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Presseaussendungen

FVA: ÖsterreicherInnen spenden 625 Millionen Euro
Gemeinnützige Organisationen freuen sich über neuen Spendenrekord/Spitzenwert dürfte heuer halten

Wien, 29.11.2016. Pünktlich zum internationalen Tag des Gebens „Giving Tuesday“ präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) am Dienstag, den 29. November in Wien den Spendenbericht 2016. Im Vorjahr stieg das Spendenvolumen in Österreich auf das Rekordniveau von 625 Millionen Euro. Für heuer wird dasselbe Spitzenergebnis erwartet. Im Bundeslandvergleich spenden nunmehr die SüdösterreicherInnen am meisten. Unsicherheit und Unwissen herrschen über die „Spendenabsetzbarkeit NEU“, die am 1. Jänner 2017 in Kraft tritt.

Österreichs gemeinnützige Organisationen freuen sich über einen neuen Spendenrekord: „Die Menschen in diesem Land schreiben Solidarität groß: Das zeigt der von uns errechnete Spitzenwert von 625 Millionen Euro für das vergangene Jahr“, ist Günther Lutschinger beeindruckt. Für heuer erwartet der Geschäftsführer des Fundraising Verbands, dass dieser Wert gehalten wird. Abzuwarten bleibt freilich, wie sich die Spenden in der Weihnachtszeit entwickeln. Diese machen in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Den aktuellen Spitzenwert erklärt Lutschinger so: „Erstens haben sich die Spenderinnen und Spender von der Situation der Flüchtlinge im Inland und humanitären Katastrophen wie dem Erdbeben in Ecuador berühren lassen. Zweitens ist trotz anhaltender Wirtschaftsflaute die durchschnittliche Spende gestiegen. Und nicht zuletzt spenden immer mehr Menschen für gemeinnützige Organisationen im Kunst- und Kulturbereich.“ Das ursprünglich für das Jahr 2015 erwartete Spendenaufkommen von 600 Millionen Euro haben die ÖsterreicherInnen mit den erwähnten 625 Millionen klar übertroffen. 2014 hatte das Spendenvolumen 570 Millionen Euro betragen.

Jeder Spendeneuro zählt
„Der Spendenbericht 2016 macht Mut, denn die Zahlen zeigen ganz klar eines: Die Österreicherinnen und Österreicher sind bei weitem solidarischer als uns die Politik derzeit zu vermitteln versucht“, so Caritas Generalsekretär Bernd Wachter: „Helfende und spendende Menschen sagen ganz klar: ‚Ja, gemeinsam können wir die großen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, meistern.‘ Wir als Hilfsorganisationen können mit dieser Unterstützung hier in Österreich und weltweit helfen. Im Namen aller Spenden sammelnden Organisationen darf ich Danke sagen.“ Auch Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum, betont: „Jeder Spendeneuro zählt. Ein herzliches Dankeschön im Namen der von uns unterstützten Kinder.“ Die Stiftung Kindertraum erfüllt die Herzenswünsche schwer kranker und behinderter Kinder in Österreich.

SüdösterreicherInnen spenden viel, OstösterreicherInnen häufig
Die Menschen aus der Steiermark und Kärnten sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 178 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 122 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind NiederösterreicherInnen und BurgenländerInnen klar vorne. Hier spenden mit rund drei von vier Personen (74 Prozent) so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist derzeit Oberösterreich.

Unsicherheit und Unwissen über „Spendenabsetzbarkeit NEU“
Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen die Absetzbarkeit. Ab 1. Jänner 2017 ändern sich die Regeln für die Steuerabsetzbarkeit allerdings grundlegend: Dann können nicht mehr die Menschen selbst ihre Spenden als Sonderausgaben geltend machen, sondern die jeweils begünstigten Organisationen müssen die erforderlichen Daten sammeln und  an die Finanzbehörden weiterleiten. Für die SpenderInnen bedeutet dies, dass sie künftig den Empfängerorganisationen Name und Geburtsdatum bekannt geben müssen, wenn sie ihre Spenden absetzen wollen. Für die Organisationen bedeutet dies einen enormen Mehraufwand. Vor allem kleinere Organisationen sind deshalb  alarmiert: „Wir befürchten, dass das für uns massive Investitionen in technische Infrastruktur und einen immensen Kommunikationsaufwand bedeutet. Wir möchten nicht, dass das auf Kosten der von uns unterstützten Kinder geht“, sagt etwa Gabriela Gebhart von der Stiftung Kindertraum.  Die SpenderInnen selbst sind über die kommenden Änderungen schlicht uninformiert, wie eine aktuelle Studie von Public Opinion ergeben hat. Lutschinger wünscht sich deshalb vom Finanzministerium eine Kostenbeteiligung für die nötigen Umstellungen und eine rasche und breit angelegte öffentliche Informationskampagne  für die Bevölkerung.

Sicherheit, Sympathie und Solidarität als Hauptmotive
„Die Beweggründe für das Spenden sind so vielfältig wie die Menschen selbst und nicht auf einzelne Motive reduzierbar“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion: „Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, Sympathie mit der Organisation und Solidarität mit Armen und Schwachen sind aber die drei Hauptmotive geblieben“. Beim Spenden unterstützen die ÖsterreicherInnen weiterhin am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich im Mittelfeld. Hierzulande spenden zwar vergleichsweise viele Menschen (rund 64 Prozent), die Spendenhöhe ist aber mit 72 Euro geringer als in vielen anderen europäischen Ländern.

Giving Tuesday: Weltweiter Tag des Gebens
Der Giving Tuesday wurde 2012 von den amerikanischen Organisationen 92nd Street Y und United Nations Foundation ins Leben gerufen. Traditionell ist der Giving Tuesday, der Dienstag nach dem „Black Friday” und dem „Cyber Monday”. Im Gegensatz zu diesen beiden Tagen, die den Start des Weihnachtsgeschäfts einläuten, steht beim Giving Tuesday das Geben im Vordergrund. Mittlerweile nehmen knapp 70 Länder weltweit an dieser Aktion teil. Lutschinger: „An diesem Tag dreht sich alles darum, zu geben, Gutes zu tun und anderen eine Freude zu bereiten. Bitte, machen Sie mit.“

Rückfragehinweis:

Fundraising Verband Austria - Öffentlichkeitsarbeit
M: 0677/618 54 303
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at

Download:

 Pressebild: v.l.n.r.: Bernd Wachter (Caritas Österreich), Günther Lutschinger (Fundraising Verband Austria), Gabriela Gebhart (Stiftung Kindertraum)

 

FVA: ÖsterreicherInnen spenden 625 Millionen Euro
Gemeinnützige Organisationen freuen sich über neuen Spendenrekord/Spitzenwert dürfte heuer halten

Wien, 29.11.2016. Pünktlich zum internationalen Tag des Gebens „Giving Tuesday“ präsentierte der Fundraising Verband Austria (FVA) am Dienstag, den 29. November in Wien den Spendenbericht 2016. Im Vorjahr stieg das Spendenvolumen in Österreich auf das Rekordniveau von 625 Millionen Euro. Für heuer wird dasselbe Spitzenergebnis erwartet. Im Bundeslandvergleich spenden nunmehr die SüdösterreicherInnen am meisten. Unsicherheit und Unwissen herrschen über die „Spendenabsetzbarkeit NEU“, die am 1. Jänner 2017 in Kraft tritt.

Österreichs gemeinnützige Organisationen freuen sich über einen neuen Spendenrekord: „Die Menschen in diesem Land schreiben Solidarität groß: Das zeigt der von uns errechnete Spitzenwert von 625 Millionen Euro für das vergangene Jahr“, ist Günther Lutschinger beeindruckt. Für heuer erwartet der Geschäftsführer des Fundraising Verbands, dass dieser Wert gehalten wird. Abzuwarten bleibt freilich, wie sich die Spenden in der Weihnachtszeit entwickeln. Diese machen in der Regel 25 bis 30 Prozent des Gesamtvolumens aus.

Den aktuellen Spitzenwert erklärt Lutschinger so: „Erstens haben sich die Spenderinnen und Spender von der Situation der Flüchtlinge im Inland und humanitären Katastrophen wie dem Erdbeben in Ecuador berühren lassen. Zweitens ist trotz anhaltender Wirtschaftsflaute die durchschnittliche Spende gestiegen. Und nicht zuletzt spenden immer mehr Menschen für gemeinnützige Organisationen im Kunst- und Kulturbereich.“ Das ursprünglich für das Jahr 2015 erwartete Spendenaufkommen von 600 Millionen Euro haben die ÖsterreicherInnen mit den erwähnten 625 Millionen klar übertroffen. 2014 hatte das Spendenvolumen 570 Millionen Euro betragen.

Jeder Spendeneuro zählt
„Der Spendenbericht 2016 macht Mut, denn die Zahlen zeigen ganz klar eines: Die Österreicherinnen und Österreicher sind bei weitem solidarischer als uns die Politik derzeit zu vermitteln versucht“, so Caritas Generalsekretär Bernd Wachter: „Helfende und spendende Menschen sagen ganz klar: ‚Ja, gemeinsam können wir die großen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, meistern.‘ Wir als Hilfsorganisationen können mit dieser Unterstützung hier in Österreich und weltweit helfen. Im Namen aller Spenden sammelnden Organisationen darf ich Danke sagen.“ Auch Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum, betont: „Jeder Spendeneuro zählt. Ein herzliches Dankeschön im Namen der von uns unterstützten Kinder.“ Die Stiftung Kindertraum erfüllt die Herzenswünsche schwer kranker und behinderter Kinder in Österreich.

SüdösterreicherInnen spenden viel, OstösterreicherInnen häufig
Die Menschen aus der Steiermark und Kärnten sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 178 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 122 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind NiederösterreicherInnen und BurgenländerInnen klar vorne. Hier spenden mit rund drei von vier Personen (74 Prozent) so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist derzeit Oberösterreich.

Unsicherheit und Unwissen über „Spendenabsetzbarkeit NEU“
Mit insgesamt 187 Millionen Euro wird in Österreich jeder dritte Spenden-Euro steuerlich geltend gemacht. Rund 900.000 ÖsterreicherInnen nutzen die Absetzbarkeit. Ab 1. Jänner 2017 ändern sich die Regeln für die Steuerabsetzbarkeit allerdings grundlegend: Dann können nicht mehr die Menschen selbst ihre Spenden als Sonderausgaben geltend machen, sondern die jeweils begünstigten Organisationen müssen die erforderlichen Daten sammeln und  an die Finanzbehörden weiterleiten. Für die SpenderInnen bedeutet dies, dass sie künftig den Empfängerorganisationen Name und Geburtsdatum bekannt geben müssen, wenn sie ihre Spenden absetzen wollen. Für die Organisationen bedeutet dies einen enormen Mehraufwand. Vor allem kleinere Organisationen sind deshalb  alarmiert: „Wir befürchten, dass das für uns massive Investitionen in technische Infrastruktur und einen immensen Kommunikationsaufwand bedeutet. Wir möchten nicht, dass das auf Kosten der von uns unterstützten Kinder geht“, sagt etwa Gabriela Gebhart von der Stiftung Kindertraum.  Die SpenderInnen selbst sind über die kommenden Änderungen schlicht uninformiert, wie eine aktuelle Studie von Public Opinion ergeben hat. Lutschinger wünscht sich deshalb vom Finanzministerium eine Kostenbeteiligung für die nötigen Umstellungen und eine rasche und breit angelegte öffentliche Informationskampagne  für die Bevölkerung.

