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Presseaussendungen 2017

 


Neues Projekt soll Arbeitsplätze in digitaler Zukunft sichern

Initiative LET´S GO DIGITAL des Fundraising Verbands Austria startet und fördert Integration und Inklusion durch digitale Bildung in ganz Österreich.

Wien, 21.6.2018. Laut einer aktuellen Studie sind 9% aller Jobs in Österreich kurzfristig durch die Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt gefährdet. Wer sich nicht mit den digitalen Arbeitsmedien auseinandersetzt, läuft umso mehr Gefahr aus dem Arbeitsmarkt herauszufallen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften in der Informations- und Kommunikationstechnik. Mit dem Projekt „Let´s go digital“ startet der Fundraising Verband Austria gemeinsam mit der Plattform Stifter-helfen.at österreichweit eine neue Bildungsinitiative. Ziel ist es, Aktivitäten im Bereich Digitalisierung hierzulande besser zu vernetzen und den Helfern zu helfen, ihre Zielgruppen noch besser zu unterstützen. Vor allem Menschen, die im Hinblick auf die Digitalisierung und den digitalen Arbeitsmarkt der Zukunft derzeit benachteiligt sind, sollen davon profitieren.

Der Abbau von Ängsten und ein sicherer Umgang mit digitalen Medien sind für den Arbeitsmarkt der Zukunft unabdingbar. Insbesondere Hilfsarbeitskräfte, HandwerkerInnen, MaschinenbedienerInnen und Personen in Dienstleitungsberufen sind laut mehreren Studien von der Digitalisierung und Automatisierung der Arbeitswelt besonders betroffen. Das vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort geförderte Projekt „Let´s go digital“ des Fundraising Verbands Austria setzt genau hier an. Durch das neue Projekt werden die einzelnen Digitalisierungsinitiativen bundesweit besser vernetzt und die entsprechenden Hilfsorganisationen mit Software, Hardware und Trainerausbildungen unterstützt. „Gemeinnützige Organisationen werden auf diese Weise dabei unterstützt, noch mehr für Betroffene tun zu können und sie fit für die digitale Arbeitswelt der nahen Zukunft zu machen. Wir möchten damit Arbeitsplätze in Österreich sichern und neue Jobs schaffen.“, hebt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – hervor. Besonders niedrig Qualifizierte, Lernbeeinträchtigte und Menschen mit Migrationshintergrund  sollen von der Initiative profitieren. Technische Infrastruktur und das entsprechende Know-how sind für gemeinnützige Organisationen grundlegend, um Menschen für den digitalen Arbeitsmarkt weiterbilden zu können. Hier setzt „Let´s go digital“ an, damit Betroffene den digitalen Anschluss nicht verlieren!“, so Lutschinger.

Knapp 30 Partner-Organisationen aus ganz Österreich bei LET´S GO DIGITAL
Die Vielfalt unter den beteiligten Organisationen ist groß und reicht vom „Bündnis Arbeit für Best Ager“, das arbeitssuchende Frauen und Männer ab 45 Jahren unterstützt, über den Verein „ich bin aktiv“, der Menschen mit Lernschwierigkeiten begleitet und fördert, die in Vorarlberg ansässige „Plattform für digitale Initiativen“, das „Mädchenzentrum Klagenfurt“ oder „migrare – Zentrum für MigrantInnen OÖ“, das unter anderem die Integration von MigrantInnen in den Arbeitsmarkt fördert.„Die Initiative LET’S GO DIGITAL eröffnet neue Perspektiven in der beruflichen Integration von Menschen im besten Lebensalter und stellt eine ideale Ergänzung zur Arbeit unserer Organisation dar.“, betont Dr. Kurt Pongruber, Obmann von Bündnis Arbeit für Best Ager.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Fundraising Verband weist Kritik der Gewerkschaft an Fundraising-Jobs zurück

Wien, 15.6.2018. „Die kürzlich getätigten öffentlichen Aussagen der Gewerkschaft im Kontext von Ferialjobs und Provisionsarbeit rücken das Berufsbild des Fundraisers für gemeinnützige Organisationen in ein schlechtes Licht und erwecken den Anschein rechtlich unsauberer Rahmenbedingungen entsprechender Jobs, was der Realität klar widerspricht.“, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – deutlich. Fördererwerbung von FundraiserInnen im öffentlichen Raum zählt seit jeher zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache von UnterstützerInnen. Für tausende engagierte junge Menschen ergeben sich dadurch attraktive Jobmöglichkeiten. „Anders als von der Gewerkschaft dargestellt, sind die meisten Fundraiser in Österreich festangestellt. Außerdem ist es eines der Qualitätskriterien der Qualitätsinitiative Fördererwerbung, dass keine Personen unter 18 beschäftigt werden. Dazu gehört im Übrigen auch die faire Entlohnung: Unsere Fundraiser werden wesentlich besser entlohnt als es bei vielen Ferialjobs in Österreich üblich ist.“, führt Günther Lutschinger aus.
Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative Fördererwerbung zählen unter anderem renommierte Organisationen wie Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Greenpeace, Kinderhilfswerk, ROTE NASEN Clowndoctors oder das Österreichische Rote Kreuz. www.qualitaetsinitiative.at

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at


 

Fundraising Verband Austria - Bestürzung über das Ableben von Sissy Mayerhoffer

Wien. 8.6.2018. Mit dem überraschenden Ableben von Sissy Mayerhoffer verliert der österreichische gemeinnützige Sektor eine bedeutende Fürsprecherin. Als Leiterin der humanitären Aufgaben des ORF, vor allem der Aktionen „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“, war sie mit großem Einsatz da, wenn es darum ging Not zu lindern und Unterstützung für zahllose gemeinnütziger Projekte zu generieren. Der Fundraising Verband Austria, Dachverband der Spendenorganisationen, bedankt sich bei einer großen Förderin des Spendenwesens in Österreich und für die langjährige gute Zusammenarbeit. Der wunderbare Fußabdruck, den sie in einer Landschaft der Menschlichkeit hinterlassen hat, und ihr unermüdlicher Einsatz werden uns in Erinnerung bleiben.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Private Millionen für Kunst und Kultur in Österreich

Kultur-Fundraising in Österreich mit Wachstumspotential. Fundraising Verband informiert bei internationaler Fachtagung am 14. Juni.

Wien, 8.6.2018. International gewinnt private Kulturförderung immer mehr an Bedeutung. In Deutschland, der Schweiz oder den Niederlanden ist Spenden für Kultur bereits wesentlich stärker verbreitet als in Österreich. Die privaten Fundraising-Einnahmen im Kultursektor sind hierzulande noch gering. Durch die Erweiterung der steuerlichen Absetzbarkeit auf Kultureinrichtungen im Jahr 2016 hat das Thema „Spenden für Kunst und Kultur“ zwar an Relevanz gewonnen, mit den derzeitigen gesetzlichen Bestimmungen wird das Potential jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft. Im Rahmen der 4. Fachtagung für Kulturfundraising und –Sponsoring greifen internationale ReferentInnen aktuelle Entwicklungen in der privaten Kulturfinanzierung auf und zeigen, was SpenderInnen, Mäzene und Sponsoren heute motiviert, Kulturarbeit zu unterstützen.

Rund 15 Mio. Euro, also etwas mehr als 2 % des Gesamtspendenvolumens von 630 Mio. Euro wurden in Österreich zuletzt für Kultur gespendet. Wissenschaft und Forschung unterstützen die ÖsterreicherInnen hingegen mit rund 40 Mio. Euro. In den Niederlanden, wo der Anreiz der steuerlichen Absetzbarkeit von Kulturspenden schon lange besteht, entfallen jährlich ca. 8 % auf Kultur. Auch in Deutschland, der Schweiz und allen voran bekanntlich Großbritannien sind alternative Finanzierungsformen im Kunst- und Kultursektor bereits wesentlich besser etabliert. Private Mittel ermöglichen vielfach Projekte, die sonst nie entstehen könnten: einerseits publikumswirksame, kommerziell erfolgreiche, andererseits viel öfter noch innovative, experimentelle – international, aber auch regional ausgerichtete - Kulturinitiativen. Ebenfalls helfen private Unterstützer oftmals mit Ankäufen und Schenkungen, dort wo es staatliche Stellen nicht mehr können. „Österreich ist ein Land der staatlichen Förderungskultur, in dem Kultur ausschließlich im Verantwortungsbereich der öffentlichen Hand gesehen wird. Dabei böten private Mittel zusätzlich zu öffentlichen Subventionen einen solch immensen Mehrwert für die Kultur.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. „Bedingt durch Sparmaßnahmen und bestenfalls gleichbleibende Kulturetats droht die Vielfalt an kleinen Kulturinitiativen und innovativen Projekten verloren zu gehen. Besonders diese sind auf Drittmittel angewiesen. Seitens der Bundesregierung braucht es jetzt ein klares kulturpolitisches Bekenntnis für mehr private Kulturförderung neben staatlichen Förderungen sowie die rasche Umsetzung der nötigen ordnungs- und steuerpolitischen Rahmenbedingungen. Kofinanzierungen, wie die Verdoppelung jeder Spende durch den Staat, oder Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit für Kulturspenden sind nur einige Ansätze“, weiß Günther Lutschinger. Kultureinrichtungen sind bei der Spendenabsetzbarkeit derzeit deutlich benachteiligt, müssen sie doch wesentlich höhere Auflagen erfüllen als Organisationen aus anderen Bereichen. Von den tausenden Kultureinrichtungen in Österreich haben es daher nur knapp 110 auf die Liste spendenbegünstigter Einrichtungen des BMF geschafft. „Die Bundesregierung ist jetzt gefordert zu handeln, um das Kulturland Österreich nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen!“unterstreicht  Lutschinger den Handlungsbedarf. Die Bereitschaft zu mehr gesellschaftlichem Engagement für Kultur ist jedenfalls gegeben: Laut einer Studie sind 6% der ÖsterreicherInnen bereit, für Kunst und Kultur zu spenden (Quelle: Public Opinion).

Kulturfundraising mit großem Wachstumspotential in Österreich
Um private Kulturfinanzierung in Österreich weiterzuentwickeln, versammelt der Fundraising Verband Austria am 14. Juni zum vierten Mal ausgewiesene internationale ExpertInnen für Kunst- und Kulturfundraising in Wien. Die 4. Fachtagung für Kulturfundraising und –Sponsoring befasst sich mit aktuellen Trends und innovativen Herangehensweisen im Bereich der privaten Kulturförderung. Im Vortrag  „Kulturförderung im Zusammenwirken von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft“ setzt sich Stephan Frucht mit den hinter privater Kulturförderung liegenden kulturpolitischen Zusammenhängen auseinander: Der studierte Violinist, Dirigent und Humanmediziner leitet heute das Siemens Arts Program. Dominik Winterling von der Stiftung Elbphilharmonie spricht über die mehr als substanzielle Hilfe von Wirtschaftspartnern und bürgerschaftlichem Engagement bei der Finanzierung des erfolgreichen Hamburger Konzerthauses. Die Beraterin Nicole Newman, die zuvor u.a. in der Tate, dem Victoria & Albert Museum, beim English National Ballet und Londons Opernhaus tätig war, zeigt internationale Trends und kreative Strategien im Bereich „Private Giving“ auf. In weiteren Vorträgen und Workshops sind Julia Müller von den Salzburger Festspielen, Peter Nömaier und Natascha Halbauer vom Sigmund Freud Museum, Tomáš Mikeska vom Filmarchiv Austria oder Anna Schwanhäußer vom Verein Freunde und Förderer der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zu erleben, sowie viele weitere ExpertInnen aus Österreichs Kulturszene. Alle Informationen: kultur.fundraising.at

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at
 



Straßenwerbung für den guten Zweck startet wieder!
Qualitätsinitiative Fördererwerbung des Fundraising Verbands garantiert auch 2018 höchste Standards bei NGO-Straßenwerbung.

Wien, 7.6.2018. Die engagierten Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen werben bei den sommerlichen Temperaturen wieder verstärkt auf öffentlichen Plätzen für den guten Zweck. Fördererwerbung im öffentlichen Raum zählt seit jeher zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache weiterer Unterstützer. Die vom Fundraising Verband organisierte „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ sorgt seit Jahren für einheitlich hohe Qualitätsstandards im Umgang mit Passanten und eine Koordination der Standplätze von Organisationen. Ein positiver Nebeneffekt von Fördererwerbung sind die entstehenden Jobmöglichkeiten für engagierte junge Menschen.

Spendenwerbung im öffentlichen Raum und an der Haustüre ist eine bewährte Methode zur Ansprache neuer Interessenten: Mehr als 100.000 Mitglieder und Förderer pro Jahr werden auf diese Weise für gemeinnützige Projekte gewonnen. Das sind knapp zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird. Etwa 80% von ihnen werden langfristige SpenderInnen und bleiben den Organisationen mehrere Jahre treu. Damit ist die Fördererwerbung eines der wichtigsten Standbeine gemeinnütziger Organisationen.

Mit der „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ wird die Spendenwerbung in der Öffentlichkeit seit Jahren in einer qualitätsvollen und professionellen Weise sichergestellt. Die Mitgliederorganisationen verpflichten sich zu einem umfangreichen Regelwerk, zur laufenden Weiterentwicklung, Kontrolle und Evaluation. „Dadurch können wir höchste Qualitätsstandards garantieren und unsere Mitglieder-NGOs von jeglicher unseriösen Straßenwerbung abgrenzen.“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, der die Initiative ins Leben gerufen hat. „Mit der Qualitätsinitiative Fördererwerbung setzen wir vom Fundraising Verband klare Maßstäbe für eine nachhaltig qualitätsvolle Mitgliederwerbung im Interesse der NGOs, der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gesellschaft!“ Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative zählen Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, CARE Österreich, GLOBAL2000, Greenpeace, Kinderhilfswerk, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors, Österreichische Rote Kreuz, SOS-Kinderdorf, Vier Pfoten, World Vision Österreich, WWF und die Agenturen jener renommierten Organisationen.

"Viele Menschen lernen Greenpeace durch den Dialog mit Greenpeace MitarbeiterInnen auf der Straße kennen und schätzen. Für uns ist das die persönlichste Möglichkeit, Menschen über Umweltschutz zu informieren und für unsere Kampagnen zur Rettung der Schönheit und Vielfalt unseres Planeten zu begeistern. Es ist wichtig, diese Möglichkeit zu haben. Darum haben wir auch gemeinsam mit dem Fundraising Verband die Qualitätsinitiative Fördererwerbung gegründet. Damit sich Menschen weiterhin auf Gespräche einlassen, müssen für alle die höchsten Standards gelten. Dabei geht es um die Seriosität und Transparenz ebenso wie um Höflichkeit und angemessenes Verhalten.“, so Susanne Winter von Greenpeace.

Ombudsstelle für Behörden, Unternehmer und Spender:
Sollte ein Problem oder eine Frage zu einer spendenwerbenden Organisation entstehen, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382erreichbar. Alle Informationen zur Qualitätsinitiative Fördererwerbung finden Interessierte unter: www.qualitaetsinitiative.at

Rückfragehinweis:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at


 

Testamentsspenden in Österreich immer beliebter
Initiative Vergissmeinnicht informiert in der „Woche des guten Testaments“ ab 23. Mai in ganz Österreich über die Möglichkeiten beim Vererben.

Wien, 22. Mai 2018. Im Vorjahr haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit einem neuen Höchststand von rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Eine neue Umfrage des market Instituts zeigt, dass bereits 76% der Österreicher über 40 wissen, dass man auch gemeinnützige Organisationen im Nachlass berücksichtigen kann – ein positives Signal für „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“, die seit 2012 über diese Möglichkeit informiert. Insgesamt ist der Informationsbedarf beim Thema Erben jedoch groß: Nur 30% der Bevölkerung über 40 Jahren hat bereits ein Testament gemacht. Die wenigsten wissen über die rechtlichen Rahmenbedingungen seit der Einführung des neuen Erbrechts 2017 bescheid. Teils große Unterschiede beim Erstellen eines Testaments sowie beim Vererben für den guten Zweck herrschen in den einzelnen Bundesländern sowie zwischen Personen mit und ohne Kinder. 

Um das große Informationsbedürfnis der Bevölkerung beim Thema Erben zu stillen und Interessierten zu zeigen, was zu beachten ist, wenn man eine gemeinnützige Organisation im Testament bedenken möchte, hat Vergissmeinnicht die „Woche des guten Testaments“ ins Leben gerufen. Ab 23. Mai informieren die Initiative und ihre 78 Mitgliederorganisationen bei Veranstaltungen in ganz Österreich. „Da nur 30% der Menschen über 40 hierzulande ein Testament verfasst haben, ist uns die Aufklärungsarbeit über die Wichtigkeit eines Testaments ein besonderes Anliegen.“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft automatisch an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro). „Mit einem Vermächtnis für den guten Zweck kann nicht nur selbst bestimmt werden, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, es eröffnet auch die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen.“, so Lutschinger.

Eine in Kooperation mit der Österreichischen Notariatskammer durchgeführte Meinungsumfrage zeigt, dass sich 13% der ÖsterreicherInnen ein Vermächtnis für den guten Zweck vorstellen können. 1% hat schon ein Testament zugunsten einer gemeinnützigen Organisation gemacht. Bei Personen ohne Kinder ist die Bereitschaft wesentlich höher: 21% können es sich vorstellen, 3% haben bereits ein gemeinnütziges Testament gemacht.  Am größten ist das Interesse an einer Testamentsspende in Wien und Salzburg, am niedrigsten in Vorarlberg. Hier ist auch der Informationsstand zum Thema am geringsten. Besonders hoch ist die Bereitschaft in den Städten, vergleichsweise gering hingegen im ländlichen Raum. 

Große Unterschiede in den Bundesländern
Ein Testament bereits erstellt haben hierzulande 36% der Männer und 24% der Frauen. Insgesamt am verbreitetsten sind Testamente in Oberösterreich. 42% der Menschen haben dort ein Testament verfasst. In Tirol sind es hingegen nur 16%. Den TirolerInnen ist das Thema Testament auch gemeinsam mit den BurgenländerInnen am unangenehmsten. Bei der Testamentserstellung ist der Notar in ganz Österreich erster Ansprechpartner. In Oberösterreich, Kärnten und der Steiermark ist der Gang zum Notar am stärksten etabliert. In Wien verlässt man sich am häufigsten auf die gesetzlichen Regelungen. 

Gute Gründe für ein Testament
47% der Befragten geben an, durch ein Testament „ein gutes Gefühl der Ordnung“ zu haben, 41% möchten durch die Regelung des Nachlasses Streit unter den Angehörigen vermeiden und 40% wollen, dass die Aufteilung des Nachlasses nicht dem Zufall überlassen wird.
Für ein gemeinnütziges Testament spricht bei den Befragten mit 47% vor allem der Wunsch, über das eigene Leben hinaus etwas Gutes zu tun. Bei kinderlosen Personen liegt dieser Wert sogar bei 67%.
Insgesamt liegen den TestamentsspenderInnen Tier- und Umweltschutz sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche besonders am Herzen. 39% der ÖsterreicherInnen können sich ein Legat aufgrund des persönlichen Bezugs zu einer Organisation vorstellen. 

Testamentsspenden in Österreich
Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. „Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!“, zeigt sich Günther Lutschinger beeindruckt. 

Über Vergissmeinnicht
„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Im Rahmen der „Woche des guten Testaments“ informiert Vergissmeinnicht ab 22. Mai bei zahlreichen Veranstaltungen – so etwa am 23. Mai ab 16.30 Uhr im Wiener Konzerthaus oder am 29. Mai ab 18 Uhr in der Claudiana Innsbruck (Altes Rathaus).

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



 

Neuer Höchststand: 60 Millionen Euro Testamentsspenden in Österreich 2017
Gemeinnützige Organisationen sagen DANKE an ihre Testamentsspender

Wien, 12.4.2018. Die Österreicher haben gemeinnützige Organisationen im Vorjahr mit rund 60 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt – ein neuer Höchststand hierzulande. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des großen Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Schlossgarten Schönbrunn symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 78 Mitglieder-Organisationen sagten damit gemeinsam DANKE an ihre Testamentsspender. Mit ihren Vermächtnissen ermöglichen sie wichtige gemeinnützige Projekte und gestalten so die Zukunft für kommende Generationen mit.

Rund 60 Millionen Euro betrugen 2017 die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen. Dies sind beinahe 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich. Jeder 10. Spendeneuro wird also mittlerweile über Testamente gespendet!, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht, beeindruckt.

Testamentsspenden bei den Österreichern immer beliebter:
Rund 14 Prozent der ÖsterreicherInnen über 40 Jahren können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. Im Jahr 2012 waren es vergleichsweise erst  8 %. Umgerechnet in absolute Zahlen sind heute über 650.000 Personen und damit um 291.000 mehr als 2012 am Testamentsspenden interessiert., zieht Lutschinger Bilanz.  Wichtigstes Motiv hinter einer Testamentsspende ist der „gute Wille“ sowie die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen.

Informationsbedarf beim Thema Erben:
Nur 35 % der ÖsterreicherInnen über 60 Jahren haben ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in seinem Testament bedenken kann. „Mit unserer Initiative möchten wir in neutraler Form informieren und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.“, so Günther Lutschinger.

Vergissmeinnicht im Schlossgarten Schönbrunn - ein geschichtsträchtiger Ort:
In Erinnerung an die Legatare wird heuer erstmals der Schlossgarten Schönbrunn mit den blau blühenden Vergissmeinnicht-Pflanzen bereichert, und zwar an einem besonders geschichtsträchtigen Ort – beim Familienmonument von Maria Karolina, Tochter von Maria-Theresia und Königin von Sizilien. Ihr Wunsch war es, dass rund um ihr Denkmal vier Blumenbeete ausschließlich mit Rosen, Vergissmeinnicht und der sogenannten Gedächtnisblume in Erinnerung an vier ihrer Kinder gepflanzt werden.
Nach ihrem Tod geriet diese große Habsburgerin in Vergessenheit. Umso mehr freut es mich, dass ihr und der vielen Vermächtnisgeber, die mit ihrer Testamentsspende Großes bewirken, mit der Pflanzaktion von Vergissmeinnicht gedacht  und ihnen dadurch die Liebe, der Respekt, die Dankbarkeit und die Anerkennung zu Teil wird, die sie verdienen., führte Kunsthistorikerin Eva Maria Baumgartner aus.

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender:
Eindrucksvoll schilderte Legatarin Elfriede Chmelik, warum sie ihr Erbe der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen vermacht: Mein Vater war bereits aufgrund seiner Sehschwäche Mitglied in der Hilfsgemeinschaft. Seine positiven Erfahrungen und die Hilfe, die ihm zuteil wurde, haben auch mich bewogen, Testamentsspenderin zu werden. Mein Bruder hat sein eigenes Einkommen, er braucht meinen Nachlass nicht. Dem Staat möchte ich mein Erspartes auch nicht hinterlassen. So gebe ich dort, wo ich weiß, dass anderen geholfen wird. Ich freue mich, dass die Hilfsgemeinschaft mit meinem Erbe einmal das Leben blinder Menschen verbessern kann.

Über Vergissmeinnicht:
„Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 78 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tun kann.

Pressefotos: 
stehen am 12.4.2018 ab ca. 14 Uhr unter diesem Link zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at



Antraglose Arbeitnehmerveranlagung: Kritik an BMF für Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit
Fundraising Verband fordert von Finanzminister Löger jetzt zu handeln, um unnötige Bürokratie und Ineffizienzen zu beseitigen

Wien, 27.3.2018.
Mit der Arbeitnehmerveranlagung für 2017 kommt die im Vorjahr eingeführte Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit zurzeit erstmals zur Anwendung. Spendenorganisationen wurden damit verpflichtet, Spenderdaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Bis in den Herbst 2017 sahen sich Organisationen jedoch mit einer unzureichend funktionierenden und ineffizienten technischen Infrastruktur zur Datenweiterleitung konfrontiert. Kleinere NPOs scheitern noch jetzt an den viel zu komplexen technischen Anforderungen des BMF. Der Fundraising Verband Austria fordert von BM Löger eine rasche Lösung, damit Österreichs SpenderInnen nicht auf ihren Steuervorteil warten müssen.

Durch die Änderungen im Rahmen der antraglosen Arbeitnehmerveranlagung können die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, die vom BMF verpflichtet wurden, die Daten ihrer SpenderInnen zu sammeln und verschlüsselt an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Tausende betroffene Organisationen in Österreich sahen sich dadurch mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert, der durch die monatelang nicht funktionstüchtige und insbesondere für kleine NPOs bis heute viel zu komplexe technische Infrastruktur des BMF noch vervielfacht wurde. Anstatt frühzeitig auf Erfolge zu verweisen, fordert der Fundraising Verband Austria von Finanzminister Löger, endlich auf die Ineffizienzen und Doppelgleisigkeiten im bestehenden Datenübermittlungssystem einzugehen und den unnötigen bürokratischen Aufwand für die NPOs in Millionen-Höhe einzudämmen. Nur so können sich Spendenorganisationen wieder auf das Wesentliche, ihre sozialen Anliegen und Aufgaben, konzentrieren.

Um das System zur Spenderdatenübermittlung zu verbessern, hat der Fundraising Verband Austria bereits zahlreiche technischen, juristische und administrative Vorschläge beim BMF vorgelegt, stieß jedoch bislang auf keine Gesprächsbereitschaft seitens BM Löger.
„Finanzminister Löger hat es in der Hand, durch eine rasche Endbürokratisierung bei der Datenweiterleitung, eine bessere Aufklärungsarbeit für Spender und Spendenorganisationen und einen Kostenersatz für den immensen Mehraufwand für NPOs einen Schaden für das Österreichische Spendenwesen zu verhindern. Im Namen der Spendenorganisationen appellieren wir an das BMF, Österreichs Spender nicht auf ihren Steuervorteil warten zu lassen.“, so Geschäftsführer Günther Lutschinger, der sich an das Chaos rund um die Einführung der Registrierkassa erinnert fühlt.

Zusätzlich erschwert wird die Arbeit der Spendenorganisationen durch die viel zu spät gestartete Informationskampagne des BMF. Spendenorganisationen und der Fundraising Verband warnten das BMF bereits im Vorjahr vor der steigenden Verunsicherung unter den SpenderInnen, die das Sammeln der notwenigen Spenderdaten erschwerte. Bis jetzt fühlen sich ein Teil der  SpenderInnen schlecht informiert. 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at

 



HOFER KG, MEDIACOM VIENNA und BÄCKEREI GRIMM für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Fundraising Verband Austria verleiht „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards für vorbildliches Engagement um das Gemeinwohl in Österreich

Wien, 22.3.2018. Heute Abend
verleiht der Fundraising Verband bereits zum dritten Mal die „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards. Diese renommierte Auszeichnung wird an Unternehmen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement vergeben und prämiert die innovativsten und nachhaltigsten Spendenprojekte zugunsten heimischer NPOs. Zahlreiche namhafte Unternehmen stellten sich einer Expertenjury. Als Gewinner überzeugten die HOFER KG in der Kategorie Großunternehmen und die Firma MEDIACOM VIENNA in der Kategorie KMU. Erstmals wurde in Kooperation mit dem BMASGK auch das ehrenamtliche Engagement von Unternehmen in Form von Mitarbeiter-Zeitspenden ausgezeichnet. In dieser neuen Kategorie „Corporate Volunteering“ entschied die Wiener BÄCKEREI GRIMM den Award für sich.

Die HOFER KG beschäftigt in knapp 480 Filialen mehr als 11.000 MitarbeiterInnen und zählt zu den beliebtesten Lebensmitteleinzelhändlern Österreichs. HOFER steht aber auch für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.  Im Rahmen von „Projekt 2020“ pflegt HOFER seit 2015 eine langfristige Partnerschaft mit der Diakonie Österreich. Mit der großzügigen Spende des Unternehmens werden seit drei Jahren fünf ausgewählte Projekte der Diakonie gefördert. Neben dem „Mum&Baby-Treff“, der alleinerziehenden Müttern in schwierigen Lebenslagen die Möglichkeit zu Unterstützung und Austausch bietet, kann unter anderem auch das Projekt „Gartenhof“ zur sozialen Integration von Menschen mit Behinderung in der Landwirtschaft realisiert werden.
Der umfangreiche Spendenansatz, der mit den Schwerpunkten Bildung, Soziales, Ernährung und Landwirtschaft eine hohe Nähe zum Lebensmittelhandel aufweist sowie die langfristige Ausrichtung der Kooperation waren für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft!“ - Awards ausschlaggebend, die Auszeichnung in der Kategorie Großunternehmen an die HOFER KG zu verleihen
„Verantwortlich zu agieren ist einer unserer Kernwerte, den wir durch unser gesellschaftliches Engagement im Rahmen von ‚Projekt 2020’ täglich leben. Es freut mich deshalb besonders, dass wir gemeinsam mit der Diakonie einen sichtbaren und langfristigen Mehrwert schaffen und Betroffene unterstützen können.“, so HOFER-CEO Günther Helm.
„Mit der breit angelegten und nachhaltigen Spendenbereitschaft ist HOFER ein Vorbild für unternehmerisches Gemeinwohl-Engagement in Österreich.“, betonte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, beim Verlesen der Jurybegründung.

Die Auszeichnung in der Kategorie KMU erhielt die Firma MediaCom Vienna für ihr Bildungsprojekt in Äthiopien gemeinsam mit der Hilfsorganisation SONNE-International. Mit Unterstützung von MediaCom konnten seit 2005 30 mobile Schulklassen betrieben werden. 15.000 Kinder und Jugendliche wurden alphabetisiert, mehr als 2.000 Kinder haben eine mehrjährige Ausbildung erhalten. Zusätzlich erzielte MediaCom bei einer Charity-Aktion 96.400,- Euro, womit die Wiederaufstockung von Ziegen in einer der ärmsten Regionen Äthiopiens finanziert wird. 
„Für MediaCom ist soziales Engagement tief in der Unternehmenskultur verankert. Diese Auszeichnung ehrt uns sehr und ist ein starkes Zeichen für die positive Wirkung unserer jahrelangen erfolgreichen Zusammenarbeit mit SONNE-International, durch die vieles bewegt werden konnte.“, zeigt sich Andreas Vretscha, CEO von MediaCom, begeistert. 

Betriebliche Freiwilligenprogramme sind eine wichtige Basis für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Mit dem Award für Corporate Volunteering wird erstmals die Förderung des Mitarbeiterengagements in Unternehmen in Kooperation mit dem BMASGK prämiert.
„Seitens des Fundraising Verbands Austria möchten wir mit diesem Award auf die vielen neuen Chancen und positiven Effekte aufmerksam machen, die betriebliche Corporate Volunteering – Programme für Freiwilligenorganisationen und zivilgesellschaftliche Initiativen mit sich bringen.“, betont Günther Lutschinger. Die Jury, bestehend aus Vertretern des FVA, CSR-Experten aus der Wirtschaft, der NPO-Szene und dem BMASGK, wählte in dieser Kategorie die Bäckerei Grimm in Wien für ihre jahrelange herausragende Zusammenarbeit mit der CS Caritas Socialis als Gewinner.
Die Bäckerei Grimm sorgt für Backzauber im Pflegeheim der CS Rennweg: Gemeinsam mit hochbetagten Menschen mit Demenz backen fünf Mitarbeiter  der Bäckerei Semmerl und Brioche-Tiere und bereichern damit den Alltag im Pflegeheim. Zutaten, Materialien und die Zeit der Mitarbeiter werden von der Bäckerei Grimm gespendet. Daneben unterstützen
Geschäftsführer und Inhaber Andreas Maderna  und Seniorchef Günter Maderna das CS Hospiz Rennweg auch finanziell, in dem sie Spenden für den Umbau des Hospizes sammeln.
„Die CS Caritas Socialis leistet Unermessliches in der Betreuung und Unterstützung pflegebedürftiger und kranker Menschen. Für uns ist es eine Herzensangelegenheit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und einen Beitrag zu leisten.“, so Geschäftsführer Andreas Maderna. 

Zwtl.: Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ 
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer UnternehmerInnen für gemeinnütziges Engagement zu stärken und das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Zentrales Serviceinstrument ist der „Spendenguide für Unternehmen“. Das Magazin präsentiert NPOs in ausführlichen Portraits, Interviews erfolgreicher Manager über ihre Spendenprojekte und ihre Beweggründe, beispielhafte Spendenprojekte sowie Expertentipps zu Rechtsfragen oder zur Spendenabsetzbarkeit. Als jährlicher Höhepunkt der Initiative werden heute Abend die „Aktion Wirtschaft hilft!“ – Awards vergeben. Alle Infos unter: www.wirtschaft-hilft.at


Zwtl.: Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen 
Mit rund 100. Mio. Euro an Spenden pro Jahr unterstützen Österreichs Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen. 83% der Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. 
Durchschnittlich spendet ein mittelständisches Unternehmen in Österreich zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Das Engagement läuft vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gegeben. Als Motiv  geben ca. 35% der Unternehmen an, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Für ebenso viele ist die Sympathie für die Organisation ausschlaggebend.

Pressefotos:
Fotomaterial von der Award-Verleihung steht ab ca. 22 Uhr hier zum Download bereit:
https://www.dropbox.com/sh/eh6kveegonxwygg/AAD9jH5iwIgWcYJy4kpHU420a?dl=0
Fotocredit: Rene Wallentin 

Sperrfrist bis Freitag 23.3.2018, 9.30 Uhr.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




Erste internationale Fachtagung zur Rolle gemeinnütziger Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit
Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, Fundraising Verband Austria und Verband für gemeinnütziges Stiften laden zur ersten Stiftungsfachtagung mit internationalen Experten in Wien.

Heute ab 16.30 Uhr findet die erste Fachtagung zur Rolle und zum Potential gemeinnütziger Stiftungen in der nationalen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit in Wien statt. Bei der vom Fundraising Verband Austria gemeinsam mit dem BMEIA und dem Verband für gemeinnütziges Stiften organisierten Veranstaltung in der Oesterreichischen Kontrollbank geben internationale Experten wie der Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen, Einblick in den europäischen Stiftungssektor. Stifter und Mäzene sprechen über die Beweggründe hinter ihrem Engagement und über die Zusammenarbeit mit NPOs. Darüber hinaus thematisieren Vertreter österreichischer NPOs ihre Erfahrungen sowie die Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit mit internationalen Stiftungen.


Mit dem neuen, gemeinnützigen Stiftungsrecht 2016 wurde der Stiftungsstandort Österreich weiter belebt. Dies zeigen mehr Neugründungen als in den letzten 10 Jahren. Europaweit fördern etwa 140.000 Stiftungen das Gemeinwohl mit jährlich rund 60 Mrd. Euro. Dabei wächst die internationale Rolle von Stiftungen zusehends. Die Herausforderungen unserer Zeit – von Klimawandel über Digitalisierung bis hin zu Migrationsbewegungen – können vielfach nur in enger Kooperation von staatlichen und privaten Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft bewältigt werden.
Die erste Fachtagung zur Rolle gemeinnütziger Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit setzt genau hier an und beleuchtet den internationalen Stiftungssektor aus unterschiedlichen Perspektiven, zeigt die Unterstützungsbereiche in der internationalen EZA sowie Chancen und Grenzen der Zusammenarbeit von Stiftungen und NPOs.
„Seitens des Fundraising Verbands Austria freuen wir uns, diese besondere Veranstaltung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und dem Verband für gemeinnütziges Stiften heute realisieren zu können. Die große Nachfrage nach der mittlerweile völlig ausgebuchten Tagung belegt eindrucksvoll den großen Informations- und Diskussionsbedarf rund um das Thema gemeinnützige Stiftungen!“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen – sehr erfreut.

Blick auf Nachbarstaaten offenbart Nachholbedarf in Österreich
Als einer der internationalen Experten für die Tagung konnte der Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen, gewonnen werden, der einen Einblick in das vielfältige und weltweite Engagement der gemeinnützigen Stiftungen Liechtensteins gibt.
Mit rund 1.300 gibt es in Liechtenstein fast doppelt so viele gemeinnützige Stiftungen wie in Österreich. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl sind auch in Deutschland noch dreimal so viele Stiftungen und in der Schweiz sogar zwanzigmal so viele angesiedelt. Im Vergleich mit den Nachbarstaaten hat Österreich somit noch großen Aufholbedarf.
Daher geht die Fachtagung auch der Frage nach, wie der Stiftungsstandort Österreich am besten weiterentwickelt werden kann und wie Stifter, staatliche Stellen und NPOs im Hinblick auf EZA-Projekte hierzulande besser zusammengeführt werden können.   

Als Best-Practice-Beispiel wird eine neue, staatlich finanzierte Initiative aus Deutschland vorgestellt, die Stiftungen mit EZA-Durchführungsorganisationen vernetzt. Dafür wurde eine Servicestelle für Stiftungen und Philanthropen beim deutschen Entwicklungsministerium (BMZ) sowie der Engagement Global eingerichtet. Zudem werden EZ-Scouts eingesetzt, die Ansprechpartner für alle Themen rund um die EZ sind und die an stiftungsnahe Organisationen entsandt sind.
„Auch für Österreich könnte dieser innovative Zugang, Stifter und Projekte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit von staatlicher Seite beratend zusammen zu führen, ein zukunftsweisender Weg sein.“, so Günther Lutschinger.

Was bewegt Stifter und Mäzene?
Einen Einblick in die Motive und Beweggründe für eine finanzielle Unterstützung internationaler Projekte gewähren im Rahmen der Tagung österreichische Mäzene wir Samira Rauter (PeopleShare Privatstiftung), Martin Essl (Essl Foundation) und Stefan Pleger (RED CHAIRity). Diese sprechen darüber, was ihnen besonders am Herzen liegt und wie sich die Zusammenarbeit mit NPOs gestaltet.

Alle Informationen zur Veranstaltung im Detail sowie das Programm finden Sie unter:
http://www.fundraising.at/VERANSTALTUNGEN/StiftungenEZA/tabid/1151/language/de-DE/Default.aspx

ReferentInnen  im Überblick:

·         Fürstl. Rat Hans Brunhart, Präsident der Vereinigung liechtensteinischer gemeinnütziger Stiftungen (VLGS)

·         Dr. Annette Kleinbrod, EZ-Scout der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beim Deutschen Stiftungsverband

·         Mag. Verena Ringler, Stiftung Mercator (Deutschland)


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   

 



Top-Kommunikations-Experten beim NPO Communication Summit in Wien
Fundraising Verband Austria präsentierte heute international besetzte Kommunikations-Tagung.

Nach dem großen Erfolg 2017 lud der Fundraising Verband Austria in
Kooperation mit Stifter-helfen.at heute zum zweiten Mal zum „NPO Communication Summit“. Unter dem Motto „The Next Big Thing?“ beleuchteten am 7. März internationale ExpertInnen, welche der digitalen Innovationen und Trends einen zweiten Blick wert sind und das Potential haben, die Kommunikation nachhaltig zu verändern. Teilnehmer aus ganz Österreich erhielten Einblick in die Chancen und Herausforderungen für Non-Profit-Organisationen und erfuhren, wie neue Technologien für gesellschaftliche Anliegen genutzt und Menschen mobilisiert werden können. Dazu und zu weiteren spannenden Fragestellungen referierten beim 2. NPO Communication Summit hochkarätige Fachleute aus dem In- und Ausland.

Betrachtet man die technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre, so wird deutlich, dass sich Kommunikationsparadigmen immer schneller ändern und aus den Innovationen ständig neue Trends entspringen. Doch genau so schnell wie manche Trends aufgekommen sind, verschwinden sie oft wieder. Der 2. NPO Communication Summit des FVA warf einen Blick auf die zukunftsträchtigsten digitalen Kommunikationsmedien und zeigte, wie SpenderInnen damit optimal angesprochen werden können.

Innovations- und Kommunikationsexpertin Andrea Köhler-Ludescher führte vor Augen, welche Aspekte der fünf Axiome von Kommunikationsforscher Paul Watzlawick wir angesichts des Hypes der Digitalisierung kommunikativ berücksichtigen sollten. Thilo Hagendorff von der Universität Tübingen befasste sich mit Virtual-Reality-Datenbrillenund ihrem Potential, mediale Inhalte emotional nachempfindbar zu machen. In seinem Vortrag zeigte Hagendorff, wie NPOs die VR-Technologie nutzen können und was ihr Einsatz mit sich bringt. Der professionelle Fake News Verfasser Fritz Jergitsch – Gründer der Satireseite „Die Tagespresse“ – verriet, inwieweit Fake News das Weltgeschehen manipulieren, was man gegen sie tun kann und welche Herausforderungen sie auch für NPOs mit sich bringen. In der abschließenden Keynote thematisierte Datenschutzexpertin Ursula Illibauer von der Wirtschaftkammer Österreich die neue ePrivacy Verordnung der Europäischen Kommission und welche Regelungen für Webtracking, Cookies und unerbetene elektronische Kommunikation diese mit sich bringt.

Zusätzlich zu den vielfältigen Vorträgen konnten TeilnehmerInnen Perspektiven, Ideen und Wissen austauschen und in spannenden Workshops unmittelbar von ExpertInnen lernen.
Moderiert wurde der NPO Communication Summit von der bekannten Poetry Slam – Organisatorin und – Moderatorin Diana Köhle. Alle Informationen unter communication.fundraising.at.

Der Fundraising Verband Austria
(FVA)
Der Fundraising Verband Austria ist Plattform und Dienstleister für FundraiserInnen in Organisationen und Agenturen sowie für Berater des Non-Profit Sektors. Mit über 315 Mitgliedsorganisationen ist er die größte Plattform für spendenwerbende Organisationen Österreichs.
Als Informations- und Vernetzungsplattform der FundraiserInnen schafft der FVA Rahmenbedingungen für die zunehmende Professionalisierung und bietet anerkannte Ausbildungsmöglichkeiten, wie die WIFI-Ausbildung zum diplomierten Fundraiser oder die European Fundraising School.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   




SMS-Spenden bei Regierungsarbeit in der Warteschleife
Fundraising Verband fordert von Bundesregierung rasches Handeln, um rechtliche Klarheit für dieses wichtige Spendeninstrument zu schaffen.

