Organisation auf der Website des BMF.

 

Allgemeines

F: Welche Spenden sind begünstigt?

A: Begünstigt sind Spenden an bestimmte Organisationen, die:

  • Forschungsaufgaben durchführen oder
  • auf wissenschaftlicher oder künstlerischer Basis Lehraufgaben für Erwachsene übernehmen (z. B. Universitäten) oder
  • ausdrücklich im Gesetz genannt sind, darunter fallen beispielsweise Spenden an
    • die Österreichische Nationalbibliothek, bestimmte Museen, das Bundesdenkmalamt, bestimmte Organisationen, zur Förderung des Behindertensportes, die internationale Anti-Korruptions-Akademie,
    • die Diplomatische Akademie, Freiwillige Feuerwehren und Landesfeuer­wehrverbände.

Daneben sind auch Spenden abzugsfähig, die an bestimmte Organisationen geleistet werden, wenn diese in die Liste der begünstigten Spendenempfänger des Bundesministeriums für Finanzen eingetragen ist. Darunter fallen Spenden an Organisationen

  • die sich einsetzen bzw. Spenden sammeln für
    • mildtätige Zwecke
    • Entwicklungs- und Katastrophenhilfe
    • den Schutz der Umwelt, Natur- oder Artenvielfalt
    • bestimmte Tierheime
  • die allgemein zugängliche Tätigkeiten, der österreichischen Kunst und Kultur abhalten, wenn die Körperschaft bestimmte Voraussetzungen erfüllt (die min. alle 2 Jahre eine in der Transparenzdatenbank eingetragene Förderung erhält)

 

F: Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

A. Voraussetzungen für die Aufnahme in die Liste sind:

  • Die Körperschaft dient ausschließlich Zwecken nach Maßgabe der §§ 34 ff der Bundesabgabenordnung. (gemeinnützig)
  • Die Körperschaft oder deren Vorgängerorganisation (Organisationsfeld mit eigenem Rechnungskreis) dient seit mindestens drei Jahren ununterbrochen im Wesentlichen unmittelbar begünstigten Zwecken.
  • Die Körperschaft unterhält, abgesehen von völlig untergeordneten Nebentätigkeiten, ausschließlich solche wirtschaftliche Tätigkeiten, die unter § 45 Abs. 1, § 45 Abs. 2 oder § 47 der Bundesabgabenordnung fallen oder für welche die Begünstigungen gemäß § 45a der Bundesabgabenordnung bestehen bleibt.
  • Die in Zusammenhang mit der Verwendung der Spenden stehenden Verwaltungskosten der Körperschaft übersteigen 10% der Spendeneinnahmen nicht.
  • Organisationen, die die Qualifikation als begünstigter Spendenempfänger durch die Eintragung in die Liste der spendenbegünstigten Organisationen erhalten, müssen ab 2017 glaubhaft machen, dass entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden.


F: Muss ich ausschließlich mildtätig sein?

A: Nein - die Organisation muss ausschließlich gemeinnützig sein und im Wesentlichen dem Begünstigten Zweck entsprechen. Das bedeutet, dass mindestens 75 % der Gesamtressourcen in den begünstigten Zweck und 25 % in weitere gemeinnützige Zwecke fließen können.


F: Wie lange muss ich als Verein tätig sein, um auf die Liste zu kommen?

A
: Der Verein muss mindestens 3 Jahre - dies bedeutet 36 Monate - begünstigte Zwecke verfolgt haben


F: Wie komme ich auf die Liste des FA 1/23 und bis wann kann ich das tun?

A:
Der Erst-Antrag kann laufend beim FA 1/23 abgegeben werden. Es sind die Rechtsgrundlage (Statuten) sowie die Bestätigung des Wirtschaftsprüfers über das Vorliegen der Voraussetzungen der letzten drei Jahre einzureichen. Die Bewilligung ist kostenlos. Es empfiehlt sich bei Unklarheiten, insbesondere in der Rechtgrundlage, Kontakt mit dem FA 1/23 aufzunehmen. Das FA 1/23 entscheidet per Bescheid und veröffentlicht die Organisation auf der Website des BMF.