Sicherheit, Sympathie und Solidarität als Hauptmotive
„Die Beweggründe für das Spenden sind so vielfältig wie die Menschen selbst und nicht auf einzelne Motive reduzierbar“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion: „Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, Sympathie mit der Organisation und Solidarität mit Armen und Schwachen sind aber die drei Hauptmotive geblieben“. Beim Spenden unterstützen die ÖsterreicherInnen weiterhin am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland. Im internationalen Vergleich befindet sich Österreich im Mittelfeld. Hierzulande spenden zwar vergleichsweise viele Menschen (rund 64 Prozent), die Spendenhöhe ist aber mit 72 Euro geringer als in vielen anderen europäischen Ländern.

Giving Tuesday: Weltweiter Tag des Gebens
Der Giving Tuesday wurde 2012 von den amerikanischen Organisationen 92nd Street Y und United Nations Foundation ins Leben gerufen. Traditionell ist der Giving Tuesday, der Dienstag nach dem „Black Friday” und dem „Cyber Monday”. Im Gegensatz zu diesen beiden Tagen, die den Start des Weihnachtsgeschäfts einläuten, steht beim Giving Tuesday das Geben im Vordergrund. Mittlerweile nehmen knapp 70 Länder weltweit an dieser Aktion teil. Lutschinger: „An diesem Tag dreht sich alles darum, zu geben, Gutes zu tun und anderen eine Freude zu bereiten. Bitte, machen Sie mit.“

Rückfragehinweis:

Fundraising Verband Austria - Öffentlichkeitsarbeit
M: 0677/618 54 303
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at

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 Pressebild: v.l.n.r.: Bernd Wachter (Caritas Österreich), Günther Lutschinger (Fundraising Verband Austria), Gabriela Gebhart (Stiftung Kindertraum)

 

 
 

FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 23.11.2016. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender in ihrer Entscheidung für eine Organisation mit Tipps.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 254 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 600 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt.

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet Spendern eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.

Pressekonferenz Spendenbericht am 29.11.
Kommende Woche, Dienstag 29.11. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2016. Die Themen: Spendenbilanz 2016, Spenden für die Flüchtlingshilfe, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at




Aktion Wirtschaft hilft! heute gestartet

Infoinitiative hilft Unternehmen, Weihnachtsspende sinnvoll und effizient zu gestalten.

Wien, 17. November 2016. Gerade jetzt vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Entscheidung, welche Organisation sie mit einer Jahresspende unterstützen möchten. Um Österreichs Unternehmen hier zu helfen, steht ab sofort wieder ein Service für ihr Spenden-Engagement zur Verfügung: Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und der damit verbundene „Spendenguide für Unternehmen“ informiert zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt so Tipps für ihre Spende. Der Initiator, der Fundraising Verband Austria, will damit Unternehmerinnen und Unternehmer zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs motivieren. Als Anregung zum Spenden stellen sich Nonprofit-Organisationen mit ihren aktuellen Projekten vor.

„Ich wünsche mir, dass die Aktion ‚Wirtschaft hilft!‘ viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugt, noch bis Jahresende zugunsten einer Nonprofit-Organisation zu spenden. Unsere Gesellschaft braucht das Engagement von Unternehmen für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt als Investition in ein besseres Österreich!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria anlässlich des Starts der Aktion heute. Die Initiative informiert in den kommenden Wochen Österreichs Wirtschaftstreibende über Spenden und andere mögliche Formen gesellschaftlichen Engagements. Gerade vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Wahl, welche Organisation sie dieses Jahr unterstützen möchten. Sie haben hier ein hohes Informationsbedürfnis, möchten sie doch ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend eingesetzt wissen. „Spenden macht glücklich, und zwar nicht nur die Menschen, denen die Spende hilft. Sondern auch diejenigen, die spenden!“, fasst Lutschinger motivierend zusammen.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
Rund 100 Millionen Euro spenden Österreichs Unternehmen im Jahr für gemeinnützige Zwecke. Insgesamt engagieren sich rund 73 Prozent der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Geldbeträge spenden sie dabei in erster Linie für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland. Am meisten spenden die Unternehmen für lokale (65%) und regionale Zwecke (55%), gefolgt von nationalen (41%) und internationalen (33%). Als Hauptmotiv für gesellschaftliches Engagement nennen 73% der Unternehmen ihre humanitäre Einstellung. Für 41% gehört Spenden einfach zur Unternehmensphilosophie.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“

Ziel des Fundraising Verbandes Austria als Initiator der Aktion ist es, mit diesem Serviceinstrument das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Jährlich werden zudem die Aktion Wirtschaft hilft! Awards an besonders engagierte Unternehmen vergeben.


Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



UVP-Gesetz: FVA sagt NEIN zu Spendenmeldung!
Fundraising Verband sieht Angriff auf das Spendenwesen und lehnt Gesetzesvorstoß zur UVP-Novelle dezidiert ab.

Wien, 24.10.2016. Der seit wenigen Tagen offiziell vorliegende Verwaltungsreformentwurf von BM Rupprechter soll Vereinfachungen im UVP-Verfahren mit sich bringen. Für die Umweltschutzorganisationen birgt der Entwurf starken Tobak. Neben massiven Eingriffen in die Verfahrensrechte der NPOs werden diese zur Bekanntgabe ihrer Spender gezwungen! Der Fundraising Verband verwehrt sich gegen diesen in der zweiten Republik einmaligen Anschlag auf das Spendenwesen, der durch eine – ursprünglich geplante, und jetzt verlängerte – undemokratische Begutachtungsfrist von nur 5 Tagen (bei 25 betroffenen Gesetzte) durchgepeitscht werden soll.

Im UVP-Verfahren haben Umweltorganisationen seit Langem Parteienstellung. Welche Organisation diese Parteistellung erhält, regelt ein Passus mit Zugangsvoraussetzungen im Gesetz. Im Entwurf wird jetzt erstmals verlangt, „dass die betreffende  Umweltorganisation  eine  entsprechende Veröffentlichung  ihrer Spenden im Internet,  beispielsweise auf ihrer Homepage, vorzunehmen hat“. Es ist dabei vollkommen unklar, in welchem Ausmaß das erfolgen soll. Aus internen Quellen war zu erfahren, dass  hier sehr wohl auch Einzelspenden gemeint sind, ein absolutes No-Go für den FVA-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger: „Es ist nicht einzusehen, warum Organisationen ihre Einzelspender offenlegen sollen, während Parteien wie die ÖVP dies nicht tun.“ Lutschinger vermutet, dass BM Rupprechter die finanzielle Basis der Umweltorganisationen schwächen und Spender demotivieren möchte. Verfassungsrechtlich bedenklich ist auch die Regelung, die nur NPOs in Form eines Vereines oder einer Stiftung, nicht aber einer gemeinnützige GmbH, einer Genossenschaft oder eines Fonds eine Zulassung erlauben. Und – einmal mehr hat das BMLFUW die von der Bundesregierung beschlossene Mindestbegutachtungsfrist von 6 Wochen ignoriert.

Anders als politische Parteien verpflichten sich NPOs bereits umfassend zu Transparenz. So veröffentlichen die großen Umweltorganisationen ihre Jahresabschlüsse und Rechenschaftsberichte im Internet. Eine noch detailliertere Offenlegung wäre eine regelrechte Schikane und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Spender. „Demokratiepolitisch würde ich mir eine stärkere Transparenz bei Parteispenden als bei den im Vergleich äußerst transparenten Umweltorganisationen wünschen!“, so Lutschinger. Der Fundraising Verband Austria fordert Bundesminister Andrä Rupprechter auf, diesen Passus ersatzlos zu streichen und den Umweltorganisationen einen fairen und international üblichen Zugang zu ihrem Recht zu gewähren. 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
T: +43 /676/44 10 108
E: guenther.lutschinger@fundraising.at 


 

FVA: Richtig spenden zur Weihnachtszeit
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 23.11.2016. Gutes zu tun ist den Österreichern besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender in ihrer Entscheidung für eine Organisation mit Tipps.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu muss deren Finanzierung abgesichert sein. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzamt ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 1 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 254 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.

Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit
Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 600 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt.

www.spenden.at – Das Infoportal rund ums Thema Spenden
Wie kann ich am besten spenden, worauf soll ich achten und wie kann ich meine Spende steuerlich geltend machen? All diese Fragen beantwortet seit kurzem das neue Infoportal www.spenden.at des Fundraising Verband Austria. Die Website bietet Spendern eine neutrale Informationsquelle mit  Tipps für ihr gesellschaftliches Engagement.

Pressekonferenz Spendenbericht am 29.11.
Kommende Woche, Dienstag 29.11. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2016. Die Themen: Spendenbilanz 2016, Spenden für die Flüchtlingshilfe, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at




Aktion Wirtschaft hilft! heute gestartet

Infoinitiative hilft Unternehmen, Weihnachtsspende sinnvoll und effizient zu gestalten.

Wien, 17. November 2016. Gerade jetzt vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Entscheidung, welche Organisation sie mit einer Jahresspende unterstützen möchten. Um Österreichs Unternehmen hier zu helfen, steht ab sofort wieder ein Service für ihr Spenden-Engagement zur Verfügung: Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ und der damit verbundene „Spendenguide für Unternehmen“ informiert zielgruppenorientiert über gemeinnützige Projekte und gibt so Tipps für ihre Spende. Der Initiator, der Fundraising Verband Austria, will damit Unternehmerinnen und Unternehmer zum Spenden und zur Zusammenarbeit mit NGOs motivieren. Als Anregung zum Spenden stellen sich Nonprofit-Organisationen mit ihren aktuellen Projekten vor.