Wien, 15.1.2018. 70% der Österreicher spendet gerne und regelmäßig. SMS-Spenden via Mobiltelefon sind für viele Menschen ein beliebtes und praktisches Mittel – insbesondere bei Spendenaufrufen unmittelbar nach Natur- und humanitären Katastrophen. Aufgrund rechtlicher Unklarheiten sind Spenden über Österreichs Mobilfunkanbieter zuletzt allerdings zum Erliegen gekommen. Das Zahlungsdienstegesetz 2018 soll die erforderliche Rechtssicherheit bringen und SMS-Spenden für gemeinnützige Organisationen wieder möglich machen. Laut europäischer Richtlinie – die Spenden dezidiert wieder ermöglicht – hätte das Gesetz bis 13.1.2018 umgesetzt werden müssen, Österreichs Gesetzgeber ist jedoch säumig.

Per SMS über das Mobiltelefon zu spenden ist eine praktische Möglichkeit im Bedarfsfall schnell und unkompliziert zu helfen. Rechtliche Unklarheiten im bisherigen Zahlungsdienstegesetz haben jedoch dazu geführt, dass diese wichtige Spendenform über Mobilfunkanbieter in Österreich zurzeit nicht möglich ist. Große Hilfsorganisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, die Caritas ebenso wie die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ konnten deshalb zuletzt keine SMS-Spendenaufrufe tätigen.

Mit der Umsetzung der Zahlungsdienste-Richtlinie II im Zahlungsdienstegesetz 2018 sollte diese Unsicherheit beseitigt werden und das Spenden per SMS wieder ermöglicht werden. Die entsprechende europäische Richtlinie ist im Jänner 2016 in Kraft getreten und hätte in Österreich bis 13. Jänner 2018 umgesetzt werden sollen. Diese Frist hat der Gesetzgeber jedoch versäumt.

„Die Bundesregierung hat es in der Hand, durch Erlassung des Umsetzungsgesetzes die rechtliche Basis für SMS-Spenden zu gewährleisten und einen Schaden für das Österreichische Spendenwesen zu verhindern. Im Namen der Spendenorganisationen hierzulande appellieren wir an den Gesetzgeber nun rasch zu handeln.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   
 





FVA: Freiwilligenwesen und Gemeinnützigkeit im neuen Regierungsprogramm
Fundraising Verband Austria begrüßt Bekenntnis der neuen Bundesregierung zum Ausbau der Gemeinnützigkeit, fordert aber rasche Konkretisierung und Umsetzung angekündigter Maßnahmen.
 
Wien, 19. Dezember 2017. Heute hat die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufgenommen. Im Regierungsprogramm haben ÖVP und FPÖ einige zentrale Forderungen des Fundraising Verbands Austria zur Stärkung von Freiwilligenwesen und Gemeinnützigkeit aufgegriffen. Der Fundraising Verband begrüßt das Bekenntnis zur Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Ehrenamt. Gleichzeitig fordert der Dachverband Österreichs Spendenorganisationen den vielfach unkonkret formulierten Vorhaben rasch konkrete Pläne und Maßnahmen in der Regierungsarbeit folgen zu lassen.
 
„Der Wille zur Unterstützung des privaten Engagements für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen lässt sich im neuen Regierungsprogramm herauslesen.“, schickt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, voraus. In ihrem Programm für die kommenden fünf Jahre sieht die gestern angelobte Bundesregierung eine Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit für Spenden an gemeinnützige GmbHs und Stiftungen sowie weitere Felder wie Bildung und Kultur vor. Die Absetzbarkeit soll außerdem für Sport und andere Bereiche gemeinnützigen Engagements geprüft werden. Für das Ehrenamt sollen bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden und ein Ehrenamt-Gütesiegel eingeführt werden, durch das im Zuge des Freiwilligeneinsatzes erworbene Qualifikationen dokumentiert und zertifiziert werden. „Als Dachverband Österreichs Spendenorganisationen begrüßen wir dieses Bekenntnis, einige längst notwendige Weiterentwicklungen des gemeinnützigen Sektors in Österreich anzugehen. Umso mehr hoffen wir auf eine rasche und konsequente Umsetzung dieser und weiterer wichtiger Schritte.“, gibt sich Lutschinger optimistisch.

Spendenabsetzbarkeit für alle und Entbürokratisierung gefordert:
Hunderte Bildungseinrichtungen, Tierschutzvereine sowie große Teile der Kultureinrichtungen sind aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen derzeit von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen. Der FVA fordert von der neuen Bundesregierung, dass dieser Benachteiligung durch die dringend notwendige Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes ein Ende gesetzt wird.
"Durch die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit auf alle Zwecke und eine ernsthafte Entbürokratisierung könnte das Spendenaufkommen hierzulande bis 2022 auf 800 Mio. gesteigert werden und die Gemeinnützigkeit in Österreich ungemein fördern.“, so Günther Lutschinger.
Dass innerhalb des Regierungsprogramms in Zusammenhang mit Gemeinnützigkeit und Freiwilligenwesen der Schwerpunkt eindeutig auf das Thema Sport gelegt wird, sieht der Fundraising Verband kritisch und weist auf die Wichtigkeit gleichwertiger Rahmenbedingungen und Regelungen für alle Bereiche hin.

Bedeutung des gemeinnützigen Sektors in Österreich:
Fast die Hälfte der österreichischen Bevölkerung ist ehrenamtlich tätig. Damit leisten Freiwillige das Äquivalent von rund 200.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen. Trotz der 3,5 Millionen Menschen, die in Österreich ehrenamtlich tätig sind, spielte der Sektor in der Politik bislang nur eine untergeordnete Rolle. Dringend notwendig sind der Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und –messen sowie die Bereitstellung einer Unfall- und Haftpflichtversicherung für alle ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Chaos bei Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit befürchtet:
Über 6500 Organisationen, von den Freiwilligen Feuerwehren bis zu den großen Hilfswerken, sind ab heuer verpflichtet, Namen und Geburtsdaten ihrer Spender zu sammeln und nach einem komplizierten Verfahren verschlüsselt an das Finanzamt zu melden. Nur so können die Spenden der Österreicher künftig steuerlich abgesetzt werden. Bislang wurde seitens des BMF allerdings noch immer kein einfaches und unkompliziertes Verfahren für die Spendenmeldung umgesetzt, was ein Chaos bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2017 befürchten lässt. Zudem wurden die Spender nach wie vor nicht ausreichend über die Neuerungen informiert.
 
Der Fundraising Verband Austria appelliert an den neuen Finanzminister Löger hier rasch eine Lösung herbeizuführen, um ein Chaos bei der Spendenmeldung im Jahr 2018 zu verhindern.
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Österreichs Unternehmer machen sich mit Weihnachtsspende selbst glücklich
Fundraising Verband informiert vor Weihnachten über Spendenmöglichkeiten für Unternehmen und warum Spenden glücklich macht.

Wien, 12. Dezember 2017. Weihnachten ist auch für Österreichs Unternehmer die Zeit des Gebens. Viele entscheiden jetzt darüber, welche gemeinnützigen Organisationen sie mit ihrer Weihnachtsspende unterstützen. Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ – eine Initiative des Fundraising Verbands Austria – informiert Wirtschaftstreibende vor Weihnachten über gemeinnützige Projekte und wie sie Organisationen am besten unterstützen können. Als positiver Nebeneffekt werden beim Spenden Glücks-Botenstoffe im Gehirn freigesetzt – das beweist eine neue wissenschaftliche Studie.
 
Die Weihnachtsspenden von Österreichs UnternehmerInnen geben für viele Spendenorganisationen den Ausschlag darüber, ob ihre wichtigen Anliegen und Projekte auch im kommenden Jahr umgesetzt werden können. „Mit der Aktion Wirtschaft hilft! möchten wir die Wirtschaftsreibenden hierzulande jetzt vor Weihnachten auf die großartigen Leistungen des gemeinnützigen Sektors aufmerksam machen und zum Spenden motivieren.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen. Insgesamt ließ sich zuletzt ein steigendes soziales Verantwortungsbewusstsein der Betriebe in Österreich verzeichnen. „83% der österreichischen Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden für den guten Zweck. Pro Jahr spenden Unternehmen rund 100 Millionen Euro.“, weiß Lutschinger.

Spendenmotive und –themen der Unternehmen:
35% der UnternehmerInnen engagieren sich gemeinnützig, weil sie der Gesellschaft etwas zurückgeben möchten. Für ebenso viele ist die Sympathie gegenüber einer Organisation ausschlaggebend. Geld wird in erster Linie für Kinderhilfe, Sport, Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gespendet. Die meisten Sachspenden gehen an Projekte für Bedürftige, Kinder und Menschen mit Behinderung. „Insgesamt beschränkt sich das Engagement von Unternehmen nicht nur auf Geld- und Sachspenden. In der Wahrnehmung ihrer sozialen Verantwortung beschreiten immer mehr Unternehmen neue und oft auch kreative Wege.“, so Bernhard Hofer, Geschäftsführer Umfrageinstitut Public Opinion.
 
Kreative Spendenprojekte von Österreichs Unternehmen:
Die Formen des Enagements der Wirtschaftsbetriebe hierzulande sind vielfältig. Die steirische Schokoladenmanufaktur Zotter hat im Rahmen einer Spendenkooperation mit der Kindernothilfe Österreich beispielsweise eine eigene Schokolade kreiert. „Schokolade macht Schule“ titelt das Projekt, mit dem jeder, der gerne Schokolade isst, arbeitenden Kindern in Peru zu einer Schulbildung verhelfen kann. Denn 50 Cent pro verkaufter Schokolade fließen direkt in das entsprechende Kindernothilfe-Projekt. Kinder, die schon im Volksschulalter in Ziegeleien und Steinbrüchen schuften müssen, erhalten damit die Möglichkeit, in die Schule zu gehen. „Bildung ist der sicherste Ausweg aus Armut und Ausbeutung. Ich hoffe, dass wir möglichst vielen Kindern ermöglichen können, diese Chance zu bekommen“, erklärt Chocolatier und Andersmacher Josef Zotter den Hintergedanken seines Engagements für das Schulprojekt in Peru.
 
Das Technologieunternehmen ABB AG verbindet seine jährliche weihnachtliche Spendenaktion mit einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit für die wichtige Arbeit des Sterntalerhofes. Der Sterntalerhof bietet eine liebevolle Herberge sowie eine ganzheitliche therapeutische Betreuung für Familien mit einem schwer oder unheilbar kranken Kind. Die ABB AG unterstützt den Sterntalerhof heuer einerseits wieder mit einer Spendenaktion: Im Zuge eines Fotowettbewerbs lädt ABB SchülerInnen dazu ein, Fotos und Videos auf Facebook zu posten. Pro Foto oder Video spendet das Unternehmen 30 €, für jedes Like nochmals 1 € sowie für jedes Teilen 2,50 €. Andererseits unterstützt ABB den Sterntalerhof mit einer vielfältigen medialen Präsenz, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und damit mehr SpenderInnen erreichen zu können.

Neuoökonomie beweist: Spenden macht glücklich!
Eine aktuelle Studie von Neuroökonomen an der Universität Zürich hat ergeben, dass großzügige Menschen glücklicher leben. Beim Geben wird ein Bereich im Gehirn aktiviert, der ein wohliges Gefühl auslöst, das Forscher „Warm Glow“ bezeichnen. Die Neuroökonomie ist ein relativ junges wissenschaftliches Gebiet, das untersucht, was im Gehirn geschieht, wenn wir ökonomische Entscheidungen treffen. Wie eine Studie in diesem Forschungsfeld nun zeigt, kann die Verbindung zwischen Großzügigkeit und Glücksgefühlen auf neuronaler Ebene nachgewiesen werden. Unser Gehirn schüttet Botenstoffe aus, die bewirken, dass wir uns selbst gut fühlen wenn wir anderen etwas Gutes tun.
 
Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“:
Ziel der „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer UnternehmerInnen für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Servicemagazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum vierten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden darin über die Arbeit und Projekte von gemeinnützigen Organisationen informiert und erhalten Tipps, wie sie ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend einsetzen können. Alle Informationen unter: www.wirtschaft-hilft.at
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at 




FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 7.11.2017. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Organisationen hierzulande ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Mit den wichtigsten Tipps und Informationen unterstützt der Fundraising Verband Spender jetzt in ihrer Entscheidung für eine Organisation.
 
Ob Kindernothilfe, Tier- und Umweltschutz oder Katastrophenhilfe – die Möglichkeiten, mit einer Spende Gutes zu tun, sind vielfältig. Was kann man tun, um das Spenden möglichst wirkungsvoll zu gestalten? „Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt. „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu sichern und andererseits die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“, ergänzt der Geschäftsführer des Dachverbands Österreichs Spendenorganisationen.
Für den Erfolg von wohltätigen Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“
Mit der Spendenabsetzbarkeit ist es außerdem möglich, mehr zu spenden, ohne dass es unbedingt mehr kostet: „Setzen Sie Ihre Spende steuerlich ab! So können Sie ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Ein Qualitätskriterium für Organisationen ist das Spendengütesiegel. Wenn SpenderInnen eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Gütesiegel zu achten, das einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern garantiert.
 
Die 5 wichtigsten Spendentipps im Überblick:
1) Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
2) Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
3) Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
4) Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Unter www.spenden.at finden Sie einen Online-Spendenrechner. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
5) Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit: 
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 640 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die ÖsterreicherInnen spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von Tier- und Umweltschutz sowie Katastrophenhilfe im Inland. 62 Prozent der ÖsterreicherInnen unterstützen regelmäßig die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen. Weltweit werden in der Weihnachtszeit Initiativen gesetzt.
 
www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden:
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet das Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verbands. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement, liefert aktuelle Informationen über zahlreiche NGO’s und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.
 
Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at 




FVA: ÖsterreicherInnen spenden 630 Millionen Euro 2017
Spendenaufkommen stagniert erstmals seit Jahren - Fundraising Verband fordert engagiertere Spendenpolitik von der nächsten Bundesregierung.

Wien, 29.11.2017. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) den Spendenbericht 2017. Das österreichische Rekord-Spendenaufkommen von 640 Millionen Euro im Jahr 2016 konnte nicht ganz gehalten werden. Die Verunsicherung wegen der Spendenabsetzbarkeit NEU zeigt ihre Wirkung. Mit 630 Millionen Euro an Spenden freuen sich Österreichs Organisationen dennoch über einen hohen Wert. Im Bundesländervergleich wurden die Südösterreicher an der Spitze abgelöst: Am meisten spenden die Oberösterreicher mit durchschnittlich 126 Euro. Am spendenfreudigsten sind die Niederösterreicher und Burgenländer, besonders viele von ihnen geben.


Über mehr Spenden als jemals zuvor freuten sich Österreichs gemeinnützige Organisationen im Vorjahr. „Das von uns errechnete Spendenvolumen von 640 Millionen im Jahr 2016 hat alle Erwartungen deutlich übertroffen. Nie zuvor hat die heimische Bevölkerung mehr für den gemeinnützigen Zweck gespendet.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband Österreichs Spendenorganisationen. Mit gemischten Gefühlen blickt Lutschinger auf das Jahr 2017: Mit 630 Mio. wird 2017 zwar neuerlich ein gutes Ergebnis erwartet, allerdings zeichnet sich erstmals eine Stagnation nach dem Wachstum der letzten Jahre ab.


Jede Spende zählt
Nach einer fortwährenden Steigerung des Spendenaufkommens von 460 Mio. im Jahr 2010 auf über 570 Mio. 2014 bis hin zum Rekordwert von 640 Mio. 2016 prognostiziert der Fundraising Verband im Spendenbericht 2017 erstmals einen leichten Spendenrückgang. Die Gründe macht Günther Lutschinger insbesondere an der Verunsicherung der Bevölkerung durch die Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit fest: „Seit Anfang des Jahres hat sich die Absetzbarkeit grundlegend geändert. Österreichs Spender wurden allerdings bislang völlig unzureichend darüber informiert, was sich für sie ändert und was zu beachten ist.“ Weitere Gründe sind weniger Aufrufe rund um die Flüchtlingshilfe und andere Elementarereignisse, aber auch die Tatsache, dass das Spendenthema im Wahljahr 2017 medial im Hintergrund gestanden ist. „Umso wichtiger sind besonders heuer die Spenden in der Weihnachtszeit, die in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens ausmachen. Ich rufe die Österreicherinnen und Österreicher dazu auf: Helfen Sie mit Ihrer Weihnachtsspende jetzt, um gemeinnützige Projekte auch in Zukunft zu sichern!“, so Lutschinger.

Österreichs Spendenorganisationen sagen Danke!
„Das hohe Spendenaufkommen zeigt den wichtigen Beitrag, den die Menschen leisten, damit wir in Österreich und weltweit da helfen können, wo Hilfe benötigt wird. Im Namen aller Spendenorganisationen Österreichs möchte ich Danke sagen. Für uns sind Spenden ein großer Vertrauensbeweis, der deutlich macht, dass die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Organisationen geschätzt wird “, sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.

So spendet Österreich – Motive, Themen und Spendenhöhe
„Die Beweggründe für das Spenden sind vielfältiger Natur. Als Hauptmotive geben die Österreicher Sympathie mit der Organisation, Betroffenheit von der Not, Anteilnahme an Schicksalen sowie Sicherheit, dass die Spende auch zweckgerichtet ankommt, an. Spitzenreiter bei den Spendenthemen, die den Menschen am Herzen liegen, sind Kinder, Tiere sowie die Katastrophenhilfe im Inland.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion.

Oberösterreicher spenden viel, Niederösterreicher und Burgenländer häufig
Unter den 62% der Österreicher, die spenden, liegt die Durchschnittsspende derzeit bei 113 € pro Spender. Im Bundesländervergleich liegt Oberösterreich mit durchschnittlich 126 € heuer am weitesten über dem bundesweiten Durchschnitt vor Salzburg/Tirol/Vorarlberg mit 121 €. Schlusslicht in dieser Wertung ist Wien mit 99 €. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind Niederösterreich und das Burgenland klar vorne. Hier spenden mit 74 Prozent so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Bei der Spendenhöhe befindet sich Österreich international im Mittelfeld. Zwar spenden hierzulande 62% der Bevölkerung, das Spendenaufkommen pro Einwohner ist allerdings wesentlich geringer als beispielsweise in Deutschland, in der Schweiz oder in Großbritannien.

Spendenabsetzbarkeit zeigt Wirkung
Über eine Million Österreicher nutzen bereits die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit und machen mittlerweile 227 Mio. € an Spenden steuerlich geltend. Jeder dritte Spenden-Euro wird damit in Österreich steuerlich abgesetzt. Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Nicht mehr die Spender müssen ihre Spende beim Finanzamt geltend machen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen. Spender müssen den Organisationen jedoch ihren vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln. Dies bedeutet einen immensen, personalintensiven Adaptierungs- und Investitionsbedarf für die Organisationen.

Forderungen an neue Bundesregierung
Von der nächsten Bundesregierung verlangt der Fundraising Verband rasch Schritte zu setzen, um das Österreichische Spendenwesen zu stärken und fit für die Zukunft zu machen:

- Ausbau und mehr Fairness bei der Spendenbegünstigung

Wie in Deutschland oder der Schweiz sollte die Spendenbegünstigung für alle Bereiche der Gemeinnützigkeit gelten. Derzeit sind in Österreich Bildung oder Sport nicht, Kunst und Kultur nur sehr eingeschränkt spendenbegünstigt – eine massive Ungleichbehandlung und Benachteiligung. Spenden für Bildung in Afrika sind begünstigt, für Bildung in Österreich hingegen nicht. Es ist Aufgabe der nächsten Bundesregierung, die Vorschriften zu vereinheitlichen, alle gemeinnützigen Zwecke zu begünstigen und die überbordende Bürokratie bei der Spender-Datenweiterleitung zu entschärfen.

- Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsgesetzes

Die Steuervorschriften für gemeinnützige Einrichtungen sind immer unübersichtlicher geworden. Allein die Vereinsrichtlinie des BMF umfasst 250 Seiten. In der nächsten Legislaturperiode müssen die Rechtsvorschriften vereinfacht und vereinheitlicht werden. Damit hat es die neue Bundesregierung in der Hand, das gemeinnützige Engagement in Österreich wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen.

- Stärkung des gemeinnützigen Stiftungssektors

Das Gemeinnützigkeitsgesetz 2015 hat deutliche Verbesserungen für den Stiftungsstandort Österreich gebracht. Eine Angleichung an das Niveau in Deutschland oder der Schweiz hinsichtlich der steuerlichen Rahmenbedingungen wurde damit noch nicht erreicht. Insbesondere die KESt-Befreiung von gemeinnützigem Vermögen ist eine absolut notwenige Maßnahme für die weitere Stärkung des Sektors.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
M: 0676 421 47 06, E: presse@fundraising.at, I: www.fundraising.at

Der Spendenbericht steht im Pressebereich unter
http://spendenbericht.fundraising.at zum Download zur Verfügung.




Österreichs Unternehmen spenden 100 Mio. Euro jährlich.
Die von Bundespräsident a.D. Heinz Fischer unterstützte „Aktion Wirtschaft hilft!“ startet heute und informiert Unternehmen vor Weihnachten über Spendenmöglichkeiten.  

Wien, 15. November 2017. Mit rund 100. Mio. Euro an Spenden pro Jahr unterstützen Österreichs Unternehmen gemeinnützige Einrichtungen. Damit kommt ihnen eine wachsende Bedeutung zu. 83% der Unternehmen engagieren sich in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Dies spricht für die steigende soziale Verantwortung von Österreichs Betrieben. Mit der heute startenden „Aktion Wirtschaft hilft!“ und dem damit verbundenen „Spendenguide für Unternehmen“ informiert der Fundraising Verband Austria zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt Österreichs Wirtschaftstreibenden rechtzeitig vor Weihnachten Tipps, wie sie Organisationen unterstützen können. Mit diesem Service möchte der Fundraising Verband  Unternehmen zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs anregen und motivieren.  

Durchschnittlich spendet ein mittelständisches Unternehmen in Österreich zwischen 2.000 und 2.500 Euro.  Die zahlreichen und oft regelmäßigen Spenden der kleinen und mittleren Betriebe sind damit der Spendenmotor in der Wirtschaft. Das Engagement von Unternehmen läuft vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Geldspenden werden am liebsten für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland gegeben. 50% der Betriebe unterstützen Hilfsorganisationen durch Sponsoring und etwa 25% führen Veranstaltungen zugunsten karitativer Zwecke durch. Bei rund 14% werden die durch Mitarbeiteraktivitäten erzielten Spenden vom Unternehmen verdoppelt. Als Motiv, sich für die Gemeinnützigkeit zu engagieren, geben ca. 35% der Unternehmen an, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen. Für ebenso viele ist die Sympathie für die Organisation ausschlaggebend.  

Mehr soziales Engagement im Rahmen der Aktion Wirtschaft hilft!:
Ein prominenter Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer, der im Vorwort des „Spendenguides“ Österreichs Unternehmen dazu aufruft, sich über die darin vorgestellten Projekte und Organisationen zu informieren und noch stärker für die Gemeinnützigkeit in Österreich zu engagieren. „Das Engagement unserer Unternehmerinnen und Unternehmer für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt bedeutet einen wesentlichen Beitrag für die Österreichische Gesellschaft und ist eine nachhaltige Investition in eine positive Zukunft!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Initiator der heute startenden „Aktion Wirtschaft hilft!“. „Mit der Initiative möchten wir das Bewusstsein für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement weiter stärken und möglichst viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugen, noch bis Jahresende für wohltätige Zwecke zu spenden.“ „Wirtschaft hilft!“ informiert in den kommenden Wochen Unternehmen über Spenden und andere Möglichkeiten, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Als Serviceinstrument liefert der neue Spendenguide einen Überblick über gemeinnützige Organisationen und ihre Projekte und gibt Tipps, wie Betriebe ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend einsetzen können.

Ein Unternehmen, bei dem soziale Verantwortung seit jeher gelebt wird, ist die Erste Group Bank AG – mit rund 47.000 Mitarbeitern und 16,1 Mio. Kunden einer der größten Finanzdienstleister in Zentral- und Osteuropa. Neben ihrem vielfältigen Einsatz für Initiativen aus dem sozialen, kulturellen und Bildungsbereich gründete die Erste Group bereits vor elf Jahren die Zweite Sparkasse, eine Sozialbank für Obdach- und Mittellose in Österreich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.    
„Es tut gut, wenn man das Gefühl hat, man macht wirklich etwas. Wir merken das auch in der Erste Bank: Wenn man als Finanzdienstleister einen Beitrag leisten kann, der weit darüber hinausgeht, für Menschen Vermögen zu verwalten, ist das extrem motivierend. Und das ist gut.“, so Erste-Group-Chef Andreas Treichl.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“:
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum vierten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden darin über die Arbeit und Projekte von gemeinnützigen Organisationen informiert. Die Website www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Als Höhepunkt der Initiative werden im Frühjahr 2018 die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben, um besonders engagierte Unternehmen und ihre Spendenprojekte vor den Vorhang zu holen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




40 Millionen Euro Spenden für Wissenschaft und Forschung
Utl.: Fundraising Verband präsentiert Aufkommen anlässlich heutiger Fachtagung für Sciencefundraising.

Wien, 9.11.2017. Anlässlich der heutigen Fachtagung Sciencefundraising zieht der Fundraising Verband Austria  Bilanz über das Spendenengagement für Wissenschaft, Forschung und Bildung. Laut Hochrechnung stieg das Engagement an Universitäten und Hochschulen im Jahr 2016 auf rund 40 Millionen Euro, rund 7 Prozent des gesamten Spendenvolumens in Österreich. Dies entspricht einem Wachstum von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2017 prognostiziert der Fundraising Verband ein gleich bleibendes Aufkommen. Den größten Anteil erhalten die Wiener Universitäten, das Aufkommen der Universitäten in den Bundesländern ist im Steigen. Der Fundraising Verband rechnet bei weiterer Optimierung der Rahmenbedingungen mit einem weiteren Wachstum in den nächsten Jahren.


Exzellente Beispiele für Fundraising im Hochschulsektor gibt es auch abseits der 75 Millionen Euro von Dietrich Mateschitz an die PMU Salzburg. So sammelte die Universität Graz mit der Kampagne „430 Sessel für die Uni Graz“ erfolgreich private Spenden und der Krebsforschungslauf der Medizinischen Universität mobilisiert nicht nur Läufer sondern auch Spender. Die Medizinische Universität Wien betreibt auch aktuell eine sehr ambitionierte Kampagne. Das Zentrum für Präzisionsmedizin soll bis 2022 entstehen und mit 65 Millionen Euro aus privaten Zuwendungen finanziert werden.


Der Fundraising Verband Austria führt diesen Anstieg auf eine Professionalisierung des Fundraisings an Hochschulen und im Forschungssektor zurück. Ein stärkeres Bewusstsein auf Rektorenebene, dass Fundraising von der Institution als Ganzes mitgetragen werden muss, unterstützte diese Entwicklung massiv. „Gerade jene Universitäten, die eigene Abteilungen und Personal für ein professionelles Fundraising geschaffen haben, konnten ihr Spendenvolumen deutlich steigern“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. Besonderes Potenzial sieht Lutschinger im Stiftungssektor und bei Großspendern. Vermögende sind derzeit bei Spenden unterrepräsentiert und haben ein dementsprechendes Potenzial, wie auch der internationale Vergleich zeigt.


Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft hat der Fundraising Verband Austria ein Ausbildungsprogramm für Fundraiser im Bereich Wissenschaft und Forschung ins Leben gerufen und einen Code of Conduct für Fundraising entwickelt. „Ein Code of Conduct im Fundraising schafft nicht nur Vertrauen in die spendenwerbende Institution bzw. den gesamten Sektor, er stellt auch Leitlinien für den ethisch korrekten Umgang mit Spenden dar.“, stellt Lutschinger fest. Zahlreiche Institutionen haben diesen auf die eigenen Bedürfnisse adaptiert und implementiert.
 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria
T: +43 / 676/ 914 66 25
E:
presse@fundraising.at




Private Kulturförderung benötigt bessere Rahmenbedingungen!
Utl.: Kommende Bundesregierung ist gefordert, Spendenabsetzbarkeit für Kultur zu erleichtern sowie sich zu privater Kulturförderung zu bekennen.

Wien, 8.11.2017. Private Kulturförderung hat sich international längst zu einer wichtigen Ergänzung zur bestehenden Finanzierung entwickelt und wird künftig auch den Erfolg von Kultureinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Immer mehr Institutionen erkennen das Potential und können Förderer im In- und Ausland von ihrem kulturellen Schaffen überzeugen. Insgesamt hat Österreichs Kulturwesen jedoch im internationalen Vergleich großen Aufholbedarf. Die Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring thematisierte heute in Wien neue Wege in der privaten Kulturförderung. In einer angeregten Diskussion sprachen u.a. Agnes Husslein, Rudolf Scholten und Sabine Haag über Chancen und Risiken von mehr privatem Engagement und wie eine österreichische Kulturpolitik der Zukunft aussehen kann. Der Fundraising Verband Austria erwartet von der  kommenden Bundesregierung ein klares Bekenntnis zu privater Kulturförderung und die rasche Umsetzung von Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit für diesen Bereich.

Kernstück der Fachtagung war die kulturpolitische Podiumsdiskussion über die Frage, ob Österreichs Kulturschaffende und Kulturpolitiker mehr privates Engagement für Kunst und Kultur anregen wollen oder die bestehende Förderpolitik mit staatlichen Mitteln beibehalten werden soll. Eine Expertenrunde aus Kultur, Politik und dem NGO-Sektor diskutierte über die Möglichkeiten, Bedingungen und Grenzen von mehr privater Kulturfinanzierung. Brisantes Thema war auch die Frage, was sich in der österreichischen Kulturförderung ändern soll.

„Ein klares kulturpolitisches Bekenntnis zu mehr privatem Engagement im österreichischen Kulturwesen sowie längst überfällige Erleichterungen bei der Erlangung der Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen sind dringend notwendig.“, zog Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, ein Resümee. Nur so könne das – derzeit noch eher verhaltene – private Engagement in diesem Bereich nachhaltig angeregt werden. „Für die Kulturnation Österreich gilt es bei diesem wichtigen Zukunftsthema den Anschluss nicht zu verlieren.“ Nach wie vor sind große Teile der Kultureinrichtungen aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen, was höhere Spendeneinnahmen für die Kultur verhindert. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Fundraising Verband daher, dass das Projekt „Spendenabsetzbarkeit für Alle“, das 2009 begonnen wurde und das Spendenaufkommen jährlich um 10% steigen ließ, schnellstmöglich zu einem Abschluss gebracht wird. „Die derzeit willkürliche Bindung der Absetzbarkeit im Kultursektor an eine Bundes- oder Landesförderung bedeutet eine klare Benachteiligung.“, stellt Lutschinger klar. Von den rund 6700 Einrichtungen auf der BMF-Liste kommen nur 1% oder 59 aus dem Kulturbereich. 

Zwtl.: Internationaler Vergleich: Österreich hat Aufholbedarf beim Spenden für Kultur:
Einige österreichische Kulturinstitutionen wie insbesondere die Bundesmuseen können im Fundraising bereits Erfolge verbuchen. Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland, Schweiz oder den Niederlanden hat Österreich beim Spenden für Kultur allerdings großen Aufholbedarf. Zwischen 10 und 15 Mio. Euro, also etwa 2 % des Gesamtspendenvolumens von 625 Mio. Euro wurden in Österreich 2016 für Kultur gespendet. In den Niederlanden, wo der Anreiz der Spendenabsetzbarkeit schon länger besteht, liegt der Wert dagegen bei jährlich ca. 8 %.

Zwtl.: Internationale Trends und Knowhow bei der Fachtagung in Wien:
Im Rahmen der vielfältigen Vorträge und Workshops konnten Marketing-, Sponsoring- und Fundraisingverantwortliche aus dem Kulturbereich neue Ideen, Trends und das praktische Knowhow von anderen Spendensektoren kennenlernen. Fundraisingexperte Bernard Ross von der Arts Fundraising School London machte deutlich, welche Rolle Zwischenmenschlichkeit und damit Psychologie in der Zusammenarbeit mit Großspendern spielt. Was man im Kulturfundraising von karitativen Organisationen lernen kann, zeigte Katharina Steinkellner vom Science Museum in Großbritannien. Außerdem wurden im Fundraising international erfolgreiche Kulturinitiativen vorgestellt: Die gemeinnützige Schweizer Stiftung „Erbprozent Kultur“ lädt SchweizerInnen seit 2015 dazu ein, 1 Prozent ihres Vermögens der Kultur zu vermachen. Das Tanzfestival „Ich bin OK“ und die Initiative „Superar“ sind zwei Beispiele für Organisationen, die in ihrer Ausrichtung den kulturellen mit dem sozialen Auftrag verbinden und genau damit erfolgreich private Geldgeber ansprechen.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




Freiwilligengesetz: Fundraising Verband begrüßt Beschluss im Nationalrat
Nächstes Regierungsprogramm muss Ausbau des Freiwilligenwesens und Stärkung der Gemeinnützigkeit beinhalten.

Wien, 13.10.2017. Gestern wurde im Nationalrat einstimmig eine Novelle zum Freiwilligengesetz beschlossen. Damit wurde das Freiwillige Sozialjahr rechtzeitig vor dem Auslaufen per Jahresende abgesichert und die finanziellen Mittel für Gedenk-, Friedens- und Sozialdienste im Ausland garantiert. Zusätzlich wurde die soziale Absicherung der Freiwilligen verbessert. Von der nächsten Bundesregierung fordert der Fundraising Verband eine konsequente Freiwilligenpolitik und eine breite Unterstützung für den Ausbau der Freiwilligen-Infrastruktur.

Rund 3,3 Millionen Menschen oder 46% der über 15-Jährigen in unserem Land sind Tag für Tag freiwillig und unentgeltlich in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv. Mit der gestern beschlossenen Gesetzesnovelle wurde im Nationalrat ein erster Schritt für die Sicherung des vielfältigen Freiwilligen-Engagements in Österreich gesetzt. Aufgabe der nächsten Bundesregierung wird es sein, notwendige Weiterentwicklungen schnellstmöglich umzusetzen. Der Fundraising Verband – Dachverband der spendenwerbenden Organisationen – fordert den weiteren Ausbau der Infrastruktur durch Freiwilligenzentren und -messen, Rechtssicherheit bei der Sozialversicherungseinstufung von Freiwilligenarbeit, eine nationale Validierung der im Freiwilligeneinsatz erworbenen Qualifikationen sowie Erleichterungen bei der betrieblichen Freistellung von Mitarbeitern für freiwilliges Engagement. Auch sollte der im BMASK angesiedelte Anerkennungsfonds neu ausgerichtet werden und – analog zur Innovationsstiftung für Bildung – gemeinsam mit privaten Förderern neue Initiativen initiieren.  

Zwtl.: Rechtssicherheit und Endbürokratisierung:
Mit dem Gemeinnützigkeitsgesetz 2015 wurde eine erste Maßnahme in Richtung Rechtssicherheit für Gemeinnützige umgesetzt, jedoch nur auf dem Sektor der gemeinnützigen Stiftungen. Der FVA sieht die Notwendigkeit, weitere wichtige Schritte folgen zu lassen und neben der Verbesserung der Rechtssicherheit für Vereine endlich das Gemeinnützigkeitsrecht zu entbürokratisieren. Allein die Vereinsrichtlinie des BMF umfasst mehr als 250 Seiten und ist nur für Experten lesbar. Die Forderung nach Abbau bürokratischer Hürden betrifft auch die Spendenabsetzbarkeit. Über 6500 Organisationen, von den Freiwilligen Feuerwehren bis zu den großen Hilfswerken, sind ab heuer verpflichtet, Spenderdaten im großen Umfang zu sammeln und nach einem komplizierten Verfahren verschlüsselt an das Finanzamt zu melden. Der Fundraising Verband hat sich mit zahlreichen Vereinfachungsvorschlägen an das BMF gewandt, ist aber an den bürokratischen Hürden bislang gescheitert. „Wir fordern die neue Bundesregierung auf, unverzüglich ein einfaches und unkompliziertes Verfahren für die Spendermeldung umzusetzen, um einen Schaden für das österreichische Spendenwesen zu verhindern! Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch.“, berichtet Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, und warnt vor einem Chaos bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2017: „Tausende Bescheide könnten angefochten werden, da die Spender nach wie vor nicht ausreichend über die Neuerungen informiert wurden und zahlreiche datenschutz- und steuerrechtliche Fragen nicht geklärt sind.“ so Lutschinger.  

Zwtl.: Spendenabsetzbarkeit für Alle:
Hunderte Bildungseinrichtungen, Tierschutzvereine sowie große Teile der Kultureinrichtungen sind aufgrund nicht nachvollziehbarer Bestimmungen von der Spendenabsetzbarkeit ausgeschlossen. Auch hier fordert der FVA, dass das Projekt „Spendenabsetzbarkeit für Alle“, das 2009 begonnen wurde, in der 26. Gesetzgebungsperiode zu einem Abschluss gebracht wird. Die Spendenabsetzbarkeit hat dazu beigetragen, dass das Spendenaufkommen jährlich um 10% gestiegen ist. „Die 625 Mio. Euro, die in Österreich jährlich an Spenden gesammelt werden, könnten durch die Ausweitung der steuerlichen Absetzbarkeit auf alle Zwecke und eine ernsthafte Endbürokratisierung bis 2022 auf 800 Mio. gesteigert werden und die Gemeinnützigkeit in Österreich ungemein fördern.“, so Günther Lutschinger.


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at   
 



Sabine Haag ist Fundraiserin des Jahres
Fundraising Verband zeichnet KHM-Generaldirektorin für ihre Verdienste um das Spendenwesen im Kultursektor aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation.

Wien, 9.10.2017. Der Fundraising Verband zeichnet heute im Rahmen einer feierlichen Abendgala hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2017 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den renommierten Preis in den Kategorien Spendenspot, Innovation, Online-Kampagne, Fundraising Aktion, Spendenmailing sowie Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2017. Als Höhepunkt des Abends wird Dr. Sabine Haag – Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums Wien – zur Fundraiserin des Jahres gekürt.

Sabine Haag ist bekannt für ihren unermüdlichen Einsatz für die Weiterentwicklung des Kunsthistorischen Museums Wien. Als Generaldirektorin ist es ihr seit jeher ein zentrales Anliegen, neue Werbekanäle zu öffnen und zusätzliche Finanzierungsquellen für das Museum zu generieren. Dazu unterstützte sie die Umsetzung ausgesprochen vielfältiger, innovativer sowie kreativer Fundraising-Methoden. Aber auch selbst war sie engagiert im Einsatz, Menschen zur Unterstützung zu begeistern und zu motivieren. Damit ist es ihr gelungen, erfolgreich private Fördermittel zu akquirieren. Diese ermöglichten Projekte wie die Kunstkammer-Wiedereröffnung oder sehbehinderten Menschen den Zugang zu Kunst zu erleichtern.

„Sabine Haag hat sowohl auf künstlerischer wie auf wirtschaftlicher Seite Großartiges für das Kunsthistorische Museum und den Kulturstandort Wien geleistet und maßgeblich zum exzellenten internationalen Ruf des Hauses beigetragen. Mit ihrer konsequenten und kreativen Arbeit im Fundraising hat sie zusätzliche finanzielle Mittel gesichert und damit die Zukunft des Museums nachhaltig mitgestaltet.“, unterstrich die Generaldirektorin der Österreichischen Lotterien, Bettina Glatz-Kremsner, in ihrer Laudatio die Verdienste Sabine Haags.

Zuletzt wurden 2016 der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl, 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk, 2013 Willi Resetarits, 2012 Chris Lohner und 2011 Gery Keszler für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Zwtl.: Fundraising Awards – Preisträger in den weiteren Kategorien:
Als bester Fundraising Spot des Jahres 2017 setzte sich der Spot „Hilf Hannah“ von Kinderhospitz Netz  durch. Der von der Agentur Direct Mind entwickelte Spot führt vor Augen, wie wichtig gerade für schwerkranke Kinder eine fachgerechte Betreuung im gewohnten und liebevollen Umfeld ihrer Familien und des eigenen Zuhauses ist. 

Die Onlinedienstleister Formunauts und RaiseNow punkteten bei der Jury in der Kategorie beste Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direkt) mit dem „Quality Widget“. Dieses Online-Tool ermöglicht ein einfaches und direktes Feedback von SpenderInnen für Face-to-Face Fundraiser. Dies steigert die Gesprächsqualität und senkt die Kosten. 

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält DEBRA Austria gemeinsam mit dem Spezialpapierhersteller delfort. Unglaubliche 21.564 Papierschmetterlinge wurden für „Schmetterlingskinder“ gefaltet und damit nicht nur ein Weltrekord aufgestellt, sondern vor allem eine großartige Spende erzielt: Für jeden gefalteten Schmetterling spendete delfort 1 Euro. 

Ebenfalls siegreich ist DEBRA Austria in diesem Jahr beim besten Direct Mailing des Jahres (in Kooperation mit Österreichische Post AG). Mit dem von der Agentur Direct Mind entwickelten Spendenbrief, in dem  „Schmetterlingskinder“ ihre größten Wünsche ans Christkind sandten, ist der Organisation ein außerordentlich erfolgreiches Weihnachtsmailing gelungen.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit Sextant) geht an SOS Kinderdorf für die Spendenaktion im Rahmen der Nivea-Familienfest Tour 2017. Die Veranstaltung hat sich zu Österreichs größter Sommer-Ferien-Tour entwickelt – mit mittlerweile rund 200.000 Gästen pro Jahr. Die Erlöse aus dem großen Spendenmarathon kommen den SOS-Kinderdörfern zugute.

In der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) gibt es gleich zwei Gewinner: Diakonie Österreich wird für das Integrations-Memo und WWF Österreich für ihre Initiative zum Schutz der Wölfe in Österreich ausgezeichnet. Das Integrations-Memo (Agentur Identum) bildet 32 ausgewählte Begriffe sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch ab und unterstützt spielerisch das Erlernen unserer Sprache und Kultur. Persönlichkeiten wie Bundespräsident Alexander Van der Bellen oder Conchita Wurst haben Texte beigesteuert. Die von Direct Mind konzipierte WWF-Kampagne „Jetzt droht eine Hexenjagd!“ zielt auf den Schutz der seit über 100 Jahren ersten in Österreich ansässigen Wölfe und ein friedliches Miteinander mit Menschen und Nutztieren. 

Zwtl.: Über die Fundraising Awards:
Zum 24. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel der in sieben Kategorien vergebenen Awards ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit SpenderInnen vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden heuer 40 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) – Dachverband der Spendenorganisationen mit über 300 Mitgliedern – hat das Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Fotomaterial steht auf der Website http://t1p.de/43la ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 
T: 0676/4214706, E: andreas.anker@fundraising.at




Rekord an Neugründungen gemeinnütziger Stiftungen – neues Bundesstiftungsgesetz zeigt Wirkung.
Fundraising Verband Austria zieht anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1. Oktober Bilanz über eineinhalb Jahre neues Stiftungsrecht.