 

 
 

Prüfung

F: Was muss ich jetzt tun?
A:

  1. Zunächst ist zu prüfen, ob die Statuten des Vereins dem Gesetz entsprechen, dh findet man sich in diesem Gesetz wieder (Gemeinnützigkeit, Ausschließlichkeit, Unmittelbarkeit, Mildtätigkeit, EZA, etc.) und ev. Anpassung der Statuten (Auflösungsbestimmungen).
  2. Klärung der Frage „wer sind ordentliche Mitglieder und wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag? (Abgrenzung der Fördermitgliedschaft, die absetzbar ist)
  3. Einschätzung, ob die Veränderungen, die durchgeführt werden müssten und die Kosten für Prüfung, erweiterte Buchhaltung etc. sich durch Mehrspenden rechnen.


F: Was hat der Wirtschaftsprüfer zu überprüfen?

A: Er hat die Erfüllung der Voraussetzungen zu überprüfen: Dies sind die Überprüfung des gesamten Rechungsabschlusses (Bilanz oder Einnahmen-Ausgabenrechnung mit Vermögensaufstellung) insbesondere maximal 10 % Verwaltungskosten für die Spendenverwaltung, die Satzung sowie die tatsächliche Geschäftsführung. Der Wirtschaftsprüfer muss künftig auch überprüfen, ob entsprechende Maßnahmen zur Erfüllung der Datenübermittlungsverpflichtung gemäß § 18 EStG getroffen wurden.


F: Meine Organisation ist Träger des Spendengütesiegels – hier gibt es bereits eine Wirtschaftsprüfung. Reicht diese aus?


A: NEIN. Die Wirtschaftsprüfung für das Spendengütesiegel prüft die Spendenverwendung, während für die Absetzbarkeit nur die Voraussetzungen überprüft werden.


F: Was bedeutet 10 % Verwaltungskosten?

A: Diese 10 % Verwaltungskosten beziehen sich auf den Aufwand für die Verwaltung der Spenden. Fundraising zählt hier nicht dazu. Jedoch wird die Wirtschaftsprüfung definieren müssen, welche Tätigkeiten genau zu diesen Verwaltungskosten zählen. Die für die Erfüllung der Übermittlungsverpflichtung anfallenden Kosten fallen nicht unter die 10%-Grenze


F: Muss auch der Verein, der von einem Sammelverein Spendengelder erhält, auf der Liste stehen? Was bedeutet unmittelbar tätig?

A:
Nein – der Sammelverein muß aber sicherstellen (zB Vertrag), dass diese Spenden ausschließlich für begünstigte Zwecke verwendet werden. Unmittelbar tätig sein bedeutet, dass die Tätigkeiten von dem Verein selbst und nicht durch einen geförderten Verein durchzuführen ist. Er kann sich aber vertraglich so genannter „Erfüllungsgehilfen“ bedienen.


F: Kann auch nur ein Teil meines Vereines auf der Liste stehen?

A: NEIN. Ausschließlichkeit heißt, dass alle Vereinszwecke entsprechend dem Gesetzesentwurf gestaltet sind. Der Gesetzgeber empfiehlt die rechtliche Ausgliederung und schafft mit einer Bestimmung für „Vorgängerorganisationen“ auch den rechtlichen Rahmen dafür.

Prüfung

F: Was muss ich jetzt tun?
A:

  1. Zunächst ist zu prüfen, ob die Statuten des Vereins dem Gesetz entsprechen, dh findet man sich in diesem Gesetz wieder (Gemeinnützigkeit, Ausschließlichkeit, Unmittelbarkeit, Mildtätigkeit, EZA, etc.) und ev. Anpassung der Statuten (Auflösungsbestimmungen).
  2. Klärung der Frage „wer sind ordentliche Mitglieder und wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag? (Abgrenzung der Fördermitgliedschaft, die absetzbar ist)
  3. Einschätzung, ob die Veränderungen, die durchgeführt werden müssten und die Kosten für Prüfung, erweiterte Buchhaltung etc. sich durch Mehrspenden rechnen.