„Ich wünsche mir, dass die Aktion ‚Wirtschaft hilft!‘ viele Wirtschaftstreibende in unserem Land überzeugt, noch bis Jahresende zugunsten einer Nonprofit-Organisation zu spenden. Unsere Gesellschaft braucht das Engagement von Unternehmen für Soziales, Bildung, Wissenschaft und Forschung, Katastrophenhilfe, Kunst und Kultur, Natur und Umwelt als Investition in ein besseres Österreich!“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria anlässlich des Starts der Aktion heute. Die Initiative informiert in den kommenden Wochen Österreichs Wirtschaftstreibende über Spenden und andere mögliche Formen gesellschaftlichen Engagements. Gerade vor Weihnachten stehen Unternehmen vor der Wahl, welche Organisation sie dieses Jahr unterstützen möchten. Sie haben hier ein hohes Informationsbedürfnis, möchten sie doch ihre Spende effizient und zur Unternehmensphilosophie passend eingesetzt wissen. „Spenden macht glücklich, und zwar nicht nur die Menschen, denen die Spende hilft. Sondern auch diejenigen, die spenden!“, fasst Lutschinger motivierend zusammen.

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
Rund 100 Millionen Euro spenden Österreichs Unternehmen im Jahr für gemeinnützige Zwecke. Insgesamt engagieren sich rund 73 Prozent der Unternehmen in Form von Geld-, Sach- oder Personalspenden. Geldbeträge spenden sie dabei in erster Linie für die Kinderhilfe, die Sportförderung, den Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie für sozial Bedürftige im Inland. Am meisten spenden die Unternehmen für lokale (65%) und regionale Zwecke (55%), gefolgt von nationalen (41%) und internationalen (33%). Als Hauptmotiv für gesellschaftliches Engagement nennen 73% der Unternehmen ihre humanitäre Einstellung. Für 41% gehört Spenden einfach zur Unternehmensphilosophie.

Über die Aktion „Wirtschaft hilft!“ und das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“

Ziel des Fundraising Verbandes Austria als Initiator der Aktion ist es, mit diesem Serviceinstrument das Bewusstsein österreichischer Unternehmerinnen und Unternehmer für gemeinnütziges gesellschaftliches Engagement zu stärken und vor allem das Spendenaufkommen zugunsten heimischer Nonprofit-Organisationen zu steigern. Das Magazin „Spendenguide für Unternehmen“ wurde heuer zum dritten Mal an rund 15.000 Top-Entscheidungsträger österreichischer KMUs versendet. Die Webpage www.wirtschaft-hilft.at liefert Zusatzinformationen und die Onlineversion des Magazins „Spendenguide“. Jährlich werden zudem die Aktion Wirtschaft hilft! Awards an besonders engagierte Unternehmen vergeben.


Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



UVP-Gesetz: FVA sagt NEIN zu Spendenmeldung!
Fundraising Verband sieht Angriff auf das Spendenwesen und lehnt Gesetzesvorstoß zur UVP-Novelle dezidiert ab.

Wien, 24.10.2016. Der seit wenigen Tagen offiziell vorliegende Verwaltungsreformentwurf von BM Rupprechter soll Vereinfachungen im UVP-Verfahren mit sich bringen. Für die Umweltschutzorganisationen birgt der Entwurf starken Tobak. Neben massiven Eingriffen in die Verfahrensrechte der NPOs werden diese zur Bekanntgabe ihrer Spender gezwungen! Der Fundraising Verband verwehrt sich gegen diesen in der zweiten Republik einmaligen Anschlag auf das Spendenwesen, der durch eine – ursprünglich geplante, und jetzt verlängerte – undemokratische Begutachtungsfrist von nur 5 Tagen (bei 25 betroffenen Gesetzte) durchgepeitscht werden soll.

Im UVP-Verfahren haben Umweltorganisationen seit Langem Parteienstellung. Welche Organisation diese Parteistellung erhält, regelt ein Passus mit Zugangsvoraussetzungen im Gesetz. Im Entwurf wird jetzt erstmals verlangt, „dass die betreffende  Umweltorganisation  eine  entsprechende Veröffentlichung  ihrer Spenden im Internet,  beispielsweise auf ihrer Homepage, vorzunehmen hat“. Es ist dabei vollkommen unklar, in welchem Ausmaß das erfolgen soll. Aus internen Quellen war zu erfahren, dass  hier sehr wohl auch Einzelspenden gemeint sind, ein absolutes No-Go für den FVA-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger: „Es ist nicht einzusehen, warum Organisationen ihre Einzelspender offenlegen sollen, während Parteien wie die ÖVP dies nicht tun.“ Lutschinger vermutet, dass BM Rupprechter die finanzielle Basis der Umweltorganisationen schwächen und Spender demotivieren möchte. Verfassungsrechtlich bedenklich ist auch die Regelung, die nur NPOs in Form eines Vereines oder einer Stiftung, nicht aber einer gemeinnützige GmbH, einer Genossenschaft oder eines Fonds eine Zulassung erlauben. Und – einmal mehr hat das BMLFUW die von der Bundesregierung beschlossene Mindestbegutachtungsfrist von 6 Wochen ignoriert.

Anders als politische Parteien verpflichten sich NPOs bereits umfassend zu Transparenz. So veröffentlichen die großen Umweltorganisationen ihre Jahresabschlüsse und Rechenschaftsberichte im Internet. Eine noch detailliertere Offenlegung wäre eine regelrechte Schikane und eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte der Spender. „Demokratiepolitisch würde ich mir eine stärkere Transparenz bei Parteispenden als bei den im Vergleich äußerst transparenten Umweltorganisationen wünschen!“, so Lutschinger. Der Fundraising Verband Austria fordert Bundesminister Andrä Rupprechter auf, diesen Passus ersatzlos zu streichen und den Umweltorganisationen einen fairen und international üblichen Zugang zu ihrem Recht zu gewähren. 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
T: +43 /676/44 10 108
E: guenther.lutschinger@fundraising.at 


 

 
 

FRANZ KÜBERL ist Fundraiser des Jahres
Utl. Fundraising Verband zeichnet Franz Küberl für seine Verdienste um das Spendenwesen aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation. 

Wien, 10.10.2016. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2016 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den Spendenspot, die Innovation, die Online-Kampagne, die Fundraising Aktion, das Spendenmailing sowie die beste Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2016. Als Höhepunkt wird der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl zum Fundraiser des Jahres gekürt.

Franz Küberl ist weithin bekannt für sein gesellschaftliches Engagement und einer der engagiertesten Österreicher für soziale Anliegen. In seiner beruflichen Laufbahn in der CARITAS war er bekannt als Mahner und Botschafter des Zusammenhalts und der Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Er zögerte nie, wenn es darum ging, Menschen für die Situation der Nächsten zu sensibilisieren. Als Spendenkommunikator konnte er zahllose Unternehmen und Menschen motivieren zu geben und zu spenden. Ohne dieses Auftreten würden daher viele soziale Projekte heute nicht in dieser Form bestehen. „Franz Küberl ist ein Vorbild für uns alle! Er konnte so viel bewegen und so vielen Menschen helfen.“, betonte daher profil-Chefredakteur und -Herausgeber Christian Rainer  in seiner Laudatio für Franz Küberl anlässlich der Verleihung der Fundraising Awards. Zuletzt wurden 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk (Laudatio Michael Seida), 2013 Willi Resetarits (Laudatio Rudolf Semrad), 2012 Chris Lohner (Laudatio Hannelore Veith) und 2011 Gery Keszler (Laudatio Alexander Wrabetz) für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Der Spot „Wir bringen Lachen ins Spital“ von ROTE NASEN Clowndoctors setzt sich als bester Fundraising Spot des Jahres 2016 durch. Der von The Gentlemen Creatives entwickelte Spot zeigt, wie wichtig es ist, kranke Kinder mit Humor und Lebensfreude zu stärken und sie ihre Krankheit eine Zeit lang vergessen zu lassen.

Greenpeace CEE punktet dieses Jahr bei der besten Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direktwerbung). Mit Flügen über die Baumkronen des Regenwaldes oder Bootsfahrten auf einem der letzten frei fließenden Flüsse setzt Greenpeace Virtual Reality seit kurzem erfolgreich zur authentischen Sensibilisierung der Österreicher ein.

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält die Medizinische Universität Wien. Mit einem überzeugenden Konzept mobilisiert sie über 70 Partner aus der Wirtschaft für den Krebsforschungslauf und ermöglicht so wichtige Projekte zur Erforschung von Krebserkrankungen.

CARE wird für das beste Direct Mailing des Jahres (In Kooperation mit Österreichische Post AG) ausgezeichnet. Die Agentur fundoffice entwickelte diesen Spendenbrief, der äußerlich dem bekannten CARE-Paket nachempfunden wurde.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit ANT-Informatik) geht an die Volkshilfe Österreich für das „VOICES FOR REFUGEES – Solidaritätskonzert für ein menschliches Europa“. Die gemeinsam mit Nova Music Entertainment organisierte Veranstaltung verstand sich als Weckruf an die Zivilgesellschaft und die politischen Entscheidungsträger, sich wieder an den sozialen Grundwerten Europas auszurichten.

Die Karl-Franzens-Universität Graz setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) mit „430 Sessel für die Uni Graz – Nimm Platz in der Geschichte…und in der Zukunft“ durch. In einer von funderful entwickelten Online-Kampagne konnten Absolventen auf einer eigens eingerichteten Website einen Hörsaalsitzplatz mit Namensnennung und persönlichem Lieblings-Zitat stiften.

Zwtl.: Über die Fundraising Awards

Zum 23. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel, der in sieben Kategorien vergebenen Awards, ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit den Spendern vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden dieses Jahr 46 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 270 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis:

Fotomaterial steht auf der Website http://bit.ly/2d2XQxy ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.


Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at




Gemeinnützige und nicht-gewinnorientierte Stiftungen wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Österreich
Utl. Fundraising Verband zieht erste positive Bilanz zu neuer Stiftungsgesetzgebung anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1.10..

Wien, 30.9.2016. Seit Anfang des Jahres wurde der Stiftungsstandort Österreich durch ein neues, gemeinnütziges Stiftungsrecht wesentlich attraktiver. Erste Erfolgsbeispiele zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig gewählt wurde. Eine Stärkung der Rechte der Stifter, flexible Gestaltung der Urkunde sowie interessante steuerliche Verbesserungen bei der Gründung werden den Philanthropie-Standort Österreich weiter beleben.