Wien, 29.9.2017. Anfang 2016 ist das neue, gemeinnützige Stiftungsrecht in Kraft getreten. Damit hat die österreichische Bundesregierung nicht nur steuerliche Verbesserungen für den gemeinnützigen Stiftungssektor, sondern ein insgesamt schlankes neues Stiftungsrecht auch Schiene gebracht. Der Stiftungsstandort Österreich wurde dadurch stark belebt. Mehr Neugründungen seit dem Inkrafttreten 2016 als in den letzten 10 Jahren bestätigen die positiven Auswirkungen eindrucksvoll. Der Fundraising Verband Austria erwartet für 2017 25 bis 30 neue gemeinnützige Stiftungen.

Dass die internationale Rolle von Stiftungen wächst, zeigt nicht zuletzt die europaweit steigende Zahl an Stiftungsgründungen und ihr wachsendes Engagement. Etwa 140.000 europäische Stiftungen fördern das Gemeinwohl mit jährlich rund 60 Mrd. Euro. Österreich verfügt neben dem vorwiegend für private Zwecke eingeführten Privatstiftungsgesetz seit dem Vorjahr über ein modernes und international anerkanntes Bundesstiftungsrecht, das positive Wirkung für den gemeinnützigen Sektor zeigt. „In den vergangenen eineinhalb Jahren konnte Österreich ein starkes Wachstum bei den gemeinnützigen Stiftungsgründungen verzeichnen und im internationalen Vergleich aufholen.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen – mit dieser Entwicklung zufrieden. Allein 2016 erfolgte ein Zuwachs von 21 Stiftungen. Die Freude über die positive Entwicklung wird allerdings getrübt durch einen Blick auf die Nachbarstaaten: Im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es in Deutschland immer noch dreimal so viele Stiftungen und in der Schweiz zwanzigmal so viele. Absolut betrachtet sind in Österreich 706, in Deutschland 21.806 und in der Schweiz 13.075 gemeinnützige Stiftungen eingetragen. Österreich hat somit noch großen Aufholbedarf. In Liechtenstein gibt es mit rund 1.300 Stiftungen fast doppelt so viele wie in Österreich. (Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen) 

Zwtl.: Gemeinnützige Stiftungen weiter auf Wachstumskurs halten:
Um die positive Entwicklung der vergangenen eineinhalb Jahre fortzusetzen, ist die Bundesregierung jetzt gefordert: Während in unseren Nachbarstaaten an weiteren Verbesserungen für die jeweiligen Stiftungsstandorte gearbeitet wird, harrt in Österreich die Novelle zum Privatstiftungsgesetz noch der Beschlussfassung. Ein wichtiger Punkt des Begutachtungs-Entwurfes sieht vor, Änderungen des Stiftungszwecks auf gemeinnützige und mildtätige Zwecke zu erleichtern. Neben weiteren administrativen Erleichterungen für gemeinnützige Bundesstiftungen sollte auch die Absetzbarkeit von Stiftungszuwendungen von derzeit max. 500.000 Euro auf das deutsche Niveau von 1. Mio. Euro angehoben werden. Nur so kann sich der Philanthropie-Standort Österreich zukünftig behaupten.

Zwtl.: Gemeinnützige Stiftungen in Österreich:
Stiftungen spielen eine wesentliche Rolle für die Förderung des Gemeinwohls. Aktuell gewinnen die Bereiche Kultur und Wissenschaft neben dem sozialen Sektor zunehmend an Bedeutung. So wurden 2017 die Otto Nicolai Jubiläumsstiftung der Wiener Philharmoniker, die Stiftung Hohenlohe zur Förderung biologischer und psychosomatischer Medizin in Österreich oder die EFIS Stiftung - Europäische Stiftung für Innovation und soziale Verantwortung ins Leben gerufen. Letztere sichert dem südburgenländischen „jOPERA Jennersdorf Festivalsommer“ durch den Kauf des Schlosses Tabor nachhaltig seine Spielstätte. Die private Forschungsstiftung „Wings for Life“, von Dietrich Mateschitz gegründet, hat das Ziel, Heilmethoden für Querschnittspatienten weltweit zu erforschen.

Nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte spielen Stiftungen eine wichtige Rolle, sie sichern auch tausende Arbeitsplätze in Österreich.

Zwtl.: Europäischer Tag der Stiftungen – 1. Oktober 2017:
DAFNE – der Dachverband von 25 Stiftungsverbänden und rund 7500 gemeinnützigen Stiftungen ruft heuer zum dritten Mal zum „Tag der Stiftungen“ auf. Europaweit stellen Stiftungen ihre Leistungen vor und werben für ihr Anliegen. Weitere Infos unter https://dafne-online.eu
 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria 

T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at




„Woche des guten Testaments“ startet Österreichweit
69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 11.9. über gemeinnütziges Vererben im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 6.9.2017. Am Montag (11.9.) startet die zweite „Woche des guten Testaments“ in Österreich. Nach dem breiten Interesse an der Veranstaltungsserie im Frühjahr hat die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ eine zweite Themenwoche mit mehr als 30 Veranstaltungen in ganz Österreich organisiert. Experten von der Österreichischen Notariatskammer informieren dabei in neutraler Form, was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man etwas für den guten Zweck hinterlassen kann. Bei freiem Eintritt können BesucherInnen in den Veranstaltungen gemeinnützige Organisationen näher kennenlernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten lassen.

Im September werden in vielen Ländern die „International Legacy Days“ begangen – mit einer Reihe an Aktivitäten zum Thema Erben. Bereits zum fünften Mal beteiligt sich auch Österreich mit der „Woche des guten Testaments“ daran. Zu diesem Anlass lädt die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ gemeinsam mit ihren 69 Mitgliederorganisationen zu Informationsveranstaltungen in Wien, Linz, Graz, St. Pölten, Salzburg, Innsbruck oder Dornbirn. Seit genau fünf Jahren macht es sich „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ zur Aufgabe, die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit zu informieren, neben Angehörigen einen Teil des Nachlasses auch einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Fast 15% der über 40-jährigen können sich dies mittlerweile vorstellen.
 
Zwtl.: Infoveranstaltungen in ganz Österreich:
Was beim Vererben für den guten Zweck zu beachten ist und wie man sich im neuen Erbrecht zu Recht findet, darüber beraten Notare im Rahmen der Infoveranstaltungen der „Woche des guten Testaments“. Diese bieten außerdem die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen. In Wien informieren unter anderem Notar Dr. Christoph Beer am 11. Sept. in den Räumlichkeiten des Naturhistorischen Museums oder Notar Dr. Christoph Mondel am 12. Sept. in der Volksoper. Alle Teilnehmer sind dabei zu einer Führung hinter die Kulissen der Volksoper eingeladen. Erstmals findet in diesem Jahr auch eine Vergissmeinnicht-Veranstaltung in Linz statt: Am 21.9. berät Notarpartner Dr. Roland Gintenreiter Interessierte im Seminarraum des Botanischen Gartens. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die Gartenanlage geboten. Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.
 
Zwtl.: Mit Testamentsspenden die Zukunft mitgestalten:
„Testamentsspenden bieten die außergewöhnliche Möglichkeit, Anliegen, die einem schon immer wichtig waren, über das eigene Leben hinaus zu unterstützen. Jede Österreicherin und jeder Österreicher kann damit nachhaltig Positives für die Zukunft bewirken.“, verdeutlicht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigste Motivation für Testamentsspender. In unterschiedlichsten Bereichen und Spendenorganisationen konnte durch den Beitrag Österreichischer TestamentsspenderInnen bereits nachhaltig Positives geschaffen werden.
 
Der Tierschutzverein „Animal Spirit“ konnte durch die großzügige Hinterlassenschaft einer Tierfreundin aus Wien-Gerasdorf zuletzt den neuen Gnadenhof „Engelberg“ in Oberösterreich eröffnen, der für die älteren Pferde-Semester ein ideales Zuhause bietet. „Die tierliebende Dame hatte uns bereits davor viele, viele Jahre immer wieder mit kleineren Spenden unterstützt, dass sie uns dann aber auch ihr Haus vermachen würde, das haben wir in keiner Weise ahnen können.“, so Obmann Dr. Franz-Joseph Plank.

Ein tragisches und zugleich außergewöhnliches Beispiel ist Krankenschwester Christine Gruber, die 2013 im Alter von 54 Jahren bei ihrem Freiwilligeneinsatz für „Jugend eine Welt“ in Ecuador zusammen mit einer Ärztin tödlich verunglückt ist. „Der Schock und die Trauer in unserer Organisation waren unbeschreiblich, als wir von dem Unglück erfuhren. Eine Volontärin zu verlieren, ist die größte Angst, wenn man Menschen zu einem Auslandseinsatz verabschiedet. Überrascht und betroffen erfuhren wir einige Wochen später, dass Christine Gruber vor ihrer Abreise nach Ecuador ein Testament verfasst hatte und darin neben ihren Kindern eine namhafte Summe auch Jugend Eine Welt vermacht hat.“, verrät Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt. Die Legatarin verfügte, dass der Betrag für die gemeinnützige Arbeit mit VolontärInnen verwendet werden soll. Selbst viel zu früh aus dem Leben gerissen, hat Christine Gruber etwas Bleibendes für den guten Zweck hinterlassen und dazu beigetragen, dass benachteiligte Kinder und Jugendliche auch in Zukunft Hilfe erfahren.
 
Zwtl.: Fakten zum gemeinnützigen Vererben:
Erbschaften sind längst ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 50-55 Millionen Euro werden jährlich auf diesem Wege gespendet. Fast jeder 10. Spendeneuro ist damit eine Testaments-spende. Begründet werden Vermächtnisse zugunsten gemeinnütziger Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, über das eigene Leben Gutes zu leisten. „Vielen Menschen ist es auch ein großes Bedürfnis, selbst zu bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert.“, erklärt Günther Lutschinger. Denn liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).
 
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Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Fundraising als Impuls zur Stärkung des Kulturstandortes Österreich
Fundraising Verband informiert über Möglichkeiten und Chancen für private Kulturfinanzierung in Österreich und blickt auf erfolgreiche Beispiele.

Wien, 9.8.2017. Private Kulturförderung gewinnt international immer mehr an Bedeutung. In Ländern wie den Niederlanden, Deutschland oder der Schweiz ist Spenden für Kultur bereits wesentlich stärker verbreitet als in Österreich. Hierzulande sind die Einnahmen, die im Kulturbereich durch Fundraising erzielt werden, noch relativ gering. Durch die Erweiterung der steuerlichen Absetzbarkeit auf Kultureinrichtungen im Jahr 2016 hat das Thema „Spenden für Kunst und Kultur“ zwar an Relevanz gewonnen, mit den derzeitigen Bestimmungen wird das Potential jedoch nicht ausgeschöpft. Der FVA zeigt aktuelle Entwicklungen in der privaten Kulturfinanzierung, wie sich Österreich im internationalen Vergleich präsentiert sowie Beispiele für erfolgreiches Kulturfundraising.

Zwischen 10 und 15 Mio. Euro, also etwa 2 % des Gesamtspendenvolumens von 625 Mio. Euro wurden in Österreich 2016 für Kultur gespendet. In den Niederlanden, wo der Anreiz der Absetzbarkeit schon länger besteht, entfallen dagegen jährlich ca. 8 % der Spenden auf kulturelle Zwecke. Im Vergleich zu Deutschland oder der Schweiz haben sich in Österreich bislang noch wenig alternative Finanzierungsformen im Kunst- und Kultursektor etabliert. „Dies liegt sicher auch daran, dass in Österreich Kultur primär als Staatsaufgabe gesehen wird.“, so Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Für die Kulturnation Österreich gilt es hier den Anschluss nicht zu verlieren und die brach liegenden Möglichkeiten neben der staatlichen Finanzierung zu nützen. „Ein klares kulturpolitisches Bekenntnis für mehr private Kulturförderung ist vonnöten. Privates Engagement ist niemals ein Ersatz für staatliche Förderungen, soll jedoch eine wichtige Ergänzung darstellen. Um Kulturbetriebe stärker zu Fundraising- und Sponsoringaktivitäten zu motivieren, sollten Kofinanzierungen, wie die Verdoppelung jeder Spende durch den Staat, ebenso wie Erleichterungen bei der Spendenabsetzbarkeit angedacht werden.“, ist Günther Lutschinger überzeugt.

Zwtl.: Eineinhalb Jahre Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen – Eine Zwischenbilanz:
Mit der Erweiterung der Absetzbarkeit wurde 2016 ein erster Schritt gesetzt, um das Spendenaufkommen im Kunst- und Kultursektor anzukurbeln. Doch die geltenden Kriterien zur Erlangung der Absetzbarkeit sind sehr einschränkend. „Mit ihrer Komplexität und der Bindung an eine Bundes- oder Landesförderung fördert die Absetzbarkeit derzeit die großen Einrichtungen und frustriert die kleineren.“, stellt Lutschinger klar. Auf der BMF-Liste begünstigter Einrichtungen stehen eineinhalb Jahre nach Einführung erst 58 Kultureinrichtungen, vorwiegend große Institutionen wie das Burgtheater, die Salzburger Festspiele oder Bundesmuseen. Im Verhältnis zur Gesamtzahl von über 5800 Einrichtungen ist dies gerade einmal 1%. Die Zwischenbilanz fällt also sehr dürftig aus. Mangelnde Informationen und die oft willkürlichen Einschränkungen bei der Erlangung der Absetzbarkeit dürften entscheidende Gründe sein.
Die Bereitschaft zu mehr gesellschaftlichem Engagement für Kultur ist jedenfalls gegeben: Laut aktueller Studie sind 6% der ÖsterreicherInnen bereit für Kunst und Kultur zu spenden (Quelle: Public Opinion).

Zwtl.: Kulturfundraising in und außerhalb von Österreich:
Welche Möglichkeiten Kulturfundraising heute bietet, weiß der gebürtige Österreicher Max Hollein – seit 2016 Direktor der Fine Arts Museums of San Francisco. Bis 2016 leitete Hollein höchst erfolgreich die drei Frankfurter Museen Schirn Kunsthalle, Städel-Museum und Liebieghaus-Skulpturensammlung. Mit Feingespür für bürgerliches Engagement, der gezielten Ansprache von Unternehmen und innovativen Fundraising-Kampagnen schaffte es Hollein unter anderem die Hälfte der Gesamtkosten für den Erweiterungsbau des Städel (52 Mio. Euro) aus privaten Spenden zu akquirieren.

Einige Kulturinstitutionen konnten in Österreich bereits große Erfolge im Fundraising verzeichnen. Breite Unterstützung finden etwa die Projekte des KHM-Museumsverbands oder der Salzburger Festspiele, die mit einer Palette an Fundraising-Instrumenten zahlreiche Förderer und Sponsoren überzeugen und nachhaltig private Mittel generieren.
Einen besonders wichtigen Beitrag zur Kulturförderung leisten in Österreich einzelne Großspender wie Peter Pühringer, der mit der POK Pühringer Privatstiftung unter anderem den 15 Mio. Euro teuren Bau des 2012 eröffneten Konzertsaals „MuTh“ der Wiener Sängerknaben finanziert hat und auch für den laufenden Spielbetrieb aufkommt. Ebenfalls beispielhaft ist das Engagement von Helmut und Kathryn List, deren AVL Cultural Foundation Privatstiftung zahllose innovative Projekte aus den Bereichen Kunst und Wissenschaft ermöglicht. Ein wichtiger Beitrag zur Belebung der Grazer Kulturszene wurde von der Familie List mit dem Bau der Helmut List Halle in einer intensiven Zusammenarbeit von Technikern und Künstlern geleistet.

Ein Beispiel für private Kulturfinanzierung im großen Stil sind die Tiroler Festspiele Erl, die von Gustav Kuhn mit Unterstützung des langjährigen Mäzens Hans Peter Haselsteiner zu einem international renommierten Kulturstandort aufgebaut wurden. Der Bau und die nötige Infrastruktur des Festspielhauses in der Höhe von rund 36 Mio. Euro wurden zum Großteil durch die Haselsteiner Familien-Privatstiftung ermöglicht, die auch die laufenden Betriebskosten trägt. Der finanzielle Beitrag von Bund und Land Tirol beläuft sich auf je 8 Mio. Euro. Erst kürzlich wurden die Festspiele in eine gemeinnützige Stiftung eingebracht und ihre Finanzierung somit für die Zukunft abgesichert. Stifter sind Bund, Land, die Strabag SE, die Haselsteiner Familien-Privatstiftung sowie der Verein Festspiele Erl. Die Festspiele Erl sind damit ein wunderbares Beispiel für eine fruchtbare Symbiose aus staatlicher und privater Kulturfinanzierung. Zudem zeigt Erl, dass der Philanthropie-Standort Österreich durch das neue, gemeinnützige Stiftungsrecht seit 2016 auch im Kulturbereich belebt wurde.
Das große Engagement von Großspendern wie den Familien Haselsteiner, Pühringer oder List belegen die Chancen für den Kultursektor, stellt in Österreich aber gleichzeitig noch eine Ausnahme dar.

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





5-Jahres-Jubiläum der Initiative Vergissmeinnicht.at des Fundraising Verbands
Initiative für das gute Testament informiert seit 2012 über das Thema Erben – FVA sagt Danke und zieht Bilanz.

Wien, 1.8.2017. Vergissmeinnicht.at – die Initiative des Fundraising Verbands Austria für das gute Testament – feiert ihr 5-jähriges Bestehen. Seit Sommer 2012 informiert Vergissmeinnicht.at gemeinsam mit mittlerweile 69 Mitgliederorganisationen, darunter Caritas, WWF, Kindernothilfe Österreich oder Österreichisches Rotes Kreuz, über das sensible Thema Erben und die immer beliebter werdende Möglichkeit, einen Teil des Nachlasses einer gemeinnützigen Organisation zu hinterlassen. Heute werden in Österreich 50-55 Millionen Euro jährlich in Form von Testamentsspenden gespendet. Damit sind Erbschaften längst ein zentraler Faktor im Spendenaufkommen und in Zukunft von noch größerer Bedeutung. Einerseits werden immer mehr Vermögenswerte vererbt und andererseits steigt die Zahl der Menschen ohne Erben. Laut Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte insgesamt bis 2030 auf 18,2 Mrd. Euro steigen.

 

Die Initiative Vergissmeinnicht wurde 2012 gemeinsam mit 28 Organisationen gegründet, um dem Bedürfnis der ÖsterreicherInnen nach neutralen Informationen zu den Möglichkeiten beim Vererben nachzukommen. „Viele Menschen überlegen, neben Familienangehörigen auch eine gemeinnützige Organisation in ihrem Testament zu bedenken, wissen jedoch nicht was sie dafür tun und beachten müssen.“, berichtet Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Vergissmeinnicht.at stellt dieses rechtliche Informationsbedürfnis in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Notariatskammer seit nunmehr 5 Jahren sicher. In dieser Zeit ist das Interesse der ÖsterreicherInnen kontinuierlich angestiegen. Mittlerweile können sich fast 15% der über 40-jährigen  vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – 2012 waren es noch 8%.

Dass sich Vergissmeinnicht.at als Informationsplattform etabliert hat, zeigt auch das große Interesse an den Service-Angeboten. Jährlich organisiert die Initiative mehrere Gemeinschaftsveranstaltungen sowie zahlreiche Info-Abende. Insgesamt wurden dabei bisher mehr als 5.000 Interessenten angesprochen. Tausende Menschen konnten darüber hinaus bei mehreren Seniorenmessen pro Jahr erreicht werden. Fast 100.000 Infofolder in mehreren Auflagen wurden seit Bestehen von Vergissmeinnicht.at unter den ÖsterreicherInnen verbreitet.

Zwtl.: Testamentsspenden bewirken Gutes in unterschiedlichsten Bereichen:

Die wichtigste Motivation für Testamentsspender ist der Wunsch, dass die Anliegen, die ihnen schon zu Lebzeiten wichtig waren, auch nach ihrem Leben sichergestellt werden. Die Bereiche, in denen Testamentsspenden nachhaltig Positives bewirken, sind vielfältig und reichen von der Kinderhilfe über Tier- und Umweltschutz bis zur Förderung von Bildungs-, Kunst- und Kultureinrichtungen.
Der Architektin und Autorin Elisabeth Baudisch ist die Unterstützung von Kindern schon seit Jahrzehnten ein großes Anliegen. Durch einen Schicksalsschlag selbst kinderlos, übernahm sie mehrere Patenschaften für notleidende Kinder. Um ihr Vermögen einmal Kindern zugutekommen lassen zu können, bedachte Baudisch 2015 das SOS-Kinderdorf Moosburg in ihrem Testament. So kann die großzügige Spenderin selbst noch miterleben, welche Projekte mit Spendengeldern umgesetzt werden.
Auch der Einsatz für den Schutz unserer Umwelt ist für immer mehr ÖsterreicherInnen ein über den eigenen Tod hinausgehendes Bedürfnis. Vermächtnisse einzelner engagierter Menschen ermöglichen es beispielsweise dem WWF wegweisende Umweltschutz-Projekte in Thailand zu realisieren, wo die wirtschaftliche Entwicklung drastische Folgen für die Natur mit sich bringt. Im Zoo Salzburg konnte der Neubau des Löwenhauses mithilfe der großzügigen Testamentsspende einer Katzenliebhaberin realisiert werden.

Zwtl.: FVA sagt Danke und zieht Bilanz:

„Die ersten 5 Jahre unserer Initiative Vergissmeinnicht.at waren geprägt von dem gemeinsamen Bestreben, Aufklärungsarbeit zum sensiblen Thema Erben zu leisten und Menschen für die Möglichkeit zu sensibilisieren einen Teil ihres Vermögens einer gemeinnützigen Organisation zu vermachen.“, so Günther Lutschinger. „Bei allen, die sich bereits für eine Testamentsspende entschieden haben, möchten wir uns herzlich bedanken!“


Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E:
presse@fundraising.at





Datenschutznovelle: „Pfusch“ zu Lasten der NPOs

Fundraising Verband kritisiert Durchpeitschen im Parlament und mangelnde Rechtssicherheit für NPOs.

Wien, 27.6.2017. Eine der wichtigsten und sensibelsten Bereiche des Rechts wird derzeit in Österreich im Schnellverfahren durch die Gesetzgebung gepeitscht. Die teils massiven Bedenken von Experten aus allen Gesellschaftsbereichen werden dabei ignoriert und nicht gehört. Damit ist die Chance vertan, eine moderne Rechtsgrundlage in Österreich zu schaffen. Der Fundraising Verband Austria appelliert daher an alle Nationalratsabgeordneten, am Donnerstag dem Vorschlag in dieser Form nicht zuzustimmen und befürchtet sonst eine massive Rechtsunsicherheit mit diesem Gesetz.

War zunächst unverständlich, warum eine derart wichtige und sensible Rechtsmaterie in einem äußerst kurzem Begutachtungsverfahren vor dem Sommer durchgepeitscht werden muss, ist nun vielmehr nicht akzeptabel, warum keine einzige Position der 109 abgegebenen Stellungnahmen in irgendeiner Form berücksichtigt wurden. „Dies zeigt einmal mehr ein mangelndes Demokratieverständnis im Gesetzgebungsprozess“ ist Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, erschüttert. Die Datenschutznovelle bringe keine Klärung sondern vielmehr Rechtsunsicherheit für die gemeinnützigen Organisationen. „Wir fordern daher die Nationalratsabgeordneten auf, diesem Gesetzesvorschlag nicht zuzustimmen, um einen Prozess für ein modernes innovatives Datenschutzrecht mit internationaler Vorbildwirkung zu ermöglichen.“


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband
T: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at

 





Saisonstart für qualitätsvolle Straßenwerbung für den guten Zweck

Qualitätsinitiative des Fundraising Verbands garantiert höchste Standards bei NGO-Straßenwerbung.

Wien, 13.6.2017. Bei den immer sommerlicheren Temperaturen begegnet man im öffentlichen Raum vermehrt engagierten MitarbeiterInnen gemeinnütziger Organisationen beim Werben für den guten Zweck. Mitgliederwerbung an öffentlichen Plätzen ist bis heute eines der wichtigsten Standbeine gemeinnütziger Organisationen in der Ansprache und Information neuer UnterstützerInnen. Die in der Fördererwerbung entstehenden Jobs sind eine wichtige Arbeitschance besonders für StudentInnen. Um einheitlich hohe Qualitätsstandards im Umgang mit Passanten zu gewährleisten und Standplatzkonzentrationen der Vereine zu verhindern, organisiert der Fundraising Verband auch 2017 die „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“.

Neue Interessenten im öffentlichen Raum anzusprechen, zählt zu den ältesten Formen der Spendenwerbung. Der Erfolg gibt der Methode bis heute recht: Im Schnitt werden zehn Prozent der Menschen, mit denen ein Gespräch geführt wird, als Förderer gewonnen. 80% von ihnen werden langfristige SpenderInnen und bleiben den Organisationen mehrere Jahre treu.

„Mit der Qualitätsinitiative Fördererwerbung setzen wir vom Fundraising Verband klare Maßstäbe für eine nachhaltig qualitätsvolle Mitgliederwerbung im Interesse der NGOs, der Bürgerinnen und Bürger und unserer Gesellschaft!“, betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, der die Initiative ins Leben gerufen hat. „Die NGOs, die sich dem umfangreichen Regelwerk unterwerfen, wollen sich bewusst von jeglicher unprofessioneller Straßenwerbung durch höchste Qualitätsstandards abgrenzen.“, so Lutschinger. Durch die Initiative wurden in den letzten Jahren Standards geschaffen, die die Fördererwerbung in einer qualitätsvollen und professionellen Weise sicherstellen. Dazu zählt auch die laufende Weiterentwicklung und Evaluation. „Die Einhaltung der Standards wird heuer mittels zahlreicher ‚Mystery Shopper‘, die sich testweise in Gesprächssituationen begeben, laufend überprüft.“, führt Lutschinger weiter aus.

Zu den Mitgliedern der Qualitätsinitiative zählen Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Care Österreich, Ärzte ohne Grenzen , Global 2000, Greenpeace, Kinderhilfswerk, Pro Juventute, Global 2000, ROTE NASEN Clowndoctors, Österreichisches Rotes Kreuz, SOS-Kinderdorf, Vier Pfoten, World Vision Österreich, WWF und die Agenturen jener renommierten Organisationen.

„Auch für den WWF ist Straßenwerbung ein wichtiges Standbein im Fundraising. Nirgendwo sonst sind wir so persönlich an den Menschen dran, können im direkten Gespräch über unsere Naturschutzprojekte informieren und neue Unterstützer für unsere Anliegen gewinnen. Als Mitglied der Qualitätsinitiative Fördererwerbung verpflichten wir uns, besonders hohe Standards zu halten und laufend weiterzuentwickeln", erklärt Katharina Jungwirth, Teamleiterin Public Fundraising beim WWF Österreich.

Viele ÖsterreicherInnen schätzen diese Möglichkeit, mit NGOs ins Gespräch zu kommen. Zudem zählt die Spendenform auch zu den beliebtesten in Österreich. Dies zeigt sich in Umfragen zur Zufriedenheit der Mitglieder, aber auch anhand der geringen Beschwerdequote.

Zwtl.: Ombudsstelle für Behörden, Unternehmer und Spender

Sollte ein Problem oder eine Frage zu einer spendenwerbenden Organisation entstehen, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an die eigens dafür geschaffene Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der kostenfreien Hotline 0800/100 382 erreichbar. Alle Informationen zur Qualitätsinitiative Fördererwerbung finden Interessierte unter: www.qualitaetsinitiative.at
 

Rückfragehinweis:
Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at





Infowoche zu Erbrecht NEU und Vererben für den guten Zweck startet heute

69 gemeinnützige Organisationen informieren ab 29. Mai über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 29.5.2017. Im Jänner 2017 ist die umfassendste Erbrechtsreform in Österreich seit 1811 in Kraft getreten. Was beim neuen Erbrecht beachtet werden muss und wie man in seinem letzten Willen auch gemeinnützige Organisationen bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer großen Informationswoche. Bei Veranstaltungen in Wien, Graz und Klagenfurt informieren Experten von der Österreichischen Notariatskammer in neutraler und umfassender Form. Besucher können dabei gemeinnützige Organisationen, ihre Vertreter und Projekte kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft getretenen Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. Obwohl unter den Österreichern vielfach der Wunsch besteht, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, haben nur 35% der über 60-jährigen überhaupt ein Testament verfasst (Umfrage des Market-Institutes). Denn Erben zählt bei den Österreichern noch immer zu den Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Insbesondere im Hinblick auf das neue Erbrecht wissen viele Menschen noch nicht, was sich geändert hat und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Ebenfalls wissen noch viel zu wenige Menschen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann.

Zwtl.: Vergissmeinnicht klärt auf

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 29.5. gemeinsam mit den 69 teilnehmenden Organisationen aus ganz Österreich zu einer Vielzahl an Infoveranstaltungen ein. „Durch den großen Zuspruch im Vorjahr bieten wir heuer sogar eine verlängerte Infowoche, die sich bis 8. Juni erstreckt.“, freut sich Günther Lutschinger. Im Zentrum der Veranstaltungen steht die rechtliche Beratung durch ExpertInnen über die komplexen Fragen des Erbrechts sowie über die Möglichkeit eines gemeinnützigen Testaments. Im Schnitt werden jährlich mittlerweile 50-55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. „Mit der Vergissmeinnicht-Infowoche möchten wir noch mehr Österreicherinnen und Österreicher auf die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, aufmerksam machen und neutrale Informationen bieten.“, so Lutschinger. 

Zwtl.: Themenabende zu „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“ in Wien, Klagenfurt und Graz

Am 29. Mai geben Notarsubstitut Mag. Andreas Tschugguel (Notariat Dr. Beer) sowie Notar Mag. Harald Stockinger im Sommerrefektorium der Salvatorianer (Michaelerkirche) in Wien Einblicke in das Erbrecht. Anschließend findet eine Führung durch die Michaelerkirche und das Sommerrefektorium statt. Am 30. Mai folgt eine Infoveranstaltung im Europahaus in Klagenfurt mit Notarsubstitutin Mag. Katharina Haiden und anschließender Führung durch die aktuelle Ausstellung der Stadtgalerie Klagenfurt „Ordnung und Obsession“. Beim Themenabend in Graz informiert Notarsubstitutin Mag. Astrid Leopold im Grazer Glockenspielhaus. Danach wird zur Führung durch die aktuelle Ausstellung des Diözesanmuseums Graz geladen. Den Abschluss bildet ein Infoabend mit Notar Mag. Harald Stockinger und anschließender Führung im mumok – Museum moderner Kunst Wien am 8. Juni. Die Teilnehmer haben bei den Veranstaltungen die Möglichkeit zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Ein neuer Erbrechtsratgeber zu den Änderungen des Erbrechts und zum Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 0800 700 111 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden.

Zwtl.: Gemeinnütziges Vererben in Österreich

Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. Mit 50-55 Millionen Euro jährlich ist mittlerweile fast jeder 10. Spendeneuro eine Testamentsspende. Begründet werden Spenden an gemeinnützige Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Zwtl.: Über Vergissmeinnicht.at

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.


Rückfragehinweis:

Dr. Andreas Anker, Presse Fundraising Verband Austria
T: 0676/4214706, E: presse@fundraising.at
 


 

Spendenabsetzbarkeit NEU: Fundraising Verband begrüßt BMF-Informationsoffensive!
Utl.: BM Schellings Initiative sorgt für umfassende Information der Bevölkerung über die Neuerungen der Sonderausgaben

Wien, 19.5.2017. Ab sofort startet ein breit angelegter Informationsschwerpunkt des Finanzministeriums zu der mit 1. Jänner eingeführten Neuregelung der Spendenabsetzbarkeit. Österreichs Spendenorganisationen begrüßen diese Initiative. 6 von 10 Österreichern wissen laut einer aktuellen Umfrage nicht, was sich geändert hat und was sie ab sofort für die steuerliche Absetzbarkeit ihrer Spenden tun müssen. Die Informationsoffensive wird einen wichtigen Beitrag leisten, diese Kluft zu schließen. Durch die Änderungen müssen die Österreicher ihre Spenden nicht mehr selbst in der Steuererklärung geltend machen. Dies übernehmen die Spendenorganisationen, wenn die Spender ihnen die notwendigen Informationen übermittelt haben. Der Fundraising Verband Austria hofft nun auf eine zügige Umsetzung der noch ausstehenden technischen Infrastruktur durch das BMF.

Vor etwa zwei Jahren wurde die antraglose Arbeitnehmerveranlagung mit dem Ziel beschlossen, Erleichterungen für all jene zu bringen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten. Damit wurden Spendenorganisationen verpflichtet, entsprechende Spendendaten zu sammeln und an die Finanzbehörden weiterzuleiten. Dafür müssen SpenderInnen den Organisationen einmalig ihren vollständigen Namen laut Meldezettel und ihr Geburtsdatum übermitteln.Laut aktueller Umfrage wissen 4 von 10 Befragten ansatzweise über diese Änderungen Bescheid (Quelle: Public Opinion). Lediglich 29 Prozent fühlen sich bisher ausreichend vom Finanzamt informiert. Besonders in der für Spendenorganisationen wichtigen Gruppe der über 60 Jährigen herrscht ein hoher Informationsbedarf. Aufgrund des geringen Wissensstandes sind viele ÖsterreicherInnen verunsichert: Auf die Frage, ob sie der Spendenorganisation Geburtsdatum und vollständigen Namen mitteilen würden, antworteten knapp zwei Drittel der Befragten mit Nein. „Umso begrüßenswerter ist der Schritt des BMF, die Österreicherinnen und Österreicher umfassend zu informieren und damit eine gelebte Zivilgesellschaft zu unterstützen.“, macht Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, deutlich.

Zwtl.: Technische Infrastruktur

Durch die Verpflichtung zur Sammlung und Weiterleitung von Spendendaten sehen sich 5.300 betroffene Organisationen in Österreich mit einem immensen Mehraufwand konfrontiert. Damit dieser Aufwand nicht weiter explodiert, appelliert der Fundraising Verband an das BMF, die technische Infrastruktur ebenso rasch bereit zu stellen. „Wir als Dachverband spendenwerbender Organisationen in Österreich appellieren daher an BM Schelling, auch hier schnellstmöglich die Weichen für die noch fehlende Infrastruktur im FinanzOnline zu stellen. Nur so können die Spendenorganisationen die geforderte Abwicklung zeitgerecht und korrekt leisten.“, so Lutschinger. Lutschinger sieht noch weiteren Anpassungs- und Klärungsbedarf bei den rechtlichen Rahmenbedingungen.

Zwtl.: Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich sehr positiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht, knapp 1 Mio. Steuerpflichtige machen Spenden geltend.
Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit die neuen Vorschriften: Damit müssen nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen die Spenden bei den Finanzbehörden melden. SpenderInnen müssen den Organisationen jedoch ihren genauen und vollständigen Namen laut Meldezettel sowie ihr Geburtsdatum übermitteln.

Zwtl.: www.spenden.at  – Das neue Infoportal des FVA rund um das Thema Spenden


Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGOs und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


 

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender 
Utl.: 69 Vergissmeinnicht.at - Mitglieder setzen Zeichen des Danks im Wiener Volksgarten

Wien, 6.4.2017. Testamentsspenden werden bei den Österreichern immer beliebter. Im Schnitt werden jährlich mittlerweile 50-55 Millionen Euro an gemeinnützige Organisationen in Form von Vermächtnissen gespendet. TestamentsspenderInnen sichern damit gemeinnützige Projekte nachhaltig und gestalten die Zukunft für kommende Generationen mit. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.


Zwtl.: Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende

Fast 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich (625 Mio. Euro 2016) sind bereits Testamentsspenden. „Mit 50-55 Millionen Euro jährlich haben die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen ein beeindruckendes Niveau erreicht. Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, erfreut. „Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – und es werden erfreulicherweise mehr.“ zeigt Lutschinger weiter auf.

Für TestamentsspenderInnen sind der „gute Wille“ und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, die wichtigsten Motive. Zudem besteht vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Denn Erben zählt bei den Österreichern noch immer zu den Themen, mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Nur 35 % der über 60-jährigen haben überhaupt ein Testament verfasst und viel zu wenige Menschen wissen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann. „Mit der Initiative Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen“, so Lutschinger.


Zwtl.: Über das Leben hinaus Gutes tun mit einer Testamentsspende

Die mittlerweile verstorbene Frau S. und ihr Mann haben der CS Caritas Socialis einen Erbteil vermacht. „Durch diese große Unterstützung konnten wir ein Jahr lang drei Palliativmediziner beschäftigen. Der Wunsch des Ehepaars, auch anderen Menschen eine schmerzfreie und liebevolle Betreuung im Hospiz zu ermöglichen, wurde durch ihre Testamentsspenden erfüllt. Ein großes Dankeschön an Menschen wie diese, die uns mit ihrem Vermächtnis nachhaltig unterstützen.“, erklärte dazu heute Dr. Christine Schäfer, Vorständin der CS Caritas Socialis Privatstiftung. 

Eindrucksvoll schildert auch die Burgschauspielerin Eva Fichte ihre Beweggründe: „Ich möchte selbst bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Mit einem Vermächtnis zugunsten der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen kann ich mich über mein Leben hinaus für blinde und sehschwache Menschen engagieren!“ 

Was Spenden bewirken können, stellt Dr. Suzanne Rödler, Professorin an der MedUni Wien und Fundraising-Verantwortliche für das Zentrum für Präzisionsmedizin, eindrucksvoll dar: "Mit einem Vermächtnis an das Zentrum für Präzisionsmedizin ermöglichen SpenderInnen eine exakt auf die Erkrankung abgestimmte Diagnostik und die Erforschung von Therapien für eine Vielzahl von bisher unheilbaren Erkrankungen. Dies kommt den Patientinnen und Patienten unmittelbar zu Gute und ist ein bedeutender Schritt in die medizinische Zukunft – sowohl für die Ausbildung unserer zukünftigen Ärzte als auch für die zeitgemäße Behandlung der österreichischen Gesamtbevölkerung.“

Zwtl.: Über Vergissmeinnicht.at

Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.


Rückfragehinweis:

FOTOS stehen ab 6.4.2017 ca. 12 Uhr unter folgendem Link http://bit.ly/2mYb54P zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


Kostenloser Erbrechtsratgeber der Initiative für das gute Testament
Utl.: Vergissmeinnicht.at präsentiert neuen und kostenlosen Erbrechtsratgeber 

Wien, 28.3.2017. Für die meisten ÖsterreicherInnen zählt Erben noch immer zu den Themen, über die man nicht gerne spricht und mit denen man sich nicht auseinandersetzen möchte. Dementsprechend gering ist auch der Wissensstand darüber. Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament – präsentiert deswegen den neuen kostenfreien Erbrechtsratgeber „Von mir bleibt nur Gutes“. Interessierte erfahren darin, was sie beim Vererben beachten müssen – insbesondere mit den seit Jahresbeginn in Kraft getretenen Neuerungen – und wie sie gemeinnützige Organisationen im Testament bedenken können.

Laut der Studie „Erben in Österreich – privat und geschäftlich“ der Rechtsanwaltskammer Niederösterreich haben sich 47 % der ÖsterreicherInnen über das Thema Erben noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Nur 13 % der über 18-jährigen haben definitiv ein Testament verfasst. Wie wichtig ein Testament allerdings ist, zeigt die Tatsache, dass zwischen 2012 und 2015 mehr als 12 Mio. Euro an den Staat fielen, weil kein Testament und keine gesetzlichen Erben gegeben waren.

„Zwar besteht unter den Österreicherinnen und Österreichern vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht, trotzdem ist der Wissensstand der Bevölkerung zum Thema Erben und Testament sehr gering“, zeigt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, unter Bezug auf die Studie der RAK NÖ auf. 30 % der Bevölkerung wissen etwa nicht, dass auch Schulden vererbt werden können oder wer erbt, wenn kein Testament vorhanden ist. Ebenfalls sehr gering ist der Kenntnisstand über die heuer in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen.

Zwtl.: Testamentsratgeber von Vergissmeinnicht.at klärt auf

Mit dem ab Ende März verfügbaren Testamentsratgeber bietet Vergissmeinnicht.at gemeinsam mit der Österreichischen Notariatskammer ein Serviceinstrument, um den Wissensstand zum Thema Erben zu verbessern. Der kostenfreie Ratgeber informiert über die gesetzliche Erbfolge und das Pflichtteilsrecht ebenso wie über die zentralen Änderungen im Erbrecht. Die ab 1. Jänner geltenden Neuregelungen bringen unter anderem eine Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch nahe Angehörige, ein außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten oder neue Formvorschriften für fremdhändige Testamente. Darüber hinaus zeigt der neue Ratgeber „Von mir bleibt nur Gutes“, wie man eine gemeinnützige Organisation im Testament berücksichtigen kann und was dabei zu beachten ist.
Der Ratgeber ist ab sofort unter www.vergissmeinnicht.at oder unter der Hotline 0800 700 111 kostenlos zu bestellen.

Zwtl.: Über „Vergissmeinnicht.at“

Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. 2016 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Begründet werden Spenden an gemeinnützige Organisationen vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben.

Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
T: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at

 


 

Wien Holding und Variotherm Heizsysteme für gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Utl.: Fundraising Verband Austria verleiht „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ für vorbildliches Engagement um das Gemeinwohl in Österreich

Wien, 21.2.2017. Heute Abend verleiht der Fundraising Verband die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“. Diese renommierte Auszeichnung wird an Unternehmen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement vergeben und prämiert die innovativsten und nachhaltigsten Spendenprojekte. Auch 2016 stellten sich zahlreiche namhafte Unternehmen mit ihren Initiativen einer Expertenjury. Als Gewinner konnten die Wien Holding GmbH und die Variotherm Heizsysteme GmbH überzeugen. Im Rahmen der heutigen Gala findet die offizielle Preisverleihung statt.


Die Wien Holding ist mit über 2.900 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Wien und steht für zukunftsorientierte und nachhaltige Projekte, die den Wirtschaftsstandort sichern und Arbeitsplätze schaffen. Der Konzern steht aber auch für vorbildliches gesellschaftliches Engagement: Durch die Spendeninitiative der Wien Holding wurden ein Kinderhospiz sowie ein Reintegrationsprojekt für Suchtkranke maßgeblich unterstützt. Der Verein Kinderhospiz Netz kann dank dieser Unterstützung ein erweitertes Angebot für schwerstkranke Kinder in neuen Räumlichkeiten zu Verfügung stellen. Die Ausstattung dieser neuen Einrichtung wurde in Zusammenarbeit mit der Organisation gabarage upcycling design umgesetzt, wodurch gleichzeitig die Arbeit mit suchtkranken Menschen unterstützt werden konnte.