F: Was hat der Wirtschaftsprüfer zu überprüfen?

A: Er hat die Erfüllung der Voraussetzungen zu überprüfen: Dies sind die Überprüfung des gesamten Rechungsabschlusses (Bilanz oder Einnahmen-Ausgabenrechnung mit Vermögensaufstellung) insbesondere maximal 10 % Verwaltungskosten für die Spendenverwaltung, die Satzung sowie die tatsächliche Geschäftsführung. Der Wirtschaftsprüfer muss künftig auch überprüfen, ob entsprechende Maßnahmen zur Erfüllung der Datenübermittlungsverpflichtung gemäß § 18 EStG getroffen wurden.


F: Meine Organisation ist Träger des Spendengütesiegels – hier gibt es bereits eine Wirtschaftsprüfung. Reicht diese aus?


A: NEIN. Die Wirtschaftsprüfung für das Spendengütesiegel prüft die Spendenverwendung, während für die Absetzbarkeit nur die Voraussetzungen überprüft werden.


F: Was bedeutet 10 % Verwaltungskosten?

A: Diese 10 % Verwaltungskosten beziehen sich auf den Aufwand für die Verwaltung der Spenden. Fundraising zählt hier nicht dazu. Jedoch wird die Wirtschaftsprüfung definieren müssen, welche Tätigkeiten genau zu diesen Verwaltungskosten zählen. Die für die Erfüllung der Übermittlungsverpflichtung anfallenden Kosten fallen nicht unter die 10%-Grenze


F: Muss auch der Verein, der von einem Sammelverein Spendengelder erhält, auf der Liste stehen? Was bedeutet unmittelbar tätig?

A:
Nein – der Sammelverein muß aber sicherstellen (zB Vertrag), dass diese Spenden ausschließlich für begünstigte Zwecke verwendet werden. Unmittelbar tätig sein bedeutet, dass die Tätigkeiten von dem Verein selbst und nicht durch einen geförderten Verein durchzuführen ist. Er kann sich aber vertraglich so genannter „Erfüllungsgehilfen“ bedienen.


F: Kann auch nur ein Teil meines Vereines auf der Liste stehen?

A: NEIN. Ausschließlichkeit heißt, dass alle Vereinszwecke entsprechend dem Gesetzesentwurf gestaltet sind. Der Gesetzgeber empfiehlt die rechtliche Ausgliederung und schafft mit einer Bestimmung für „Vorgängerorganisationen“ auch den rechtlichen Rahmen dafür.

 
 

SpenderIn


F: Wer kann seine Spende absetzen?


A:
Privatpersonen (Geldspenden bis 10% des Vorjahreseinkommens, seit 1. 1. 2013 10 % des Einkommens des laufenden Jahres), Unternehmen (Sach- bzw. Geldspenden bis 10 % Vorjahresgewinnes, seit 1. 1. 2013 10 % des Gewinnes des laufenden Jahres) und Stiftungen (Sach- bzw. Geldspenden kestbefreit).


F: Wie kann der Privatspender seine Spende absetzen?

A:
Für das Veranlagungsjahr 2016 muss der Spender dem Finanzamt die Spende mittels Beleg nachweisen (Einzahlungsbeleg, Kontoauszug, Quittung). Achtung – auch hier ist wichtig, dass eindeutig die begünstige Organisation und der Spendencharakter hervorgeht. Ab 1. 1. 2013 hat die begünstigte Einrichtung auf Verlangen des Spenders einen Spendenbeleg mit dem Namen der Organisation, der Registrierungsnummer, den Namen des Spenders und des Betrages auszustellen.

Ab dem Veranlagungsjahr 2017 ist ein automatischer Datenaustausch zwischen der Spendenorganisation und dem Finanzamt vorgesehen. Ab 2017 gelten betreffend die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften. Ab dann geben nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) die Spendensumme des vergangenen Jahres an die Finanzbehörden weiter.
 


F: Können auch Mitgliedschaftsbeiträge von der Steuer abgesetzt werden?