Mit 1. Jänner trat das grundlegend reformierte neue Bundesstiftungs- und Fondsgesetz in Kraft. Vorher noch totes Recht, stößt es bei philanthropisch interessierten Menschen und Einrichtungen auf großes Interesse: „Das neue Bundes-Stiftungsrecht bietet dem Stifter mehr Rechte als etwa das deutsche Stiftungsrecht und darüber hinaus noch die Möglichkeit die Stifterrechte zu vererben,“ erläutert Stiftungsexperte Dr. Martin Melzer von der Rechtsanwaltkanzlei Müller Partner die Vorteile und erklärt: „Anfang des Jahres wurde vor allem vom gemeinnützigen Sektor gestiftet, seit Mitte des Jahres dreht sich der Trend jetzt zu Philanthropen“. Insgesamt erwartet der Fundraising Verband für 2016 rund 30-40 neue Stiftungen. „Bewahrheitet sich der jetzige Trend werden dreimal so viel gemeinnützige Stiftungen im ersten Jahr gegründet wie 1993 bei der Einführung des Privatstiftungsgesetzes (12)“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen, mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. Auf Grund einiger kleiner Rechtsunsicherheiten werden aber gemeinnützige Stiftungen vereinzelt noch nach dem Privatstiftungsgesetz errichtet. „Der Reformeifer darf jetzt nicht stehen bleiben! Die Erfahrungen aus der Praxis sollten zeitnah in eine Novelle zum Bundesstiftungsgesetz eingearbeitet werden.“, fordert daher Lutschinger. Vor allem bei den Übergangsbestimmungen, unnötiger Bürokratie und unklaren Auslegungen liege eindeutiger Handlungsbedarf.

Zwtl.: Gemeinnützige und nicht-gewinn orientierte Stiftungen sichern tausende Arbeitsplätze in Österreich
Stiftungen spielen nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte eine wichtige Rolle, sie sind auch wichtige Arbeitgeber. Neben den gemeinnützigen Bundes -, Landes- und Privatstiftungen entwickelte sich in den letzten Jahren ein wenig bemerkter, überwiegend gemeinnütziger Unternehmens-Stiftungssektor. Ihr Stiftungszweck ist aber im Wesentlichen, ein Unternehmen in ihrem Bestand zu sichern. Ausschüttungen spielen im Verhältnis zur Stärkung des Eigenkapitals dabei eine untergeordnete Rolle. So befinden sich die internationale JUFA Hotelkette, das steirische Traditionsunternehmen Anton Paar GesmbH oder der größte private Spitalsbetreiber, die Vinzenz-Gruppe, im Besitz gemeinnütziger Stiftungen. Damit sichern diese nicht nur tausende Arbeitsplätze in Österreich sondern bilden als strategischer Eigentümer das Rückgrat ganzer Branchen. So lösen etwa beim Banken- und Versicherungssektor Stiftungen die historischen Trägervereine als moderne Eigentümerstruktur ab und bieten eine langfristig stabilere Struktur. Von den klassischen Privatstiftungen unterscheiden sie sich durch ein Ausschüttungsverbot an Familienmitglieder oder Verwandte.  Diese Stiftungen gehören zu den bedeutendsten Förderern von Wissenschaft, Kunst oder Sozialem in Österreich.

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Die Woche des guten Testaments startet am Sonntag

70 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 7.9.2016. Am Sonntag (11.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen kennenzulernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten zu lassen.

Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2016 schon zum vierten Mal mit „Der Woche des guten Testaments“ von 11. bis 18. September daran. In Wien, St. Pölten, Linz, Graz, Innsbruck, Baden, Ried, Braunau, und Rohrbach   laden  die an „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ teilnehmenden Organisationen zu Informationsveranstaltungen: Im Zentrum der Veranstaltungen steht jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung durch Notare. „Viele Menschen möchten selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Sie möchten, dass es jenen gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommt, die ihnen schon immer am Herzen gelegen sind.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Im Rahmen der Woche des guten Testaments informieren Experten Interessierte über viele Fragen rund um das Testament. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die immer beliebter werdende Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, gelegt. Außerdem bieten die Veranstaltungen die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte geballt – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen.

Infoveranstaltungen von Wien bis Innsbruck
Wie man sich im Erbrecht zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, sind die Schwerpunkte der zahlreichen Veranstaltungen von Wien bis Innsbruck in der Woche des guten Testaments. So werden in Wien bei zwei Themenabenden am 13. September im Kunsthistorischen Museum und am 14. September im Albert-Schweitzer-Haus Notar Christoph Beer und Notarsubstitut Tobias Linzer Vorträge mit Tipps&Tricks zum Erbrecht halten. Auch in St. Pölten findet im Bildungshaus St. Hippolyt am 12. September ein Themenabend zu Erbrecht und Testament mit Notar Leopold Dirnegger statt. Besucher haben bei allen Veranstaltungen die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Sie können damit rechtliche Beratung einholen und gleichzeitig die Projekte der Organisationen kennenlernen.

Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in ganz Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Schätzungen zufolge wird es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro geben. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent (circa 630.000 Personen) der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, nach dem Ableben Gutes zu leisten (47 Prozent). Aber auch der Beweggrund zählt, mit der Spende als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben (16 Prozent).

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at

 

 

 


 



Infowoche rund um die Themen "neues Erbrecht" und "Vererben für den guten Zweck" startet am 30.5.2016

70 gemeinnützige Organisationen informieren ab Montag über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 25.5.2016. Mit 1.1.2017 tritt die erste große Erbrechtsreform seit 200 Jahren in Österreich in Kraft. Welche Folgen diese Novelle hat und wie man in seinem letzten Willen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer Informationswoche. Bei Veranstaltungen der teilnehmenden Organisationen erhalten Interessierte rechtliche Informationen durch Experten – dank der Partnerschaft mit der Österreichischen Notariatskammer in einer neutralen und umfassenden Form. Besucher können gemeinnützige Organisationen und ihre Vertreter kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft tretenden Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 30.5. bis Freitag 3.6. mit den teilnehmenden Organisationen zu einer Vielzahl an Informationsveranstaltungen in insgesamt sechs Bundesländern ein. Im Zentrum der Veranstaltungen stehen jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung über die komplexen Fragen des Erbrechts durch RechtsexpertInnen.  „Immer mehr Menschen wollen selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Ableben passiert. Wir möchten jenen, die dabei gemeinnützige Zwecke mit einer Testamentsspende unterstützen möchten, neutrale Informationen und die Möglichkeit zum Austausch bieten.“ , Lutschinger weiter. 

Themenabende am 30.5. und 2.6.2016: „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist auch der Schwerpunkt von zwei  Themenabenden in Wien am 30. Mai im Sommerrefektorium der Salvatorianer und am 2. Juni im Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek.  Notar Dr. Christoph Beer sowie die Notarsubstitutinnen Mag. Anna-Theresa Schmidinger und Mag. Nicole Malleg geben Einblicke in das Erbrecht. Besucher können zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Kaiser Franz-Joseph – der ewige Kaiser“ und ein Orgelkonzert in der Michaelerkirche geboten.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Eine Informationsbroschüre zum neuen Erbrecht und rund um das Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 01/2765298-16 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden. 

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise rund 55 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich:  Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 600 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testamentsspender sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für künftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. 14 % (oder 650.000 ÖsterreicherInnen) über 40 Jahren können sich vorstellen, ihr Vermögen an eine gemeinnützige Organisation zu vererben. 2012 waren dies nur 8 %. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, Menschen für Menschen, das Naturhistorische Museum oder KIRCHE IN NOT, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
 

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
M: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at

Mag. Markus Aichelburg-Rumerskirch, Leitung Vergissmeinnicht.at
M: +43/676/680 82 50
E: markus.aichelburg@fundraising.at

  
 


 


55 Millionen Euro Testamentsspenden 2015
Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.

Wien, 5.4.2016. 2015 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit fast 55 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Die Spendenform wird bei immer mehr Österreichern beliebter. Diese gestalten auf diese Weise die Zukunft für kommende Generationen maßgeblich mit. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ daher heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.

Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende
Die Österreicher unterstützten gemeinnützige Organisationen 2015 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von fast 55 Millionen Euro. Damit beträgt der Anteil von Testamentsspenden am gesamten Spendenaufkommen (600 Millionen Euro 2015) rund 10 Prozent. „Jeder zehnte Spendeneuro wird über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, beeindruckt und ergänzt „Die Spendenform wir in den kommen Jahren wichtiger werden. Für jeden zehnten Österreicher ist ein Testament für einen gemeinnützigen Zweck eine Option.“ Rund 14 Prozent der Österreicher über 40 Jahren können sich laut einer aktuellen Umfrage (Market-Institut) vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken, 2012 waren es noch 8%. Dabei ist der „gute Wille“ und nach dem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können ihr wichtigstes Motiv.

Welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind, wissen allerdings noch viel zu wenige Menschen. Die Österreicher beschäftigen sich nämlich nur ungerne mit ihrem Testament. Viele verlassen sich auf die gesetzliche Erbregelung. Nur 15% der Österreicher regeln ihr Testament, bei den über 60-järigen sind es 35%. „Mit Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten.“, erklärt Lutschinger.

Motive der Testamentsspender vielfältig
Das Anliegen der Organisation ist dabei die wichtigste Motivation für Spender, legt Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT die Motive einer Testamentsspenderin dar: „Weil Elisabeth H. schon seit vielen Jahren die Hilfe für bedrohte und verfolgte Christen am Herzen liegt und sie auch nach ihrem Tod in die Zukunft Gutes wirken möchte, hat sie uns in ihrem Vermächtnis bedacht. Sie hilft uns damit, unsere Arbeit erfolgreich fortzusetzen.“

Für kinderlose Spender spielt aber auch eine Rolle, dass bei Nichtvorliegen eines Erben, der Staat alles erbt, wie die Testamentsspenderin Dr. Marianne Händschke erläutert: „Das Konzept von Menschen für Menschen hat mich von Anfang an begeistert. Deshalb habe ich diese Organisation neben einer Umweltorganisation auch als Erbin eingesetzt. Ich will selber bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Wenn man das nicht selber regelt, geht ja alles an den Staat. Das möchte ich nicht.“

Testamentsspender ermöglichen den Organisationen, ihre Projekte langfristig zu erhalten und zu verwirklichen. Die Mittel ermöglichen es, schnelle Hilfe im Katastrophenfall zu leisten, Bildungsprojekte in den Armuts- und Krisenländern dieser Welt zu finanzieren und damit die Chancen dieser Menschen zu verbessern, Kindern eine bessere Zukunft zu sichern, die Natur und vom Aussterben bedrohte Tiere zu schützen, oder Forschung und Kultur zu fördern. „Unsere Testamentsspender, denen wir höchste Achtung und Wertschätzung entgegenbringen, machen es erst möglich, dass wir den Fortbestand des Wiener Tierschutzvereins langfristig absichern können.“ bestätigt Romana Stremnitzer, Vorstand des Wiener Tierschutzvereins.

Über Vergissmeinnicht.at
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.
 

Rückfragehinweis:

FOTOS stehen ab ca. 12 Uhr unter http://bit.ly/1N4WDhq  zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung. 
Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at  

 


 


Spendenorganisationen trauern um Kurt Bergmann
Gemeinnütziger Sektor verliert wichtigen Unterstützer und Fürsprecher.