Für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ war dies Grund genug, jenes weitsichtige Spendenprojekt der Wien Holding in der Kategorie Großunternehmen zu prämieren. „Unsere MitarbeiterInnen haben das Projekt von der Idee bis zum Ende eigenverantwortlich und selbstorganisiert umgesetzt, was für die Geschäftsführung natürlich eine tolle Erfahrung ist. Umso größer ist nun unsere Freude über diesen Preis. Er zeigt uns, dass sich gesellschaftliches Engagement lohnt.“, so DI Sigrid Oblak, Geschäftsführerin der Wien Holding GmbH.

„Mit ihrem gesellschaftlichen Wirken haben die Wien Holding und ihre MitarbeiterInnen Vorbildcharakter. Ich bin überzeugt der Award wird auch in Zukunft zu solch engagierten Projekten motivieren.“, betonte Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, beim Verlesen der Jurybegründung.

Die Auszeichnung in der Kategorie der Klein- und Mittelunternehmen erhielt das Unternehmen Variotherm für seine Initiative einer Lohn- und Gehalts-Spendenrundung. Die MitarbeiterInnen runden dabei monatlich den Netto-Betrag ihres Entgelts ab. Die so gesammelte Spendensumme wird von Variotherm verdoppelt und kommt regionalen Projekten zugute. Insbesondere werden mit den gesammelten Spenden bedürftige Kinder unterstützt.

„Für unser Unternehmen ist gesellschaftliche Verantwortung schon immer gelebte Praxis und Kultur. Diese Auszeichnung für die Variotherm Lohn- und Spendenrundung ist eine große Ehre für uns. Ich hoffe, dass wir damit für viele andere Projekte beispielgebend sein dürfen.“, zeigt sich Eva Demuth, CSR-Beauftragte von Variotherm, begeistert.

Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“ 
Ziel des Fundraising Verbands Austria als Initiator der 2014 gestarteten „Aktion Wirtschaft hilft!“ ist es, das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde 2016 zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Unternehmen werden drin über die Arbeit und Projekte von 50 gemeinnützigen Organisationen informiert. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Als Höhepunkt der Initiative werden heute die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ vergeben. 27 Projekte traten in den zwei Kategorien KMU und Großunternehmen an. Eine Jury bestehend aus VertreterInnen des Fundraising Verbands entschied über die Einreichungen. Alle Infos dazu unter: www.wirtschaft-hilft.at

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen.
Jährlich spenden Österreichs Unternehmen rund 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke. 73% der Unternehmen engagieren sich durch Geld-, Sach- oder Personalspenden für die Gesellschaft. Das Engagement läuft dabei vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene ab. Durchschnittlich spendet ein Unternehmen knapp 1000€ in Österreich. Für 41% der Unternehmen gehört Spenden zur Unternehmensphilosophie. Geld als Spende geben Unternehmen am liebsten für die Kinderhilfe, für die Sportförderung, für den Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland.

Pressefotos:
Fotomaterial von der Award-Verleihung steht ab ca. 22 Uhr unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.katharinaschiffl.com/170221_WirtschaftHilftAwards.zip 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
T: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at
 

 


 

Erbrecht NEU: „Vergissmeinnicht.at“ informiert
Utl. Änderung des Erbrechtsgesetzes mit 1.1. in Kraft. „Vergissmeinnicht.at“ klärt über die wichtigsten Neuerungen und die Möglichkeit des Vererbens für den guten Zweck auf.

Wien, 02.02.2017. Im Jänner 2017 ist die umfassendste Reform des österreichischen Erbrechts seit  1811 in Kraft getreten. Die neuen Regelungen gelten bei Todesfällen ab dem 1. Jänner 2017 und bringen unter anderem eine Berücksichtigung von Pflegeleistungen durch nahe Angehörige, ein außerordentliches Erbrecht für Lebensgefährten, eine Modernisierung des Pflichtteils oder eine automatische Aufhebung von Testamenten bei Scheidungen. Was Sie mit dem neuen Erbrecht beachten müssen und wie Sie gemeinnützige Organisationen im Testament bedenken können, erfahren Sie auf Vergissmeinnicht.at.

 „Das neue Erbrecht bringt mehr Klarheit in die Errichtung von Testamenten und stärkt die Möglichkeiten des Erblassers selbst zu entscheiden, was mit seinem Vermögen geschehen soll.“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Die neuen erbrechtlichen Rahmenbedingungen unterstützen damit auch den Wunsch vieler Menschen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen.

Die wichtigsten Punkte des neuen Erbrechts:

  • Lebensgefährten kommt unter bestimmten Voraussetzungen ein außerordentliches Erbrecht zu: nämlich vor dem außerordentlichen Erbrecht der Vermächtnisnehmer und der Aneignung durch den Bund (bisher Heimfall an den Staat).

  • Pflegeleistungen, die am Erblasser drei Jahre vor seinem Tod erbracht wurden, werden berücksichtigt. Das Verlassenschaftsverfahren kann als Gelegenheit benützt werden, Pflegeleistungen, die durch Angehörige erbracht wurden, entsprechend abzugelten und damit einen Ausgleich unter Angehörigen herzustellen.

  • Der Pflichtteilsanspruch der Eltern des Erblassers wird abgeschafft. Somit sind nur noch die Nachkommen des Erblassers sowie der Ehe- oder eingetragene Partner pflichtteilsberechtigt, nicht aber dessen Eltern. Liegt kein Testament vor, so tritt das gesetzliche Erbrecht in Kraft.

  • Neu ist, dass Schenkungen zum Schenkungszeitpunkt zu bewerten sind. Anschließend wird aber eine Aufwertung anhand des Verbraucherpreisindex bis zum Todeszeitpunkt vorgenommen.

  • Testamente zu Gunsten des Ehe- oder eingetragenen Partners werden bei Aufhebung dieser gesetzlichen Gemeinschaft (z.B. Ehescheidung) automatisch mit aufgelöst – auch bei nicht abgeschlossenen Scheidungsverfahren.

    Sämtliche Informationen finden Sie im Detail unter: vergissmeinnicht.at


Zwtl. Tipps für das Vererben für den guten Zweck
Für immer mehr Österreicher ist es eine Option, gemeinnützige Organisationen im Testament in Form eines Vermächtnisses zu bedenken. Wichtig ist dabei, dass der Name der Organisation korrekt geschrieben und eine eindeutige Zuordnung möglich ist. Außerdem empfiehlt der Fundraising Verband, die ausgewählte Organisation über das beabsichtigte Vermächtnis zu informieren. Damit kann sichergestellt werden, dass die Wünsche des Spenders erfüllt werden. Liegt kein Testament vor und sind auch keine gesetzlichen Erben vorhanden, fällt die Erbschaft an den Staat. (2012-2015 über 12 Mio. Euro).

Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Insgesamt gab es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, Gutes zu leisten, aber auch als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben.

Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at   


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FVA: Spendenabsetzbarkeit NEU mit Jahreswechsel in Österreich gestartet
Absetzbarkeit von Spenden seit 1.1.2017 neu geregelt – mit grundlegenden Änderungen für Steuerpflichtige wie für Spendenorganisationen

Wien, 17.01.2017. Seit 1. Jänner 2017 gelten in Österreich neue Regelungen der Spendenabsetzbarkeit. Dies bringt geänderte Bestimmungen für all jene, die ihre Spende steuerlich geltend machen möchten. Vielen SpenderInnen ist das allerdings noch nicht bekannt. Laut einer aktuellen Umfrage wissen acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht darüber Bescheid. Doch was wird eigentlich anders? Was ist ab 2017 zu beachten? Der Fundraising Verband Austria (FVA) beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Bestimmungen.


Spenden wurden bisher steuerlich geltend gemacht, indem SpenderInnen belegbare Zahlungen im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung selbst angegeben haben. Dies gilt auch noch für das Jahr 2016, jedoch nicht für Spenden ab 2017: „Die wesentliche Änderung bei der am 1. Jänner in Kraft getretenen Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass ab 2017 nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die entsprechenden Daten zur geleisteten Spende an die Finanzbehörden weiter gibt“, klärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, auf. 

Durch diese Neuerung werden sowohl Steuerpflichtige als auch die Finanzverwaltung entlastet: SpenderInnen müssen der mit ihrer Spende bedachten Spendenorganisation neben der Spendenhöhe dann nur mehr ihren genauen und vollständigen Namen sowie ihr Geburtsdatum bekannt geben. Diese Daten werden dann automatisch in die ArbeitnehmerInnenveranlagung für das Jahr 2017 übernommen und steuerlich geltend gemacht. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen und sind ausschließlich vom Finanzamt verwertbar.

Auf die rund 1000 spendenbegünstigten Vereine kommt durch diese Verpflichtung zur Datensammlung und -weitergabe ab 2017 allerdings ein erheblicher Mehraufwand zu. Günther Lutschinger bittet die SpenderInnen daher umso mehr: „Erleichtern Sie den Organisationen die Arbeit, indem Sie sich gut informieren und Ihre Daten korrekt angeben. Damit helfen Sie nicht nur den Spendenorganisationen, sondern haben zukünftig auch selbst weniger Arbeit damit, Ihre Spende steuerlich abzusetzen. Wichtige Informationen zum Thema Spenden und insbesondere zur Spendenabsetzbarkeit NEU bietet ab sofort unser neutrales Infoportal www.spenden.at.“

Spendenabsetzbarkeit auch weiterhin nutzen!

Den SpenderInnen rät Lutschinger in jedem Fall, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit auch in Zukunft nicht entgehen zu lassen: „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr auszugeben! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“  

Aktuell wird hierzulande jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen bereits die Möglichkeit, Spenden steuerlich abzusetzen. Die neuen Vorschriften und entsprechenden Vorgangsweisen zur Spendenabsetzbarkeit sind innerhalb der Bevölkerung jedoch noch weitgehend unbekannt. Der Fundraising Verband Austria fordert daher eine rasche und breit angelegte Informationskampagne. Erste Informationen und ein Infofolder werden seitens des BMF erst seit kurzem angeboten („Spendenabsetzbarkeit ab 1.1.2017 – einfach automatisch“).


Die wichtigsten Fragen zur Spendenabsetzbarkeit NEU im Überblick: 


1. Was ist neu ab 2017?

Ab 1. Jänner 2017 werden SpenderInnen, die ihre Spende steuerlich absetzen möchten, entlastet: Nicht mehr sie selbst, sondern die von ihnen bedachten Organisationen sammeln und übermitteln die Spendensumme (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) des vergangenen Jahres (also erstmals 2018 für das Jahr 2017) für die Geltendmachung ihrer Spendenabsetzbarkeit im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung . 

 2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?
Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich als Sonderausgaben geltend machen will, muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Name so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel angegeben ist. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt,  aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist,  erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.
Selbstverständlich können Sie aber in Zukunft auch ohne Bekanntgabe von Name und Geburtsdatum spenden. Wie auch bisher verzichten Sie dadurch allerdings auf die Möglichkeit, Ihre Spende steuerlich absetzen zu können.

 3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?
Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (unter: https://service.bmf.gv.at/Service/allg/spenden/_start.asp).
Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar. 

 4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?
Bitte beachten Sie, dass beim Steuerausgleich für das Jahr 2016 noch die „alten“ Regeln gelten. Das bedeutet, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden wie bisher selbst an das Finanzamt melden müssen. 


www.spenden.at – Das neue Infoportal rund um das Thema Spenden 

Um die zahlreichen Fragen innerhalb der Bevölkerung rund um das Thema Spenden umfassend und neutral beantworten zu können, hat der Fundraising Verband das Infoportal www.spenden.at ins Leben gerufen. Dieses liefert SpenderInnen wichtige Informationen zum Spenden allgemein, insbesondere aber auch zur Spendenabsetzbarkeit NEU. Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet www.spenden.at. Darüber hinaus liefert das Portal aktuelle Informationen über zahlreiche NGO’s und ihre Projekte sowie Informationen für spendeninteressierte Unternehmen. 

Fakten zur Spendenabsetzbarkeit

Die Spendenabsetzbarkeit wurde 2009 in Österreich eingeführt. Die Absicht des Gesetzgebers war, das Spenden für die Österreicherinnen und Österreicher attraktiver zu machen. Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den SpenderInnen seither eindeutig angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt: Mit insgesamt 187 Millionen Euro wurde 2016 in Österreich bereits jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Seit 1. Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften. 


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria 
T: 0676 914 66 25, E: presse@fundraising.at   


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Presseaussendungen

FVA: Gut gerüstet für die Spendenabsetzbarkeit NEU
Fundraising Verband beantwortet die wichtigsten Fragen zu den neuen Vorschriften für Steuerpflichtige, die schon ab Anfang 2017 gelten

Wien, 13.12.2016. Jeder dritte Spenden-Euro wird hierzulande steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen bereits die Möglichkeit Spenden steuerlich geltend zu machen. Doch die neuen Vorschriften, die ab dem neuen Jahr gelten, sorgen für Unsicherheit. Vielen SpenderInnen sind diese noch gar nicht bekannt. Was wird anders? Was ist zu beachten? Der Fundraising Verband Austria (FVA) weiß Rat.

„Die wesentliche Änderung bei der Spendenabsetzbarkeit NEU besteht darin, dass künftig nicht mehr die Spenderinnen und Spender, sondern die von ihnen bedachte Organisation die Spendendaten an die Finanzbehörden weitergeben muss“, weiß Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Neben der Spendenhöhe benötigen die Organisationen auch den genauen Namen sowie das Geburtsdatum. Um den Datenschutz zu sichern, werden diese Daten verschlüsselt übertragen.

Lutschinger rät den Spenderinnen und Spendern, sich die Möglichkeit der Spendenabsetzbarkeit nicht entgehen zu lassen:  „Nutzen Sie diese tolle Chance, mehr zu spenden, ohne unterm Strich mehr zu bezahlen! Wer seine Spende absetzt, erhält vom Finanzamt je nach Steuerklasse zwischen 25 und 55 Prozent wieder zurück!“  Damit die Spenderinnen und Spender gut gerüstet ins neue Jahr gehen, fordert der Fundraising Verband eine rasche und breit angelegte Informationskampagne für die Bevölkerung. Immerhin wissen laut einer aktuellen Umfrage acht von zehn ÖsterreicherInnen noch gar nicht über die geplanten Änderungen Bescheid.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) hat die fünf wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Spendenabsetzbarkeit NEU zusammengestellt:
 

  1. Was ist  neu ab 2017?
    Ab 1. Jänner 2017 geben nicht mehr die SpenderInnen, sondern die von ihnen bedachten Organisationen (aus datenschutzrechtlichen Gründen verschlüsselt) die Spendensumme des vergangenen Jahres an die Finanzbehörden weiter.
     
  2. Worauf muss ich als Spenderin/Spender in Zukunft achten?
    Wer ab dem Jahr 2017 seine Spenden steuerlich geltend machen will, der muss seinen Vor- und Zunamen sowie sein Geburtsdatum an die unterstützte Spendenorganisation melden. Wichtig ist, dass der Namen so geschrieben wird, wie er auf dem Meldezettel lautet. Wer zum Beispiel „Hans Meier“ angibt,  aber im Melderegister als „Johann Meier“ gemeldet ist,  erschwert den gemeinnützigen Organisationen die Arbeit.
     
  3. Welche Spenden sind von der Steuer absetzbar?
    Abgesetzt werden können alle Spenden, die an eine der spendenbegünstigten gemeinnützigen Organisationen gespendet worden sind. Eine Liste finden Sie auf der Website des Finanzministeriums (www.bmf.gv.at).  Auch Kirchenbeiträge sind steuerlich absetzbar.
     
  4. Was muss ich bei meiner Steuererklärung für 2016 machen?
    Bitte beachten Sie, dass heuer bei der Spendenabsetzbarkeit noch die „alten“ Regeln gelten. Für Ihren Steuerausgleich für das Jahr 2016 bedeutet dies, dass Sie Ihre in diesem Jahr getätigten Spenden noch selbst an das Finanzamt melden müssen.

  5. Wie kann ich kontrollieren, welche Spendenhöhe von der von mir unterstützten Organisation ans Finanzamt gemeldet wurde?
    Haben Sie einen FinanzOnline-Zugang im Internet? Dann können Sie dort ab März des Folgejahres (also für 2017: ab März 2018) die für Sie angegebene Spendensumme einsehen.  Haben Sie keinen FinanzOnline-Zugang, so können Sie Ihren steuerlich absetzbaren Spendenbetrag in Ihrem Steuerbescheid einsehen.


Fakten zur Spendenabsetzbarkeit
Die Spendenabsetzbarkeit wurde in Österreich im Jahr 2009 eingeführt. Der Gesetzgeber beabsichtigt damit, für die Österreicherinnen und Österreicher das Spenden attraktiver zu machen. Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich mittlerweile jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen derzeit diese Möglichkeit (Stand: 2016). Ab 1.Jänner 2017 gelten für die Spendenabsetzbarkeit neue Vorschriften.
 

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet SpenderInnen eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.
 

Rückfragehinweis:
Dr. Günther Lutschinger
Fundraising Verband Austria
T: 01/276 52 98-22, E: presse@fundraising.at
 

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FVA: ÖsterreicherInnen spenden 625 Millionen Euro
Gemeinnützige Organisationen freuen sich über neuen Spendenrekord/Spitzenwert dürfte heuer halten

Wien, 29.11.2016. Pünktlich zum internationalen Tag des Gebens „Giving Tuesday“ präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) am Dienstag, den 29. November in Wien den Spendenbericht 2016. Im Vorjahr stieg das Spendenvolumen in Österreich auf das Rekordniveau von 625 Millionen Euro. Für heuer wird dasselbe Spitzenergebnis erwartet. Im Bundeslandvergleich spenden nunmehr die SüdösterreicherInnen am meisten. Unsicherheit und Unwissen herrschen über die „Spendenabsetzbarkeit NEU“, die am 1. Jänner 2017 in Kraft tritt.

Österreichs gemeinnützige Organisationen freuen sich über einen neuen Spendenrekord: „Die Menschen in diesem Land schreiben Solidarität groß: Das zeigt der von uns errechnete Spitzenwert von 625 Millionen Euro für das vergangene Jahr“, ist Günther Lutschinger beeindruckt. Für heuer erwartet der Geschäftsführer des Fundraising Verbands, dass dieser Wert gehalten wird. Abzuwarten bleibt freilich, wie sich die Spenden in der Weihnachtszeit entwickeln. Diese machen in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Den aktuellen Spitzenwert erklärt Lutschinger so: „Erstens haben sich die Spenderinnen und Spender von der Situation der Flüchtlinge im Inland und humanitären Katastrophen wie dem Erdbeben in Ecuador berühren lassen. Zweitens ist trotz anhaltender Wirtschaftsflaute die durchschnittliche Spende gestiegen. Und nicht zuletzt spenden immer mehr Menschen für gemeinnützige Organisationen im Kunst- und Kulturbereich.“ Das ursprünglich für das Jahr 2015 erwartete Spendenaufkommen von 600 Millionen Euro haben die ÖsterreicherInnen mit den erwähnten 625 Millionen klar übertroffen. 2014 hatte das Spendenvolumen 570 Millionen Euro betragen.

Jeder Spendeneuro zählt
„Der Spendenbericht 2016 macht Mut, denn die Zahlen zeigen ganz klar eines: Die Österreicherinnen und Österreicher sind bei weitem solidarischer als uns die Politik derzeit zu vermitteln versucht“, so Caritas Generalsekretär Bernd Wachter: „Helfende und spendende Menschen sagen ganz klar: ‚Ja, gemeinsam können wir die großen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, meistern.‘ Wir als Hilfsorganisationen können mit dieser Unterstützung hier in Österreich und weltweit helfen. Im Namen aller Spenden sammelnden Organisationen darf ich Danke sagen.“ Auch Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum, betont: „Jeder Spendeneuro zählt. Ein herzliches Dankeschön im Namen der von uns unterstützten Kinder.“ Die Stiftung Kindertraum erfüllt die Herzenswünsche schwer kranker und behinderter Kinder in Österreich.

SüdösterreicherInnen spenden viel, OstösterreicherInnen häufig
Die Menschen aus der Steiermark und Kärnten sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 178 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 122 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind NiederösterreicherInnen und BurgenländerInnen klar vorne. Hier spenden mit rund drei von vier Personen (74 Prozent) so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist derzeit Oberösterreich.

Unsicherheit und Unwissen über „Spendenabsetzbarkeit NEU“
Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen die Absetzbarkeit. Ab 1. Jänner 2017 ändern sich die Regeln für die Steuerabsetzbarkeit allerdings grundlegend: Dann können nicht mehr die Menschen selbst ihre Spenden als Sonderausgaben geltend machen, sondern die jeweils begünstigten Organisationen müssen die erforderlichen Daten sammeln und  an die Finanzbehörden weiterleiten. Für die SpenderInnen bedeutet dies, dass sie künftig den Empfängerorganisationen Name und Geburtsdatum bekannt geben müssen, wenn sie ihre Spenden absetzen wollen. Für die Organisationen bedeutet dies einen enormen Mehraufwand. Vor allem kleinere Organisationen sind deshalb  alarmiert: „Wir befürchten, dass das für uns massive Investitionen in technische Infrastruktur und einen immensen Kommunikationsaufwand bedeutet. Wir möchten nicht, dass das auf Kosten der von uns unterstützten Kinder geht“, sagt etwa Gabriela Gebhart von der Stiftung Kindertraum.  Die SpenderInnen selbst sind über die kommenden Änderungen schlicht uninformiert, wie eine aktuelle Studie von Public Opinion ergeben hat. Lutschinger wünscht sich deshalb vom Finanzministerium eine Kostenbeteiligung für die nötigen Umstellungen und eine rasche und breit angelegte öffentliche Informationskampagne  für die Bevölkerung.

Sicherheit, Sympathie und Solidarität als Hauptmotive
„Die Beweggründe für das Spenden sind so vielfältig wie die Menschen selbst und nicht auf einzelne Motive reduzierbar“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion: „Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, Sympathie mit der Organisation und Solidarität mit Armen und Schwachen sind aber die drei Hauptmotive geblieben“. Beim Spenden unterstützen die ÖsterreicherInnen weiterhin am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich im Mittelfeld. Hierzulande spenden zwar vergleichsweise viele Menschen (rund 64 Prozent), die Spendenhöhe ist aber mit 72 Euro geringer als in vielen anderen europäischen Ländern.

Giving Tuesday: Weltweiter Tag des Gebens
Der Giving Tuesday wurde 2012 von den amerikanischen Organisationen 92nd Street Y und United Nations Foundation ins Leben gerufen. Traditionell ist der Giving Tuesday, der Dienstag nach dem „Black Friday” und dem „Cyber Monday”. Im Gegensatz zu diesen beiden Tagen, die den Start des Weihnachtsgeschäfts einläuten, steht beim Giving Tuesday das Geben im Vordergrund. Mittlerweile nehmen knapp 70 Länder weltweit an dieser Aktion teil. Lutschinger: „An diesem Tag dreht sich alles darum, zu geben, Gutes zu tun und anderen eine Freude zu bereiten. Bitte, machen Sie mit.“

Rückfragehinweis:

Fundraising Verband Austria - Öffentlichkeitsarbeit
M: 0677/618 54 303
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at

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 Pressebild: v.l.n.r.: Bernd Wachter (Caritas Österreich), Günther Lutschinger (Fundraising Verband Austria), Gabriela Gebhart (Stiftung Kindertraum)

 

 
 

FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 23.11.2016. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender in ihrer Entscheidung für eine Organisation mit Tipps.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 254 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 600 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt.

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet Spendern eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.

Pressekonferenz Spendenbericht am 29.11.
Kommende Woche, Dienstag 29.11. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2016. Die Themen: Spendenbilanz 2016, Spenden für die Flüchtlingshilfe, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at




Aktion Wirtschaft hilft! heute gestartet

Infoinitiative hilft Unternehmen, Weihnachtsspende sinnvoll und effizient zu gestalten.

Wien, 17. November 2016. Gerade jetzt vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Entscheidung, welche Organisation sie mit einer Jahresspende unterstützen möchten. Um Österreichs Unternehmen hier zu helfen, steht ab sofort wieder ein Service für ihr Spenden-Engagement zur Verfügung: Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und der damit verbundene „Spendenguide für Unternehmen“ informiert zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt so Tipps für ihre Spende. Der Initiator, der Fundraising Verband Austria, will damit Unternehmerinnen und Unternehmer zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs motivieren. Als Anregung zum Spenden stellen sich Nonprofit-Organisationen mit ihren aktuellen Projekten vor.

„Ich wünsche mir, dass die Aktion ‚Wirtschaft hilft!‘ viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugt, noch bis Jahresende zugunsten einer Nonprofit-Organisation zu spenden. Unsere Gesellschaft braucht das Engagement von Unternehmen für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt als Investition in ein besseres Österreich!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria anlässlich des Starts der Aktion heute. Die Initiative informiert in den kommenden Wochen Österreichs Wirtschaftstreibende über Spenden und andere mögliche Formen gesellschaftlichen Engagements. Gerade vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Wahl, welche Organisation sie dieses Jahr unterstützen möchten. Sie haben hier ein hohes Informationsbedürfnis, möchten sie doch ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend eingesetzt wissen. „Spenden macht glücklich, und zwar nicht nur die Menschen, denen die Spende hilft. Sondern auch diejenigen, die spenden!“, fasst Lutschinger motivierend zusammen.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
Rund 100 Millionen Euro spenden Österreichs Unternehmen im Jahr für gemeinnützige Zwecke. Insgesamt engagieren sich rund 73 Prozent der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Geldbeträge spenden sie dabei in erster Linie für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland. Am meisten spenden die Unternehmen für lokale (65%) und regionale Zwecke (55%), gefolgt von nationalen (41%) und internationalen (33%). Als Hauptmotiv für gesellschaftliches Engagement nennen 73% der Unternehmen ihre humanitäre Einstellung. Für 41% gehört Spenden einfach zur Unternehmensphilosophie.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“

Ziel des Fundraising Verbandes Austria als Initiator der Aktion ist es, mit diesem Serviceinstrument das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Jährlich werden zudem die Aktion Wirtschaft hilft! Awards an besonders engagierte Unternehmen vergeben.


Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



UVP-Gesetz: FVA sagt NEIN zu Spendenmeldung!
Fundraising Verband sieht Angriff auf das Spendenwesen und lehnt Gesetzesvorstoß zur UVP-Novelle dezidiert ab.

Wien, 24.10.2016. Der seit wenigen Tagen offiziell vorliegende Verwaltungsreformentwurf von BM Rupprechter soll Vereinfachungen im UVP-Verfahren mit sich bringen. Für die Umweltschutzorganisationen birgt der Entwurf starken Tobak. Neben massiven Eingriffen in die Verfahrensrechte der NPOs werden diese zur Bekanntgabe ihrer Spender gezwungen! Der Fundraising Verband verwehrt sich gegen diesen in der zweiten Republik einmaligen Anschlag auf das Spendenwesen, der durch eine – ursprünglich geplante, und jetzt verlängerte – undemokratische Begutachtungsfrist von nur 5 Tagen (bei 25 betroffenen Gesetzte) durchgepeitscht werden soll.

Im UVP-Verfahren haben Umweltorganisationen seit Langem Parteienstellung. Welche Organisation diese Parteistellung erhält, regelt ein Passus mit Zugangsvoraussetzungen im Gesetz. Im Entwurf wird jetzt erstmals verlangt, „dass die betreffende  Umweltorganisation  eine  entsprechende Veröffentlichung  ihrer Spenden im Internet,  beispielsweise auf ihrer Homepage, vorzunehmen hat“. Es ist dabei vollkommen unklar, in welchem Ausmaß das erfolgen soll. Aus internen Quellen war zu erfahren, dass  hier sehr wohl auch Einzelspenden gemeint sind, ein absolutes No-Go für den FVA-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger: „Es ist nicht einzusehen, warum Organisationen ihre Einzelspender offenlegen sollen, während Parteien wie die ÖVP dies nicht tun.“ Lutschinger vermutet, dass BM Rupprechter die finanzielle Basis der Umweltorganisationen schwächen und Spender demotivieren möchte. Verfassungsrechtlich bedenklich ist auch die Regelung, die nur NPOs in Form eines Vereines oder einer Stiftung, nicht aber einer gemeinnützige GmbH, einer Genossenschaft oder eines Fonds eine Zulassung erlauben. Und – einmal mehr hat das BMLFUW die von der Bundesregierung beschlossene Mindestbegutachtungsfrist von 6 Wochen ignoriert.

Anders als politische Parteien verpflichten sich NPOs bereits umfassend zu Transparenz. So veröffentlichen die großen Umweltorganisationen ihre Jahresabschlüsse und Rechenschaftsberichte im Internet. Eine noch detailliertere Offenlegung wäre eine regelrechte Schikane und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Spender. „Demokratiepolitisch würde ich mir eine stärkere Transparenz bei Parteispenden als bei den im Vergleich äußerst transparenten Umweltorganisationen wünschen!“, so Lutschinger. Der Fundraising Verband Austria fordert Bundesminister Andrä Rupprechter auf, diesen Passus ersatzlos zu streichen und den Umweltorganisationen einen fairen und international üblichen Zugang zu ihrem Recht zu gewähren. 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
T: +43 /676/44 10 108
E: guenther.lutschinger@fundraising.at 


 

 
 

FRANZ KÜBERL ist Fundraiser des Jahres
Utl. Fundraising Verband zeichnet Franz Küberl für seine Verdienste um das Spendenwesen aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation. 

Wien, 10.10.2016. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2016 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den Spendenspot, die Innovation, die Online-Kampagne, die Fundraising Aktion, das Spendenmailing sowie die beste Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2016. Als Höhepunkt wird der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl zum Fundraiser des Jahres gekürt.

Franz Küberl ist weithin bekannt für sein gesellschaftliches Engagement und einer der engagiertesten Österreicher für soziale Anliegen. In seiner beruflichen Laufbahn in der CARITAS war er bekannt als Mahner und Botschafter des Zusammenhalts und der Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Er zögerte nie, wenn es darum ging, Menschen für die Situation der Nächsten zu sensibilisieren. Als Spendenkommunikator konnte er zahllose Unternehmen und Menschen motivieren zu geben und zu spenden. Ohne dieses Auftreten würden daher viele soziale Projekte heute nicht in dieser Form bestehen. „Franz Küberl ist ein Vorbild für uns alle! Er konnte so viel bewegen und so vielen Menschen helfen.“, betonte daher profil-Chefredakteur und -Herausgeber Christian Rainer  in seiner Laudatio für Franz Küberl anlässlich der Verleihung der Fundraising Awards. Zuletzt wurden 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk (Laudatio Michael Seida), 2013 Willi Resetarits (Laudatio Rudolf Semrad), 2012 Chris Lohner (Laudatio Hannelore Veith) und 2011 Gery Keszler (Laudatio Alexander Wrabetz) für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Der Spot „Wir bringen Lachen ins Spital“ von ROTE NASEN Clowndoctors setzt sich als bester Fundraising Spot des Jahres 2016 durch. Der von The Gentlemen Creatives entwickelte Spot zeigt, wie wichtig es ist, kranke Kinder mit Humor und Lebensfreude zu stärken und sie ihre Krankheit eine Zeit lang vergessen zu lassen.

Greenpeace CEE punktet dieses Jahr bei der besten Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direktwerbung). Mit Flügen über die Baumkronen des Regenwaldes oder Bootsfahrten auf einem der letzten frei fließenden Flüsse setzt Greenpeace Virtual Reality seit kurzem erfolgreich zur authentischen Sensibilisierung der Österreicher ein.

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält die Medizinische Universität Wien. Mit einem überzeugenden Konzept mobilisiert sie über 70 Partner aus der Wirtschaft für den Krebsforschungslauf und ermöglicht so wichtige Projekte zur Erforschung von Krebserkrankungen.

CARE wird für das beste Direct Mailing des Jahres (In Kooperation mit Österreichische Post AG) ausgezeichnet. Die Agentur fundoffice entwickelte diesen Spendenbrief, der äußerlich dem bekannten CARE-Paket nachempfunden wurde.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit ANT-Informatik) geht an die Volkshilfe Österreich für das „VOICES FOR REFUGEES – Solidaritätskonzert für ein menschliches Europa“. Die gemeinsam mit Nova Music Entertainment organisierte Veranstaltung verstand sich als Weckruf an die Zivilgesellschaft und die politischen Entscheidungsträger, sich wieder an den sozialen Grundwerten Europas auszurichten.

Die Karl-Franzens-Universität Graz setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) mit „430 Sessel für die Uni Graz – Nimm Platz in der Geschichte…und in der Zukunft“ durch. In einer von funderful entwickelten Online-Kampagne konnten Absolventen auf einer eigens eingerichteten Website einen Hörsaalsitzplatz mit Namensnennung und persönlichem Lieblings-Zitat stiften.

Zwtl.: Über die Fundraising Awards

Zum 23. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel, der in sieben Kategorien vergebenen Awards, ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit den Spendern vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden dieses Jahr 46 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 270 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis:

Fotomaterial steht auf der Website http://bit.ly/2d2XQxy ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.


Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at




Gemeinnützige und nicht-gewinnorientierte Stiftungen wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Österreich
Utl. Fundraising Verband zieht erste positive Bilanz zu neuer Stiftungsgesetzgebung anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1.10..

Wien, 30.9.2016. Seit Anfang des Jahres wurde der Stiftungsstandort Österreich durch ein neues, gemeinnütziges Stiftungsrecht wesentlich attraktiver. Erste Erfolgsbeispiele zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig gewählt wurde. Eine Stärkung der Rechte der Stifter, flexible Gestaltung der Urkunde sowie interessante steuerliche Verbesserungen bei der Gründung werden den Philanthropie-Standort Österreich weiter beleben.

Mit 1. Jänner trat das grundlegend reformierte neue Bundesstiftungs- und Fondsgesetz in Kraft. Vorher noch totes Recht, stößt es bei philanthropisch interessierten Menschen und Einrichtungen auf großes Interesse: „Das neue Bundes-Stiftungsrecht bietet dem Stifter mehr Rechte als etwa das deutsche Stiftungsrecht und darüber hinaus noch die Möglichkeit die Stifterrechte zu vererben,“ erläutert Stiftungsexperte Dr. Martin Melzer von der Rechtsanwaltkanzlei Müller Partner die Vorteile und erklärt: „Anfang des Jahres wurde vor allem vom gemeinnützigen Sektor gestiftet, seit Mitte des Jahres dreht sich der Trend jetzt zu Philanthropen“. Insgesamt erwartet der Fundraising Verband für 2016 rund 30-40 neue Stiftungen. „Bewahrheitet sich der jetzige Trend werden dreimal so viel gemeinnützige Stiftungen im ersten Jahr gegründet wie 1993 bei der Einführung des Privatstiftungsgesetzes (12)“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen, mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. Auf Grund einiger kleiner Rechtsunsicherheiten werden aber gemeinnützige Stiftungen vereinzelt noch nach dem Privatstiftungsgesetz errichtet. „Der Reformeifer darf jetzt nicht stehen bleiben! Die Erfahrungen aus der Praxis sollten zeitnah in eine Novelle zum Bundesstiftungsgesetz eingearbeitet werden.“, fordert daher Lutschinger. Vor allem bei den Übergangsbestimmungen, unnötiger Bürokratie und unklaren Auslegungen liege eindeutiger Handlungsbedarf.

Zwtl.: Gemeinnützige und nicht-gewinn orientierte Stiftungen sichern tausende Arbeitsplätze in Österreich
Stiftungen spielen nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte eine wichtige Rolle, sie sind auch wichtige Arbeitgeber. Neben den gemeinnützigen Bundes -, Landes- und Privatstiftungen entwickelte sich in den letzten Jahren ein wenig bemerkter, überwiegend gemeinnütziger Unternehmens-Stiftungssektor. Ihr Stiftungszweck ist aber im Wesentlichen, ein Unternehmen in ihrem Bestand zu sichern. Ausschüttungen spielen im Verhältnis zur Stärkung des Eigenkapitals dabei eine untergeordnete Rolle. So befinden sich die internationale JUFA Hotelkette, das steirische Traditionsunternehmen Anton Paar GesmbH oder der größte private Spitalsbetreiber, die Vinzenz-Gruppe, im Besitz gemeinnütziger Stiftungen. Damit sichern diese nicht nur tausende Arbeitsplätze in Österreich sondern bilden als strategischer Eigentümer das Rückgrat ganzer Branchen. So lösen etwa beim Banken- und Versicherungssektor Stiftungen die historischen Trägervereine als moderne Eigentümerstruktur ab und bieten eine langfristig stabilere Struktur. Von den klassischen Privatstiftungen unterscheiden sie sich durch ein Ausschüttungsverbot an Familienmitglieder oder Verwandte.  Diese Stiftungen gehören zu den bedeutendsten Förderern von Wissenschaft, Kunst oder Sozialem in Österreich.

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Die Woche des guten Testaments startet am Sonntag

70 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 7.9.2016. Am Sonntag (11.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen kennenzulernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten zu lassen.

Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2016 schon zum vierten Mal mit „Der Woche des guten Testaments“ von 11. bis 18. September daran. In Wien, St. Pölten, Linz, Graz, Innsbruck, Baden, Ried, Braunau, und Rohrbach   laden  die an „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ teilnehmenden Organisationen zu Informationsveranstaltungen: Im Zentrum der Veranstaltungen steht jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung durch Notare. „Viele Menschen möchten selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Sie möchten, dass es jenen gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommt, die ihnen schon immer am Herzen gelegen sind.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Im Rahmen der Woche des guten Testaments informieren Experten Interessierte über viele Fragen rund um das Testament. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die immer beliebter werdende Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, gelegt. Außerdem bieten die Veranstaltungen die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte geballt – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen.

Infoveranstaltungen von Wien bis Innsbruck
Wie man sich im Erbrecht zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, sind die Schwerpunkte der zahlreichen Veranstaltungen von Wien bis Innsbruck in der Woche des guten Testaments. So werden in Wien bei zwei Themenabenden am 13. September im Kunsthistorischen Museum und am 14. September im Albert-Schweitzer-Haus Notar Christoph Beer und Notarsubstitut Tobias Linzer Vorträge mit Tipps&Tricks zum Erbrecht halten. Auch in St. Pölten findet im Bildungshaus St. Hippolyt am 12. September ein Themenabend zu Erbrecht und Testament mit Notar Leopold Dirnegger statt. Besucher haben bei allen Veranstaltungen die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Sie können damit rechtliche Beratung einholen und gleichzeitig die Projekte der Organisationen kennenlernen.

Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in ganz Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Schätzungen zufolge wird es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro geben. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent (circa 630.000 Personen) der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, nach dem Ableben Gutes zu leisten (47 Prozent). Aber auch der Beweggrund zählt, mit der Spende als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben (16 Prozent).

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at

 

 

 


 



Infowoche rund um die Themen "neues Erbrecht" und "Vererben für den guten Zweck" startet am 30.5.2016

70 gemeinnützige Organisationen informieren ab Montag über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 25.5.2016. Mit 1.1.2017 tritt die erste große Erbrechtsreform seit 200 Jahren in Österreich in Kraft. Welche Folgen diese Novelle hat und wie man in seinem letzten Willen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer Informationswoche. Bei Veranstaltungen der teilnehmenden Organisationen erhalten Interessierte rechtliche Informationen durch Experten – dank der Partnerschaft mit der Österreichischen Notariatskammer in einer neutralen und umfassenden Form. Besucher können gemeinnützige Organisationen und ihre Vertreter kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft tretenden Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 30.5. bis Freitag 3.6. mit den teilnehmenden Organisationen zu einer Vielzahl an Informationsveranstaltungen in insgesamt sechs Bundesländern ein. Im Zentrum der Veranstaltungen stehen jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung über die komplexen Fragen des Erbrechts durch RechtsexpertInnen.  „Immer mehr Menschen wollen selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Ableben passiert. Wir möchten jenen, die dabei gemeinnützige Zwecke mit einer Testamentsspende unterstützen möchten, neutrale Informationen und die Möglichkeit zum Austausch bieten.“ , Lutschinger weiter. 

Themenabende am 30.5. und 2.6.2016: „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist auch der Schwerpunkt von zwei  Themenabenden in Wien am 30. Mai im Sommerrefektorium der Salvatorianer und am 2. Juni im Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek.  Notar Dr. Christoph Beer sowie die Notarsubstitutinnen Mag. Anna-Theresa Schmidinger und Mag. Nicole Malleg geben Einblicke in das Erbrecht. Besucher können zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Kaiser Franz-Joseph – der ewige Kaiser“ und ein Orgelkonzert in der Michaelerkirche geboten.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Eine Informationsbroschüre zum neuen Erbrecht und rund um das Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 01/2765298-16 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden. 

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise rund 55 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich:  Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 600 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testamentsspender sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für künftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. 14 % (oder 650.000 ÖsterreicherInnen) über 40 Jahren können sich vorstellen, ihr Vermögen an eine gemeinnützige Organisation zu vererben. 2012 waren dies nur 8 %. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, Menschen für Menschen, das Naturhistorische Museum oder KIRCHE IN NOT, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
 

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
M: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at

Mag. Markus Aichelburg-Rumerskirch, Leitung Vergissmeinnicht.at
M: +43/676/680 82 50
E: markus.aichelburg@fundraising.at

  
 


 


55 Millionen Euro Testamentsspenden 2015
Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.

Wien, 5.4.2016. 2015 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit fast 55 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Die Spendenform wird bei immer mehr Österreichern beliebter. Diese gestalten auf diese Weise die Zukunft für kommende Generationen maßgeblich mit. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ daher heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.

Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende
Die Österreicher unterstützten gemeinnützige Organisationen 2015 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von fast 55 Millionen Euro. Damit beträgt der Anteil von Testamentsspenden am gesamten Spendenaufkommen (600 Millionen Euro 2015) rund 10 Prozent. „Jeder zehnte Spendeneuro wird über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, beeindruckt und ergänzt „Die Spendenform wir in den kommen Jahren wichtiger werden. Für jeden zehnten Österreicher ist ein Testament für einen gemeinnützigen Zweck eine Option.“ Rund 14 Prozent der Österreicher über 40 Jahren können sich laut einer aktuellen Umfrage (Market-Institut) vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken, 2012 waren es noch 8%. Dabei ist der „gute Wille“ und nach dem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können ihr wichtigstes Motiv.

Welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind, wissen allerdings noch viel zu wenige Menschen. Die Österreicher beschäftigen sich nämlich nur ungerne mit ihrem Testament. Viele verlassen sich auf die gesetzliche Erbregelung. Nur 15% der Österreicher regeln ihr Testament, bei den über 60-järigen sind es 35%. „Mit Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten.“, erklärt Lutschinger.

Motive der Testamentsspender vielfältig
Das Anliegen der Organisation ist dabei die wichtigste Motivation für Spender, legt Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT die Motive einer Testamentsspenderin dar: „Weil Elisabeth H. schon seit vielen Jahren die Hilfe für bedrohte und verfolgte Christen am Herzen liegt und sie auch nach ihrem Tod in die Zukunft Gutes wirken möchte, hat sie uns in ihrem Vermächtnis bedacht. Sie hilft uns damit, unsere Arbeit erfolgreich fortzusetzen.“

Für kinderlose Spender spielt aber auch eine Rolle, dass bei Nichtvorliegen eines Erben, der Staat alles erbt, wie die Testamentsspenderin Dr. Marianne Händschke erläutert: „Das Konzept von Menschen für Menschen hat mich von Anfang an begeistert. Deshalb habe ich diese Organisation neben einer Umweltorganisation auch als Erbin eingesetzt. Ich will selber bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Wenn man das nicht selber regelt, geht ja alles an den Staat. Das möchte ich nicht.“

Testamentsspender ermöglichen den Organisationen, ihre Projekte langfristig zu erhalten und zu verwirklichen. Die Mittel ermöglichen es, schnelle Hilfe im Katastrophenfall zu leisten, Bildungsprojekte in den Armuts- und Krisenländern dieser Welt zu finanzieren und damit die Chancen dieser Menschen zu verbessern, Kindern eine bessere Zukunft zu sichern, die Natur und vom Aussterben bedrohte Tiere zu schützen, oder Forschung und Kultur zu fördern. „Unsere Testamentsspender, denen wir höchste Achtung und Wertschätzung entgegenbringen, machen es erst möglich, dass wir den Fortbestand des Wiener Tierschutzvereins langfristig absichern können.“ bestätigt Romana Stremnitzer, Vorstand des Wiener Tierschutzvereins.

Über Vergissmeinnicht.at
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.
 

Rückfragehinweis:

FOTOS stehen ab ca. 12 Uhr unter http://bit.ly/1N4WDhq  zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung. 
Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
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Spendenorganisationen trauern um Kurt Bergmann
Gemeinnütziger Sektor verliert wichtigen Unterstützer und Fürsprecher.

Wien, 15.1.2016. Mit Kurt Bergmann verliert der gemeinnützige Sektor einen seiner wichtigsten Fürsprecher der vergangenen Jahre. Ohne seine unermüdliche Unterstützung gäbe es heute weder die Spendenabsetzbarkeit noch die ORF-Initiativen Licht ins Dunkel und Nachbar in Not in dieser Form. „Kurt Bergmanns Wirken war stets geprägt, die Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor zu verbessern. So konnte er direkt und indirekt unglaublich vielen Menschen in schwierigen Situationen helfen.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, Dachverband spendenwerbender Organisationen, bestürzt.

Für seinen 35jährigen Einsatz für das Humanitarian Broadcasting im ORF und sein Engagement für die Absetzbarkeit von Spenden zeichnete der Fundraising Verband deswegen Kurt Bergmann 2009 auch zum Fundraiser des Jahres aus. Die seit 1.1.2009 geltende Spendenabsetzbarkeit – die ohne den unermüdlichen Einsatz von Bergmann nicht durchgesetzt worden wäre – veränderte den Spendenmarkt positiv.

Sein tief empfundenes Mitgefühl drückt Lutschinger der Familie und den Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern des Verstorbenen aus.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


 

Gemeinnützigkeitsgesetz wichtiger Impuls
Fundraising Verband Austria begrüßt Gemeinnützigkeitsgesetz zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 10.12.2015. Gestern beschloss der Nationalrat das Gemeinnützigkeitsgesetz. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Dieses Maßnahmenpaket wird die in Österreich raren Großenspender motivieren. Internationale Vorbilder belegen, dass rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen hier entscheidend sind. Der Fundraising Verband begrüßt die breite Mehrheit - auch von Seiten der Opposition - für das neue Gesetz, bedauert aber die nicht durchgesetzte Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz.

Zahlen und Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern belegen, dass die Zahl der Großspenden maßgeblich von geeigneten steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängen. „Mit dem neuen Gemeinnützigkeitsgesetz werden die in Österreich unterrepräsentierten Großspender entscheidend motiviert. Im internationalen Vergleich sehen wir ein Potenzial von zusätzlich einer Milliarde Euro jährlich für die Projekte des gemeinnützigen Sektors.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen, überzeugt. In den nächsten Jahren rechnet der Fundraising Verband mit zahlreichen Gründungen gemeinnütziger Stiftungen. „Das Gemeinnützigkeitsgesetz wird die Stiftungslandschaft beflügeln und zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor frei setzen. Es wird maßgeblich helfen, die wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsfragen und Herausforderungen zu bewältigen“, freut sich daher Monica Culen, Präsidentin des Fundraising Verbands Austria.

Die durch das Paket frei gesetzten Mittel werden neue Projekte ermöglichen und damit auch neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits jetzt beschäftigt der Sektor 236.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten kurzfristig bis zu 2.500 weitere dazukommen. „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“ sind sich Culen und Lutschinger daher einig. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Tierschutz und Bildung bitte warten
In der parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz konnte sich leider die von vielen Seiten geforderte Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz und Schulen nicht durchsetzen. Der bei den Österreichern so beliebte Tierschutz bleibt hier genauso wie Schulen weiter benachteiligt. „Wir appellieren daher an die Parlamentarier, das Thema Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz weiter zu verfolgen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
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Danke für ehrenamtliches Engagement

Fundraising Verband bedankt sich bei Österreichs 3,3 Millionen freiwillig Engagierten anlässlich des Tags des Ehrenamts.

Wien, 04.12.2015. Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der österreichischen Gesellschaft. Jährlich unterstützen über 3,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher – oder 46% der Bevölkerung – ehrenamtlich eine gemeinnützige Organisation oder helfen in der Nachbarschaft. Ohne sie wäre die Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie Katastrophenschutz, Altenbetreuung oder aktuell die Flüchtlingshilfe nicht denkbar. Der Fundraising Verband bedankte sich heute anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts für dieses außerordentliche Engagement. Das soeben beschlossene neue Freiwilligengesetz wird die Rahmenbedingungen verbessern, der Fundraising Verband kritisiert aber die verschleppte und jetzt kurzfristige Einführung.

Bereits 46 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind laut Freiwilligenbericht ehrenamtlich oder in der Nachbarschaftshilfe aktiv. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten die Österreicherinnen und Österreicher einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Arbeit der  gemeinnützigen Einrichtungen. Sie spenden dabei mit ihrer Zeit das wertvollste, das wir geben können. Im Namen Österreichs NGOs möchte ich daher DANKE sagen.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes – Dachverband der Spendenorganisationen –, beeindruckt und ergänzt „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre die derzeitige Flüchtlingshilfe nicht möglich.“

Sozialkompetenz durch Ehrenamt gewinnt an Bedeutung
Immer mehr Unternehmen schätzen es, wenn sich ihre Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Der damit verbundene Erwerb sozialer Kompetenzen wirkt sich maßgeblich positiv auf das Arbeiten in Teams aus. „In der Schweiz achten immer mehr Arbeitgeber in Auswahlverfahren auf ehrenamtliches Engagement und die damit verbundenen Sozialkompetenzen. Es ist daher wichtig, diese erworbenen Kompetenzen sichtbar zu machen.“, so die Schweizer Ehrenamtsexpertin Elsbeth Fischer-Roth, die heute im Rahmen der Konferenz „Die Zukunft des Ehrenamtes“ als Referentin in Wien zu Gast war. Der Freiwilligenbericht 2015 bestätigt diesen Trend auch für Österreich.  Weitere Informationen zur heutigen Konferenz „Die Zukunft des Ehrenamts“ sind auf ehrenamt.fundraising.at abrufbar.

Neues Freiwilligengesetz wird Rahmenbedingungen verbessern
Mit der aktuell beschlossenen Erweiterung des Freiwilligengesetzes werden die Auslandsfreiwilligendienste auf eine breitere Basis gestellt. Der Dienst im Ausland wird für Frauen und Männer gleich zugänglich gemacht, qualitativ aufgewertet und finanziell abgesichert. So werden junge Menschen ab 17 Jahren für die Dauer von 6 bis maximal 12 Monaten diesen Dienst absolvieren können. Außerdem wird die soziale Absicherung nun besser geregelt. Das neue Freiwilligengesetz wird die Rahmenbedingungen verbessern, der Fundraising Verband kritisiert aber die verschleppte und jetzt kurzfristige Einführung mit Inkrafttreten ab 1. Jänner 2016.


 



Österreicher spenden 600 Millionen Euro 2015
Spendenaufkommen und -beteiligung weiterhin auf Rekordniveau – Westösterreich führend.

Wien, 1.12.2015. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria den Spendenbericht 2015. Dieses Jahr wird das Aufkommen voraussichtlich 600 Millionen Euro erreichen – mit 12 Millionen wurde in den letzten Wochen die Flüchtlingshilfe unterstützt. Die Spendenbeteiligung bleibt damit auf Rekordniveau. Im Bundeslandvergleich spenden die Westösterreicher am meisten. Immer mehr Bürger nutzen auch die Vorteile der Spendenabsetzbarkeit. Der Fundraising Verband hofft, dass im Zuge der parlamentarischen Diskussion die Spendenabsetzbarkeit für Tierschutz und Bildung eingeführt wird.

Entgegen vieler Befürchtungen ist die Solidarität der Österreicher weiterhin ungebrochen. Für 2015 erwartet der Fundraising Verband in seiner Prognose, dass das Aufkommen weiter wachsen wird. „Die Österreicher sind solidarisch wie noch nie. Auch wenn es enger in ihren Geldbörsen geworden ist, erkennen sie die Not und spenden dieses Jahr 600 Millionen Euro. Österreichs NGOs sagen DANKE!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, beeindruckt. Abzuwarten bleibt, wie sich die Sammlungen rund um die Weihnachtszeit auf das Gesamtaufkommen auswirken werden. Diese betragen in der Regel 25 bis 30 Prozent des gesamten Aufkommens. Das ursprünglich für 2014 erwartete Spendenaufkommen von 550 Millionen Euro haben die Österreicher klar übertroffen. Mit 570 Millionen Euro unterstützten sie die Projekte der gemeinnützigen Organisationen tatkräftig.

Flüchtlingshilfe: Österreicher spenden tatkräftig

Die Hilfsmaßnahmen der Organisationen in der Flüchtlingshilfe laufen auf Hochtouren. Die Österreicher unterstützten dabei tatkräftig. So wurden für die aktuell laufenden Sammlungen für die Flüchtlingshilfe 12 Millionen Euro gespendet (Stand Anfang November). „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher nicht nachgelassen hat. Unsere Hilfe für Unterbringung und Integration von Flüchtlingen wird noch lange notwendig sein, daher danke ich allen, die Flüchtlinge willkommen heißen, aktiv sind und dabei auch finanziell unterstützen. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für die Hilfe für Menschen in Not!“ erklärte Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer Volkshilfe Österreich.

Westösterreicher spenden viel, Ostösterreicher häufig
Die Oberösterreicher sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 154 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 112 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind die Wiener, Niederösterreicher und Burgenländer klar vorne. Hier spenden mit fast 7 von 10 Menschen so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist die Steiermark und Kärnten.

Spendenabsetzbarkeit wirkt
Zu dem positiven Gesamtergebnis haben einmal mehr die Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden beigetragen. Bereits über 840.000 Österreicher nutzen die Absetzbarkeit und jeder dritte Spendeneuro wird in den Steuererklärungen angegeben. „Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den Spendern angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt!“, sind sich Fenninger und Lutschinger hier einig. Die Absetzbarkeit für Kultureinrichtungen wird diese Zahlen weiter steigen lassen.

Gemeinnützigkeitsgesetz: Hoffnung auf Absetzbarkeit für Tierschutz und Bildung
In der gerade laufenden parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz fordert der Fundraising Verband eine rasche Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Diese werden die Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor maßgeblich positiv beeinflussen. Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband im Bereich der Spendenabsetzbarkeit „Wir sehen bei der Spendenabsetzbarkeit eine massive Benachteiligung für den bei den Österreichern so beliebten Tierschutz und bei den Bildungseinrichtungen. Wir appellieren daher an die Parlamentarier, Spenden für diese ebenfalls zu begünstigen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

Österreich im europäischen Mittelfeld
Die Österreicher sind keine „Spendenweltmeister“. Es spenden zwar im internationalen Vergleich sehr viele Menschen, die Spendenhöhe ist aber geringer. „Insgesamt ist aber erfreulich, dass sich bereits 6 von 10 Österreichern zu den Spendern zählen und die durchschnittliche Spende in den vergangenen Jahren gestiegen ist.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion. Beim Spenden unterstützen die Österreicher am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland.  Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, ist dabei das wichtigste Motiv, gefolgt von der Sympathie der Organisation.

Rückfragehinweis:
Der Spendenbericht steht im Pressebereich auf www.fundraising.at zum Download zur Verfügung. Ein Videobeitrag ist ab circa 15:30 Uhr abruf- und dowloadbar unter: http://video.ots.at.

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
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I: www.fundraising.at


Download Spendenbericht 2015


 

 
 

Richtig Spenden zur Weihnachtszeit!
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 26.11.2015. Gutes zu tun ist den ÖsterreicherInnen besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender mit Tipps – insbesondere für die aktuellen Philippinen-Spendenaufrufe – in ihrer Entscheidung für eine Organisation unterstützen.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte, wie die aktuellen Sammlungen für Flüchtlingskrise!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu ist es wichtig, dass deren Finanzierung abgesichert ist. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzministerium ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin.

Eine besondere Art der Weihnachtsspende sind Spenden-Geschenke, etwa in Form einer Patenschaft. „Wenn Sie noch nach einem Geschenk suchen, sind Spenden-Geschenke eine schöne Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu schenken und gleichzeitig Gutes zu tun. “, so Lutschinger. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 2 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 250 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.


Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit

Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 550 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt. So feiern mehr als 60 Länder am 1. Dezember mit dem GivingTuesday einen Tag der guten Taten.  Dieser wurde in den USA als Gegenbewegung zum „Black Friday” ins Leben gerufen und möchte ein Zeichen gegen den Konsumrausch setzen und die Aufmerksamkeit auf das Thema Geben lenken.

Spenderberatung

Sollten sich Spender bei einer Organisation dennoch nicht sicher sein, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an seine Spenderberatung und Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der Hotline 0800/100 382 erreichbar.

Pressekonferenz Spendenbericht am 1.12.
Kommende Woche, Dienstag 1.12. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2015. Die Themen: Spendenbilanz 2015, erster Zwischenbericht Spenden für die Flüchtlingskrise, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

Rückfragehinweis:
Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
T: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at
 


 Stiftungs- und Spendenpaket wird Wachstum stärken

Fundraising Verband Austria begrüßt Regierungspaket zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 24.11.2015. Heute beschloss der Ministerrat die Umsetzung des Gemeinnützigkeitspakets. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Dieses Maßnahmenpaket wird das zivilgesellschaftliche Engagement und den Standort Österreich massiv stärken. Das Paket wird kurzfristig Impulse für 2500 neue Jobs in Forschung, Soziales und Bildung auslösen.

Stiftungen werden künftig auch in Österreich gemeinnützig aktiv sein können. Dies regelt das Gemeinnützigkeitspaket der Bundesregierung, das heute durch den Ministerrat beschlossen wurde. „Das Paket wird einen Wachstumsschub für den gemeinnützigen Sektor vom Sozialbereich über Forschung bis hin zur Kultur auslösen und die Standortfaktoren positiv beeinflussen.“ begrüßt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband gemeinnütziger Organisationen –, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“. Bereits jetzt beschäftigt der Sektor 236.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten kurzfristig bis zu 2.500 weitere dazukommen.

Das Paket beinhaltet auch eine deutliche steuerliche Entlastung aller gemeinnützigen Organisationen mit dem Wegfall der Grunderwerbsteuer, der Eintragungsgebühr und eine Vereinfachung der Bundesabgabenordnung. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die vielfach geforderte Absetzbarkeit für den Kulturbereich wird nun auch umgesetzt. Der Fundraising Verband Austria schätzt kurzfristig ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro für die Kultur.

Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband im Bereich der Spendenabsetzbarkeit und hofft, dass eine Erweiterung auf den beliebten Tierschutz und den Bildungsbereich in der parlamentarischen Diskussion noch Platz findet.

Präsentation Spendenbericht 2015 am 1.12.

Der Fundraising Verband präsentiert am 1. Dezember (10 Uhr, Cafe Griensteidl) den Spendenbericht 2015. Dieser gibt Aufschluss über erste Folgenabschätzungen des Gemeinnützigkeitspakets, die Entwicklung des Spendenaufkommens sowie das Spendenverhalten der Österreicher. Es wird um Anmeldung unter presse@fundraising.at gebeten.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at  

 

 


Die Zukunft der Kulturfinanzierung

Hochkarätige Fachtagung am 16.11. thematisiert Fundraising- und Sponsoringmöglichkeiten für Kultureinrichtungen nach Einführung der Spendenabsetzbarkeit.

Wien, 9.11.2015. Private Mittel werden künftig die Budgets und den Erfolg von Kultureinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Erste Einrichtungen sind hierzulande erfolgreich und können Förderer von ihren Anliegen im In- und Ausland überzeugen. Die erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring in Österreich am 16.11. in Wien thematisiert Möglichkeiten und Grenzen sowie internationale Erfolgsbeispiele. Besonderer Fokus wird auf die die Chancen durch die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen 2016 gelegt. 90-100 Experten aus dem In- und Ausland werden erwartet.

„Internationale exzellente Beispiele zeigen, dass Erfolg und die Finanzierung heute maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor ermöglicht werden. Es gilt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren, um die Vielfalt und das breite Angebot in der Kulturnation Österreich zu sichern.“, erläutert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, Dachverband spendenwerbender Organisationen, und Organisator der Fachtagung, die steigende Bedeutung von privaten Mitteln für Kultureinrichtungen und ergänzt: „Die Einführung der Spendenabsetzbarkeit ab 2016 wird hier der wichtigste Impuls zur richtigen Zeit sein.“

Einige Institutionen konnten bereits sensationelle Erfolge im Fundraising verbuchen. So startete das Volkstheater erfolgreich eine Spendenkampagne zur Finanzierung der baulichen Sanierung oder die Kunstkammer eine öffentlichkeitswirksame Fundraisingkampagne. Viele Kultureinrichtungen sind auf das Spendenengagement ihrer Freundes- und Fördererkreise, aber auch von Großspendern angewiesen. Beispiele wie das Engagement von Hans Peter Haselsteiner für die Tiroler Festspiele Erl oder das der Familie Pühringer für das Theater in der Josefstadt und die Wiener Sängerknaben belegen die Chancen für den Kultursektor, stellen aber gleichzeitig noch eine Ausnahme dar. 


Erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring am 16.11. in Wien
Wie man gezielt Großspenden einwirbt, die Chancen der Spendenabsetzbarkeit erfolgreich  nutzt und wie man Kulturthemen emotional aufbereitet, widmet sich die erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring am 16. November in der Diplomatischen Akademie in Wien. Marketing-, Sponsoring- und Fundraisingverantwortliche aus dem Kulturbereich lernen unter anderem von dem europaweit tätigen englischen Fundraisingberater David Dixon die Schlüsselfaktoren für ihren Fundraisingerfolg. Wie man mit sinkenden Förder- und Sponsoringmitteln und moderatem Budget dennoch Akzente im Fundraising setzen kann, zeigt Katharina Grosser von der Hermitage Amsterdam. Wouter Steijn vom niederländischen Royal Concertgebouw Orchestra wird sich den Strukturen widmen, die sinnvoll und nötig für optimales Fundraising einer Kultureinrichtung sind. Abgerundet wird die Tagung mit österreichischen Best Practice Beispielen des Technischen Museums Wien, der Stiftung Mozarteum Salzburg, des Universalmuseums Joanneum, des Architekturzentrums Wien sowie der NÖ Kulturwirtschaft.

Das Programm ist unter http://kultur.fundraising.at verfügbar. 


Die Bedeutung der Spendenabsetzbarkeit und privater Mittel für Kultureinrichtungen
Ab 2016 profitieren auch Kultureinrichtungen von den Vorteilen der Spendenabsetzbarkeit. Spenden an rund 100 Festivals, Theater und andere Einrichtungen  werden absetzbar sein. In anderen europäischen Ländern besteht die Absetzbarkeit auf Kunst und Kultur bereits länger. Der Fundraising Verband Austria erwartet ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro durch diese Maßnahme jährlich. 

Das Spendenaufkommen für Kultureinrichtungen liegt jährlich, lt.  Fundraising Verband  – ohne Sponsoring – bei bescheidenen10-15 Millionen Euro  – also zwei bis drei Prozent des Gesamtvolumens in der Höhe von 550 Mio. Euro. Zum Vergleich: In Ländern wie den Niederlanden, wo der Anreiz der Absetzbarkeit schon länger besteht, beträgt das Aufkommen für Kultur 8% (352 Mio. Euro) oder in Deutschland bei 3% (145 Mio. €).

Medienvertreter werden ersucht, sich vorweg beim Fundraising Verband Austria zu akkreditieren.

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625, E: presse@fundraising.at

 

 


 

Gemeinnützigkeitspaket wird zivilgesellschaftliches Engagement stärken
Fundraising Verband Austria begrüßt Regierungsvorlage zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 22.10.2015. Heute geht das Gemeinnützigkeitspaket der Bundesregierung – nach langem Warten – endlich in Begutachtung. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen wie bei der Grunderwerbssteuer. Dieses Maßnahmenpaket wird das zivilgesellschaftliche Engagement stärken. Das Paket, allen voran die besseren Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, wird kurzfristig 2500 neue Jobs in Forschung, Soziales und Bildung bedingen.

Stiftungen werden künftig auch in Österreich gemeinnützig aktiv sein können. Dies regelt das Gemeinnützigkeitspaket der Bundesregierung, das heute in Begutachtung geht. Damit wird ein gewaltiges Potenzial zur Finanzierung und Sicherung gemeinnütziger Projekte frei gesetzt. „Wenn die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich künftig ein ähnliches Niveau wie in Deutschland und der Schweiz erreichen, werden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband gemeinnütziger Organisationen –, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“.

Steuerliche Rahmenbedingungen für alle Gemeinnützigen positiv
Das Paket beinhaltet auch eine deutliche steuerliche Entlastung aller gemeinnützigen Organisationen mit dem Wegfall der Grunderwerbsteuer, der Eintragungsgebühr und eine Vereinfachung der Bundesabgabenordnung. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Spendenabsetzbarkeit für Kultur kommt
Die vielfach geforderte Absetzbarkeit für den Kulturbereich wird nun auch umgesetzt. Künftig werden mehr private Mittel in diesen Sektor fließen und den chronisch unterdotierten Sektor mit seinem breiten kulturellen Angebot stützen. Der Fundraising Verband Austria schätzt kurzfristig ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro für die Kultur.

Nachbesserung bei der Kapitalertragssteuer gefordert
Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband bei der Kapitalertragssteuer. Während in Deutschland, der Schweiz oder Schweden gemeinnützige Organisationen keine Kapitalertragsteuer (KEST) oder andere Steuern auf Erträgnisse von gemeinnützigen Vermögen zahlen, werden Österreichs NGOs zur Kasse gebeten. Die Standortsbedingungen bleiben damit weiterhin hinter internationalen Standards zurück. Der Fundraising Verband Austria fordert hier ein rasches Ende der Benachteiligung.

Insgesamt sieht der Fundraising Verband einen positiven und wichtigen Akzent für den gemeinnützigen Sektor, fordert die rasche und zügige Umsetzung.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at  
 


 

Die Zukunft der Forschungs- und Hochschulfinanzierung
Hochkarätige Fachtagung am 14.10. thematisiert Fundraisingmöglichkeiten für Forschungs-, Wissenschaft- und Hochschuleinrichtungen.

Wien, 7.10.2015. Private Mittel werden künftig die Budgets und den Erfolg von Forschungs-, Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Erste Einrichtungen sind hierzulande bereits erfolgreich und können Förderer von ihren Anliegen überzeugen. Die erste Fachtagung für Fundraising im Hochschul-, Wissenschafts- und Forschungsbereich am 14.10. in Wien thematisiert Möglichkeiten und Grenzen sowie internationale Erfolgsbeispiele. 90-100 Experten aus dem In- und Ausland werden erwartet.

„Internationale exzellente Beispiele  zeigen, dass Erfolg und die Finanzierung heute maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor ermöglicht werden. Es gilt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren und Exzellenzforschung zu forcieren.“, erläutert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, Dachverband spendenwerbender Organisationen, und Organisator der Fachtagung die steigende Bedeutung von Drittmitteln für Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.

Einige Institutionen konnten bereits sensationelle Erfolge verbuchen. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität etwa, mit einer Spende von Dietrich Mateschitz in Höhe von 70 Millionen Euro oder das Institute for Science and Technology mit 10 Millionen Euro von Peter Bertalanffy. Jedoch stellen diese Beispiele noch die Ausnahme dar. Wie man gezielt Spenden in dieser Größenordnung einwirbt und wie man wissenschaftliche Themen emotional aufbereitet, widmet sich die erste Fachtagung Fundraising für Hochschulen, Wissenschaft und Forschung am 14. Oktober im Palais Eschenbach in Wien.

Fundraisingverantwortliche aus dem Hochschul- und Forschungsbereich lernen unter anderem von Astrid von Soosten, European Molecular Biology Labaratory in Heidelberg, wie man wissenschaftliche Themen für potenzielle Spender emotional aufbereitet und Dennis Nitsche vom Karlsruher Institut für Technologie wird anhand praktischer Beispiele Einblicke ins Handwerk des Hochschulfundraisers geben. Wie man US-Amerikanische oder Schweizer Stiftungen als Förderer gewinnt, findet ebenso Beachtung, wie die Identifikation und Motivation von GroßspenderInnen durch Eva Aldrich, die an der amerikanischen University of Indiana Erfahrung gesammelt hat. Abgerundet wird die Tagung mit österreichischen Best Practice Beispielen der Wirtschaftsuniversität Wien, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, des Institute of Molecular Biotechnology oder der Paracelsus Medizinische Privatuniversität.

Das Programm der Fachtagung ist unter http://science.fundraising.at verfügbar.

Die Bedeutung von Drittmitteln
Drittmittelerlöse österreichischer Universitäten betragen rund 600 Mio. Euro (2013), wovon rund 66% aus öffentlichen Institutionen (FWF, FFG, Bund, Länder, EU) stammen. Unternehmen und Private tragen 177 Mio. Euro dazu bei. Im internationalen Vergleich befindet sich der Forschungsstandort Österreich damit im hinteren Mittelfeld. Ein Vergleich mit ausgewählten internationalen Universitäten zeigt dennoch ein großes Potential auf. So beträgt der Selbstfinanzierungsgrad an der Universität St. Gallen bei einem Gesamtbudget von 216,5 Millionen Franken knapp 50%. Die durchschnittliche österreichische Universität liegt bei diesem Wert mit 16,5% deutlich darunter. An der Technischen Universität München zeigt mit 58% ein noch höherer Selbstfinanzierungsgrad aus Studienbeiträgen, erwirtschafteten Einnahmen und Drittmittel.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625, E: presse@fundraising.at

 

 


Gemeinnützigkeitspaket – Bitte warten!
6 Monate nach dem Beschluss der Bundesregierung liegt immer noch kein Gesetzesentwurf vor.

Wien, 1.10.2015 Anlässlich des heutigen „Europäischen Tag der Stiftungen“ werben hunderte Stiftungen in 16 europäischen Ländern für das gemeinnützige Stiftungswesen. Mangels rechtlicher Rahmenbedingungen und dem daher kaum existierenden Stiftungssektor wird sich Österreich auch dieses Jahr nicht daran beteiligen. Österreich stellt hinsichtlich der Förderung gemeinnütziger Stiftungen vielmehr ein unrühmliches Schlusslicht in Europa dar. Trotz der Kenntnis des positiven Beschäftigungseffekts von 2600 bis 3500 neuen Arbeitsplätzen bringt die Bundesregierung seit einem Jahr die Verhandlungen nicht zu Ende. Der Fundraising Verband fordert einmal mehr, die im Regierungsprogramm und bei der Klausur im März beschlossenen Verbesserungen rasch umzusetzen. Diese beinhalten auch eine deutliche steuerliche Entlastung aller gemeinnützigen Organisationen mit dem Wegfall der Grunderwerbsteuer und eine Vereinfachung der Bundesabgabenordnung. Gerade in diesen fordernden Zeiten benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen, um die gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Flüchtlingskatastrophe zu bewältigen.

Ein Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements könnte nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden. Könnte – denn seit einem Jahr bringt die Bundesregierung die Verhandlungen nicht zu Ende. „Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich ihr Versprechen einzulösen und auch in Österreich gemeinnütziges Stiften zu ermöglichen. Gerade in der aktuellen Flüchtlingssituation benötigen die Organisationen jeden zusätzlichen Euro.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. Gemeinnützige Stiftungen könnten ein gewaltiges Potenzial zur Finanzierung und Sicherung gemeinnütziger Projekte in Österreich frei setzen. „Wenn die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich künftig ein ähnliches Niveau wie in Deutschland und der Schweiz erreichen, werden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“

Gemeinnützige Stiftungen in Zahlen
In ganz Europa finanzieren 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro. Mit jährlichen Zuwendungen von bescheidenen 20 bis 25 Mio Euro spielen Stiftungen in Österreich aber eine beschämende Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. Stiftungen in Deutschland schütten 50 Mal (!) mehr Mittel an gemeinnützige Projekte jährlich aus als österreichische (nämlich 15 Milliarden Euro). In Deutschland sind heute 95% aller Stiftungen gemeinnützig, in Österreich hingegen bloß 6% aller Privatstiftungen.

Gemeinnützige Stiftungen in Österreich?
Beispiele für herausragende Philanthropie gibt es aber dennoch: Die Initiative „Sinnstifter“ will die gemeinnützige Rolle der Stiftungen betonen. Die private Forschungsstiftung „Wings for Life“, von Dietrich Mateschitz gegründet, hat das Ziel, Heilmethoden für alle Querschnittspatienten weltweit zu finden. Die Lupac-Stiftung, die gemeinnützige Stiftung des Parlaments, die Dank der großzügigen Zuwendung einer Person errichtet werden konnte, vergibt den ersten österreichischen Demokratiepreis.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290, E: presse@fundraising.at




Die Woche des guten Testaments startet am Sonntag

Utl. 60 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 9.9.2015. Am Sonntag (13.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, neben seinen Angehörigen gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit gemeinnützige Organisationen kennenzulernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten zu lassen.

Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2015 erneut mit „Der Woche des guten Testaments“ von 13. bis 20. September daran. In Wien, Baden, Linz, Wels, Graz, Bruck an der Mur, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt laden viele der an „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ teilnehmenden Organisationen zu Informationsveranstaltungen ein: Im Zentrum der Veranstaltungen stehen jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung durch Rechtsexperten. „Gerade im komplexen Bereich des Erbrechts entstehen viele Fragen und mit dem Erbrechtänderungsgesetz 2017 stehen auch einige wichtige Änderungen ins Haus. Im Rahmen der Woche des guten Testaments bieten wir daher in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Notariatskammer rechtliche Informationen und thematisieren die Möglichkeit, neben den Angehörigen eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands.

Zwtl. Themenabende: „Was bleibt – unser Vermächtnis für die Zukunft“
Wie man sich im Erbrecht zurechtfindet, ist Schwerpunkt von zwei Themenabenden am 15. September im Kunsthistorischen Museum Wien und am 16. September im Zoo Salzburg. Die Besucher erwarten jeweils Vorträge über Erbrecht und Testamentsgestaltung und erfahren, wie man mit einem gemeinnützigen Testament über das eigene Leben hinaus Gutes tun kann. Außerdem können sie zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenlernen.

Testamente zugunsten von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen werden beim Themenabend im Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) in Wien am 17. September thematisiert. Neben einem Vortrag von Notar Dr. Andreas Klein zum Thema Vererben und Vermächtnis für die Forschung erwartet die Besucher eine Paneldiskussion mit namhaften Wissenschaftsvertretern. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, neben dem IMBA, die Organisationen Herzkinder, MPS-Gesellschaft, Österreichischer Herzfonds, St. Anna Kinderkrebsforschung und den FWF Wissenschaftsfonds kennenzulernen.

Alle teilnehmenden Organisationen und Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at.

Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise rund 50 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich: Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 550 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testatoren sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für zukünftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht.

Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint derzeit 60 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.

 

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



Stopp der Spendenbürokratie - Fundraising Verband Austria stemmt sich gegen Minister Schellings neues Datensammel-Gesetz

Spendenorganisationen sollen automatisch Millionen persönliche Spenderdaten an den Finanzminister liefern


Der Fundraising Verband wehrt sich gegen drohende massive bürokratische Erschwernisse für das Spendenwesen in Österreich: Der Begutachtungsentwurf zum Steuerreformgesetzes 2015/2016 sieht die Regelung vor, dass die rund 1000 spendenbegünstigten Vereine zur Datensammlung und -weitergabe verpflichtet werden. Namen, Geburts- und Spendendaten von rund fünf Millionen ÖsterreichInnen sollen ab 2017 jährlich an das Finanzministerium gemeldet werden. Unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus auf staatlicher Seite kommen enormen Kosten auf die Vereine zu. Auch sind erhöhte Steuerausfälle für den Staatshaushalt zu erwarten. Der Fundraising Verband Austria - Dachverband der Spendenorganisationen - befürchtet massive Auswirkungen auf das Spendenaufkommen und kündigt Widerstand gegen dieses Bürokratiemonster an.

„Spenden ist Vertrauenssache und soll es auch bleiben", betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. "Die umfassende Einsicht der Finanz im Sinne eines ’gläsernen Spenders’ ist dafür alles andere als förderlich". Rund 600.000 Personen setzen jährlich von ihrer Lohn- und Einkommensteuer Spenden an begünstigte Organisationen ab. Derzeit können lohnsteuerpflichtige Bürger ihre Spenden selbstständig im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen, aber 2017 soll damit aber Schluss sein: Ab diesem Zeitpunkt will Minister Schelling, dass Spender ihre Geburtsdaten und ihren vollständigen Vor- und Zunamen der Spendenorganisation übermittelt. Diese soll dann damit mittels einer neuen "bereichsspezifischen Personenkennzeichnung" sämtliche Spenden automatisch an die Finanzämter melden. Verkompliziert wird die Meldung durch den Umstand, dass ausländische, spendenbegünstigte Vereine und Einkommensteuerpflichtige davon ausgenommen sein sollen. Wie diese Unterscheidungen bei rund 5 Mio. SpendenInnen in Österreich bewerkstelligt werden sollen, ist völlig unklar.

Sicher hingegen ist, dass diese kompliziertere neue Regelung laut Experten zusätzliche Kosten von 25-30 Mio. Euro pro Jahr verursachen wird - Geld, das im Sozialbereich, im Umweltschutz oder in der Forschung fehlen natürlich fehlen wird. Einer angeblichen Vereinfachung steht in Wahrheit ein enormer Verwaltungsaufwand auf Seiten der Spendenorganisationen gegenüber.

Höherer Steuerausfall zu erwarten
In den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf verschweigt das Finanzministerium einen wichtigen Punkt: Die geplante Maßnahme bringt einen deutlich höheren Steuerausfall. Derzeit wird nur jede vierte Spende steuerlich gelten gemacht. Eine Vollerhebung und Einmeldung in die Steuererklärungen würde für 2017 den Steuerausfall mindestens verdreifachen und zusätzlich ein Budgetloch von weiteren 50 bis 70 Mio. bedeuten. Geld, das nicht da ist. „Wir befürchten durch diese ungeplanten Kosten eine erneute Debatte über die Abschaffung der Spendenabsetzbarkeit in Österreich", so Lutschinger, und plädiert für die Beibehaltung der bestehenden Regelung.

Österreich - ein Land der großen Spendenbeteiligung
2014 wurden in Österreich rund Euro 550 Mio. für gemeinnützige Zwecke gespendet. Seit in Kraft treten der Spendenabsetzbarkeit 2009 stieg das Aufkommen um rund 50%, wobei Kleinspenden dominieren. Erfreulicherweise ist die Beteiligung hoch: 60-65% der Bevölkerung spenden regelmäßig an eine der rund 1000 begünstigten Einrichtungen.

„Es sollte im Interesse des Gesetzgebers sein das Spendenwesen in Österreich zu fördern und nicht durch bürokratische Hürden zu behindern", unterstreicht Lutschinger, und verlangt Verhandlungen mit Minister Schelling dazu. Die Parteien im Österreichischen Nationalrat ruft Lutschinger auf, diesem Gesetzesentwurf nicht zuzustimmen und drohende Schikanen für die Spendenorganisationen abzulehnen.

„Österreich braucht das zivilgesellschaftliche Engagement seiner Bürger! Eine gute Kultur des Spendens fördert wichtige Entwicklungen für eine innovative und gerechte Gesellschaft. Die Politik muss das  ermöglichen“, fordert Monica Culen, Präsidentin des FVA und ROTE NASEN International.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 230 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

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Presseaussendung        
Stellungnahme des FVA

 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
M: 0676/44 10108, E: presse@fundraising.at

Matthias Schickhofer
Mediensupport - supportingchange.org
M: 0699/11 297184, E: matthias.schickhofer@supportingchange.org 


 

 

 

„Google für Non-Profits“ startet heute in Österreich
Gemeinnützige Organisationen profitieren von kostenlosen Google Ad Grants und Youtube Premium Features.

Wien, 24. April 2015 – Ab sofort ist das internationale Spendenprogramm von Google über die IT-Spendenplattform Stifter-helfen.at auch für österreichische Vereine verfügbar. Dieses neuartige Produktspendenangebot von Google beinhaltet ein kostenfreies Werbebudget von USD 120.000,- pro Jahr für Google Ads und ermöglicht damit gemeinnützigen Organisationen eine größtmögliche Reichweite im Internet. Zusätzlich mit einem neuen Angebot an Premium Features für Youtube können gemeinnützige Organisationen so optimal ihre Anliegen online präsentieren.

„Der Start des Google für Non-Profits Spendenprogramms wird die Online-Kommunikation von NGOs massivst erleichtern und unterstützen. Egal ob Online-Infokampagne oder Spendenaufruf, NGOs können dank der Unterstützung von Google ab sofort ihre Anliegen kostenfrei, integriert und effizient kommunizieren“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes, begeistert.

Das Google für Non-Profits Technologiespendenprogramm beinhaltet neben knapp USD 120.000.- Werbebudget pro Jahr für Google Ads auch einen Premium YouTube Account, der mit „Call-to-Action-Overlays“ einen Aufruf zum Spenden ermöglicht. Google Apps for Work mit organisationsspezifischen Email-Adressen (name@organisation.at), Google Docs, bis zu 30 GB Speichervolumen und Projekt-Webseiten runden das Produktspendenangebot von Google ab.

„Wir freuen uns darauf, durch die Partnerschaft mit Stifter-helfen.at erstmalig Non-Profit-Organisationen in Österreich mit Google Tools und Produkten dabei unterstützen zu können, ihren unverzichtbaren Beitrag zu leisten“, freut sich Dr. Wieland Holfelder, Engineering Director und Leiter des Google Entwicklungszentrums München, über den Start des Programms.

Das Programm wird ab sofort für die rund 1.700 registrierten Non-Profit-Organisationen freigeschalten. „Wir empfehlen den noch nicht registrierten NPOs dies rasch über www.stifter-helfen.at zu tun, denn wir erwarten eine neue Registrierungswelle und eventuell Verzögerungen bei der Validierung der Zugangsberechtigung “, rät Günther Lutschinger den NPOs. Rund 100 Einrichtungen kommen bereits jetzt monatlich dazu.

Über Stifter-helfen.at
Das IT-Spendenportal Stifter-helfen.at wird von der Haus des Stiftens gGmbH in Kooperation mit TechSoup und dem Fundraising Verband Austria betrieben. Seit 2012 haben sich auf Stifter-helfen.at mehr als 1.700 Non-Profit-Organisationen registriert und in dieser Zeit Produktspenden der 16 IT-Stifter im Wert von mehr als 6 Mio. Euro erhalten. Neben IT-Spenden vermittelt Stifter-helfen im Programm ‚Hardware wie Neu‘ generalüberholte Business-Geräte an Non-Profits zum Selbstkostenpreis. Darüber hinaus bietet das Portal in Kooperation mit den IT-Stiftern Workshops und Webinare an, um bei den gemeinnützigen Organisationen digitale Kompetenz aufzubauen. 2014 wurde Stifter-helfen.at mit dem TRIGOS ausgezeichnet, dem österreichischen Preis für CSR.

Rückfragehinweis:
Allgemeines Bildmaterial: http://stifter-helfen.at/ueber_uns/presse

Mag. Peter Steinmayer
Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676 62 18 2900676 62 18 290, E: presse@fundraising.at

 

XXXLutz und Dr. Oetker Vorreiter für gesellschaftliches Engagement in Österreich
Fundraising Verband zeichnet XXXLutz und Dr. Oetker mit „Aktion Wirtschaft hilft! Awards 2015“ aus.

Wien, 22.4.2015. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend zwei in ihrem gesellschaftlichen und unternehmerischen Engagement herausragende Unternehmen mit den „Aktion Wirtschaft hilft! Awards 2015“ aus. Zahlreiche namhafte Unternehmen stellten sich mit ihren Spendenprojekten einer Expertenjury. XXXLutz und Dr. Oetker gingen als Gewinner hervor. Der Fundraising Verband möchte mit diesem Preis Unternehmen motivieren, auch gesellschaftlich aktiv zu werden.