A:
Mitgliedsbeiträge von ordentlichen Mitgliedern sind nicht absetzbar, Fördermitgliedschaften mit eingeschränkten Rechten jedoch schon. Hier müssen die Statuten klar formuliert sein.


F: Werden meine Spenden an einen Forschungsverein und einen mildtätigen Verein zusammengerechnet?

A: Ja: Spender konnten bis 31. 12. 2011 jeweils bis 10 % absetzen. Danach nur mehr zusammen 10 %.
 


F: Wenn ich jetzt meinen Spendern sage, sie können ihre Spende von der Steuer absetzen: wer haftet, wenn mein Verein dann doch nicht auf die Liste kommt?

A: Grundsätzlich würde der Verein für seine „Werbeaussage“ haften und der Spender kann seine Spende zurückfordern. Daher die Empfehlung: KEINE Garantie für die Spendenabsetzbarkeit abgeben, solange man nicht wirklich auf der Liste steht. Der Imageschaden könnte enorm sein!


F: Hafte ich als Organisation auch dafür, wenn ich Daten oder die Spendenbestätigung nicht korrekt oder zu spät weitergebe?

A: JA. Da es sich um ein Verschulden der Organisation handelt, hätte der Spender Schadensersatzanspruch, weil er die Spende nicht absetzen kann.

SpenderIn


F: Wer kann seine Spende absetzen?


A:
Privatpersonen (Geldspenden bis 10% des Vorjahreseinkommens, seit 1. 1. 2013 10 % des Einkommens des laufenden Jahres), Unternehmen (Sach- bzw. Geldspenden bis 10 % Vorjahresgewinnes, seit 1. 1. 2013 10 % des Gewinnes des laufenden Jahres) und Stiftungen (Sach- bzw. Geldspenden kestbefreit).


F: Wie kann der Privatspender seine Spende absetzen?

A:
Für das Veranlagungsjahr 2016 muss der Spender dem Finanzamt die Spende mittels Beleg nachweisen (Einzahlungsbeleg, Kontoauszug, Quittung). Achtung – auch hier ist wichtig, dass eindeutig die begünstige Organisation und der Spendencharakter hervorgeht. Ab 1. 1. 2013 hat die begünstigte Einrichtung auf Verlangen des Spenders einen Spendenbeleg mit dem Namen der Organisation, der Registrierungsnummer, den Namen des Spenders und des Betrages auszustellen.

Ab dem Veranlagungsjahr 2017 ist ein automatischer Datenaustausch zwischen der Spendenorganisation und dem Finanzamt vorgesehen. Ab 2017 gelten betreffend die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften. Ab dann geben nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) die Spendensumme des vergangenen Jahres an die Finanzbehörden weiter.
 


F: Können auch Mitgliedschaftsbeiträge von der Steuer abgesetzt werden?

A:
Mitgliedsbeiträge von ordentlichen Mitgliedern sind nicht absetzbar, Fördermitgliedschaften mit eingeschränkten Rechten jedoch schon. Hier müssen die Statuten klar formuliert sein.


F: Werden meine Spenden an einen Forschungsverein und einen mildtätigen Verein zusammengerechnet?

A: Ja: Spender konnten bis 31. 12. 2011 jeweils bis 10 % absetzen. Danach nur mehr zusammen 10 %.
 


F: Wenn ich jetzt meinen Spendern sage, sie können ihre Spende von der Steuer absetzen: wer haftet, wenn mein Verein dann doch nicht auf die Liste kommt?

A: Grundsätzlich würde der Verein für seine „Werbeaussage“ haften und der Spender kann seine Spende zurückfordern. Daher die Empfehlung: KEINE Garantie für die Spendenabsetzbarkeit abgeben, solange man nicht wirklich auf der Liste steht. Der Imageschaden könnte enorm sein!


F: Hafte ich als Organisation auch dafür, wenn ich Daten oder die Spendenbestätigung nicht korrekt oder zu spät weitergebe?

A: JA. Da es sich um ein Verschulden der Organisation handelt, hätte der Spender Schadensersatzanspruch, weil er die Spende nicht absetzen kann.