Wien, 15.1.2016. Mit Kurt Bergmann verliert der gemeinnützige Sektor einen seiner wichtigsten Fürsprecher der vergangenen Jahre. Ohne seine unermüdliche Unterstützung gäbe es heute weder die Spendenabsetzbarkeit noch die ORF-Initiativen Licht ins Dunkel und Nachbar in Not in dieser Form. „Kurt Bergmanns Wirken war stets geprägt, die Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor zu verbessern. So konnte er direkt und indirekt unglaublich vielen Menschen in schwierigen Situationen helfen.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, Dachverband spendenwerbender Organisationen, bestürzt.

Für seinen 35jährigen Einsatz für das Humanitarian Broadcasting im ORF und sein Engagement für die Absetzbarkeit von Spenden zeichnete der Fundraising Verband deswegen Kurt Bergmann 2009 auch zum Fundraiser des Jahres aus. Die seit 1.1.2009 geltende Spendenabsetzbarkeit – die ohne den unermüdlichen Einsatz von Bergmann nicht durchgesetzt worden wäre – veränderte den Spendenmarkt positiv.

Sein tief empfundenes Mitgefühl drückt Lutschinger der Familie und den Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern des Verstorbenen aus.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


 

Gemeinnützigkeitsgesetz wichtiger Impuls
Fundraising Verband Austria begrüßt Gemeinnützigkeitsgesetz zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 10.12.2015. Gestern beschloss der Nationalrat das Gemeinnützigkeitsgesetz. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Dieses Maßnahmenpaket wird die in Österreich raren Großenspender motivieren. Internationale Vorbilder belegen, dass rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen hier entscheidend sind. Der Fundraising Verband begrüßt die breite Mehrheit - auch von Seiten der Opposition - für das neue Gesetz, bedauert aber die nicht durchgesetzte Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz.

Zahlen und Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern belegen, dass die Zahl der Großspenden maßgeblich von geeigneten steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängen. „Mit dem neuen Gemeinnützigkeitsgesetz werden die in Österreich unterrepräsentierten Großspender entscheidend motiviert. Im internationalen Vergleich sehen wir ein Potenzial von zusätzlich einer Milliarde Euro jährlich für die Projekte des gemeinnützigen Sektors.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen, überzeugt. In den nächsten Jahren rechnet der Fundraising Verband mit zahlreichen Gründungen gemeinnütziger Stiftungen. „Das Gemeinnützigkeitsgesetz wird die Stiftungslandschaft beflügeln und zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor frei setzen. Es wird maßgeblich helfen, die wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsfragen und Herausforderungen zu bewältigen“, freut sich daher Monica Culen, Präsidentin des Fundraising Verbands Austria.

Die durch das Paket frei gesetzten Mittel werden neue Projekte ermöglichen und damit auch neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits jetzt beschäftigt der Sektor 236.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten kurzfristig bis zu 2.500 weitere dazukommen. „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“ sind sich Culen und Lutschinger daher einig. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Tierschutz und Bildung bitte warten
In der parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz konnte sich leider die von vielen Seiten geforderte Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz und Schulen nicht durchsetzen. Der bei den Österreichern so beliebte Tierschutz bleibt hier genauso wie Schulen weiter benachteiligt. „Wir appellieren daher an die Parlamentarier, das Thema Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz weiter zu verfolgen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at


 



Danke für ehrenamtliches Engagement

Fundraising Verband bedankt sich bei Österreichs 3,3 Millionen freiwillig Engagierten anlässlich des Tags des Ehrenamts.

Wien, 04.12.2015. Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der österreichischen Gesellschaft. Jährlich unterstützen über 3,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher – oder 46% der Bevölkerung – ehrenamtlich eine gemeinnützige Organisation oder helfen in der Nachbarschaft. Ohne sie wäre die Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie Katastrophenschutz, Altenbetreuung oder aktuell die Flüchtlingshilfe nicht denkbar. Der Fundraising Verband bedankte sich heute anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts für dieses außerordentliche Engagement. Das soeben beschlossene neue Freiwilligengesetz wird die Rahmenbedingungen verbessern, der Fundraising Verband kritisiert aber die verschleppte und jetzt kurzfristige Einführung.

Bereits 46 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind laut Freiwilligenbericht ehrenamtlich oder in der Nachbarschaftshilfe aktiv. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten die Österreicherinnen und Österreicher einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Arbeit der  gemeinnützigen Einrichtungen. Sie spenden dabei mit ihrer Zeit das wertvollste, das wir geben können. Im Namen Österreichs NGOs möchte ich daher DANKE sagen.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes – Dachverband der Spendenorganisationen –, beeindruckt und ergänzt „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre die derzeitige Flüchtlingshilfe nicht möglich.“

Sozialkompetenz durch Ehrenamt gewinnt an Bedeutung
Immer mehr Unternehmen schätzen es, wenn sich ihre Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Der damit verbundene Erwerb sozialer Kompetenzen wirkt sich maßgeblich positiv auf das Arbeiten in Teams aus. „In der Schweiz achten immer mehr Arbeitgeber in Auswahlverfahren auf ehrenamtliches Engagement und die damit verbundenen Sozialkompetenzen. Es ist daher wichtig, diese erworbenen Kompetenzen sichtbar zu machen.“, so die Schweizer Ehrenamtsexpertin Elsbeth Fischer-Roth, die heute im Rahmen der Konferenz „Die Zukunft des Ehrenamtes“ als Referentin in Wien zu Gast war. Der Freiwilligenbericht 2015 bestätigt diesen Trend auch für Österreich.  Weitere Informationen zur heutigen Konferenz „Die Zukunft des Ehrenamts“ sind auf ehrenamt.fundraising.at abrufbar.

Neues Freiwilligengesetz wird Rahmenbedingungen verbessern
Mit der aktuell beschlossenen Erweiterung des Freiwilligengesetzes werden die Auslandsfreiwilligendienste auf eine breitere Basis gestellt. Der Dienst im Ausland wird für Frauen und Männer gleich zugänglich gemacht, qualitativ aufgewertet und finanziell abgesichert. So werden junge Menschen ab 17 Jahren für die Dauer von 6 bis maximal 12 Monaten diesen Dienst absolvieren können. Außerdem wird die soziale Absicherung nun besser geregelt. Das neue Freiwilligengesetz wird die Rahmenbedingungen verbessern, der Fundraising Verband kritisiert aber die verschleppte und jetzt kurzfristige Einführung mit Inkrafttreten ab 1. Jänner 2016.


 



Österreicher spenden 600 Millionen Euro 2015
Spendenaufkommen und -beteiligung weiterhin auf Rekordniveau – Westösterreich führend.

Wien, 1.12.2015. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria den Spendenbericht 2015. Dieses Jahr wird das Aufkommen voraussichtlich 600 Millionen Euro erreichen – mit 12 Millionen wurde in den letzten Wochen die Flüchtlingshilfe unterstützt. Die Spendenbeteiligung bleibt damit auf Rekordniveau. Im Bundeslandvergleich spenden die Westösterreicher am meisten. Immer mehr Bürger nutzen auch die Vorteile der Spendenabsetzbarkeit. Der Fundraising Verband hofft, dass im Zuge der parlamentarischen Diskussion die Spendenabsetzbarkeit für Tierschutz und Bildung eingeführt wird.

Entgegen vieler Befürchtungen ist die Solidarität der Österreicher weiterhin ungebrochen. Für 2015 erwartet der Fundraising Verband in seiner Prognose, dass das Aufkommen weiter wachsen wird. „Die Österreicher sind solidarisch wie noch nie. Auch wenn es enger in ihren Geldbörsen geworden ist, erkennen sie die Not und spenden dieses Jahr 600 Millionen Euro. Österreichs NGOs sagen DANKE!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, beeindruckt. Abzuwarten bleibt, wie sich die Sammlungen rund um die Weihnachtszeit auf das Gesamtaufkommen auswirken werden. Diese betragen in der Regel 25 bis 30 Prozent des gesamten Aufkommens. Das ursprünglich für 2014 erwartete Spendenaufkommen von 550 Millionen Euro haben die Österreicher klar übertroffen. Mit 570 Millionen Euro unterstützten sie die Projekte der gemeinnützigen Organisationen tatkräftig.

Flüchtlingshilfe: Österreicher spenden tatkräftig

Die Hilfsmaßnahmen der Organisationen in der Flüchtlingshilfe laufen auf Hochtouren. Die Österreicher unterstützten dabei tatkräftig. So wurden für die aktuell laufenden Sammlungen für die Flüchtlingshilfe 12 Millionen Euro gespendet (Stand Anfang November). „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher nicht nachgelassen hat. Unsere Hilfe für Unterbringung und Integration von Flüchtlingen wird noch lange notwendig sein, daher danke ich allen, die Flüchtlinge willkommen heißen, aktiv sind und dabei auch finanziell unterstützen. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für die Hilfe für Menschen in Not!“ erklärte Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer Volkshilfe Österreich.

Westösterreicher spenden viel, Ostösterreicher häufig
Die Oberösterreicher sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 154 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 112 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind die Wiener, Niederösterreicher und Burgenländer klar vorne. Hier spenden mit fast 7 von 10 Menschen so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist die Steiermark und Kärnten.

Spendenabsetzbarkeit wirkt
Zu dem positiven Gesamtergebnis haben einmal mehr die Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden beigetragen. Bereits über 840.000 Österreicher nutzen die Absetzbarkeit und jeder dritte Spendeneuro wird in den Steuererklärungen angegeben. „Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den Spendern angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt!“, sind sich Fenninger und Lutschinger hier einig. Die Absetzbarkeit für Kultureinrichtungen wird diese Zahlen weiter steigen lassen.

Gemeinnützigkeitsgesetz: Hoffnung auf Absetzbarkeit für Tierschutz und Bildung
In der gerade laufenden parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz fordert der Fundraising Verband eine rasche Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Diese werden die Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor maßgeblich positiv beeinflussen. Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband im Bereich der Spendenabsetzbarkeit „Wir sehen bei der Spendenabsetzbarkeit eine massive Benachteiligung für den bei den Österreichern so beliebten Tierschutz und bei den Bildungseinrichtungen. Wir appellieren daher an die Parlamentarier, Spenden für diese ebenfalls zu begünstigen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

Österreich im europäischen Mittelfeld
Die Österreicher sind keine „Spendenweltmeister“. Es spenden zwar im internationalen Vergleich sehr viele Menschen, die Spendenhöhe ist aber geringer. „Insgesamt ist aber erfreulich, dass sich bereits 6 von 10 Österreichern zu den Spendern zählen und die durchschnittliche Spende in den vergangenen Jahren gestiegen ist.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion. Beim Spenden unterstützen die Österreicher am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland.  Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, ist dabei das wichtigste Motiv, gefolgt von der Sympathie der Organisation.

Rückfragehinweis:
Der Spendenbericht steht im Pressebereich auf www.fundraising.at zum Download zur Verfügung. Ein Videobeitrag ist ab circa 15:30 Uhr abruf- und dowloadbar unter: http://video.ots.at.