Die XXXLutz-Gruppe ist bekannt als europaweit erfolgreich tätiges Einrichtungsunternehmen. Was vielen weniger bekannt ist, ist deren gesellschaftliches Engagement im Rahmen der Initiative „RED CHAIRity“. Das Unternehmen unterstützt dabei vornehmlich benachteiligte Menschen, denen es an elementaren Grundbedürfnissen wie Ernährung, Bildung oder Gesundheit fehlt. Dies war Grund genug für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft! Awards 2015“, diese Initiative in der Kategorie Großunternehmen zu prämieren. In den vergangenen vier Jahren wurden 127 Projekte auf beinahe allen Kontinenten über 20 Partnerorganisationen von Menschen für Menschen über das Rote Kreuz bis hin zu Licht für die Welt unterstützt und ermöglicht. „RED CHAIRity ist damit eine der größten Unternehmensinitiativen Österreichs und schließt damit an die großen internationalen Philanthropieinitiativen an. Damit hat sie in ihrem Wirken Vorbildcharakter für jeden Unternehmer“, betonte daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria beim Verlesen der Jurybegründung. „Gesellschaftliche Verantwortung ist integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie der XXXLutz-Gruppe. Damit möchten wir einen Teil unseres Erfolges an die Gesellschaft zurück geben.“, erklärte Christian Mitterhauser, CSR-Verantwortlicher der XXXLutz-Gruppe, in seinen Dankesworten.

In der Kategorie der Klein- und Mittelunternehmen wurde die Österreich-Niederlassung von Dr. Oetker für eine Partnerschaft mit dem SOS-Kinderdorf ausgezeichnet. Für das Unternehmen mit über 100 jähriger Geschichte ist gesellschaftliche Verantwortung seit jeher gelebte Praxis und Kultur. Im Rahmen der Kooperation wurden zwei Rezeptbücher veröffentlicht und die Mitarbeiter des Unternehmen bewiesen mehrmals, dass sie im Zuge des Corporate Volunteerings auch mit anpacken können – egal, ob sie Schränke renoviert, Kekse gebacken oder Pizzen bei Festen verkauft haben. „Durch diverse Aktivitäten mit dem SOS-Kinderdorf ist es in vier Jahren gelungen, dass sich aus einer Kooperation eine erfolgreiche Partnerschaft und Freundschaft entwickelt hat. Das gesamte Team von Dr. Oetker sieht in der Zusammenarbeit eine Bereicherung, daher werden wir unsere Aktivitäten in den kommenden Jahren weiter fortsetzen und ausbauen.“, zeigt sich Elsa Kehrer, Projektverantwortliche bei Dr. Oetker, begeistert. 

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
73% der Unternehmen engagieren sich durch Geld-, Sach- oder Personalspenden für die Gesellschaft. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Fundraising Verbands hervor (Quelle FVA/Public Opinion 2015). Durchschnittlich spendet ein Unternehmen knapp 1000€ in Österreich. Die humanitäre Einstellung ist mit 71% das wichtigste Motiv für Unternehmen. Das Engagement läuft dabei vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene. Von den Themen her wird am liebsten die Kinderhilfe, die Sportförderung sowie der Natur- und Umweltschutz unterstützt.

Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“
Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ unterstützt seit Oktober Unternehmen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Mittels des Spendenguides für Unternehmen wurden Unternehmen mit einem ausführlichen Service- und Informationsteil sowie einen Überblick über die Arbeit und Projekte von 50 gemeinnützigen Organisationen informiert. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at. Als Höhepunkt der Aktion 2014/2015 werden heute die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ an zwei in ihrem gesellschaftlichen Engagement hervorragende Unternehmen vergeben. 26 Projekte traten in den zwei Kategorien KMU und Großunternehmen an. Eine Jury bestehend aus Vertretern des Fundraising Verbands entschieden über die Einreichungen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 230 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis: 
Fotomaterial steht auf der Website www.mydrive.ch (Benutzer: awards@schedl, Kennwort: bilder) ab ca. 22 Uhr zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/62 18 290, E: presse@fundraising.at


 

 

50 Millionen Euro Testamentsspenden 2014
Utl. Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.

Wien, 14.4.2015. 2014 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit mehr als 50 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Garten des Oberen Belvedere symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 60 teilnehmenden Organisationen sagen damit DANKE an ihre Testamentsspender. Im Rahmen des heutigen Termins begrüßte der Fundraising Verband auch die geplanten Änderungen rund um das Erbrecht.

Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende
Die Österreicher unterstützten gemeinnützige Organisationen 2014 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von mehr als 50 Millionen Euro. Damit beträgt ihr Anteil am gesamten Spendenaufkommen (550 Millionen Euro 2014) rund 10 Prozent. „Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, daher beeindruckt. Die Spendenform wird damit bei den Österreichern immer beliebter. „Rund acht Prozent der Österreicher über 40 Jahre können sich mittlerweile vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken.“, erklärt Lutschinger weiter. Ihr wichtigstes Motiv ist der „gute Wille“ und damit auch nach ihrem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. „Trotzdem wissen noch viel zu wenige Menschen über diese Spendenform und ihre rechtlichen Aspekte Bescheid. Mit unserer Initiative möchten wir diese Lücke schließen und neutral informieren.“, erklärt Lutschinger weiter.

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.
Gutes tun können die Österreicher mit dieser Spendenform besonders nachhaltig. Sie ermöglichen den Organisationen außerordentliche und besonders dringliche Projekte zu realisieren. „Gerade für kleine Organisationen wie Stiftung Kindertraum sind Testamentsspenden enorm wichtig. Wir versuchen, für jeden Herzenswunsch von schwer kranken und behinderten Kindern auch Spender zu finden. Mittel aus Legaten helfen uns, rasch zu handeln, wenn Wünsche zu erfüllen sind.“ so Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum.

Eine Testamentsspende für den Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland hat besonders viel Gutes bewirkt. „Anton Mayer war ein Gönner unseres Vereins und hat uns in seinen letzten Jahren öfters besucht“, erzählt Herbert Krames, Obmann des Vereins. „Durch sein Vermächtnis konnten zahlreiche wichtige Projekte realisiert und weitergeführt werden, unter anderem das Rehabilitationstraining. Als Dankeschön haben wir unseren Mehrzwecksaal in ‚Anton Mayer Saal‘ umbenannt.“

Testamentsspenden gewinnen auch für Institutionen in Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung immer mehr Bedeutung: „Die ehemalige Nationalbank-Präsidentin Maria Schau-mayer war eine großartige Persönlichkeit. Sie hat in ihrem Leben oftmals eine Vorbildfunktion übernommen – zum letzten Mal mit Ihrer testamentarischen Verfügung zugunsten der Österreichischen Nationalbibliothek. Mit dieser wichtigen Spende können wir auch weiterhin nachhaltige Projekte wie die Konservierung und Digitalisierung der jahrhundertalten, heraus-ragenden Bestände umsetzen.“ erklärt Dr. Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek.

Verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen
Im Rahmen des heutigen Termins begrüßte der Fundraising Verband auch die geplanten Änderungen im Erbrecht. Die Befreiung gemeinnütziger Organisationen von der Grunderwerbssteuer wird die Abwicklung von Immobilienübertragungen an NGOs maßgeblich erleichtern. Der Fundraising Verband begrüßt ausdrücklich die im Erbrechtsänderungsgesetz 2015 verankerte Rechtssicherheit im Bereich der Schenkungen für NGOs. Schenkungen an gemeinnützige Organisationen sind wie bisher ohne zeitliche Befristung von der Anrechnung auf den Pflichtteil ausgenommen.

Über Vergissmeinnicht.at
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 60 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.

Informationen über die 60 Mitglieder der Initiative finden Sie unter www.vergissmeinnicht.at/Organisationen

Rückfragehinweis:
Fotomaterial steht auf der Website www.mydrive.ch (Benutzer: fundraising@schedl, Kennwort: bilder) zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Verband Austria
M: 0676 / 62 18 290, E: presse@fundraising.at
 

 


Gemeinnützigkeitspaket wird zivilgesellschaftliches Engagement massiv stärken
Utl.: Fundraising Verband Austria begrüßt das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 24.3.2015. Im Rahmen ihrer Klausur präsentierte die Bundesregierung heute Vormittag ein Maßnahmenpaket, das das zivilgesellschaftliche Engagement massiv stärken wird. Im Namen Österreichs gemeinnütziger Organisationen begrüßt der Fundraising Verband diesen Vorstoß. Das Paket, allen voran Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, wird sich positiv auf die Arbeit und die Finanzierung der Organisationen und ihrer Projekte auswirken. Im Bereich der Vermögensausstattung von neuen Stiftungen fordert der Fundraising Verband eine Nachbesserung.

Geht es nach den Ankündigungen der Bundesregierung, werden Stiftungen künftig auch in Österreich gemeinnützig aktiv sein können. Das bedeutet ein gewaltiges Potenzial zur Finanzierung und Sicherung gemeinnütziger Projekte. „Wenn die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich künftig ein ähnliches Niveau wie in Deutschland und der Schweiz erreichen, werden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements könnte nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden!“.

Zwtl. Nachbesserung bei Vermögensausstattung gefordert
Einzig bei der steuerbegünstigten Kapitalausstattung bei Neugründungen von Stiftungen wäre eine Nachbesserung wünschenswert, um noch mehr Stifter zu motivieren, gemeinnützige Stiftungen zu gründen. In einem Land, wo es kaum gemeinnützige Stiftungen gibt, braucht es insbesondere hier Anreize. Zum Vergleich: In Deutschland sind Zuwendungen bis einer Million Euro ohne einer Deckelung absetzbar.

Insgesamt sieht der Fundraising Verband mit der Ankündigung  einen positiven und wichtigen Akzent für den gemeinnützigen Sektor, fordert die rasche und zügige Umsetzung.

Zwtl. Gemeinnützige Stiftungen in Zahlen
In ganz Europa finanzieren 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro. Mit jährlichen Zuwendungen von bescheidenen 20 bis 25 Mio Euro spielen Stiftungen in Österreich aber eine beschämende Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. Stiftungen in Deutschland schütten dank gesetzlicher Anreize 50 Mal (!) mehr Mittel an gemeinnützige Projekte jährlich aus als österreichische (nämlich 15 Milliarden Euro). In Deutschland sind heute 95% aller Stiftungen gemeinnützig, in Österreich hingegen bloß 6% aller Privatstiftungen.
 
Die etwa 3.300 heimischen Privatstiftungen haben ein Vermögen von rund 80 bis 100 Mrd. Euro veranlagt. Davon sind fast 60% in Unternehmensbeteiligungen, 20% in Immobilien und etwa 20% in Wertpapieren und in Liquidität investiert. Österreichische Privatstiftungen wollen vor allem Privatvermögen und Unternehmen in inländischer und einheitlicher Hand halten. Gemeinnützige Ziele waren bislang unbedeutend.
 
Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/62 18 290, E: presse@fundraising.at   

 


 

Gemeinnützige Stiftungen könnten 2600 Jobs bringen!
Utl. Fundraising Verband weist auf Beschäftigungspotenzial einer Reform gemeinnütziger Stiftungen hin und fordert rasche Umsetzung.

Wien, 19.3.2015. Verbesserte steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen für gemeinnützige Stiftungen werden einen wesentlichen Beschäftigungseffekt haben. Dies geht aus einer aktuellen Studie von EcoAustria hervor. Bereits jetzt beschäftigt der gemeinnützige Sektor 212.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften in Österreich könnten kurzfristig bis zu 2.600 weitere dazukommen. Der Fundraising Verband fordert daher in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit eine zügige Umsetzung der geplanten gesetzlichen Änderungen.
 
Das Wirtschaftsforschungsinstitut „EcoAustria“ kommt in seiner neuesten Studie zum Ergebnis, dass bis zu 2600 neue Jobs im Bereich der Wissenschaft und Forschung, Bildung oder Soziales kurzfristig entstehen werden, wenn die geplanten gesetzlichen Änderungen im Bereich gemeinnütziger Stiftungen greifen. „Der Gesundheits- und Sozialbereich ist ein entsprechend arbeitsintensiver Sektor mit einem hohen Beschäftigungsmultiplikator“ meint Dr. Ulrich Schuh, Forschungsvorstand von EcoAustria, „für eine volkswirtschaftliche Betrachtung sind insbesondere die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie Bildung und Erziehung maßgeblich. Hier ist auch mittel- und langfristig von einer hohen gesamtwirtschaftlichen Rentabilität auszugehen.“
 
Beides könnte durch verbesserte steuerliche und rechtliche Rahmenbedingungen, wie sie im Regierungsprogramm festgeschrieben sind, erreicht werden. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen“ weist Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, auf einen weiteren Umstand hin und ergänzt: „Gemeinnützige Stiftungen könnten nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden!“

Finanzieren europaweit 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro, spielen Stiftungen hierzulande derzeit noch eine Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. So fließen jährlich bescheidene € 20 bis 25 Mio. in den gemeinnützigen Sektor. Aufgrund von attraktiveren Rahmenbedingungen sind es in anderen vergleichbaren europäischen Ländern nicht nur Millionen sondern Milliarden.
 
Insgesamt sieht der Fundraising Verband mit der Ankündigung  einen positiven und wichtigen Akzent für den gemeinnützigen Sektor, fordert die rasche Einbeziehung der NPOs und hofft auf zügige Umsetzung.
 
Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290, E: presse@fundraising.at
 
Pauline Oberthaler
Öffentlichkeitsarbeit und PR, EcoAustria
M: 0664/8873 9627

 


NEIN zur Abschaffung der Spendenabsetzbarkeit!
Fundraising Verband lehnt Vorschläge der Steuerreformkommission klar ab und befürchtet Einbruch des Spendenaufkommens.

Die Steuerreformkommission hat in ihrem Bericht auch die Absetzbarkeit der Spenden in der jetzigen Form kritisiert und schlägt deren Abschaffung vor. Der Fundraising Verband lehnt diesen Vorschlag der Steuerreformkommission klar ab und befürchtet einen massiven Einbruch des Spendenaufkommens.

Als eines der letzten Länder in Europa hat Österreich die Absetzbarkeit von Spenden 2009 eingeführt. Seither können Spenden an begünstigte Organisationen, die auf der Liste des Finanzministeriums stehen, bis zur Höhe von 10% des Einkommens von der Lohn- und Einkommensteuer steuermindernd abgesetzt werden. Dieser Steuervorteil soll die ÖsterreicherInnen zu einem vermehrten Spenden motivieren. Laut Umfragen spenden zwei von drei Österreichern regelmäßig, in Summe 550 Mio. Euro. Zahlreiche gemeinnützige Projekte könnten ohne die Großzügigkeit der Österreicher nicht durchgeführt werden. Spendenabsetzbarkeit wirkt!

Seit der Einführung der Spendenabsetzbarkeit 2009 stieg das Spendenaufkommen von 360 Mio. Euro um 190 Mio. Euro oder 50% auf 550 Mio. Euro. Mehr als 700.000 ÖsterreichInnen machen Spenden steuerlich geltend. Jede vierte Spende wird bereits steuerlich abgesetzt. Diese Steigerung ist wesentlich höher als der berechnete Steuerausfall von 34 Mio. bis 58 Mio. Euro. "Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist eine Wertschätzung des großartigen Engagements der Österreicher", meint Günther Lutschinger "und trägt wesentlich zum Spendenaufkommen bei! Ihre Abschaffung hätte negative Auswirkungen auf den gesamten gemeinnützigen Sektor". Der Fundraising Verband Austria erinnert die Bundesregierung an das Vorhaben, die Zivilgesellschaft zu stärken. "Wir fordern Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Mitterlehner auf, ein Weihnachtsversprechen abzugeben, dass die 2009 eingeführte Spendenabsetzbarkeit nicht wieder abgeschafft und nicht in das bewährte System eingegriffen wird" schließt Lutschinger. Das Vorhaben des Regierungsprogramms, die Zivilgesellschaft zu stärken dürfe nicht schon jetzt Makulatur werden.

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Danke für ehrenamtliches Engagement!

Utl. Fundraising Verband bedankt sich anlässlich des Tags des Ehrenamts bei Österreichs engagierten Unternehmen.

Wien, 05.12.2014. Die Zeitspende in Form von ehrenamtlichem Engagement ist das Rückgrat der österreichischen Gesellschaft. Jährlich unterstützen tausende Unternehmen und deren MitarbeiterInnen in dieser Form die gemeinnützige Arbeit. Der Fundraising Verband bedankte sich heute anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts bei ihnen für ihr tatkräftiges Engagement.

Bereits 36 Prozent der österreichischen Unternehmen geben an, im Bereich Corporate Volunteering aktiv zu sein. Am häufigsten geschieht dies im Rahmen eines Aktionstags, gefolgt von pro bono Dienstleistungen und Mentoringprogrammen. „Mit Corporate Volunteering Projekten leisten Unternehmen mithilfe ihrer MitarbeiterInnen einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Arbeit der gemeinnützigen Einrichtungen in Österreich. Im Namen Österreichs NGOs sage ich ein herzliches DANKE dafür.“, freut sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes.
 
Zwtl. Corporate Volunteering bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten
Wie es gehen kann, zeigten verschiedenste Unternehmen und NPOs anlässlich der heutigen Netzwerkveranstaltung „Wozu Corporate Volunteering? – Wie Unternehmen Freiwilligenarbeit leisten“ im Marmorsaal des Sozialministeriums. Die Caritas Wien benötigt oft kurzfristig eine höhere Zahl an Freiwilligen für Kurzeinsätze. Die Pfizer GmbH stellt daher pro Monat MitarbeiterInnen frei, um in den Einrichtungen der Caritas auszuhelfen. In ihrer beruflichen Expertise werden ManagerInnen von IBM bei Teach for Austria gefordert, wo sie Unterrichtseinheiten gestalten und als Gast-LehrerInnen regelmäßig Unterrichtsstunden halten, um SchülerInnen zu inspirieren und zu motivieren.
 
Zwtl. Skill-based Volunteering hat Entwicklungspotential
Vom Engagement der Unternehmen bei Aktionstagen profitieren insbesondere große nationale Vereine. Pro bono Dienstleistungen sind hingegen sehr oft bei kleineren und lokal agierenden Organisationen zu finden. Das entspricht auch der Unternehmenslandschaft in Österreich mit über 90 Prozent an Klein- und Mittelbetrieben. Diese sind lokal verwurzelt und engagieren sich in ihrem direkten Umfeld. Potential sieht der Fundraising Verband vor allem bei Secondments, dem Engagement erfahrene Dienstnehmer in den Organisationen.
 
Zwtl. Fundraising Verband unterstützt Unternehmen und NPOs bei Implementierung
Der Fundraising Verband will Unternehmen ermutigen, verstärkt in diesem Bereich aktiv zu werden und NPOs dazu motivieren, Strukturen aufzubauen, um die Unterstützung der Unternehmen auch nutzenbringend annehmen zu können. Detailinformationen zu Corporate Volunteering, seinen Formen sowie praktische Beispiele und eine Anleitung zur optimalen Umsetzung hat der Fundraising Verband auch unter www.zeitspende.at zusammen gestellt. 

 




FVA: Österreicher spenden 550 Millionen Euro 2014
Utl. Spendenaufkommen und -beteiligung weiterhin auf Rekordniveau – Westösterreich führend.
 
Wien, 2.12.2014. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria den Spendenbericht 2014. Dieses Jahr wird das Aufkommen voraussichtlich 550 Millionen Euro erreichen. Die Spendenbeteiligung bleibt damit auf Rekordniveau. Im Bundeslandvergleich spenden die Westösterreicher am meisten. Die Spendenbeteiligung von Unternehmen ist gut, bleibt aber auf lokaler Ebene. Immer mehr Bürger nutzen auch die Vorteile der Spendenabsetzbarkeit. Der Fundraising Verband fordert die Bundesregierung auf, ihr Versprechen, Erleichterungen für gemeinnützige Stiftungen einzuführen, endlich umzusetzen.
 
Entgegen vieler Befürchtungen ist die Solidarität der Österreicher weiterhin ungebrochen. Das ursprünglich für 2013 erwartete Spendenaufkommen von 510 Millionen Euro haben die Österreicher klar übertroffen. Mit 550 Millionen Euro unterstützten sie die Projekte der gemeinnützigen Organisationen tatkräftig. Für 2014 erwartet der Fundraising Verband in seiner Prognose, dass dieser Höchststand gehalten wird. „Die Österreicher sind solidarisch wie noch nie. Auch wenn es enger in ihren Geldbörsen geworden ist, erkennen sie die Not und spenden voraussichtlich 550 Millionen Euro. Österreichs NGOs sagen DANKE!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, beeindruckt. Abzuwarten bleibt, wie sich die Sammlungen rund um die Weihnachtszeit auf das Gesamtaufkommen auswirken werden. Diese betragen in der Regel 25 bis 30 Prozent des gesamten Aufkommens.

Westösterreicher spenden viel, Ostösterreicher häufig
Die Salzburger, Tiroler und Vorarlberger sind im Bundesvergleich besonders großzügig. Mit 191 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 110 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind die Niederösterreicher und Burgenländer klar vorne. Hier spenden mit 7 von 10 Menschen so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist die Steiermark und Kärnten.
 
Unternehmensspenden eher auf lokaler Ebene
Drei von vier Unternehmen engagieren sich über Geldspenden vor allem auf regionaler Ebene für die Gesellschaft. Österreichweite Initiativen stehen daher nicht im Fokus. Dies kann auch Nora Deinhammer, Leiterin Kommunikation und Mittelbeschaffung beim SOS-Kinderdorf, bestätigen. „Im Vergleich zu unseren vielen SOS Freundinnen und Freunden, die uns auch in diesen schwierigen Zeiten tatkräftig unterstützen, sehen wir im Unternehmensbereich noch Potenzial nach oben: Unternehmen engagieren sich besonders gerne auf lokaler Ebene zugunsten unserer SOS- Kinderdörfer. Für andere nationale oder internationale Projekte könnte es durchaus mehr sein, auch im internationalen Vergleich.“ Bedarf sieht die Expertin im Bereich der Information, wie sie die derzeit laufende „Aktion Wirtschaft hilft!“ bietet. Unter www.wirtschaft-hilft.at können sich Unternehmen über Spendenmöglichkeiten informieren und erfahren Wissenswertes rund um dieses Thema.
 
Spendenabsetzbarkeit wirkt
Zu dem positiven Gesamtergebnis haben einmal mehr die Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden beigetragen. Bereits 710.000 Österreicher nutzen die Absetzbarkeit und jeder vierte Spendeneuro wird in den Steuererklärungen angegeben. „Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den Spendern angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt!“, sind sich Deinhammer und Lutschinger hier einig. „Umso mehr ist die Regierung gefordert, Spenden für Tierschutz, Kultur und Bildung ebenfalls zu begünstigen.“, ergänzt Lutschinger.
 
Stiftungen: Hoffnung 1 Milliarde für gemeinnützigen Sektor
Ein weiteres Wachstum der Mittel für den gemeinnützigen Sektor könnte es geben, wenn Stiftungen in Österreich endlich gemeinnützig aktiv sein könnten. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, weist Lutschinger auf die immensen Chancen hin und fordert die Bundesregierung auf, ihr Versprechen für bessere Rahmenbedingungen endlich einzulösen.
 
Österreich im Mittelfeld
Die Österreicher sind keine „Spendenweltmeister“. Es spenden zwar im internationalen Vergleich sehr viele Menschen, die Spendenhöhe ist aber geringer. „Insgesamt ist aber erfreulich, dass sich bereits 6 von 10 Österreichern zu den Spendern zählen und die durchschnittliche Spende in den vergangenen Jahren gestiegen ist.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion. Beim Spenden unterstützen die Österreicher am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland. Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, ist dabei das wichtigste Motiv, gefolgt von der Sympathie der Organisation.

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Österreich blockiert Europäisches gemeinnütziges Stiftungsrecht
Fundraising Verband fordert Bundesregierung auf, europäische Entwicklung nicht zu blockieren.

Vergangene Woche stimmte Österreich im Ausschuss der Ständigen Vertreter der Mitgliedstaaten gegen den Entwurf eines Europäischen Stiftungsstatuts. Nach eineinhalb Jahren Verhandlungen wird der Entwurf der EU-Kommission zurückgewiesen und die Initiative weit zurück geworfen. Stiftungen, die grenzüberschreitend in Europa tätig sind, hätten sich damit rund 100 Mio. Euro Kosten erspart, die wiederum für gemeinnützige Projekte zur Verfügung gestanden wären. Der Fundraising Verband fordert die Bundesregierung auf, diese europäische Entwicklung nicht länger zu blockieren.

„Wir sind von der Bundesregierung absolut enttäuscht!“, ärgert sich Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. „Während im Regierungsprogramm Verbesserungen für gemeinnützige Stiftungen in Österreich geplant sind und diese mehrfach bereits angekündigt wurden, blockiert Österreich ähnliche Initiativen auf europäischer Ebene!“ Diese Entscheidung ist insofern unverständlich als unter der Leitung der Österreichischen Abgeordneten, MEP Evelyn Regner, stellvertretende Delegationsleiterin der SPÖ, das Europäische Parlament ausdrücklich den Entwurf begrüßt und ihn beschlossen hat. Es ist zu hoffen, dass die italienische Präsidentschaft diesen Vorschlag dennoch weiterverfolgen wird und Österreich der Initiative nicht den Todesstoß versetzt hat.

Die Europäische Stiftung wurde seit 2008 vorbereitet und hätte einheitlicher Bedingungen in der EU, mehr Rechtssicherheit und geringere (Verwaltungs-)Kosten für Stiftungen sowie eine Verbesserung der Zusammenarbeit im Gemeinnützigkeitssektor in ganz Europa gebracht.

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290
E: presse@fundraising.at


 


 

Fundraising Verband gratuliert Ulrich Eichelmann zum  "Grossen Bindingpreis für Natur-und Umweltschutz
Utl.: Liechtensteiner Binding Stiftung hätte in Österreich aber derzeit keine Chance auf Gemeinnützigkeits-Status...
 
Wien, 14.11.2014 – Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, gratuliert dem Umweltschützer und Filmemacher Ulrich Eichelmann zum "Großen Bindingpreis für Natur und Umweltschutz": „Das ist einer der wichtigsten Umwelt- und Naturschutzpreise Europas. Ullrich Eichelmann hat diese Auszeichnung mit seinem Einsatz zum Schutz der Flüsse mehr als verdient! Sein unermüdliches Engagement für die Lebensadern Europas - aktuell in der Balkan Region - ist für die Erhaltung der Artenvielfalt und der letzten natürlichen Flussjuwelen immens wichtig. Wir freuen uns, dass die Binding Stiftung dies heute in Vaduz würdigt und der ‚Große Binding- Preis’ nach Österreich geht!“
 
Lutschinger weiter: „Gemeinnützige Stiftungen haben eine große Bedeutung für die Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Leider nicht in Österreich: Preise vergeben und damit Projekte fördern ist für gemeinnützige Stiftungen in Österreich nicht möglich.“ Nach den bestehenden Steuergesetzen wäre die Binding Stiftung in Österreich nicht gemeinnützig und müsste Steuern zahlen, weil sie nicht ‚unmittelbar’ tätig ist, sondern Projekte anderer auszeichnet und unterstützt.
 
Lutschinger appelliert daher an die Bundesregierung: „Wir hoffen, dass die Bundesregierung das angekündigte Gesetz zur ‚Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements’ nun zügig in Begutachtung schickt. Diese anachronistische Benachteiligung gemeinnütziger Stiftungen in Österreich muss rasch aus der Welt geschafft werden, damit zukünftig auch in Österreich durch Stiftungen vergeben werden können!".
 
Rückfragehinweis:
Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria,
Tel.: 0676-4410108
 
 

 
"Aktion Wirtschaft hilft!" - erstmals Spendenguide für Unternehmen
Praxisnahe Unterstützung erleichtert gesellschaftliches Engagement heimischer Betriebe.

Österreichs Unternehmen steht ab heute ein neues und speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Service für ihr gemein­nütziges Engagement zur Verfügung: Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und der damit verbundene „Spenden­guide für Unternehmen“ informiert zielgruppen-orientiert über gemeinnützige Anliegen und Projekte. Der Initiator, Fundraising Verband Austria, möchte damit noch mehr Unternehmerinnen und Unternehmer erreichen und diese zu Spenden und zur Zusammenarbeit mit NPOs motivieren. Hochrangige Organisationen, aber auch Persönlichkeiten wie z.B. Franz Fischler tragen die Aktion mit.

„Eine funktionierende Gesellschaft ist die Basis für ein friedvolles und erfolgreiches Wirtschaften und Leben. Dies bedarf der gemeinsamen Anstrengung von Österreichs gemeinnützigen Organisationen zusammen mit den zahlreichen engagierten Unternehmen!“, appellierte Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach und Unterstützer der „Aktion Wirtschaft hilft!“, bei deren heutigen Präsentation. Die Aktion zielt genau in diese Richtung und möchte eine neue Brücke zwischen Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen bauen: „Mit unserem umfassenden Service- und Informationsangebot möchten wir möglichst viele Unternehmen – hier insbesondere die KMUs – motivieren und ihnen bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beratend zur Seite stehen“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria und Initiator der Aktion. Der Informationsbedarf ist groß, weiß auch Markus Buchner, Geschäftsführer des sozial engagierten Telekommunikations-Anbieters ATMS: „Wir unterstützen jährlich drei ausgewählte Vereine mit einer Spende. Informationen über Organisationen und Tipps rund ums Spenden gebündelt an einem Platz haben mir bis jetzt gefehlt.“
 
Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
95% der Unternehmen geben in einer aktuellen Befragung an, die Gesellschaft zu unterstützen. Warum sich dies nicht in der Spendenbilanz vieler Organisationen wiederfindet, erklärt Marisa Mühlböck, Geschäftsführerin der Julius Raab Stiftung: „Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen ist bunt und geht oft über Geld- und Sachspenden hinaus. Ansätze wie ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern gewinnt an Bedeutung.“ Bedarf sieht die Expertin im Bereich der Information. Angebote, wie sie die „Aktion Wirtschaft hilft!“ bietet, erschließen hier neue Potenziale im Miteinander von Wirtschaft und Gesellschaft.
 
Über die Aktion Wirtschaft hilft und den Spendenguide für Unternehmen
Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte Unternehmen unterstützen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Zentrales Serviceinstrument ist der heute neu veröffentlichte Spendenguide für Unternehmen. Darin findet sich neben einem ausführlichen Service- und Informationsteil ein Überblick über die Arbeit und die Projekte von 50 gemeinnützigen Organisationen. Diese decken ein breites inhaltliches und gesellschaftliches Spektrum ab – von der Kinderhilfe über die Entwicklungszusammenarbeit bis hin zu Wissenschaft und Forschung. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at. Dort finden Interessierte alle Serviceinfos sowie den Spendenguide für Unternehmen zum Download und zur Bestellung.
 
Spendenideen werden prämiert
Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ möchte engagierte Unternehmen auch vor den Vorhang holen. Bis Ende Jänner 2015 sind Österreichs Unternehmen aufgerufen, ihre erfolgreichen, innovativen und kreativen Spendenideen von österreichischen Unternehmen einzusenden. Im Frühjahr 2015 werden die drei besten als „Unternehmensspende des Jahres“ gekürt. Alle Ideen von der Weihnachtsspende bis zum ehrenamtlichen Einsatz eines Unternehmensteams sind willkommen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at/award.
 
 
Rückfragehinweis:
Fotos sind nach der Pressekonferenz unter http://fotodienst.pressetext.com/album/3396 verfügbar.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290
E: presse@fundraising.at
 


 

 



KARLHEINZ BÖHM ausgezeichnet für Lebenswerk

Utl. Fundraising Verband zeichnet Karlheinz Böhm posthum für seine Verdienste um das Spendenwesen aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation.
BITTE BEACHTEN SIE DIE SPERRFRIST: 6.10.2014, 18.00 Uhr

Wien, 6.10.2014. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend hervorragende Leistungen in der Spenderkommunikation mit den Fundraising Awards 2014 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Rennen um den besten Spendenspot, das beste Plakat, die beste Online-Kampagne, die beste Fundraising Aktion, das beste Spendenmailing sowie die beste Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2014. Als Höhepunkt wird Karlheinz Böhm posthum für sein Fundraising-Lebenswerk geehrt.

Karlheinz Böhm war ein außerordentlicher Mensch. Sowohl auf der Bühne als auch als Gründer der Organisation „Menschen für Menschen“ begeisterte er Hunderttausende weltweit. Er motivierte und sensibilisierte sie zugleich für die katastrophale Situation der äthiopischen Bevölkerung. „Mit Karlheinz Böhm haben wir Ende Mai einen charismatischen Mann verloren, der sehr viele Menschen motiviert und so viel Schönes bewegt hat. Ihm verdanken Millionen Äthiopier Zugang zu Wasser, Bildung und die Chance auf eine bessere, selbstbestimmte Zukunft. Nun gilt es sein Lebenswerk mit Menschen für Menschen weiterzuführen!“, betont daher der Sänger Michael Seida in seiner Laudatio für Karlheinz Böhm anlässlich der Verleihung des Fundraising Awards für das Lebenswerk. Zuletzt wurden Willi Resetarits (2013), Chris Lohner (2012), Gery Keszler (2011), Barbara Stöckl (2010), Kurt Bergmann (2009) sowie Cecily Corti (2008) ausgezeichnet.

Der Spot „7 Euro pro Monat retten Leben“ von Ärzte ohne Grenzen setzt sich als bester Fundraising Spot des Jahres durch. Der von der Agentur Schulterwurf entwickelte Spot ist die erste Direct-Response-TV Kampagne von Ärzte ohne Grenzen in Österreich.

Die Caritas der Erzdiözese Wien punktet dieses Jahr mit dem besten Fundraising Plakat. Bei dem von Jung von Matt entwickelten Plakat „Gruft Winterpaket“ verfärbt sich dieses aber einer Temperatur unter 5 Grad dieses von Weiss auf Blau und die Schrift wird lesbar.

Eine innovative Spendenmechanik punktete bei der Partnerschaft des Jahres. Das von Demner, Merlicek und Bergmann für die ROTE NASEN Clowndoctors entwickelte und von seven one media sowie A1 TV unterstützte innovative Tool ermöglicht einfaches Spenden über die Fernsehfernbedienung.

Der Fundraising Award für die Integrierte Fundraising Kampagne des Jahres geht in diesem Jahr an das Jane Goodal Institut. Die von DIRECT MIND entwickelte Cross-Media-Aktion verband On- und Offlinemedien und motivierte besonders viele Menschen zu einer Patenschaft.

Teach for Austria setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres mit „Meine Spende macht Schule“ durch. Bei der Aktion bestand die Herausforderung binnen 7 Wochen €100.000 Spenden zu sammeln, damit das Unternehmen „Heinzel Group“ weitere €100.000 spendet. Die Organisation war erfolgreich und sammelte insgesamt über 211.475 Euro.

Erstmals wurde der beste Spendenbrief als Direct Mailing des Jahres ausgezeichnet. DEBRA Austria punktete hier mit dem von DIRECT MIND kreierten Weihnachtsmailing 2013. Der Brief war besonders erfolgreich und das Ergebnis lag 20% über den durchschnittlichen Werten.

Zwtl.: Über die Fundraising Awards
Zum 21. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel der in sieben Kategorien vergebenen Awards ist es, hervorragende Leistungen im Fundraising vor den Vorhang zu holen. Der Fundraising Award für das Lebenswerk wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden dieses Jahr 58 Projekte eingereicht.
Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von rund 200 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis:
BITTE BEACHTEN SIE DIE SPERRFRIST: 6.10.2014, 18.00 Uhr
Fotomaterial steht auf der Website www.mydrive.ch (Benutzer: fundraiser@schedl, Kennwort: bilder) ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/62 18 290, E: presse@fundraising.at


 


 

Lob für Gesetzes-Initiative der Bundesregierung zur Stärkung des zivilgesellschaftlichen Engagements

Utl.: Fundraising Verband Austria begrüßt die heutige Ankündigung von Staatssekretär Mahrer, Hürden für gemeinnütziges Stiften abzubauen.

Wien, 2.10.2014. Einen Tag nach dem „Europäischen Tag der Stiftungen“ kündigte Staatssekretär Harald Mahrer heute im Rahmen einer Enquete in der Hofburg an, dass die Bundesregierung noch heuer ein Bundesgesetz zur Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements „erfolgreich in die Begutachtung schicken“ werde. Damit sollen im Besonderen Hürden für gemeinnütziges Stiften abgebaut werden, um Österreich mittel bis langfristig auf Deutsches oder Schweizer Niveau zu bringen. Er bezeichnete es wörtlich als „beschämend“ für ein Land wie Österreich, dass die Ausschüttungen an den gemeinnützigen Sektor auf einem derart niedrigen Niveau „dahingrundeln“.

 
Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, reagierte erfreut über diesen Vorstoß: „Wir begrüßen die Gesetzes-Initiative der Bundesregierung! Im Regierungsprogramm wurden vor einem Jahr Verbesserungen für den gemeinnützigen Sektor zugesagt. Wir hoffen, dass die Verhandlungen nun zügig abgeschlossen werden. Österreich darf hinsichtlich gemeinnütziger Stiftungen nicht Schlusslicht bleiben. In Deutschland werden 50 Mal (!) mehr Mittel von Stiftungen in gemeinnützige Projekte pro Jahr investiert als in Österreich. Gerade in Zeiten von eskalierenden Krisen und Katastrophen ist jede Unterstützung für gemeinnütziges Engagement bitter nötig.“
 
Konkret drängen die gemeinnützigen Organisationen auf die uneingeschränkte steuerliche Absetzbarkeit des Stiftens für das Gemeinwohl (wie bei Spenden), die Abschaffung der dreijährigen Frist für die Erlangung der Spendenbegünstigung bei Stiftungserrichtung sowie die KESt-Befreiung von Erträgen aus gemeinnützigen Stiftungen.
 
Rückfragehinweis:
Matthias Schickhofer, supportingchange.org,
T: 0699-11297184
 
Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria,
T: 0676-4410108

 

 


 
 
Symbolische Baumpflanzung: "Mehr Wachstum für gemeinnützige Stiftungen in Österreich"

Utl. Führende NGOs drängen Bundesregierung zum Handeln: Österreich darf nicht Schlusslicht bleiben

Wien, 1.10.2014. Anlässlich des „Europäischen Tag der Stiftungen“ pflanzten heute VertreterInnen gemeinnütziger Organisationen einen symbolischen „Baum für gemeinnützige Stiftungen in Österreich“ im Wiener Volksgarten. Hunderte Stiftungen in 16 europäischen Ländern werben an diesem Tag mit vielfältigen Aktionen für das Stiftungswesen. Mit der Aktion wollten die NGOs in Österreich darauf aufmerksam machen, dass Österreich hinsichtlich der Förderung gemeinnütziger Stiftungen ein unrühmliches Schlusslicht in Europa darstellt. Sie drängten die Bundesregierung, die im Regierungsprogramm zugesagten Verbesserungen nun rasch umzusetzen. An der Baumpflanzung beteiligten sich VertreterInnen von Fundraising Verband Austria, Caritas, Greenpeace, Licht für die Welt, Österreichisches Rotes Kreuz, ROTE NASEN Clowndoctors und SOS-Kinderdorf.

Konkret geht es den Organisationen um eine bessere Stiftungskultur und konkrete gesetzliche und steuerliche Verbesserungen. Sie pochen auf ein neues gemeinnütziges Stiftungsrecht, das Stiften für das Gemeinwohl gezielt fördert. Noch in diesem Herbst könnte die Bundesregierung die uneingeschränkte steuerliche Absetzbarkeit des Stiftens für das Gemeinwohl (wie dies bei Spenden bereits weitgehend der Fall ist), die KESt-Befreiung von Erträgen aus gemeinnützigen Stiftungen und die Abschaffung gesetzlicher Hürden wie der dreijährigen Frist für die Erlangung des Spendenbegünstigung bei Stiftungserrichtung umsetzen.
 
Alexander Bodmann. Geschäftsführer der Caritas der Erzdiözese Wien, unterstreicht: „Gemeinnützige Stiftungen könnten nach der Spendenabsetzbarkeit ein ganz wichtiger Impuls für gemeinnützige Aktivitäten werden – ein starkes, wichtiges Zeichen in einer Welt, in der sich aktuell unvorstellbare humanitäre Katastrophen ereignen. Österreich könnte, seiner humanitären Tradition folgend, zu einem wichtigen Stiftungsstandort Mitteleuropas werden. Dazu ist es notwendig, das Stiftungsrecht zu ändern, mit Fokus auf die Förderung gemeinnütziger Anliegen. Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen bis zur Höhe von zwei Mio. Euro – gleich der Spendenabsetzbarkeit – sollten über bis zu zehn Jahre verteilt absetzbar sein.“
 
Hanna Simons, politische Direktorin von Greenpeace, betont: „Eine Gesellschaft, die sozialen Zusammenhalt, Umweltschutz und Gerechtigkeit fördern will, braucht gute Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Engagement. Dazu gehört auch ein modernes Stiftungsrecht.“
 
Rupert Roniger, Geschäftsführer von Licht für die Welt, erklärt: „Steuerliche Anreize und eine neue rechtliche Basis für gemeinnütziges Stiften wird die Solidarität in Österreich massiv stärken. Gemeinnütziges Stiften ermutigt vermögende Menschen, durch philanthropisches Engagement gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen – in diesem Bereich hat Österreich enormen Aufholbedarf!“
 
Dr. Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes sagt: „Ein intelligentes gemeinnütziges Stiftungsrecht würde zusätzliche finanzielle Mittel für die Zivilgesellschaft und die humanitären Organisationen bedeuten. Mittelfristig sind bis zu einer Milliarde Euro Ausschüttung an gemeinnützige Organisationen realistisch. Gemeinnützige Stiftungen und Non-Profit-Organisationen könnten so gemeinsam dringende Themen wie Armutsbekämpfung, Ausbildung von Kindern und Jugendliche oder Herausforderungen aufgrund des demographischen Wandels und vieles mehr substantiell voranbringen.“
 
Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria, drängt: „Je später die Entscheidung fällt und je geringer die Verbesserungen ausfallen, umso niedriger fallen die budgetentlastenden Einnahmen aus. Ein Jahr nach der Regierungsbildung muss gehandelt werden!"
 
Zwtl. Gemeinnützige Stiftungen in Zahlen:
In ganz Europa finanzieren 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro. Mit jährlichen Zuwendungen von bescheidenen 20 bis 25 Mio Euro spielen Stiftungen in Österreich aber eine beschämende Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. Stiftungen in Deutschland schütten 50 Mal (!) mehr Mittel an gemeinnützige Projekte jährlich aus als österreichische (nämlich 15 Milliarden Euro). In Deutschland sind heute 95% aller Stiftungen gemeinnützig, in Österreich hingegen bloß 6% aller Privatstiftungen.
 