 
 

Spendenbestätigung 

Spendenorganisationen sind seit 2013 gesetzlich verpflichtet auf Verlangen des Spenders, eine Spendenbestätigung auszustellen. Diese soll dem Spender den Nachweis seiner Zuwendung beim Finanzamt erleichtern. Aber wie muss diese formal richtig gestaltet sein?

Grundsätzlich gibt das Finanzministerium die Form in der neuesten Richtlinie zum Einkommensteuergesetz bereits vor: Die Spendenbestätigung beinhaltet jedenfalls

  • Name und Anschrift des Spenders,
  • Name (und Anschrift) des Spendenempfängers,
  • die Zuwendung (einzeln oder in Summe),
  • Datum oder der Zeitraum der Zuwendung sowie
  • die Registrierungsnummer, unter der der Spendenempfänger in der Liste der begünstigten Spendenempfänger eingetragen ist.

Spendenorganisationen sind seit diesem Jahr gesetzlich verpflichtet auf Verlangen des Spenders, eine Spendenbestätigung auszustellen, allerdings gilt diese alleine noch nicht als Nachweis. Das BMF sieht dafür nach wie vor den Beleg (Kontoauszug, Einzahlungsbeleg oder eine Spendenquittung) als notwendigen Nachweis an und der Spender muss diese auf Verlangen auch vorweisen können.

Achtung: Nachdem sich der Spendenbegriff in der letzten Novelle erweitert hat (zB Zuwendungen mit Gegenleistung) hat die ausstellende NPO für die Richtigkeit zu sorgen. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und setzten sie die Spendenabsetzbarkeit aktiv für ihr Marketing ein.


Durch das Inkrafttreten der neuen Regelungen zur Spendenabsetzbarkeit entfällt für Spenden die im Jahr 2017 erfolgten, die Verpflichtung eine Spendenbestätigung auszustellen. Für Spenden die im Jahr 2016 geleistet worden sind, ist weiterhin auf Verlangen eine Spendenbestätigung auszustellen.

Spendenbestätigung 

Spendenorganisationen sind seit 2013 gesetzlich verpflichtet auf Verlangen des Spenders, eine Spendenbestätigung auszustellen. Diese soll dem Spender den Nachweis seiner Zuwendung beim Finanzamt erleichtern. Aber wie muss diese formal richtig gestaltet sein?

Grundsätzlich gibt das Finanzministerium die Form in der neuesten Richtlinie zum Einkommensteuergesetz bereits vor: Die Spendenbestätigung beinhaltet jedenfalls

  • Name und Anschrift des Spenders,
  • Name (und Anschrift) des Spendenempfängers,
  • die Zuwendung (einzeln oder in Summe),
  • Datum oder der Zeitraum der Zuwendung sowie
  • die Registrierungsnummer, unter der der Spendenempfänger in der Liste der begünstigten Spendenempfänger eingetragen ist.

Spendenorganisationen sind seit diesem Jahr gesetzlich verpflichtet auf Verlangen des Spenders, eine Spendenbestätigung auszustellen, allerdings gilt diese alleine noch nicht als Nachweis. Das BMF sieht dafür nach wie vor den Beleg (Kontoauszug, Einzahlungsbeleg oder eine Spendenquittung) als notwendigen Nachweis an und der Spender muss diese auf Verlangen auch vorweisen können.

Achtung: Nachdem sich der Spendenbegriff in der letzten Novelle erweitert hat (zB Zuwendungen mit Gegenleistung) hat die ausstellende NPO für die Richtigkeit zu sorgen. Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und setzten sie die Spendenabsetzbarkeit aktiv für ihr Marketing ein.


Durch das Inkrafttreten der neuen Regelungen zur Spendenabsetzbarkeit entfällt für Spenden die im Jahr 2017 erfolgten, die Verpflichtung eine Spendenbestätigung auszustellen. Für Spenden die im Jahr 2016 geleistet worden sind, ist weiterhin auf Verlangen eine Spendenbestätigung auszustellen.

 
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