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at


Download Spendenbericht 2015


 

FRANZ KÜBERL ist Fundraiser des Jahres
Utl. Fundraising Verband zeichnet Franz Küberl für seine Verdienste um das Spendenwesen aus und vergibt die Fundraising Awards für besondere Leistungen in der Spenderkommunikation. 

Wien, 10.10.2016. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend hervorragende Leistungen in der Spender­kommunikation mit den Fundraising Awards 2016 aus. Zahlreiche namhafte NGOs und Agenturen gingen in das Ren­nen um den Spendenspot, die Innovation, die Online-Kampagne, die Fundraising Aktion, das Spendenmailing sowie die beste Unternehmenspartnerschaft des Jahres 2016. Als Höhepunkt wird der langjährige CARITAS-Präsident Franz Küberl zum Fundraiser des Jahres gekürt.

Franz Küberl ist weithin bekannt für sein gesellschaftliches Engagement und einer der engagiertesten Österreicher für soziale Anliegen. In seiner beruflichen Laufbahn in der CARITAS war er bekannt als Mahner und Botschafter des Zusammenhalts und der Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft. Er zögerte nie, wenn es darum ging, Menschen für die Situation der Nächsten zu sensibilisieren. Als Spendenkommunikator konnte er zahllose Unternehmen und Menschen motivieren zu geben und zu spenden. Ohne dieses Auftreten würden daher viele soziale Projekte heute nicht in dieser Form bestehen. „Franz Küberl ist ein Vorbild für uns alle! Er konnte so viel bewegen und so vielen Menschen helfen.“, betonte daher profil-Chefredakteur und -Herausgeber Christian Rainer  in seiner Laudatio für Franz Küberl anlässlich der Verleihung der Fundraising Awards. Zuletzt wurden 2015 Alexander Wrabetz in Vertretung für die ORF-Hilfsaktion „HELFEN. WIE WIR“, 2014 Karlheinz Böhm posthum für sein Lebenswerk (Laudatio Michael Seida), 2013 Willi Resetarits (Laudatio Rudolf Semrad), 2012 Chris Lohner (Laudatio Hannelore Veith) und 2011 Gery Keszler (Laudatio Alexander Wrabetz) für ihr gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

Der Spot „Wir bringen Lachen ins Spital“ von ROTE NASEN Clowndoctors setzt sich als bester Fundraising Spot des Jahres 2016 durch. Der von The Gentlemen Creatives entwickelte Spot zeigt, wie wichtig es ist, kranke Kinder mit Humor und Lebensfreude zu stärken und sie ihre Krankheit eine Zeit lang vergessen zu lassen.

Greenpeace CEE punktet dieses Jahr bei der besten Fundraising Innovation (in Kooperation mit VSG Direktwerbung). Mit Flügen über die Baumkronen des Regenwaldes oder Bootsfahrten auf einem der letzten frei fließenden Flüsse setzt Greenpeace Virtual Reality seit kurzem erfolgreich zur authentischen Sensibilisierung der Österreicher ein.

Den Fundraising Award für die Partnerschaft des Jahres (in Kooperation mit ERSTE Bank) erhält die Medizinische Universität Wien. Mit einem überzeugenden Konzept mobilisiert sie über 70 Partner aus der Wirtschaft für den Krebsforschungslauf und ermöglicht so wichtige Projekte zur Erforschung von Krebserkrankungen.

CARE wird für das beste Direct Mailing des Jahres (In Kooperation mit Österreichische Post AG) ausgezeichnet. Die Agentur fundoffice entwickelte diesen Spendenbrief, der äußerlich dem bekannten CARE-Paket nachempfunden wurde.

Der Fundraising Award für die Fundraising Aktion des Jahres (In Kooperation mit ANT-Informatik) geht an die Volkshilfe Österreich für das „VOICES FOR REFUGEES – Solidaritätskonzert für ein menschliches Europa“. Die gemeinsam mit Nova Music Entertainment organisierte Veranstaltung verstand sich als Weckruf an die Zivilgesellschaft und die politischen Entscheidungsträger, sich wieder an den sozialen Grundwerten Europas auszurichten.

Die Karl-Franzens-Universität Graz setzte sich in der Kategorie Fundraising Online Kampagne des Jahres (In Kooperation mit Grün Software) mit „430 Sessel für die Uni Graz – Nimm Platz in der Geschichte…und in der Zukunft“ durch. In einer von funderful entwickelten Online-Kampagne konnten Absolventen auf einer eigens eingerichteten Website einen Hörsaalsitzplatz mit Namensnennung und persönlichem Lieblings-Zitat stiften.

Zwtl.: Über die Fundraising Awards

Zum 23. Mal vergibt der Fundraising Verband Austria dieses Jahr die Fundraising Awards. Ziel, der in sieben Kategorien vergebenen Awards, ist es, hervorragende Leistungen in der Kommunikation mit den Spendern vor den Vorhang zu holen. Der Fundraiser des Jahres wird vom Vorstand des Fundraising Verbands ernannt. Die Kür der anderen sechs Kategorien erfolgt durch eine international besetzte Fachjury. Insgesamt wurden dieses Jahr 46 Projekte eingereicht.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 270 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis:

Fotomaterial steht auf der Website http://bit.ly/2d2XQxy ab ca. 23 Uhr zur Verfügung.


Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at




Gemeinnützige und nicht-gewinnorientierte Stiftungen wichtige Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Österreich
Utl. Fundraising Verband zieht erste positive Bilanz zu neuer Stiftungsgesetzgebung anlässlich des Europäischen Tags der Stiftungen am 1.10..

Wien, 30.9.2016. Seit Anfang des Jahres wurde der Stiftungsstandort Österreich durch ein neues, gemeinnütziges Stiftungsrecht wesentlich attraktiver. Erste Erfolgsbeispiele zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig gewählt wurde. Eine Stärkung der Rechte der Stifter, flexible Gestaltung der Urkunde sowie interessante steuerliche Verbesserungen bei der Gründung werden den Philanthropie-Standort Österreich weiter beleben.

Mit 1. Jänner trat das grundlegend reformierte neue Bundesstiftungs- und Fondsgesetz in Kraft. Vorher noch totes Recht, stößt es bei philanthropisch interessierten Menschen und Einrichtungen auf großes Interesse: „Das neue Bundes-Stiftungsrecht bietet dem Stifter mehr Rechte als etwa das deutsche Stiftungsrecht und darüber hinaus noch die Möglichkeit die Stifterrechte zu vererben,“ erläutert Stiftungsexperte Dr. Martin Melzer von der Rechtsanwaltkanzlei Müller Partner die Vorteile und erklärt: „Anfang des Jahres wurde vor allem vom gemeinnützigen Sektor gestiftet, seit Mitte des Jahres dreht sich der Trend jetzt zu Philanthropen“. Insgesamt erwartet der Fundraising Verband für 2016 rund 30-40 neue Stiftungen. „Bewahrheitet sich der jetzige Trend werden dreimal so viel gemeinnützige Stiftungen im ersten Jahr gegründet wie 1993 bei der Einführung des Privatstiftungsgesetzes (12)“  zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria – Dachverband spendenwerbender Organisationen, mit dieser Entwicklung sehr zufrieden. Auf Grund einiger kleiner Rechtsunsicherheiten werden aber gemeinnützige Stiftungen vereinzelt noch nach dem Privatstiftungsgesetz errichtet. „Der Reformeifer darf jetzt nicht stehen bleiben! Die Erfahrungen aus der Praxis sollten zeitnah in eine Novelle zum Bundesstiftungsgesetz eingearbeitet werden.“, fordert daher Lutschinger. Vor allem bei den Übergangsbestimmungen, unnötiger Bürokratie und unklaren Auslegungen liege eindeutiger Handlungsbedarf.

Zwtl.: Gemeinnützige und nicht-gewinn orientierte Stiftungen sichern tausende Arbeitsplätze in Österreich
Stiftungen spielen nicht nur als Träger und Finanzier gemeinnütziger Projekte eine wichtige Rolle, sie sind auch wichtige Arbeitgeber. Neben den gemeinnützigen Bundes -, Landes- und Privatstiftungen entwickelte sich in den letzten Jahren ein wenig bemerkter, überwiegend gemeinnütziger Unternehmens-Stiftungssektor. Ihr Stiftungszweck ist aber im Wesentlichen, ein Unternehmen in ihrem Bestand zu sichern. Ausschüttungen spielen im Verhältnis zur Stärkung des Eigenkapitals dabei eine untergeordnete Rolle. So befinden sich die internationale JUFA Hotelkette, das steirische Traditionsunternehmen Anton Paar GesmbH oder der größte private Spitalsbetreiber, die Vinzenz-Gruppe, im Besitz gemeinnütziger Stiftungen. Damit sichern diese nicht nur tausende Arbeitsplätze in Österreich sondern bilden als strategischer Eigentümer das Rückgrat ganzer Branchen. So lösen etwa beim Banken- und Versicherungssektor Stiftungen die historischen Trägervereine als moderne Eigentümerstruktur ab und bieten eine langfristig stabilere Struktur. Von den klassischen Privatstiftungen unterscheiden sie sich durch ein Ausschüttungsverbot an Familienmitglieder oder Verwandte.  Diese Stiftungen gehören zu den bedeutendsten Förderern von Wissenschaft, Kunst oder Sozialem in Österreich.

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Die Woche des guten Testaments startet am Sonntag

70 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 7.9.2016. Am Sonntag (11.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen kennenzulernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten zu lassen.

Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2016 schon zum vierten Mal mit „Der Woche des guten Testaments“ von 11. bis 18. September daran. In Wien, St. Pölten, Linz, Graz, Innsbruck, Baden, Ried, Braunau, und Rohrbach   laden  die an „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ teilnehmenden Organisationen zu Informationsveranstaltungen: Im Zentrum der Veranstaltungen steht jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung durch Notare. „Viele Menschen möchten selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Tod passiert. Sie möchten, dass es jenen gemeinnützigen Zwecken zu Gute kommt, die ihnen schon immer am Herzen gelegen sind.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands – Dachverband spendenwerbender Organisationen. Im Rahmen der Woche des guten Testaments informieren Experten Interessierte über viele Fragen rund um das Testament. Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die immer beliebter werdende Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken, gelegt. Außerdem bieten die Veranstaltungen die Gelegenheit, viele gemeinnützige Organisationen und deren Projekte geballt – ungezwungen und unverbindlich – kennenzulernen.