Die etwa 3.300 heimischen Privatstiftungen haben ein Vermögen von rund 80 bis 100 Mrd. Euro veranlagt. Davon sind fast 60% in Unternehmensbeteiligungen, 20% in Immobilien und etwa 20% in Wertpapieren und in Liquidität investiert. Österreichische Privatstiftungen wollen vor allem Privatvermögen und Unternehmen in inländischer und einheitlicher Hand halten. Gemeinnützige Ziele waren bislang unbedeutend.
 
Zwtl. Gemeinnützige Stiftungen in Österreich?
Beispiele für herausragende Philanthropie gibt es aber dennoch: Die Initiative „Sinnstifter“ von österreichischen Privatstiftungen (Gründer: Erste Stiftung, Essl Foundation, Humer Privatstiftung, Schweighofer Privatstiftung, Katharina Turnauer Privatstiftung und Unruhe Privatstiftung), will die gemeinnützige Rolle der Stiftungen betonen. Die private Forschungsstiftung „Wings for Life“, von Dietrich Mateschitz gegründet, hat das Ziel, Heilmethoden für alle Querschnittspatienten weltweit zu finden. Die Lupac-Stiftung, die gemeinnützige Stiftung des Parlaments, die Dank der großzügigen Zuwendung einer Person errichtet werden konnte, vergibt den ersten österreichischen Demokratiepreis – heuer bereits zum fünften Mal.
 
Die VertreterInnen der NGOs hoffen, dass die zugesagten Verbesserungen nun rasch umgesetzt werden. Auch angesichts der aktuellen und eskalierenden Krisen in vielen Teilen der Welt, sei es ein Gebot der Stunde, die Arbeit der gemeinnützigen Organisationen durch Abbau von Hemmnissen für philanthropisches Engagement zu unterstützen.
 
Rückfragehinweis:
Matthias Schickhofer, supportingchange.org, Tel.: 0699-11297184
 
Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria,
Tel.: 0676-4410108
 
Fotos von der Aktion können honorarfrei auf Anfrage übermittelt werden: presse@fundraising.at und matthias.schickhofer@supportingchange.org


 



Infowoche: Vererben für den guten Zweck?
Utl. Am Montag 8.9.2014 startet die „Woche des guten Testaments“ im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.
 
Wien, 3.9.2014. Im Rahmen der „Woche des guten Testaments“ (8.9. – 17.9.2014) informiert die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ über die Möglichkeit, neben den Angehörigen auch gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Die 58 teilnehmenden Organisationen laden alle Interessierten zu 14 Informationsveranstaltungen und zwei Themenabenden in Graz, Linz, Salzburg, Villach und Wien ein. Im Rahmen der Veranstaltungen werden Notare und Rechtsanwälte über das Erbrecht informieren und Fragen beantworten. Vertreter der Organisationen bieten Einblick in ihre Arbeit und aktuelle Projekte. Eintritt ist frei. Die Veranstaltungen bieten zudem eine Gelegenheit, die Menschen hinter den gemeinnützigen Organisationen kennen zu lernen.
 
Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2014 erneut mit „Der Woche des guten Testaments“ von 8. bis 17. September daran. Besucher können die Organisationen bei Info-Veranstaltungen jeweils in ihren Büros besuchen oder bei zwei Gemeinschaftsveranstaltungen mehrere Organisationen gleichzeitig kennen lernen und ansprechen. Im Zentrum der Schwerpunktwoche stehen das gemeinnützige Testament und rechtliche Beratung durch Rechtsexperten. „Das Erbrecht ist komplex und wirft viele Fragen auf. Daher bieten wir im Rahmen der ‚Woche des guten Testaments’ in Zusammenarbeit mit Notaren und Rechtsanwälten allen interessierten Menschen Antworten dazu an. Die Veranstaltungen sind außerdem eine Gelegenheit, hinter die Kulissen der gemeinnützigen Organisationen zu schauen und die Menschen dort kennen zu lernen,“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands.
 
Zwtl. Themenabende am 9.9. und 10.9.: „Was bleibt – unser Vermächtnis für die Zukunft“
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zurecht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist der Schwerpunkt von zwei Themenabenden am 9. September im Kunsthistorischen Museum Wien und am 10. September im Albert Schweitzer Haus. Die Notare Dr. Christoph Beer und Dr. Christoph Mondel halten dort jeweils Vorträge über Erbrecht und Testamentsgestaltung und gehen konkret auf die Besonderheiten eines gemeinnützigen Testaments ein. Besucher haben die Möglichkeit, – auch individuelle – rechtliche Beratung einzuholen und jeweils ein Dutzend Organisationen und deren Vertreter persönlich zu treffen.
 
Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at.
Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise rund 50 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich: Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 510 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testatoren sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für zukünftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 
 
Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 58 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
 
Die Partner der Initiative:
Amnesty International, Animal Spirit, Arbeiter-Samariter-Bund, Ärzte ohne Grenzen, Auftakt, BirdLife, Brot für die Welt, BSVÖ Blinden- u. Sehbehindertenverband Österreich, Canisiuswerk, CARE, Caritas, Caritas Socialis, CONTRAST, DEBRA Austria, Diakonie Flüchtlingsdienst, Evangelisches Diakoniewerk, Europäisches Forum Alpbach, FWF Wissenschaftsfonds, Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer, GLOBAL 2000, Haus der Barmherzigkeit, Herzkinder Österreich, Hilfsgemeinschaft der Blinden u. Sehschwachen, Hilfswerk Österreich, IMBA Institut für Molekulare Biotechnologie, immo-humana, Integrationshaus, Jugend Eine Welt, Katholische Frauenbewegung Österreichs, Kinderhospiz Netz, Kindernothilfe, Kunsthistorisches Museum Wien, Licht für die Welt, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Malteser Hospitaldienst Austria, Menschen für Menschen, MIVA Austria, MPS Gesellschaft für MukoPolySaccharidosen, Naturhistorisches Museum Wien, NPH Österreich – Hilfe für Waisenkinder, ÖHTB Österr. Hilfswerk f. Taubblinde u. hochgradig Hör- u. Sehbehinderte, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichischer Herzfonds, Österreichisches Rotes Kreuz, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors Int., SOS-Kinderdorf, St. Anna Kinderkrebsforschung, Stiftung Kindertraum, Teach for Austria, UNICEF Österreich, Vier Pfoten, Volkshilfe Österreich, Wiener Tierschutzverein, World Vision, WWF Österreich.
 
Wir laden die VertreterInnen der Medien herzlich ein, die Veranstaltungen zu besuchen und freuen uns über eine Ankündigung! 
Gerne vermitteln wir darüber hinaus Kontakte und Interviews zu Experten und Testamentsspendern.

Rückfragehinweis:
 
Matthias Schickhofer
M: 0699/11297184
 
Infos im Web:

 

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FVA: Bester Spendenspot und bestes Spendenplakat gesucht!

Utl. Fundraising Verband prämiert herausragende Leistungen in der Spendenkommunikation
mit den Fundraising Awards 2014.

Wien, 29.8.2014. Der Fundraising Verband hat soeben die Ausschreibung für die diesjährigen Fundraising Awards gestartet. In Kooperation mit dem ORF und der Gewista werden hervorragende Leistungen in der Spendenwerbung gesucht. Ab sofort können NGOs, Kreative und Agenturen ihre Spots und Plakate ins Rennen schicken.

Immer mehr NGOs möchten mit Spots und Plakaten die Bevölkerung auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Dabei ist dies ein besonders sensibler Bereich, gilt es doch Themen und Bilder mit dem notwendigen Respekt auszuwählen und zu kommunizieren – eine große Herausforderung für Werber. „Wir möchten mit den Fundraising Awards Spendenspots und -plakate prämieren, die die Gratwanderung schaffen, mit dem notwendigen Respekt und mit den richtigen Bildern ihre Anliegen erfolgreich und kreativ kommunizieren.“, erläutert Günther Lutschinger, Geschäftsführer vom Fundraising Verband, die Motivation hinter den Fundraising Awards.
 
Bis 7. September haben NGOs, Kreative und Agenturen noch Zeit, ihre Spots und Plakate einzureichen. Dann wird eine Expertenjury die besten Spots und Plakate auswählen. Die Verleihung der Fundraising-Awards erfolgt im Rahmen einer Gala am 21. Österreichischen Fundraising Kongress am 6. Oktober in Wien.
 
Die Fundraising Awards
Die Fundraising Awards prämieren jährlich besondere Leistungen im Fundraising in sieben Kategorien. Neben dem Fundraising Spot und dem Fundraising Plakat werden außerdem die Integrierte Fundraising Kampagne, das Spendenmailing, die Unternehmenspartnerschaft, die Fundraising Online Kampagne sowie der Fundraiser des Jahres ausgezeichnet. Alle Informationen zum Einreichen und zu den Awards finden Sie auf der Website www.fundraisingkongress.at.
 
Im Vorjahr setzte sich der von Demner, Merlicek & Bergmann zum 40jährigen Jubiläum entwickelte Spot „Sieh das Besondere. Nicht die Behinderung.“ für Licht ins Dunkel als bester Fundraising Spot des Jahres durch. Licht für die Welt punktete mit dem von PKP BBDO kreierten besten Fundraising Plakat und der besten Partnerschaft mit dem Pharmaunternehmen Croma gleich zwei Mal bei den Fundraising Awards. Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres ging an die ROTE NASEN Clowndoctors für deren „Rote Nasen Lauf 2013“. Greenpeace setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres mit „The Movement“ durch.
 
Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
T: 01/276 52 98, M: 0676/62 18 290

 

 


Stifter-helfen.at ermöglicht obdachlosen Menschen Internetzugang
Utl. IT-Spendenportal vermittelt PCs als Internetterminals an VinziPort.
 
Wien, 21.5.2014. Drei neue Internetterminals für die Bewohner des „VinziPort“ und damit Zugang zum digitalen Leben. Dies macht das IT-Spendenportal „Stifter-helfen.at“ gemeinsam mit dessen Partner „AfB gemeinnützige GmbH“ möglich. Den Bewohnern des VinziPort, der erste Notschlafstelle Wiens für EU-Bürger wird damit die Suche nach Wohnung und Arbeit und der Kontakt mit ihren Familien erleichtert und so ein unabhängigeres Leben ermöglicht.
 
„Mit Stifter-helfen.at ist es unser Ziel, gemeinnützigen Organisationen dabei zu helfen, ihren sozialen Auftrag zu erfüllen. Hier beim VinziPort sieht man, wie wichtig der Zugang zum Internet mittlerweile ist. Nur so ist eine effiziente Wohnungs- und Arbeitssuche möglich.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands. Gemeinsam mit der AfB gGmbH hat der Fundraising Verband über Stifter-helfen.at IT-Spenden in Form von drei Internetterminals an das VinziPort vermittelt. „Eine Grundversorgung mit einem Bett und einer warmen Mahlzeit ist bei uns im VinziPort sichergestellt, aber wir wollen unseren Gästen mehr bieten.“, erklärt der ehrenamtliche Leiter des VinziPort Stephan Pfister und freut sich damit über das erweiterte Angebot seiner Einrichtung. Zwar gab es bisher auch einen PC mit Internetzugang, dieser war aber veraltet und für Ersatz fehlten die Mittel.
 
Die jetzige Lösung zeigt damit auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig das Programm von Stifter-helfen.at für gemeinnützige Einrichtungen ist. „Wir als Integrationsunternehmen wissen, wie wichtig es ist, sein Leben eigenständig zu meistern. Gerade das eigenständige Erreichen eines normalen Lebens trägt massiv zur Steigerung des Selbstwertgefühls bei, das einen wesentlichen Beitrag zu einem nachhaltigen Transfer in ein normales Leben darstellt.“, bekräftigt Kurt Essler, Geschäftsführer der gemeinnützigen AfB GmbH in Wien. Die AfB überarbeitet nicht mehr benötigte aber noch aktuelle IT-Hardware und vertreibt diese – unter anderem auch über Stifter-helfen.at. Damit schafft die AfB erfolgreich Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung.
 
Über Stifter-helfen.at
Auf dem IT-Spendenportal Stifter-helfen.at spenden derzeit elf IT-Firmen Softwarelizenzen von rund 160 aktuellen Produkten. Seit September 2012 haben sich rund 1.000 gemeinnützige Organisationen auf www.stifter-helfen.at registriert und insgesamt Lizenzen im Gesamtwert von über 3 Mio. Euro als Spende erhalten. Gemeinnützige Organisationen entrichten lediglich eine geringe Verwaltungsgebühr, die die Betriebskosten des Online-Portals decken. Damit sparen sie bis zu 96 Prozent des marktüblichen Verkaufspreises der IT-Produkte. Stifter-helfen.at ist ein Angebot von der  Haus des Stiftens gGmbH in Kooperation mit dem Fundraising Verband Austria und TechSoup Global.
Stifter-helfen.at ist für seine Partnerschaft mit Microsoft für den TRIGOS 2014 nominiert, dem österreichische Preis für Corporate Social Responsibility.

Bildmaterial:
Fotos zur honorarfreien Verwendung unter www.mydrive.ch
Passwort: VinziPort
 
Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290, E: presse@fundraising.at

 



FVA: Endlich gemeinnützige Stiftungen!
Utl. Fundraising Verband begrüßt den heutigen Vorstoß der Bundesregierung hinsichtlich gemeinnütziger Stiftungen.

Wien, 28.4.2014. Der Fundraising Verband begrüßt die heutige Ankündigung der Bundesregierung, die Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften in Österreich zu verbessern. Der geplante Abbau steuerlicher Hemmnisse und eine neue rechtliche Basis wird die gesellschaftliche Solidarität massiv stärken. Die Hoffnung ist, dass nach internationalem Vorbild dadurch bis zu eine Milliarde Euro zusätzliche Mittel in den gemeinnützigen Sektor jährlich fließen.

Zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor wird es geben, wenn Stiftungen in Österreich endlich gemeinnützig aktiv werden können. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Gemeinnützige Stiftungen könnten nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden!“

Finanzieren europaweit 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro, spielen Stiftungen hierzulande derzeit noch eine Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. So fließen jährlich bescheidene € 20 bis 25 Mio. in den gemeinnützigen Sektor. Aufgrund von attraktiveren Rahmenbedingungen sind es in anderen vergleichbaren europäischen Ländern nicht nur Millionen sondern Milliarden.

Insgesamt sieht der Fundraising Verband mit der Ankündigung  einen positiven und wichtigen Akzent für den gemeinnützigen Sektor, fordert die rasche Einbeziehung der NPOs und hofft auf zügige Umsetzung.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290, E: presse@fundraising.at

 



Capital-Bank startet Philanthropie-Initiative
Utl. Capital Bank präsentiert erste Philanthropie-Beratung Österreichs und neue gemeinnützige Privatstiftung „Philanthropie Österreich“.

Wien, 9.4.2014. Keine österreichische Bank bietet Interessierten derzeit Beratung für gesellschaftliches Engagement an. Die Capital Bank schließt diese Lücke und präsentierte dazu heute im Rahmen einer Pressekonferenz ihre neue Philanthropieinitiative. Mit dieser möchte sie Interessierte unterstützen, mit Großspenden gesellschaftlich aktiv zu werden. Nach internationalem Vorbild bietet die Bank dazu mit Philanthropie-Beratung und der eigens geschaffenen gemeinnützigen Privatstiftung „Philanthropie Österreich“ künftig zwei neue Servicetools an. Damit möchte man die in Österreich unterentwickelten Großspenden erleichtern und ankurbeln.

Großspenden von Privatpersonen und Stiftungen spielen im gesamten Spendenaufkommen eine untergeordnete Rolle. So werden hierzulande derzeit nur drei Euro jährlich pro Einwohner aus Stiftungen für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet, in Deutschland  sind es hingegen 168  und in der Schweiz 148 Euro. In Österreich schlummert damit ein ungenutztes Potenzial von 1 Mrd. Euro. Dies zu ändern und mehr Menschen zu Großspenden zu motivieren, ist daher das zentrale Ziel der Initiative der Capital Bank gemeinsam mit dem Fundraising Verband Austria. „In der Eintracht Vieler liegt die Kraft, die das Gute bewirkt. Dazu beizutragen ist eines Jeden Aufgabe“, bringt Dr. Franz Harnoncourt-Unverzagt, Vorsitzender der Stiftung „Philanthropie Österreich“ die Motivation und die Hoffnung der Capitalbank mit einem Zitat von Erzherzog Johann, Gründer der Konzernmutter „Grazer Wechselseitige Versicherung“, im Jahr 1828 auf den Punkt.

Zwtl. Beratung und Stiftung als Mittel
Als Privatbank mit Kernkompetenz im Wealth Management hat die Capital Bank Zugang zu der Zielgruppe – jenen 100.000 Österreichern, die als Großspender in Frage kommen. „Wir wollen Interessierte auf das Thema Philanthropie aufmerksam machen und ein vertrauensvolles Umfeld für professionelle Unterstützung gemeinnütziger Anliegen schaffen.“, erklärt daher Mag. Constantin Veyder-Malberg, Vorstand der Capital Bank.  Über eine gezielte Philanthropieberatung wird die Capital Bank Interessierte beraten, ihre Vorstellungen gezielt und wirksam umzusetzen und andererseits mit der gemeinnützigen Privatstiftung „Philanthropie Österreich“ mittels sogenannter Zustiftungen eine Möglichkeit geben, den gemeinnützigen Sektor direkt zu unterstützen. Die Capital Bank bietet damit als erste Privatbank in Österreich eine derartige Wohltätigkeits-Plattform an. Die Verwaltungskosten der Stiftung werden zur Gänze von der Capital Bank getragen. Das bedeutet, dass 100% der eingezahlten Mittel in gemeinnützige Projekte fließen.

„Oft haben Großspender die Hürde, dass sie nicht sicher sind, WIE und WEM sie am besten unterstützen sollen. Mit unserer Initiative helfen wir ihnen bei beidem.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, und ergänzt: „Mit dieser Initiative wird der gemeinnützige Sektor mit einem äußerst innovativen Vorreiterprojekt künftig massiv unterstützt.“

Zwtl. Über die Capital Bank
Die Capital Bank ist eine der führenden Privatbanken in Österreich, ausgezeichnet vom aktuellen Fuchsbriefe-Report als beste Privatbank Österreichs und zweite in der Europaliga. Sie verwaltet an ihren Standorten in Graz, Wien, Salzburg, Kitzbühel und Klagenfurt gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften ein Vermögen von insgesamt rund € 11,7 Mrd.

Zwtl. Über die Privatstiftung „Philanthropie Österreich“
Die Gemeinnützige Privatstiftung „Philanthropie Österreich“ ist die erste dieser Art in Österreich. Kunden der Bank können als Zustifter oder als Großspender günstig und wirkungsvoll gemeinnützig tätig werden. Der Stiftung wurde die Steuerabsetzbarkeit durch das BMF bescheinigt. Die Stiftung arbeitet bei den Förderungen mit dem Fundraising Verband Austria zusammen. Mit der Umsetzung der Projekte werden jeweils bestehende NPOs beauftragt. Diese berichten laufend über die Wirkung der Leistungen. Die Stiftung ist organisatorisch der Capital Bank angegliedert. Die Bank übernimmt sämtliche Kosten. Das Stiftungsvermögen steht zu 100% den Projekten zur Verfügung und wurde zum Start mit € 70.000,- ausgestattet.

Rückfragehinweis:
•    Mag. Constantin Veyder-Malberg, Vorstand Capital Bank
T: +43 (0)316 8072 2201, E: stiftung-oesterreich@capitalbank.at

•    Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Verband Austria
M: +43 (0)676 62 18 290, E: presse@fundraising.at  
 


FVA: 50 Millionen Euro Testamentsspenden im Jahr 2013
Utl. Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.

Wien, 1.4.2014. 2013 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit 50 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 58 teilnehmenden Organisationen sagen damit DANKE an ihre Testamentsspender. Mit einem Vermächtnis ermöglichen sie den gemeinnützigen Organisationen und ihren Projekten, die Zukunft für kommende Generationen mit zu gestalten.

Zwtl. Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende
Die Österreicher unterstützten gemeinnützige Organisationen 2013 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von rund 50 Millionen Euro. Damit beträgt ihr Anteil am gesamten Spendenaufkommen (510 Millionen Euro 2013) rund 10 Prozent. „Jeder 10 Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, daher beeindruckt. Die Spendenform wird damit bei den Österreichern immer beliebter. „Rund acht Prozent der Österreicher können sich mittlerweile vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken.“, erklärt Lutschinger weiter. Ihr wichtigstes Motiv ist der „gute Wille“ und damit auch nach ihrem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. „Trotzdem wissen noch viel zu wenige Menschen über diese Spendenform und ihre rechtlichen Aspekte Bescheid. Mit unserer Initiative möchten wir diese Lücke schließen und neutral informieren.“, erklärt Lutschinger weiter.

Zwtl. Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.
Gutes tun können die Österreicher mit dieser Spendenform besonders nachhaltig. Sie ermöglichen den Organisationen außerordentliche und langfristige Projekte zu realisieren. „Viele Menschen haben bereits mit einem Vermächtnis zur Menschenrechtsarbeit von Amnesty International beigetragen!“ sagt Generalsekretär Heinz Patzelt. „Sie unterstützen damit unsere weltweite Arbeit für Freiheit und Menschenwürde!“

Bei SOS-Kinderdorf konnte mit Hilfe von Testamentsspendern besonders viel Nachhaltiges geschaffen werden. „Die Menschen, die uns in ihrem letzten Willen bedenken, sind Helden und bewirken noch lange Gutes: So wäre etwa das Osttiroler SOS-Kinderdorf ohne die Unterstützung einer deutschen Physiotherapeutin  in der heutigen Form nicht möglich geworden“, erklärt Clemens Klingan von SOS-Kinderdorf.

Testamentsspenden sind zunehmend auch für Institutionen in Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung von Bedeutung: „Testamentarische Zuwendungen sind seit Jahrhunderten ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Sammlungstradition. Sie ermöglichen uns, Kulturschätze für kommende Generationen zu bewahren und erlebbar zu machen.“, erklärt Dr. Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums.

Zwtl. Über Vergissmeinnicht.at
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 58 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.

Die Partner der Initiative:
Amnesty International, Animal Spirit, Arbeiter-Samariter-Bund, Ärzte ohne Grenzen, Auftakt, BirdLife Österreich, Brot für die Welt, BSVÖ Blinden- u. Sehbehindertenverband Österreich, Canisiuswerk, CARE, Caritas, Caritas Socialis, Contrast, DEBRA Austria, Diakonie Flüchtlingsdienst, Evangelisches Diakoniewerk,  Europäisches Forum Alpbach, FWF Wissenschaftsfonds, Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer, GLOBAL 2000, Haus der Barmherzigkeit, Herzkinder Österreich, Hilfsgemeinschaft der Blinden u. Sehschwachen Österreichs, Hilfswerk Österreich, IMBA Institut für Molekulare Biotechnologie, immo-humana, Integrationshaus, Jugend Eine Welt, kfb Katholische Frauenbewegung Österreichs, Kinderhospiz Netz, Kindernothilfe, Kunsthistorisches Museum Wien, Licht für die Welt, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Malteser Hospitaldienst Austria, Menschen für Menschen, MIVA Austria, MPS Gesellschaft für MukoPolySaccharidosen, Naturhistorisches Museum Wien, NPH Österreich, ÖHTB Österr. Hilfswerk f. Taubblinde u. hochgradig Hör- u. Sehbehinderte, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichischer Herzfonds, Österreichisches Rotes Kreuz, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors Int., SOS-Kinderdorf, St. Anna Kinderkrebsforschung, Stiftung Kindertraum, Teach for Austria, UNICEF Österreich, Vier Pfoten, Volkshilfe Österreich, Wiener Tierschutzverein, World Vision, WWF Österreich

Rückfragehinweis:
FOTOS stehen ab ca. 12 Uhr unter www.tm-photography.at/vergissmeinnicht zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676 / 62 18 290
E: presse@fundraising.at  

Mag. Eva Estermann, Projektmanagement www.Vergissmeinnicht.at    
T: +43/1/ 276 52 98 -16
E: eva.estermann@fundraising.at

Fotos zu der Veranstaltung finden Sie hier im flickr-Stream des Fundraising Verbands.


 
SALZBURG: Lastschriften sind sichere Spendenform!
Utl. FVA empfiehlt, auf das Spendengütesiegel zu achten und auf der Straße nur Mitglieder der „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ zu unterstützen.
 
Salzburg, 27.2.2014. Lastschriften, die früheren Einziehungsaufträge, sind eine sichere Spendenform. Dies betont der Fundraising Verband anlässlich der derzeit herrschenden Diskussion rund um Fördermitgliedschaften und Spenden im öffentlichen Raum. Was Spender beachten sollten, zeigt der Fundraising Verband mit seinen Spendentipps.
 
Wenn Spender Organisationen nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen und geprüften Umgang mit Spendengeldern. „Mit dem Österreichischen Spendengütesiegel können wir sicher stellen, dass Spenden widmungsgemäß verwendet werden.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – dem Dachverband spendenwerbender Organisationen.
 
Bei Sammlungen auf der Straße sollten nur Organisationen unterstützt werden, die sich den Qualitätsstandards der „Qualitätsinitiative Fördererwerbung“ verpflichten. „Wenn eine Mitgliedsorganisation der Qualitätsinitiative Fördererwerbung Sie auf der Straße anspricht, erkennen Sie ihre Seriosität sofort: Die Mitarbeiter sind an der Kleidung deutlich erkennbar, zeigen Ihnen auf Verlangen ihren Ausweis und sind nicht aufdringlich.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die drei wichtigsten Kriterien für ein korrekt geführtes Gespräch. Geschieht das nicht in dieser Form, rät Lutschinger von einer Spende ab. Die NGOs informieren die Bevölkerung über längerfristige Patenschaften oder Fördermitgliedschaften. Diese werden meist über Lastschriften abgewickelt. Mit den damit verbundenen gesetzlichen Rücktrittsmöglichkeiten ist das der sicherste Weg zu spenden. „Sollten Spender im Nachhinein Zweifel haben, können sie die Lastschriftaufträge im Unterschied zur Barspende leicht und unkompliziert stornieren.“
 
Um die Qualität in der Fördererwerbung an der Haustür zu sichern, gibt es seit 2011 die Qualitätsinitiative Fördererwerbung. Die 18 Mitgliedsorganisationen führen ihre Fördererwerbung nach strengen Qualitätsstandards durch. So kann dem Spender eine korrekte und seriöse Spendenwerbung gewährleistet werden. Alle Informationen finden Sie unter www.qualitaetsinitiative.at.  
 
Spenderberatung für verunsicherte Spender
Sollten sich Spender bei einer Organisation dennoch nicht sicher sein, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an seine Spenderberatung und Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der Hotline 0800/100 382 erreichbar.
 

Gemeinnützige Stiftungen hätten enormes Potenzial für Forschung und Zivilgesellschaft
Utl. Hochkarätige Expertenrunde zeigt Finanzierungschancen für Forschung und Zivilgesellschaft durch gemeinnützige Stiftungen auf.
 
Wien, 28.1.2014. Während in anderen EU-Ländern immer mehr Wohlhabende sich über gemeinnützige Stiftungen für die Gesellschaft, Wissenschaft und Forschung engagieren, verhindert der Gesetzgeber in Österreich ein solches Engagement derzeit noch. Das ist das Fazit eines Expertengesprächs des Fundraising Verbands gemeinsam mit dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung heute Abend. Der Fundraising Verband forderte in diesem Rahmen die Bundesregierung auf, ihren Plan, die Basis für gemeinnütziges Engagement von Stiftungen zu verbessern, rasch umzusetzen.
 
„Mehr als 110.000 Stiftungen finanzieren europaweit gemeinnützige Einrichtungen und deren Projekte mit einem Volumen von 83 bis 150 Mrd. Euro. In Österreich hingegen spielen Stiftungen eine Nebenrolle.“, fasst Monica Culen, Präsidentin des Fundraising Verbands, die aktuelle Situation zusammen und fordert im gleichen Zug: „Österreich sollte sich diesem europäischen Trend nicht verschließen und attraktive Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften schaffen. Dies würde massiv zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft beitragen.“
 
Aufgrund von attraktiven Rahmenbedingungen fließen in anderen europäischen Ländern jährlich Milliardenbeträge aus Stiftungen in den gemeinnützigen Sektor. So tragen in Deutschland 1.800 und in der Schweiz über 2.300 Stiftungen allein zur Förderung der Wissenschaft bei. Insgesamt fließen in der Schweiz rund 1,5 Mrd. Euro und in Deutschland rund 17 Mrd. Euro jährlich an gemeinnützige Projekte, in Österreich sind es lediglich 20-25 Mio. Euro.
 
„Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, ergänzt Culen und weist auf die immensen Chancen hin und setzt damit ein klares Signal in Richtung der neuen Bundesregierung, ihr im Regierungsprogramm verankertes Vorhaben, Stiftungsvermögen für Forschung, Technologie und Innovation zu mobilisieren, rasch umzusetzen. Wichtig sei zudem, dass die Politik ihr geplantes Vorhaben zur Stärkung des gemeinnützigen Sektors umsetze.
 

 
Regierungsprogramm: Endlich gemeinnützige Stiftungen!
Utl. Fundraising Verband begrüßt gemeinnützige Stiftungen und Erweiterung Spendenabsetzbarkeit im Regierungsprogramm und fordert rasche Umsetzung.
 
Wien, 13.12.2013. Der Fundraising Verband begrüßt die geplanten rechtlichen Anreizen für gemeinnütziges Stiftungen im Programm der neuen Bundesregierung. Eine Milliarde Euro zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor ist dabei die Hoffnung. Weiters befürwortet der Dachverband spendenwerbender Organisationen die geplante Stärkung des gemeinnützigen Sektors, die Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit auf Kultur- und Sporteinrichtungen, die Hebung der Mittel für die EZA und die Förderung des freiwilligen Engagements. Gleichzeitig vermisst er aber die Spendenabsetzbarkeit für Tierschutz und Bildung.
 
Zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor könnte es geben, wenn Stiftungen in Österreich endlich gemeinnützig aktiv sein könnten. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, die Verankerung von rechtlichen Anreizen für gemeinnütziges Engagement von Stiftungen im Programm der neuen Bundesregierung und ergänzt: „Gemeinnützige Stiftungen könnten nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden!“ Die neue Bundesregierung ist daher gefordert, dies umgehend umzusetzen. Finanzieren europaweit 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro, spielen Stiftungen hierzulande derzeit noch eine Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. So fließen jährlich bescheidene € 20 bis 25 Mio. in den gemeinnützigen Sektor. Aufgrund von attraktiveren Rahmenbedingungen sind es in anderen vergleichbaren europäischen Ländern nicht nur Millionen sondern Milliarden.
 
Zwtl. Stärkung der Zivilgesellschaft
Erstmalig ist in einem Regierungsprogramm auch das Bekenntnis einer Regierung zur Zivilgesellschaft und deren Organisationen verankert. „Das Bekenntnis zu einer grundsätzlichen Stärkung des gemeinnützigen Sektors ist ein Meilenstein in der zweiten Republik!“, erklärt Lutschinger weiters.
 
Zwtl. Entwicklungszusammenarbeit endlich Priorität, muss aber umgesetzt werden!
Die Verankerung des Ziels, 0,7% des Bruttonationaleinkommens für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit  in einem stufenweisen Plan aufzuwenden, ist begrüßenswert. Dies darf aber kein Lippenbekenntnis bleiben: „Es kann nicht sein, dass die Regierung wie in der Vergangenheit weiter die Verantwortung an die Bürger delegiert und diese über Spenden ein Vielfaches zur Bewältigung globaler Krisen leisten.“, betont Lutschinger.
 
Zwtl. Erweiterung Spendenabsetzbarkeit ohne Tierschutz und Bildung
Ebenso befürwortet der Fundraising Verband die Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit auf Kultur- und Sporteinrichtungen. Handlungsbedarf gibt es aber noch bei dem beliebten Tierschutz und der Bildung. „Es ist nicht einzusehen, dass Spender von Tierschutz- und Bildungseinrichtungen weiterhin derart benachteiligt werden!“, erklärt Lutschinger.
 
Zwtl. Anreize für Freiwilligenengagement
Positiv sind die weiteren Anreize für das Engagement Freiwilliger in unserer Gesellschaft zu bewerten. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Jede Initiative, die ein solches Engagement fördert, ist daher begrüßenswert. 
 
Insgesamt sieht der Fundraising Verband positive und wichtige Akzente im Regierungsprogramm für den gemeinnützigen Sektor und hofft auf eine rasche und zügige Umsetzung der geplanten Ideen. 
 

 
FVA: Österreicher spenden 510 Millionen Euro 2013!

Utl. Fundraising Verband präsentiert Spendenaufkommen 2013 und Forderungen an eine neue Bundesregierung.

Wien, 3.12.2013. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria den Spendenbericht 2013. Dieses Jahr wird das Aufkommen voraussichtlich auf 510 Millionen Euro leicht steigen. Im Rahmen einer Pressekonferenz forderte der Fundraising Verband die kommende Bundesregierung auf, endlich international übliche Erleichterungen für gemeinnützige Stiftungen zu schaffen und die Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz, Kultur und Bildung zu erweitern.
 

Entgegen vieler Befürchtungen ist die Solidarität der Österreicher weiterhin ungebrochen. Nach der Steigerung des Spendenaufkommens von 490 Mio. Euro 2011 auf 500 Mio. Euro 2012 erwartet der Fundraising Verband in seinen Prognosen für 2013 abermals ein leichtes Wachstum auf 510 Millionen Euro – ein historischer Höchststand. „Auch wenn es enger in den Geldbörsen der Österreicher geworden ist, zeigen sie auch 2013 ihre Solidarität mit den Schwachen und spenden 510 Millionen Euro. Österreichs NGOs sagen DANKE!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, beeindruckt. Abzuwarten bleibt, wie sich die Sammlungen für die Philippinen auf das Gesamtaufkommen auswirken werden.

Philippinen: Österreicher spenden tatkräftig
Die Hilfsmaßnahmen der Organisationen für die Taifunopfer laufen aufHochtouren. Die Österreicher unterstützen sie dabei tatkräftig. So wurden inzwischen über „Nachbar in Not“ bereits 2 Millionen Euro gespendet. „Unsere Hilfe wird auf den Philippinen noch lange notwendig sein. Danke an die Österreicherinnen und Österreicher, die uns und damit die Menschen im Katastrophengebiet maßgeblich unterstützen!“ erklärt Michael Opriesnig,Vorstandsvorsitzender von „Nachbar in Not“ und stellvertretender Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes.
 
Spendenabsetzbarkeit wirkt
Zu dem positiven Gesamtergebnis haben einmal mehr die Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden beigetragen. Bereits 660.000 Österreicher nutzen die Absetzbarkeit und jeder vierte Spendeneuro wird in den Steuererklärungen angegeben. „Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den Spendern angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt!“, sind sich Opriesnig und Lutschinger hier einig. „Umso mehr ist die kommende Regierung gefordert, Spenden für Tierschutz, Kultur und Bildung ebenfalls zu begünstigen.“, ergänzt Lutschinger.
 
Stiftungen: Hoffnung 1 Milliarde für gemeinnützigen Sektor
Ein weiteres Wachstum der Mittel für den gemeinnützigen Sektor könnte es geben, wenn Stiftungen in Österreich endlich gemeinnützig aktiv sein könnten. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, weist Monica Culen, Geschäftsführerin von ROTE NASEN Clowndoctors International und Präsidentin des Fundraising Verbands Austria, daher auf die immensen Chancen hin und setzt damit ein klares Signal in Richtung einer neuen Regierung hier aktiv zu werden. „Die internationalen Partnerorganisationen von ROTE NASEN Clowndoctors profitieren neben den klassischen Spenden massiv aus Mitteln von Stiftungen. Wieso ist das noch immer nicht in Österreich möglich?“, ergänzt Culen, die mit ihrer Organisation weltweit in elf Ländern aktiv sind.
 
Österreicher im internationalen Mittelfeld
Die Österreicher sind keine „Spendenweltmeister“. Es spenden zwar im internationalen Vergleich sehr viele Menschen, die Spendenhöhe ist aber geringer. „Insgesamt ist aber erfreulich, dass bereits 6 von 10 Österreichern zu den Spendern zählen und die durchschnittliche Spende in den vergangenen Jahren gestiegen ist.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion. Beim Spenden unterstützen die Österreicher am liebsten Kinder, Tiere und die Bekämpfung des Hungers. Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, ist dabei das wichtigste Motiv, gefolgt von der Sympathie der Organisation.

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FVA: Richtig Spenden zur Weihnachtszeit!
Utl. Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.
 
Wien, 27.11.2013. Gutes zu tun ist den ÖsterreicherInnen besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Der Fundraising Verband möchte die Spender mit Tipps – insbesondere für die aktuellen Philippinen-Spendenaufrufe – in ihrer Entscheidung für eine Organisation unterstützen.
 
„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte, wie die aktuellen Sammlungen für die philippinischen Taifunopfer!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu ist es wichtig, dass deren Finanzierung abgesichert ist. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“
 
Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzministerium ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Neben mildtätigen Organisationen sind seit vergangenem Jahr auch Freiwillige Feuerwehren, Umweltorganisationen und Tierheime begünstigt.
 
Eine besondere Art der Weihnachtsspende sind Spenden-Geschenke, etwa in Form einer Patenschaft. „Wenn Sie noch nach einem Geschenk suchen, sind Spenden-Geschenke eine schöne Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu schenken und gleichzeitig Gutes zu tun. “, so Lutschinger. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.
 
 
Die FVA-Spendentipps
  1. Entscheiden Sie sich für 2 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  2. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter!
  3. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  4. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 233 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.
  5. Heben Sie Ihre Spendenbelege auf: Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
     
Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 20 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 500 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Jeder fünfte Österreicher unterstützt regelmäßig die Arbeit der rund 1000 spendenwerbenden Vereine.
 
Spenderberatung
Sollten sich Spender bei einer Organisation dennoch nicht sicher sein, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an seine Spenderberatung und Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der Hotline 0800/100 382 erreichbar.
 
Pressekonferenz Spendenbericht am 3.12.
Kommende Woche, Dienstag 3.12. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2013. Die Themen: Spendenbilanz 2013, erster Zwischenbericht Spenden für die Philippinen, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

Anmeldung zur Pressekonferenz am 3.12. bitte bei Mag. Peter Steinmayer unter presse@fundraising.at
 
 

 

1,6 Mio. Euro Einsparungen für gemeinnützigen Sektor durch Stifter-helfen.at
Utl. IT-Spendenportal zieht am ersten Geburtstag erfreuliche Zwischenbilanz.

Wien, 22. Oktober 2013. 4.800 Softwarelizenzen mit einem Gegenwert von 1,6 Mio. Euro. Das ist die erfreuliche Bilanz und die finanzielle Entlastung, die das IT-Spendenportals Stifter-helfen.at im vergangenen Jahr 420 Österreichischen NPOs gebracht hat. Am ersten Geburtstag blickt das Projekt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Durch fünf neue Partnerunternehmen konnte das Angebot für NPOs von 100 auf über 150 Produkte ausgeweitet werden. Ebenso kann nun ein breiterer Kreis an NPOs vom Programm profitieren.

„Stifter-helfen.at bringt den NPOs nicht nur diese beachtliche finanzielle Entlastung, sondern hilft ihnen technisch am aktuellsten Stand, wesentlich effizienter ihre wichtigen Leistungen für die Gesellschaft zu erbringen“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria und Mitinitiator von Stifter-helfen.at. Neben den zusätzlichen IT-Unternehmen wurde im ersten Jahr des Bestehens von Stifter-helfen.at auch der Kreis der Begünstigten ausgeweitet. So spendet beispielsweise Microsoft seine Produkte nun auch an Kirchen und religiöse Einrichtungen. Außerdem erhalten Hospizeinrichtungen ab sofort Lizenzen aller IT-Stifter. Darüber hinaus vermittelt Stifter-helfen.at im Programm “Hardware wie Neu“ runderneuerte Produkte wie Laptops, Flat-Screens oder PC-Komplettsysteme zum Selbstkostenpreis.
 
Zwtl. In Zukunft verstärkt Fortbildungen für Non-Profits
Im zweiten Jahr hat Stifter-hefen.at das Ziel, das Produktspendenangebot durch neue IT-Partnerunternehmen weiter auszubauen. Neu hinzukommen werden Fortbildungen mit Fachvorträgen und Webinaren für NPOs.
 
Zwtl. Über Stifter-helfen.at
Auf dem IT-Spendenportal www.stifter-helfen.at spenden derzeit die acht IT-Stifter Adobe, Altruja, CleverReach, FundraisingBox, InLoox, Microsoft, SAP und Symantec Lizenzen von rund 150 aktuellen Produkten. Gemeinnützige Organisationen entrichten lediglich eine geringe Verwaltungsgebühr, die die Betriebskosten des Online-Portals decken. Damit sparen sie bis zu 96 Prozent des marktüblichen Verkaufspreises der IT-Produkte. Außerdem sind runderneuerte gebrauchte Hardwareprodukte zum Selbstkostenpreis erhältlich. Stifter-helfen.at ist ein Angebot von Stiftungszentrum.de in Kooperation mit dem Fundraising Verband Austria und TechSoup Global.
www.mydrive.ch (Benutzer: fundraising@schedl, Kennwort: bilder) ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.
 

 
WILLI RESETARITS ist Fundraiser des Jahres
Utl. Fundraising Verband zeichnet Willi Resetarits für seine Verdienste um das Spendenwesen aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation.
 
Wien, 7.10.2013. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2013 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den besten Spendenspot, das beste Plakat, die beste Online-Kampagne, die beste Fundraising Aktion sowie die beste Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2013. Als Höhepunkt wird Willi Resetarits zum Fundraiser des Jahres gekürt.