Infoveranstaltungen von Wien bis Innsbruck
Wie man sich im Erbrecht zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, sind die Schwerpunkte der zahlreichen Veranstaltungen von Wien bis Innsbruck in der Woche des guten Testaments. So werden in Wien bei zwei Themenabenden am 13. September im Kunsthistorischen Museum und am 14. September im Albert-Schweitzer-Haus Notar Christoph Beer und Notarsubstitut Tobias Linzer Vorträge mit Tipps&Tricks zum Erbrecht halten. Auch in St. Pölten findet im Bildungshaus St. Hippolyt am 12. September ein Themenabend zu Erbrecht und Testament mit Notar Leopold Dirnegger statt. Besucher haben bei allen Veranstaltungen die Möglichkeit, gemeinnützige Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Sie können damit rechtliche Beratung einholen und gleichzeitig die Projekte der Organisationen kennenlernen.

Informationen zu diesen und allen weiteren Veranstaltungen in ganz Österreich finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at/termine.

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. 2015 wurden durch Testamentsspenden rund 55 Millionen Euro gespendet. Schätzungen zufolge wird es 2016 44.000 Erbfälle mit einem Gesamtvolumen von 12 Mrd. Euro geben. Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der vererbten Vermögenswerte laut einer Studie des WU-Ökonomen Stefan Humer auf 18,2  Mrd. Euro steigen. 14 Prozent (circa 630.000 Personen) der über 40-jährigen Österreicher können sich vorstellen, eine gemeinnützige Organisation testamentarisch zu berücksichtigen. Begründet wird dieser Schritt vorwiegend mit dem Wunsch, nach dem Ableben Gutes zu leisten (47 Prozent). Aber auch der Beweggrund zählt, mit der Spende als Mensch in guter Erinnerung zu bleiben (16 Prozent).

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.


Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at

 

 

 


 



Infowoche rund um die Themen "neues Erbrecht" und "Vererben für den guten Zweck" startet am 30.5.2016

70 gemeinnützige Organisationen informieren ab Montag über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 25.5.2016. Mit 1.1.2017 tritt die erste große Erbrechtsreform seit 200 Jahren in Österreich in Kraft. Welche Folgen diese Novelle hat und wie man in seinem letzten Willen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann, thematisiert ab Montag „Vergissmeinnicht.at – die Initiative für das gute Testament“ im Rahmen einer Informationswoche. Bei Veranstaltungen der teilnehmenden Organisationen erhalten Interessierte rechtliche Informationen durch Experten – dank der Partnerschaft mit der Österreichischen Notariatskammer in einer neutralen und umfassenden Form. Besucher können gemeinnützige Organisationen und ihre Vertreter kennenlernen. Der Eintritt ist frei.

„Bei der Gestaltung eines Testaments entstehen viele Fragen. Durch die mit 1.1.2017 in Kraft tretenden Änderungen im Erbrecht steigt der Informationsbedarf zu diesem Thema weiter.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ lädt daher ab Montag 30.5. bis Freitag 3.6. mit den teilnehmenden Organisationen zu einer Vielzahl an Informationsveranstaltungen in insgesamt sechs Bundesländern ein. Im Zentrum der Veranstaltungen stehen jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung über die komplexen Fragen des Erbrechts durch RechtsexpertInnen.  „Immer mehr Menschen wollen selbst bestimmen, was mit ihrem Vermögen nach ihrem Ableben passiert. Wir möchten jenen, die dabei gemeinnützige Zwecke mit einer Testamentsspende unterstützen möchten, neutrale Informationen und die Möglichkeit zum Austausch bieten.“ , Lutschinger weiter. 

Themenabende am 30.5. und 2.6.2016: „Erbrecht, Testament und Patientenverfügung“
Wie man sich im Dschungel des Erbrechts zu Recht findet und wie man mit seinem Testament Gutes tun kann, ist auch der Schwerpunkt von zwei  Themenabenden in Wien am 30. Mai im Sommerrefektorium der Salvatorianer und am 2. Juni im Oratorium der Österreichischen Nationalbibliothek.  Notar Dr. Christoph Beer sowie die Notarsubstitutinnen Mag. Anna-Theresa Schmidinger und Mag. Nicole Malleg geben Einblicke in das Erbrecht. Besucher können zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenzulernen. Als Rahmenprogramm wird eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Kaiser Franz-Joseph – der ewige Kaiser“ und ein Orgelkonzert in der Michaelerkirche geboten.

Alle Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at. Eine Informationsbroschüre zum neuen Erbrecht und rund um das Vererben für den guten Zweck kann kostenlos unter 01/2765298-16 oder per Email an info@vergissmeinnicht.at bestellt werden. 

Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise rund 55 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich:  Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 600 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testamentsspender sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für künftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. 14 % (oder 650.000 ÖsterreicherInnen) über 40 Jahren können sich vorstellen, ihr Vermögen an eine gemeinnützige Organisation zu vererben. 2012 waren dies nur 8 %. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht. 

Über „Vergissmeinnicht.at“
Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament vereint derzeit 70 österreichische gemeinnützige Organisationen wie das Österreichische Rote Kreuz, Menschen für Menschen, das Naturhistorische Museum oder KIRCHE IN NOT, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen.  Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.
 

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
M: 0676 914 66 25
E: presse@fundraising.at

Mag. Markus Aichelburg-Rumerskirch, Leitung Vergissmeinnicht.at
M: +43/676/680 82 50
E: markus.aichelburg@fundraising.at

  
 


 


55 Millionen Euro Testamentsspenden 2015
Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.

Wien, 5.4.2016. 2015 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit fast 55 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Die Spendenform wird bei immer mehr Österreichern beliebter. Diese gestalten auf diese Weise die Zukunft für kommende Generationen maßgeblich mit. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ daher heute im Wiener Volksgarten symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen.

Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende
Die Österreicher unterstützten gemeinnützige Organisationen 2015 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von fast 55 Millionen Euro. Damit beträgt der Anteil von Testamentsspenden am gesamten Spendenaufkommen (600 Millionen Euro 2015) rund 10 Prozent. „Jeder zehnte Spendeneuro wird über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, beeindruckt und ergänzt „Die Spendenform wir in den kommen Jahren wichtiger werden. Für jeden zehnten Österreicher ist ein Testament für einen gemeinnützigen Zweck eine Option.“ Rund 14 Prozent der Österreicher über 40 Jahren können sich laut einer aktuellen Umfrage (Market-Institut) vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken, 2012 waren es noch 8%. Dabei ist der „gute Wille“ und nach dem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können ihr wichtigstes Motiv.

Welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind, wissen allerdings noch viel zu wenige Menschen. Die Österreicher beschäftigen sich nämlich nur ungerne mit ihrem Testament. Viele verlassen sich auf die gesetzliche Erbregelung. Nur 15% der Österreicher regeln ihr Testament, bei den über 60-järigen sind es 35%. „Mit Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten.“, erklärt Lutschinger.

Motive der Testamentsspender vielfältig
Das Anliegen der Organisation ist dabei die wichtigste Motivation für Spender, legt Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT die Motive einer Testamentsspenderin dar: „Weil Elisabeth H. schon seit vielen Jahren die Hilfe für bedrohte und verfolgte Christen am Herzen liegt und sie auch nach ihrem Tod in die Zukunft Gutes wirken möchte, hat sie uns in ihrem Vermächtnis bedacht. Sie hilft uns damit, unsere Arbeit erfolgreich fortzusetzen.“

Für kinderlose Spender spielt aber auch eine Rolle, dass bei Nichtvorliegen eines Erben, der Staat alles erbt, wie die Testamentsspenderin Dr. Marianne Händschke erläutert: „Das Konzept von Menschen für Menschen hat mich von Anfang an begeistert. Deshalb habe ich diese Organisation neben einer Umweltorganisation auch als Erbin eingesetzt. Ich will selber bestimmen, was mit meinem Vermögen nach meinem Tod passiert. Wenn man das nicht selber regelt, geht ja alles an den Staat. Das möchte ich nicht.“

Testamentsspender ermöglichen den Organisationen, ihre Projekte langfristig zu erhalten und zu verwirklichen. Die Mittel ermöglichen es, schnelle Hilfe im Katastrophenfall zu leisten, Bildungsprojekte in den Armuts- und Krisenländern dieser Welt zu finanzieren und damit die Chancen dieser Menschen zu verbessern, Kindern eine bessere Zukunft zu sichern, die Natur und vom Aussterben bedrohte Tiere zu schützen, oder Forschung und Kultur zu fördern. „Unsere Testamentsspender, denen wir höchste Achtung und Wertschätzung entgegenbringen, machen es erst möglich, dass wir den Fortbestand des Wiener Tierschutzvereins langfristig absichern können.“ bestätigt Romana Stremnitzer, Vorstand des Wiener Tierschutzvereins.

Über Vergissmeinnicht.at
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 70 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.
 

Rückfragehinweis:

FOTOS stehen ab ca. 12 Uhr unter http://bit.ly/1N4WDhq  zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung. 
Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at  

 


 


Spendenorganisationen trauern um Kurt Bergmann
Gemeinnütziger Sektor verliert wichtigen Unterstützer und Fürsprecher.

Wien, 15.1.2016. Mit Kurt Bergmann verliert der gemeinnützige Sektor einen seiner wichtigsten Fürsprecher der vergangenen Jahre. Ohne seine unermüdliche Unterstützung gäbe es heute weder die Spendenabsetzbarkeit noch die ORF-Initiativen Licht ins Dunkel und Nachbar in Not in dieser Form. „Kurt Bergmanns Wirken war stets geprägt, die Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor zu verbessern. So konnte er direkt und indirekt unglaublich vielen Menschen in schwierigen Situationen helfen.“, erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, Dachverband spendenwerbender Organisationen, bestürzt.

Für seinen 35jährigen Einsatz für das Humanitarian Broadcasting im ORF und sein Engagement für die Absetzbarkeit von Spenden zeichnete der Fundraising Verband deswegen Kurt Bergmann 2009 auch zum Fundraiser des Jahres aus. Die seit 1.1.2009 geltende Spendenabsetzbarkeit – die ohne den unermüdlichen Einsatz von Bergmann nicht durchgesetzt worden wäre – veränderte den Spendenmarkt positiv.

Sein tief empfundenes Mitgefühl drückt Lutschinger der Familie und den Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern des Verstorbenen aus.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at

 


 

Gemeinnützigkeitsgesetz wichtiger Impuls
Fundraising Verband Austria begrüßt Gemeinnützigkeitsgesetz zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 10.12.2015. Gestern beschloss der Nationalrat das Gemeinnützigkeitsgesetz. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Dieses Maßnahmenpaket wird die in Österreich raren Großenspender motivieren. Internationale Vorbilder belegen, dass rechtliche und steuerliche Rahmenbedingungen hier entscheidend sind. Der Fundraising Verband begrüßt die breite Mehrheit - auch von Seiten der Opposition - für das neue Gesetz, bedauert aber die nicht durchgesetzte Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz.