Willi Resetarits ist weithin bekannt für sein gesellschaftliches Engagement und einer der engagiertesten Österreicher für soziale Anliegen. Neben seinem Hauptprojekt, dem Wiener Integrationshaus, war er an der Gründung zahlreicher Organisationen beteiligt und unterstützte diese immer tatkräftig. Ohne sein Mitwirken im Fundraising und sein öffentliches Auftreten würden daher Projekte wie das Integrationshaus heute nicht in dieser Form bestehen. „Willi Resetarits ist eine Stimme für alle, die am Rande leben!“, betont daher Rudolf Semrad, Geschäftsführer von Swatch Österreich in seiner Laudatio für Willi Resetarits anlässlich der Verleihung der Fundraising Awards. Zuletzt wurden Chris Lohner (2012), Gery Keszler (2011), Barbara Stöckl (2010), Kurt Bergmann (2009) sowie Cecily Corti (2008) ausgezeichnet.
 
Der Spot „Sieh das Besondere. Nicht die Behinderung.“ von Licht ins Dunkel setzt sich als bester Fundraising Spot des Jahres durch. Der von Demner, Merlicek & Bergmann zum 40jährigen Jubiläum entwickelte Spot stellt herausragende Leistungen behinderter Menschen in den Fokus. Er ruft uns alle auf, über Äußerlichkeiten hinwegzusehen und den Mensch und seine Einzigartigkeit zu erkennen.
 
Licht für die Welt punktet dieses Jahr mit dem besten Fundraising Plakat und der besten Partnerschaft gleich zwei Mal bei den Fundraising Awards. So macht die von PKP BBDO entwickelte Plakatkampagne mit dem Claim „Ich werde wieder gehen“ bzw. „Ich werde wieder sehen“ auf besonders sensible Weise auf die zwei Kernanliegen der Organisation – Blindheit und Behinderung – aufmerksam.
 
Das Pharmaunternehmen Croma unterstützt Licht für die Welt seit über zehn Jahren mit dessen Produkten für die Behandlung von Grauem Star. Vergangenes Jahr wurde die Partnerschaft ausgebaut. Dieser Erfolg überzeugte die Fachjury der Fundraising Awards und belohnte die Organisation mit dem erstmals vergebenen Award für die beste Partnerschaft des Jahres.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres geht in diesem Jahr an die ROTE NASEN Clowndoctors für deren „Rote Nasen Lauf 2013“. 10.000 TeilnehmerInnen gehen bei der Veranstaltung jährlich an den Start und unterstützen damit die Clownprogramme der Organisation für kranke Kinder, SeniorInnen, RehapatientInnen und Menschen mit Behinderung.

Greenpeace setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres mit „The Movement“ durch. In der Kampagne mobilisierte die Organisation erfolgreich mittlerweile 3.5 Mio. Menschen zum Schutz der Arktis.
 
Zwtl.: Über die Fundraising Awards
Zum 20. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel der in sechs Kategorien vergebenen Awards ist es, hervorragende Leistungen im Fundraising vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen fünf Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden dieses Jahr 36 Projekte eingereicht.
 
Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von rund 200 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.
 
BITTE BEACHTEN SIE DIE SPERRFRIST: 7.10.2013, 17.30 Uhr
 
Fotomaterial steht auf der Website www.mydrive.ch (Benutzer: fundraising@schedl, Kennwort: bilder) ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.
 

 
Europäischer Tag der Stiftungen: Österreich Schlusslicht
Utl. Fundraising Verband fordert Anreize für gemeinnütziges Engagement von Stiftungen in Österreich.

Wien, 1.10.2013. Während in anderen EU-Ländern immer mehr Wohlhabende sich über gemeinnützige Stiftungen für die Gesellschaft engagieren, verhindert der Gesetzgeber in Österreich ein solches Engagement. Diese Bilanz zieht der Fundraising Verband Austria anlässlich des heutigen europäischen Tages der Stiftungen. Die künftige neue Regierung sei gefragt, umgehend die rechtliche Basis zu verbessern und steuerliche Anreize für gemeinnütziges Engagement von Stiftungen zu schaffen. Immerhin könnten auf diese Weise 1 Milliarde Euro in den gemeinnützigen Sektor fließen.  
 
Heute, am 1. Oktober, findet der erste europäische Tag der Stiftungen statt. An diesem vom Donors and Foundations Networks in Europe (DAFNE) lancierten Tag präsentieren sich europaweit 6.000 Stiftungen. Damit soll der Stiftungssektor in Europa sichtbar gemacht und für die Idee des Stiftens geworben werden.

Finanzieren europaweit 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro, spielen Stiftungen hierzulande eine Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. So fließen jährlich bescheidene € 20 bis 25 Mio. in den gemeinnützigen Sektor. Im Vergleich dazu spendeten die Österreicher über die klassische Geldspende mit rund 500 Mio. Euro zuletzt ein Vielfaches davon. Aufgrund von attraktiven Rahmenbedingungen gehen in anderen europäischen Ländern nicht nur Millionenbeträge sondern Milliarden aus Stiftungen in den gemeinnützigen Sektor. Damit werden Organisationen massiv bei der Bewältigung der Zukunftsfragen in Bereichen wie der Forschung, Bildung oder Soziales unterstützt. In Deutschland werden rund 17 Mrd. Euro und in der Schweiz rund 1,5 Mrd. Euro an gemeinnützige Projekte ausgeschüttet.
 
Zwtl. Hoffnung 1 Milliarde jährlich
Zahlreiche österreichische Philanthropen haben aus diesem Grund inzwischen das Land verlassen und Stiftungen in der Schweiz und Deutschland errichtet. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, weist Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, daher auf die immensen Chancen hin.
 
Zwtl. Hochkarätige Expertenrunde mit Europaabgeordneter Regner diskutiert am 3.10. neues Europäisches Stiftungsrecht.
Der Wettbewerb um den besten Standort für Philanthropie hat längst begonnen. Geht es nach der Europäischen Kommission werden Stiftungen gemeinnützige Initiativen künftig leichter grenzüberschreitend unterstützen können. Welche Auswirkungen dieses neue Regelwerk auf die Gemeinnützigkeit und die österreichische Stiftungslandschaft hat, diskutiert eine hochkarätige Expertenrunde am Donnerstag den 3.10. – allen voran Europaabgeordnete Evelyn Regner. Details auf www.fundraising.at
 

 
TERMINAVISO: 3.10.: Welche Chancen bringt das neue Europäische Stiftungsrecht?
Utl. Hochkarätige Expertenrunde mit Europaabgeordneter Regner diskutiert Auswirkungen auf Gemeinnützigkeit und Stiftungslandschaft.
 
Wien, 26.9.2013. Derzeit finanzieren über 110.000 Stiftungen europaweit gemeinnützige Einrichtungen und deren Projekte mit einem Volumen von 83 bis 150 Mrd. Euro. Nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission für das Europäische Stiftungsstatut können diese ab 2014 auch grenzüberschreitend gemeinnützig aktiv werden. Welche Auswirkungen dieses Regelwerk auf die Gemeinnützigkeit und die österreichische Stiftungslandschaft hat, diskutiert kommende Woche am Donnerstag den 3.10. eine hochkarätige Expertenrunde – allen voran Europaabgeordnete Evelyn Regner.
 
Das Programm im Detail:
  • Die Europäische Stiftung aus Sicht des Parlaments
    Mag. Evelyn Regner (Abgeordnete zum Europäischen Parlament, SPÖ)
  • Die Rolle der gemeinnützigen Stiftungen in Europa
    Dr. Hanna Surmatz (European Foundation Center)
  • Podiumsdiskussion: „Welche Bedeutung hat die Europäische Stiftung für Österreich?“
    mit Dr. Maximilian Eiselsberg (Verband Österreichischer Privatstiftungen), DDr. Katharina Müller (Partnerin Willheim Müller Rechtsanwälte), MMag. Reinhard Millner (Wirtschaftsuniversität Wien), Mag. Evelyn Regner (Abgeordnete zum Europäischen Parlament, SPÖ), Dr. Richard Wolf (Vorstand ERSTE Stiftung)
 
Fachveranstaltung: Stiften für die Gemeinschaft: Chancen durch das neue europäische Stiftungsstatut

Termin: Donnerstag, 3. Oktober 2013, 17:30-19:30 Uhr
Ort: Haus der Europäischen Union (Wipplingerstraße 35, 1010 Wien)
 
Die Veranstaltung findet in Kooperation von Fundraising Verband Austria, Verband Österreichischer Privatstiftungen, Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Österreich sowie Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich statt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Gerne koordinieren wir für Sie Interviewpartner und Hintergrundinfos. Es wird um Anmeldung unter presse@fundraising.at gebeten.
 



Ab sofort Softwarespenden für Kirchen!
Kirchen und Glaubensgemeinschaften erhalten über „Stifter-helfen.at“ Software von Microsoft
 
Wien, 18. September 2013. Über 370 gemeinnützige Organisationen profitieren bereits von den Softwarespenden auf Stifter-helfen.at. Ab sofort ist dies jetzt auch für alle in Österreich anerkannten Kirchen und Glaubensgemeinschaften möglich. Mit der Ausweitung des Spendenprogramms auf religiöse Zwecke können neben kirchlichen Hilfsorganisationen nun auch Pfarren und Glaubensorganisationen über 100 Produkte von Microsoft beziehen. So können diese ihre EDV kostengünstig aufrüsten und damit noch effizienter ihre Aufgaben erfüllen.
 
„Wir sind sehr froh, dass nun mit dieser Ausweitung neben den vielen kirchlichen Hilfsorganisationen auch alle Pfarren und Kirchengemeinden im Rahmen unserer Technologieinitiative von den Softwarespenden profitieren können!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes Austria und Mitinitiator von Stifter-helfen.at, erfreut. Um Softwarespenden zu erhalten, müssen sich die Pfarren und Glaubensorganisationen lediglich auf www.stifter-helfen.at registrieren. Nach Prüfung ihrer Angaben können sie Software gegen eine geringe Verwaltungsgebühr pro Lizenz bestellen. Diese ist notwendig, um den Betrieb der Plattform zu sichern.

Neben den Produkten von Microsoft können Kirchen und Glaubensgemeinschaften auch das Online-Spendenformular von Altruja und die Newsletter-Software von CleverReach als IT-Spende beziehen. Außerdem gibt es runderneuerte Hardware zu günstigen Konditionen.

Über Stifter-helfen.at
Stifter-helfen.at ist eine IT-Spendenplattform von Stiftungszentrum.de in Kooperation mit dem Fundraising Verband Austria und der amerikanischen NGO TechSoup Global. Über diese können gemeinnützige Einrichtungen kostengünstig Soft- und Hardware beziehen. Um den Betrieb der Plattform zu sichern, wird lediglich eine geringe Verwaltungsgebühr verrechnet.




Woche des guten Testaments startet am Montag
Utl. 41 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.
 
Wien, 4.9.2013. Am Montag (9.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, neben seinen Angehörigen gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Die 41 teilnehmenden Organisationen bieten dazu zahlreiche Informationsveranstaltungen an. Höhepunkt ist der Themenabend „Vererben und Vermachen für die Zukunft“ am 12. September in der Österreichischen Nationalbibliothek.
 
Im September werden in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Österreich beteiligt sich dieses Jahr wieder mit der Woche des guten Testaments von 9. bis 17. September daran. In deren Rahmen organisieren die an der Initiative „Vergissmeinnicht.at“ teilnehmenden Organisationen zahlreiche Informationsveranstaltungen. Diese beschäftigen sich mit den Möglichkeiten des gemeinnützigen Testaments und unter Beteiligung von RechtsexpertInnen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen. „Gerade im rechtlich komplexen Bereich des Erbrechts entstehen viele Fragen. Im Rahmen der Woche des guten Testaments bieten wir in Zusammenarbeit mit Notaren den Österreicherinnen und Österreichern Antworten dazu.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands.
 
Zwtl. Themenabend am 12.9.: „Vererben und Vermachen für die Zukunft“
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist daher auch der Schwerpunkt des Themenabends am 12. September in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien. Der Wiener Notar Dr. Christoph Beer wird dazu einem Vortrag über Erbrecht und Testamentsgestaltung halten. Außerdem stellen mehrere Organisationen ihre  Ziele und Tätigkeiten vor. Die Besucher haben so die Möglichkeit, sich rechtliche Tipps zu holen und die Arbeit gemeinnütziger Organisationen kennenzulernen. Anschließend gewährt die Nationalbibliothek Einblick in die von Spenden finanzierten Konservierungs- und Digitalisierungsprojekte ihres wertvollen Buchbestandes.
 
Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at.
 
Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise rund 50 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich: Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 500 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testatoren sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für zukünftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. Wenn es keine Erben gibt, fällt das Vermögen allerdings dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 
 
Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 41 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
Die Teilnehmer der Initiative sind: Albertina, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Auftakt, BirdLife, Canisiuswerk, CARE, Caritas, Caritas Socialis, DEBRA Austria – Schmetterlingskinder, Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, FWF Der Wissenschaftsfonds, GLOBAL 2000, Greenpeace, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, Hilfswerk, immo-humana, Jugend Eine Welt/Don Bosco, Lebenshilfe Wien, Licht für die Welt, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, MALTESER Hospitaldienst Austria, Menschen für Menschen, MIVA Austria, Naturhistorisches Museum Wien, ÖHTB, Österreichischer Herzfonds, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichisches Rotes Kreuz, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors, SOS-Kinderdorf, Sterntalerhof, Stiftung Kindertraum, UNICEF, Vier Pfoten, Volkshilfe Österreich, Wiener Tierschutzverein, World Vision, WWF.




Woche des guten Testaments zu Gast in Linz
Utl. Initiative „Vergissmeinnicht.at“ veranstaltet Informationsabend am 9. September.
 
Linz, 4.9.2013. Kommende Woche findet die „Woche des guten Testaments“ statt. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, neben seinen Angehörigen eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken. In Linz findet dazu im Wissensturm am 9.9. ein Themenabend rund um das gemeinnützige Testament statt.
 
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist der Schwerpunkt des Themenabends am 9.9. im Linzer Wissensturm. Der Linzer Rechtsexperte Dr. Roland Gintenreiter wird dazu einen Vortrag über Erbrecht und Testamentsgestaltung halten. Außerdem stellen die Organisationen Ärzte ohne Grenzen, Licht für die Welt, MIVA Österreich und World Vision ihre Ziele und Tätigkeiten vor. Die Besucher haben so die Möglichkeit, sich rechtliche Tipps zu holen und die Arbeit gemeinnütziger Organisationen kennenzulernen. Alle Informationen zu der Veranstaltung finden Sie unter www.vergissmeinnicht.at.
 
Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise rund 50 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich: Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 500 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testatoren sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über den Tod hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für zukünftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. Wenn es keine Erben gibt, fällt das Vermögen allerdings dem Fiskus zu, wie es jedes Jahr in 200-300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 
 
Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 41 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.

Die Teilnehmer der Initiative sind: Albertina, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Auftakt, BirdLife, Canisiuswerk, CARE, Caritas, Caritas Socialis, DEBRA Austria – Schmetterlingskinder, Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, FWF Der Wissenschaftsfonds, GLOBAL 2000, Greenpeace, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, Hilfswerk, immo-humana, Jugend Eine Welt/ Don Bosco, Lebenshilfe Wien, Licht für die Welt, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, MALTESER Hospitaldienst Austria, Menschen für Menschen, MIVA Austria, Naturhistorisches Museum Wien, ÖHTB, Österreichischer Herzfonds, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichisches Rotes Kreuz, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors, SOS-Kinderdorf, Sterntalerhof, Stiftung Kindertraum, UNICEF, Vier Pfoten, Volkshilfe Österreich, Wiener Tierschutzverein, World Vision, WWF.

Bildmaterial steht im Pressebereich auf
www.vergissmeinnicht.at zur Verfügung.




Salzburgerin gewinnt Auto bei gemeinnütziger Lotterie
Utl. Spendenlotterie „Das gute Los“ übergibt Gewinn an glückliche Gewinnerin.
 
Wien, 4.10.2013. Die Gewinner der gemeinnützigen Spendenlotterie „Das gute Los“ stehen fest: Hilde Wimmer aus Knutzing in Salzburg kann sich über den Hauptpreis, einen neuen Audi Q3 2.0 TDI in Wert von 35.000,- Euro vom Autohaus Kamper, freuen.
 
„Es ist schön, welche Freude die Spendenlotterie bei den Gewinnern bewirkt und dass gleichzeitig die wichtigen Projekte der teilnehmenden NGOs verwirklicht werden können.“, stellten Günther Lutschinger, Geschäftsführer der Spendenlotterie „Das Gute Los“, und Rainer Riedl, Obmann der an der Lotterie teilnehmenden Organisation DEBRA, bei der Gewinnübergabe fest.

In der gesamten Familie von Hilde Wimmer befinden sich langjährige Spender und deshalb war die Freude über das neue Auto besonders groß: „Wir spielen bei normalen Lotterien nicht mit, sind aber alle begeisterte Spender. Dass wir beim ‚Guten Los‘ gewonnen haben, freut die ganze Familie daher besonders.“, sagt die glückliche Gewinnerin. Hilde Wimmer beweist damit neben rund 5000 anderen Gewinnern der Frühjahrslotterie, wie sehr sich die Teilnahme an der Spendenlotterie „Das gute Los“ lohnt. Mit dem Erlös der Frühjahrslotterie „Das gute Los“ werden nachhaltige Hilfsprojekte von acht Nonprofit-Organisationen aus dem Sozial-, Umwelt- und Tierschutzbereich finanziert.
 
Zwtl. Spendenlotterie geht in die nächste Runde
Helfen und Gewinnen heißt es derzeit auch bei der laufenden Sommerlotterie „Das Gute Los“. Noch bis zum 25. September können Lose erworben und damit Gutes getan werden. Als Hauptpreis winkt ein Vario-Haus im Wert von 135.000,-- und es warten weitere attraktive Preise im Gesamtwert von 541.940,-- Euro. Gute Lose können unter der gebührenfreien Hotline 0800 700 747, im Internet unter www.das-gute-los.at sowie über alle mit veranstaltenden Organisationen bestellt werden.



Alpbach: Österreich kein Standort für gemeinnützige Stiftungen?
Utl.: Das Europäische Forum Alpbach und der Österreichische Fundraising Verband sehen 1 Milliarde Euro Potenzial für gemeinnützigen Sektor.

Alpbach, 29.8. 2013. Während in anderen EU-Ländern immer mehr Wohlhabende sich über gemeinnützige Stiftungen für die Gesellschaft engagieren, verhindert der Gesetzgeber in Österreich ein solches Engagement. Das ist das Fazit eines Pressegesprächs heute im Rahmen des Europäischen Forum Alpbachs. Die Teilnehmer, allen voran dessen Präsident Franz Fischler, fordern gemeinsam mit dem Fundraising Verband die Verbesserung der rechtlichen Basis und steuerlicher Anreize für gemeinnütziges Engagement von Stiftungen.

"Mehr als 110.000 Stiftungen finanzieren europaweit mit 83 und 150 Mrd. Euro gemeinnützige Einrichtungen und deren Projekte. In Österreich hingegen spielen Stiftungen leider nur eine Nebenrolle", fasst Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach, die aktuelle Situation zusammen und fordert im gleichen Zug: "Österreich sollte dringend attraktive Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften schaffen um zu verhindern, dass noch mehr philantrophisches Kapital ins Ausland abwandert. Dies würde massiv zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft beitragen."

Zwtl.: Gemeinnütziges Stiften im Europäischen Vergleich
Aufgrund von attraktiven Rahmenbedingungen fließen in anderen europäischen Ländern jährlich Milliardenbeträge aus Stiftungen in den gemeinnützigen Sektor. Damit werden Organisationen massiv bei der Bewältigung der Zukunftsfragen unterstützt. In Deutschland werden rund 17 Mrd. Euro und in der Schweiz rund 1,5 Mrd. Euro an gemeinnützige Projekte ausgeschüttet, in Österreich sind es lediglich 20-25 Mio. Euro.

Zwtl.: Hoffnung 1 Milliarde jährlich
Zahlreiche österreichische Philanthropen haben aus diesem Grund inzwischen das Land verlassen und Stiftungen in der Schweiz und Deutschland errichtet. "Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.", weist Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, auf die immensen Chancen hin.

Zwtl.: Europäisches Stiftungsstatut
Der Wettbewerb um den besten Standort für Philanthropie und gemeinnütziges Engagement hat längst begonnen. Geht es nach der Europäischen Kommission werden künftig Stiftungen gemeinnützige Initiativen leichter grenzüberschreitend unterstützen können. Es droht eine weitere Abwanderungswelle an Stiftern, Stiftungen und Vermögen ins benachbarte Ausland, wenn Österreich hier die Rahmenbedingungen nicht zügig anpasst.

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NGO-Gipfel: Gemeinnütziges Stiften und Umsatzsteuerentlastung Schlüsselthemen
Utl. Fundraising Verband begrüßt Ergebnisse des NGO-Gipfels von Bundeskanzler Faymann.

Wien, 28.8.2013. Als Vertretung Österreichs spendenwerbender Organisationen begrüßt der Fundraising Verband die Ergebnisse des heutigen NGO-Gipfels von Bundeskanzler Werner Faymann. Diese könnten bei Realisierung die Arbeit des gemeinnützigen Sektors wesentlich erleichtern. Ein besonderes Potenzial sieht der Fundraising Verband in der Verbesserung der Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften und der Entlastung bei der Umsatzsteuer, fordert aber auch die Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz- und Bildungseinrichtungen.

Österreichs spendenwerbende NGOs sind nicht Vorsteuerabzugsberechtigt. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands: „Eine Entlastung bei der Mehrwertsteuer würde den NGOs sofort  ermöglichen ihre Angebote auszuweiten.“

Zwtl. Stiftungen: 1 Milliarde Euro Potenzial für Gemeinnützigkeit
Ein ähnliches Potenzial für den NGO-Sektor sieht Lutschinger bei gemeinnützigen Stiftungen. Während in anderen EU-Ländern über gemeinnützige Stiftungen Milliardenbeträgen an gemeinnützige Projekte fließen, verhindert der österreichische Gesetzgeber derzeit ein solches Engagement. „Wären die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich auf ähnlichem Niveau wie in Deutschland und der Schweiz, würden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, weist Lutschinger daher auf die immensen Chancen hin. Zum Vergleich: Die Österreicher spenden derzeit 500 Millionen Euro jährlich.

Zwtl. Erweiterung der Absetzbarkeit
Der Fundraising Verband fordert auch die Ausweitung der Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz- und Bildungseinrichtungen. Lutschinger: „Es ist nicht einzusehen, dass Spender von Tierschutz- und Bildungseinrichtungen weiterhin derart benachteiligt werden!“ 

Zwtl. Terminaviso: Gemeinnütziges Stiften beim Forum Alpbach am 29.8.
Donnerstagabend findet im Rahmen des Europäischen Forum Alpbach ein Pressegespräch zum Thema „Österreich: Kein Standort für gemeinnützige Stiftungen?“ statt. Am Podium sprechen Franz Fischler (Präsident Europäisches Forum Alpbach), Alexander Brochier (Geschäftsführer Brochier Stiftung), Beate Eckhardt (Geschäftsführerin SwissFoundations), sowie Rupert Roniger (Geschäftsführer Licht für die Welt). Anmeldung und Information unter www.alpbach.org.

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Österreicher spenden 25 Millionen für Hochwasseropfer
Utl. Fundraising Verband Austria zieht Spendenbilanz 12 Wochen nach den verheerenden Regenfällen in Österreich.
 
Wien, 23. August 2013. Anfang Juni führten starke Regenfällen in weiten Teilen Österreichs zu katastrophalen Überschwemmungen. Österreichische Hilfsorganisationen sind seit Anfang an im Einsatz vor Ort und helfen, das Menschenleid zu lindern. Die österreichische Bevölkerung unterstützt sie dabei wieder großzügig mit 25 Millionen Euro. Insgesamt bleibt das gesamte Spendenaufkommen im ersten Halbjahr konstant auf dem Vorjahresniveau.
 
In den vergangenen zwölf Wochen spendeten die Österreicherinnen und Österreicher rund 25 Millionen Euro. Damit spendete jeder Österreicher rund drei Euro. Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die der Fundraising Verband Austria unter 14 österreichischen Hilfsorganisationen durchgeführt hat. „Das Spendenergebnis ist erfreulich ausgefallen. Die Österreicherinnen und Österreicher lassen Menschen, die alles verloren haben und vor dem Nichts stehen, trotz der vielzitierten Krise nicht im Stich.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, in einer ersten Reaktion beeindruckt. Die ORF-Hochwasserhilfe war mit rund der Hälfte des Spendenvolumens maßgeblich an diesem Ergebnis beteiligt.

Insgesamt spendeten die Österreicher 2012 eine halbe Milliarde Euro. Bei Katastrophen unterstützten sie die Arbeit der Hilfsorganisationen bei der Flutkatastrophe in Pakistan 2010 mit 14,7 Mio. Euro, beim Erdbeben in Japan 2011 mit 5,5 Mio. Euro und bei der Dürrekatastrophe in Afrika 2011 mit 14 Mio. Euro.
 
Spendenaufkommen im ersten Halbjahr konstant
Insgesamt blieb das Spendenaufkommen im ersten Halbjahr 2013 unter Einrechnung der Spenden für die Hochwasserhilfe konstant auf dem Niveau des Vorjahres. Im Bereich der internationalen Hilfe sowie des Umwelt- und Tierschutzes ist allerdings ein leichter Rückgang spürbar. Der Fundraising Verband rechnet im zweiten Halbjahr mit einem leichten Anstieg des Aufkommens.
 

1 Mio. Euro an Software gespendet!
Österreichs NPOs profitieren massiv von IT-Spendenplattform "Stifter-helfen.at".
 
Wien, 7. August 2013. Eine Million Euro. Das ist die stolze Summe, die sich Österreichs NPOs an Softwarekosten mit Hilfe der IT-Spendenplattform „Stifter-helfen.at“ seit deren Start im Herbst 2012 erspart haben. Die 340 registrierten NPOs konnten so ihre IT mit Software von Anbietern wie Microsoft, SAP und Adobe aufrüsten. Auf dem neuesten technischen Stand können sie ihre gesellschaftlich wichtigen Ziele nun wesentlich effizienter verfolgen.
 
„Mit den Softwarespenden leisten unsere Partner einen zweifachen Beitrag zur Arbeit der NPOs. Einerseits steigern die NPOs ihre Effizienz und andererseits haben sie nun mehr Mittel zum Erreichen ihrer gesellschaftlichen Ziele zur Verfügung.“ freut sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Mitinitiator des Programms. Wie die Produktspenden Menschen direkt helfen, zeigt sich bei der durch das AMS unterstützten Frauenakademie Pascalina in Stockerau, wo Frauen aller Altersgruppen mit Softwareschulungen auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben vorbereitet werden. Die betroffenen Frauen stehen oft bereits einige Jahre nicht mehr aktiv im Berufsleben und haben es daher schwer, mit neueren Versionen von Softwareprodukten umzugehen. „Insbesondere Frauen die Scheu vor Technik zu nehmen ist uns ein starkes Anliegen“, sagt Georg Obermeier, Geschäftsführer bei Microsoft Österreich „Wir freuen uns daher sehr, dass die Softwarespenden an die Frauenakademie Pascalina die Frauen dabei unterstützt, sich mit hohem Praxisbezug optimal auf den Wiedereinstieg vorzubereiten und sie hierdurch einen großen Schritt in Richtung einer modernen und zeitgemäßen Arbeitswelt machen können. Dies bringt ihnen künftig einen deutlichen Startvorteil am Arbeitsmarkt.“ so Obermeier.
 
Künftig auch Fortbildungen für NPOs
Um das Anwenderwissen in den NPOs zu stärken, werden künftig über Stifter-helfen.at auch Fortbildungen angeboten. „Um die NPOs nicht nur mit unseren Produkten sondern auch mit Anwender-Know-How zu unterstützen, bieten wir für NPOs spezielle Workshops an. Wir freuen uns, dass mit unserer Software die Organisationen Abläufe und Programme effizient strukturieren können und damit wertvolle Zeit für ihre Kernprojekte – dem gesellschaftlichen Engagement – gewinnen.“ erklärt Gerhard Zeiner, COO bei SAP Österreich GmbH. Im Laufe des Jahres plant Stifter-helfen.at den weiteren Ausbau des Angebots und ist im Gespräch mit weiteren Software-Anbietern, damit auch diese ihre Produkte als Spende zur Verfügung stellen.
 
Über Stifter-helfen.at
Im Rahmen der Technologieinitiative „Stifter-helfen.at – IT for Nonprofits“ spenden neben Microsoft und SAP die vier IT-Stifter Adobe, InLoox, Altruja und Symantec rund 150 aktuelle Produkte. Gemeinnützige Organisationen entrichten lediglich eine geringe Verwaltungsgebühr, die die Betriebskosten des Online-Portals decken. Damit sparen sie bis zu 96 Prozent des marktüblichen Verkaufspreises der IT-Produkte. Außerdem sind gebrauchte runderneuerte Hardwareprodukte zum Selbstkostenpreis erhältlich. Stifter-helfen.at ist eine IT-Spendenplattform von Stiftungszentrum.de in Kooperation mit dem Fundraising Verband Austria und der amerikanischen NGO TechSoup Global.
 
Rückfragehinweis:
Fotomaterial steht im Pressebereich auf http://stifter-helfen.at/ueber_uns/presse zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.
 

Standortnachteile für Österreichs gemeinnützige Stiftungen steigt weiter!
Utl. Europaparlament votiert mit großer Mehrheit für ein europäisches Stiftungsrecht.
 
Wien, 04.07.2013. Europas Stiftungen werden gemeinnützige Initiativen künftig leichter grenzüberschreitend unterstützen können. Dies wird mit dem europäischen Stiftungsstatut möglich, für das das Europaparlament diese Woche mit einer breiten Mehrheit gestimmt hat. . In Österreich selbst fehlen nach wie vor die Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften. Werden diese nicht zügig angepasst, droht eine weitere Abwanderungswelle an Stiftern und Stiftungen ins benachbarte Ausland – zum Schaden des gemeinnützigen Sektors und zum Schaden der Gesellschaft.
 
„Während in Europa gemeinnütziges Stiften immer attraktiver wird, bleibt es in Österreich weiter steuerlich und rechtlich massiv benachteiligt“ zeigt sich Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria besorgt. „Bleiben die Rahmenbedingungen für gemeinnützige Stiftungen in Österreich weiterhin so unattraktiv, wird die Standortfrage für Philanthropen in Österreich steigen.“ Sind Spenden seit 2009 steuerlich begünstigt, unterliegt Stiften für gemeinnützige Zwecke weiterhin der vollen Steuerpflicht.
 
Der Fundraising Verband Austria fordert daher eine neues gemeinnütziges Stiftungsrecht und ein Ende der Benachteiligung der Stifter gegenüber den Spendern. In Österreich sind nur 5% der Stiftungen gemeinnützig, während es in Deutschland rund 95% sind. Europaweit leisten die rund 110.000 Stiftungen einen Beitrag von etwa 100 Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke wie Forschung, Kultur oder Soziales. Für Österreich rechnen Experten bei verbesserter Rechtslage mit einem jährlichen zusätzlichen Aufkommen von rund 250-300 Mio. Euro. Dies entspricht etwa 50% des derzeitigen jährlichen Spendenaufkommens.
 

Fundraising Verband präsentiert Daten&Fakten zu gemeinnützigen Stiftungen

Wien, 19.6.2013. Heidi Horten ist bekannt für ihr gemeinnütziges Engagement. Das Vermögen der viertreichsten Österreicherin befindet sich in Österreich, Gutes tut sie allerdings mittels der in Zürich angesiedelten, gemeinnützigen „Helmut Horten Stiftung“. Ähnlich agiert auch Peter Pühringer. Er gehört mit seiner Privatstiftung „POK Pühringer Privatstiftung“ zu den 40 reichsten Österreichern. Nach eigenen Angaben hat er bisher an die 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke – unter anderem 10 Millionen Euro für die Wiener Sängerknaben – zur Verfügung gestellt. 2012 wurde seine Stiftung in Österreich aufgelöst und in der Schweiz als gemeinnützige Stiftung neu gegründet! Über 100 Stiftungen wurden in der letzten Zeit in Österreich aufgelöst. Gleichzeitig boomt der gemeinnützige Stiftungsbereich in Deutschland, der Schweiz und anderen Nationen. Warum ist das aber so? Der Fundraising Verband hat Zahlen, Daten und Fakten zu gemeinnützigen Stiftungen zusammen gestellt.

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Indiana Fund Raising School zurück in Europa
Utl. Weltbeste Fundraising-Ausbildung im Juli mit zwei Kursen in Wien.
 
Wien, 22.5.2013. Anfang Juli ist die weltweit anerkannte Fundraising-Ausbildung – die Indiana Fundraising School der University of Indianapolis  – wieder zu Gast in Wien. Fundraiser von Universitäten, Forschungseinrichtungen und klassischen NPOs aus ganz Europa lernen in zwei Kursen auf akademischem Niveau, wie sie ihr Fundraising professionalisieren und künftig mehr Unternehmenspartner, Großspender, Förderer und Unterstützer finden, gewinnen und langfristig binden können.
 
Auf Basis neuester Forschungsergebnisse und internationaler Best Practice-Beispiele reflektieren und optimieren die Teilnehmer das Fundraising ihrer Organisationen und Einrichtungen. Sie profitieren dabei vom Know-How aus der Heimat des Fundraisings – den USA. Das dort ansässige Center on Philanthropy der Indiana University ist mit der Fund Raising School die wichtigste akademische Ausbildungseinrichtung für Fundraiser weltweit. Jährlich besuchen mehrere tausend Teilnehmer die international angebotenen Kurse.

Der österreichische Fundraising Verband kooperiert mit der Fund Raising School seit vielen Jahren. 2013 wird der umfangreiche Intensivkurs Principles and Techniques of Fundraising (1. bis 3. Juli 2013) und wieder der zweitägige Spezialkurs Developing Major Gifts (4. bis 5. Juli 2013) angeboten. Im dreitägigen Kurs “Principles and Techniques of Fundraising” lernen die Teilnehmer, den Erfolg und die Performance ihrer Fundraisingprogramme und -prozesse grundlegend zu optimieren und neue Spenderzielgruppen zu identifizieren. Der zweitägige Spezialkurs „Developing Major Gifts“ (4.-5.7.) bietet auf Basis eines achtstufigen Programms umfassendes Wissen, wie die begehrte Zielgruppe der Großspender erreicht werden kann und welche Ansprüche diese haben.
Alle Informationen zu den Kursen sind online unter www.school.fundraising.at verfügbar.
 

 
 
TERMINAVISO 18.4.: Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender
Utl. Immer mehr Österreicher bedenken gemeinnützige Organisationen in ihrem Testament.
 
Wien, 11.4.2013. „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ setzt  am 18.4. ein Zeichen und pflanzt symbolisch Vergissmeinnicht. Damit möchten die 41 teilnehmenden Organisationen DANKE an ihre Testamentsspender sagen. Diese haben neben ihren Angehörigen eine gemeinnützige Organisation im Testament bedacht. Mit diesem Vermächtnis gestalten sie die Zukunft mit und schaffen Bleibendes für nächste Generationen. So wundert es auch nicht, dass diese Spendenform bei den Österreichern immer beliebter wird. Bereits acht Prozent der Österreicher möchten so auch nach ihrem Leben Gutes tun.
 
Das Programm im Detail:
  • Präsentation der Initiative „Vergissmeinnicht.at“ und der geplanten Aktivitäten 2013
  • Präsentation des Aufkommens von Testamentsspenden 2012
  • Fakten über Vermachen zugunsten gemeinnütziger Organisationen
  • Dank an Legatare und gemeinsames Pflanzen von Vergissmeinnicht

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer Fundraising Verband Austria
  • Vertreter der 41 teilnehmenden Organisationen
 
Pressetermin: Vergissmeinnicht.at
 
Termin: Donnerstag, 18.4.2013, 10.00 Uhr
Ort: Augarten (Kastanienhauptallee in der Mitte des großen Blumenbanketts. Gehen Sie durch den Haupteingang Obere Augartenstraße 1, 1020 Wien). Der Termin findet bei jedem Wetter statt. 
 
Der Fundraising Verband Austria freut sich auf Ihr Kommen! Gerne koordinieren wir für Sie Interviewpartner, Fotomaterial und Hintergrundinfos. Es wird um Anmeldung unter presse@fundraising.at gebeten.
 
Zwtl. Über Vergissmeinnicht.at
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 41 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.
 

Warum teilen und spenden Menschen?
Utl. Podiumsdiskussion am 16.April mit ExpertInnen aus Religion und Psychologie

Wien, 8.4.2013. Menschen haben die unterschiedlichsten Gründe und Motive zu teilen. Viele teilen aus religiösen Gründen, andere aufgrund ihrer Sozialisation und wieder andere, weil sie einfach helfen möchten. In der Podiumsdiskussion „Auf den Spuren des Gebens“ am 16. April werden im Rahmen des Spendentags 2013 unterschiedliche Religionen und wissenschaftliche Disziplinen sich der Frage nach dem Warum widmen. Welche Rolle spielt Geben, Teilen bzw. Spenden in der jeweiligen Religion beziehungsweise aus Sicht der Psychologie? Warum ist Geben und Teilen wichtig für die Menschen?

Podiumsdiskussion: Auf den Spuren des Gebens

Termin: 16. April 2013, 11.30 bis 12.30 Uhr
Ort: Diplomatische Akademie Wien (Favoritenstraße 15a, 1040 Wien)
Am Podium:
·   Carla Amina Baghajati, Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich
·   Pfarrer Mag. Michael Chalupka, Diakonie Österreich
·   Ing. Heinz Hödl, Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz
·   Mag. Schlomo Hofmeister, MSc, Gemeinderabbiner von Wien
·   Univ.-Prof. Dr. Claus Lamm, Sozialpsychologe
·   Moderation: Dr. Christian Schober
 

 
 
Was bleibt. Gemeinnützigkeit und Zivilgesellschaft als Vermächtnis für die Zukunft
Utl. Themenabend der Initiative Vergissmeinnicht.at am 4. April in Salzburg
 
Salzburg, 26.3.2013. Was wir kommenden Generationen hinterlassen, beschäftigt uns Menschen als Individuen und als Gesellschaft gleichermaßen. Welches Vermächtnis möchten wir weiter geben und welche Rolle kann dabei Gemeinnützigkeit und Zivilgesellschaft spielen? Unter dem Motto „Was bleibt. Gemeinnützigkeit und Zivilgesellschaft als Vermächtnis für die Zukunft“ lädt Vergissmeinnicht.at – eine österreichweite Initiative von 41 gemeinnützigen Organisationen – am 4. April zu einem Themenabend in das Salzburger Bildungszentrum St. Virgil.
 
Der Philosoph, Theologe und Sozialtheoretiker Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak sucht in seinem Vortrag „Wozu Gemeinnützigkeit?“ eine Antwort darauf, was wir als Gesellschaft durch unseren Zusammenhalt und unser individuelles Engagement kommenden Generationen hinterlassen werden. Außerdem werden neun Vertreter von gemeinnützigen Organisationen erzählen, welche Visionen sie mit ihren Organisationen verfolgen und was sie mit der Unterstützung von Vermächtnis bewirken konnten.
 
Themenabend: Gemeinnützigkeit und Zivilgesellschaft als Vermächtnis für die Zukunft

Termin: 4. April 2013, 17.00 bis 18.30 Uhr
Ort: Bildungszentrum St. Virgil, Sebastian-Ritter-Saal (Ernst-Grein-Straße 14, 5026 Salzburg)
Programm:
  • „Wozu Gemeinnützigkeit?“, Univ. Prof. DDDr. Clemens Sedmak, ifz – Internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen
  • „9 gemeinnützige Organisationen stellen sich vor“
    Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Diakoniewerk, Greenpeace, Licht für die Welt, Jugend Eine Welt, Krebshilfe Salzburg, MIVA Österreich, Pro Juventute
 
Zwtl. Über Vergissmichnicht.at
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 41 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testamentneben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut, die Zukunft ein Stück mitgestalten und Bleibendes für die nächsten Generationen schaffen kann.
 
Die Teilnehmer:
Albertina Museum, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Auftakt, BirdLife Österreich, Canisiuswerk, CARE Österreich, Caritas, Caritas Socialis, DEBRA Austria, Diakoniewerk, FWF Der Wissenschaftsfonds, GLOBAL 2000, Greenpeace CEE, Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, Hilfswerk Österreich, Hilfswerk Austria, immo-humana, Jugend Eine Welt/Don Bosco, Lebenshilfe Wien, Licht für die Welt, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, Malteser Hospitaldienst Austria, Menschen für Menschen, MIVA Austria, Naturhistorisches Museum Wien, ÖHTB, Österreichischer Herzfonds, Österreichische Krebshilfe, Österreichische Nationalbibliothek, Österreichisches Rotes Kreuz, Pro Juventute, ROTE NASEN Clowndoctors, SOS-Kinderdorf, Sterntalerhof, Stiftung Kindertraum, UNICEF Österreich, Vier Pfoten, Volkshilfe Solidarität, Wiener Tierschutzverein, World Vision, WWF Österreich
 

 
Stiftungsboom in Deutschland, Österreich hinkt nach!
Utl. Anzahl der Stiftungen sank 2012 in Österreich, während in Deutschland 20.000ste Stiftung gegründet wurde.
 
Wien, 22.3.2013. Die Rahmenbedingungen für Philanthropen und Stifter sind in Österreich nach wie vor besonders ungünstig. So ist es nicht verwunderlich, dass es hierzulande 99% weniger gemeinnützige Stiftungen als in Deutschland oder der Schweiz gibt. Leisten Stiftungen in diesen Ländern einen massiven Beitrag für Forschung, Kultur und Soziales, fehlt es in Österreich an solchen Fördereinrichtungen. Am Spendentag 2013 diskutieren Vertreter aus Deutschland, Schweiz und Österreich, welche Rahmenbedingungen für Stifter in Österreich notwendig wären.
 
Heidi Horten ist bekannt für ihr gemeinnütziges Engagement. Das Vermögen der viertreichsten Österreicherin befindet sich in Österreich, gutes tut sie allerdings mittels der in Zürich angesiedelten, gemeinnützigen „Helmut Horten Stiftung“. Ähnlich agiert auch Peter Pühringer. Er gehört mit seiner Privatstiftung „POK Pühringer Privatstiftung“ zu den 40 reichsten Österreichern. Nach eigenen Angaben hat er bisher an die 100 Millionen Euro für gemeinnützige Zwecke – unter anderem 10 Millionen Euro für die Wiener Sängerknaben – zur Verfügung gestellt. 2012 wurde seine Stiftung in Österreich aufgelöst und in der Schweiz als gemeinnützige Stiftung neu gegründet! Über 100 Stiftungen wurden in de