Zahlen und Erfahrungen aus Deutschland und anderen Ländern belegen, dass die Zahl der Großspenden maßgeblich von geeigneten steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen abhängen. „Mit dem neuen Gemeinnützigkeitsgesetz werden die in Österreich unterrepräsentierten Großspender entscheidend motiviert. Im internationalen Vergleich sehen wir ein Potenzial von zusätzlich einer Milliarde Euro jährlich für die Projekte des gemeinnützigen Sektors.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband der Spendenorganisationen, überzeugt. In den nächsten Jahren rechnet der Fundraising Verband mit zahlreichen Gründungen gemeinnütziger Stiftungen. „Das Gemeinnützigkeitsgesetz wird die Stiftungslandschaft beflügeln und zusätzliche Mittel für den gemeinnützigen Sektor frei setzen. Es wird maßgeblich helfen, die wichtigen gesellschaftlichen Zukunftsfragen und Herausforderungen zu bewältigen“, freut sich daher Monica Culen, Präsidentin des Fundraising Verbands Austria.

Die durch das Paket frei gesetzten Mittel werden neue Projekte ermöglichen und damit auch neue Arbeitsplätze schaffen. Bereits jetzt beschäftigt der Sektor 236.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten kurzfristig bis zu 2.500 weitere dazukommen. „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“ sind sich Culen und Lutschinger daher einig. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Tierschutz und Bildung bitte warten
In der parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz konnte sich leider die von vielen Seiten geforderte Erweiterung der Spendenabsetzbarkeit auf Tierschutz und Schulen nicht durchsetzen. Der bei den Österreichern so beliebte Tierschutz bleibt hier genauso wie Schulen weiter benachteiligt. „Wir appellieren daher an die Parlamentarier, das Thema Spendenabsetzbarkeit für Schulen und Tierschutz weiter zu verfolgen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at


 



Danke für ehrenamtliches Engagement

Fundraising Verband bedankt sich bei Österreichs 3,3 Millionen freiwillig Engagierten anlässlich des Tags des Ehrenamts.

Wien, 04.12.2015. Ehrenamtliches Engagement ist das Rückgrat der österreichischen Gesellschaft. Jährlich unterstützen über 3,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher – oder 46% der Bevölkerung – ehrenamtlich eine gemeinnützige Organisation oder helfen in der Nachbarschaft. Ohne sie wäre die Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen wie Katastrophenschutz, Altenbetreuung oder aktuell die Flüchtlingshilfe nicht denkbar. Der Fundraising Verband bedankte sich heute anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamts für dieses außerordentliche Engagement. Das soeben beschlossene neue Freiwilligengesetz wird die Rahmenbedingungen verbessern, der Fundraising Verband kritisiert aber die verschleppte und jetzt kurzfristige Einführung.

Bereits 46 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind laut Freiwilligenbericht ehrenamtlich oder in der Nachbarschaftshilfe aktiv. Am häufigsten engagieren sich Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, gefolgt von den über 60-jährigen. „Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement leisten die Österreicherinnen und Österreicher einen wichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Arbeit der  gemeinnützigen Einrichtungen. Sie spenden dabei mit ihrer Zeit das wertvollste, das wir geben können. Im Namen Österreichs NGOs möchte ich daher DANKE sagen.“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes – Dachverband der Spendenorganisationen –, beeindruckt und ergänzt „Ohne das ehrenamtliche Engagement wäre die derzeitige Flüchtlingshilfe nicht möglich.“

Sozialkompetenz durch Ehrenamt gewinnt an Bedeutung
Immer mehr Unternehmen schätzen es, wenn sich ihre Mitarbeiter ehrenamtlich engagieren. Der damit verbundene Erwerb sozialer Kompetenzen wirkt sich maßgeblich positiv auf das Arbeiten in Teams aus. „In der Schweiz achten immer mehr Arbeitgeber in Auswahlverfahren auf ehrenamtliches Engagement und die damit verbundenen Sozialkompetenzen. Es ist daher wichtig, diese erworbenen Kompetenzen sichtbar zu machen.“, so die Schweizer Ehrenamtsexpertin Elsbeth Fischer-Roth, die heute im Rahmen der Konferenz „Die Zukunft des Ehrenamtes“ als Referentin in Wien zu Gast war. Der Freiwilligenbericht 2015 bestätigt diesen Trend auch für Österreich.  Weitere Informationen zur heutigen Konferenz „Die Zukunft des Ehrenamts“ sind auf ehrenamt.fundraising.at abrufbar.

Neues Freiwilligengesetz wird Rahmenbedingungen verbessern
Mit der aktuell beschlossenen Erweiterung des Freiwilligengesetzes werden die Auslandsfreiwilligendienste auf eine breitere Basis gestellt. Der Dienst im Ausland wird für Frauen und Männer gleich zugänglich gemacht, qualitativ aufgewertet und finanziell abgesichert. So werden junge Menschen ab 17 Jahren für die Dauer von 6 bis maximal 12 Monaten diesen Dienst absolvieren können. Außerdem wird die soziale Absicherung nun besser geregelt. Das neue Freiwilligengesetz wird die Rahmenbedingungen verbessern, der Fundraising Verband kritisiert aber die verschleppte und jetzt kurzfristige Einführung mit Inkrafttreten ab 1. Jänner 2016.


 



Österreicher spenden 600 Millionen Euro 2015
Spendenaufkommen und -beteiligung weiterhin auf Rekordniveau – Westösterreich führend.

Wien, 1.12.2015. Heute Vormittag präsentierte der Fundraising Verband Austria den Spendenbericht 2015. Dieses Jahr wird das Aufkommen voraussichtlich 600 Millionen Euro erreichen – mit 12 Millionen wurde in den letzten Wochen die Flüchtlingshilfe unterstützt. Die Spendenbeteiligung bleibt damit auf Rekordniveau. Im Bundeslandvergleich spenden die Westösterreicher am meisten. Immer mehr Bürger nutzen auch die Vorteile der Spendenabsetzbarkeit. Der Fundraising Verband hofft, dass im Zuge der parlamentarischen Diskussion die Spendenabsetzbarkeit für Tierschutz und Bildung eingeführt wird.

Entgegen vieler Befürchtungen ist die Solidarität der Österreicher weiterhin ungebrochen. Für 2015 erwartet der Fundraising Verband in seiner Prognose, dass das Aufkommen weiter wachsen wird. „Die Österreicher sind solidarisch wie noch nie. Auch wenn es enger in ihren Geldbörsen geworden ist, erkennen sie die Not und spenden dieses Jahr 600 Millionen Euro. Österreichs NGOs sagen DANKE!“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, beeindruckt. Abzuwarten bleibt, wie sich die Sammlungen rund um die Weihnachtszeit auf das Gesamtaufkommen auswirken werden. Diese betragen in der Regel 25 bis 30 Prozent des gesamten Aufkommens. Das ursprünglich für 2014 erwartete Spendenaufkommen von 550 Millionen Euro haben die Österreicher klar übertroffen. Mit 570 Millionen Euro unterstützten sie die Projekte der gemeinnützigen Organisationen tatkräftig.

Flüchtlingshilfe: Österreicher spenden tatkräftig

Die Hilfsmaßnahmen der Organisationen in der Flüchtlingshilfe laufen auf Hochtouren. Die Österreicher unterstützten dabei tatkräftig. So wurden für die aktuell laufenden Sammlungen für die Flüchtlingshilfe 12 Millionen Euro gespendet (Stand Anfang November). „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Hilfsbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher nicht nachgelassen hat. Unsere Hilfe für Unterbringung und Integration von Flüchtlingen wird noch lange notwendig sein, daher danke ich allen, die Flüchtlinge willkommen heißen, aktiv sind und dabei auch finanziell unterstützen. Sie alle leisten einen wichtigen Beitrag für die Hilfe für Menschen in Not!“ erklärte Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer Volkshilfe Österreich.

Westösterreicher spenden viel, Ostösterreicher häufig
Die Oberösterreicher sind im Bundesvergleich dieses Jahr am großzügigsten. Mit 154 Euro ist die durchschnittliche Spende hier besonders hoch und liegt klar über dem bundesweiten Schnitt von 112 Euro. Bei der Spendenbeteiligung hingegen sind die Wiener, Niederösterreicher und Burgenländer klar vorne. Hier spenden mit fast 7 von 10 Menschen so viele Menschen wie nirgends anders in Österreich. Schlusslicht bei der Spendenbeteiligung und -höhe ist die Steiermark und Kärnten.

Spendenabsetzbarkeit wirkt
Zu dem positiven Gesamtergebnis haben einmal mehr die Rahmenbedingungen der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden beigetragen. Bereits über 840.000 Österreicher nutzen die Absetzbarkeit und jeder dritte Spendeneuro wird in den Steuererklärungen angegeben. „Die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden ist bei den Spendern angekommen und hat sich massiv auf das Spendenaufkommen der Organisationen ausgewirkt!“, sind sich Fenninger und Lutschinger hier einig. Die Absetzbarkeit für Kultureinrichtungen wird diese Zahlen weiter steigen lassen.

Gemeinnützigkeitsgesetz: Hoffnung auf Absetzbarkeit für Tierschutz und Bildung
In der gerade laufenden parlamentarischen Diskussion um das Gemeinnützigkeitsgesetz fordert der Fundraising Verband eine rasche Umsetzung der geplanten Maßnahmen. Diese werden die Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor maßgeblich positiv beeinflussen. Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband im Bereich der Spendenabsetzbarkeit „Wir sehen bei der Spendenabsetzbarkeit eine massive Benachteiligung für den bei den Österreichern so beliebten Tierschutz und bei den Bildungseinrichtungen. Wir appellieren daher an die Parlamentarier, Spenden für diese ebenfalls zu begünstigen.“, erklärt Lutschinger und ergänzt „Spenden für Schulen in entwickelten Ländern wie Serbien oder der Türkei sind absetzbar, für österreichische Schulprojekte allerdings nicht“.

Österreich im europäischen Mittelfeld
Die Österreicher sind keine „Spendenweltmeister“. Es spenden zwar im internationalen Vergleich sehr viele Menschen, die Spendenhöhe ist aber geringer. „Insgesamt ist aber erfreulich, dass sich bereits 6 von 10 Österreichern zu den Spendern zählen und die durchschnittliche Spende in den vergangenen Jahren gestiegen ist.“, erklärt Bernhard Hofer, Geschäftsführer des Umfrageinstituts Public Opinion. Beim Spenden unterstützen die Österreicher am liebsten Kinder, Tiere und die Katastrophenhilfe im Inland.  Die Sicherheit, dass die Spenden zweckgemäß ankommen, ist dabei das wichtigste Motiv, gefolgt von der Sympathie der Organisation.

Rückfragehinweis:
Der Spendenbericht steht im Pressebereich auf www.fundraising.at zum Download zur Verfügung. Ein Videobeitrag ist ab circa 15:30 Uhr abruf- und dowloadbar unter: http://video.ots.at.

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/914 66 25
E: presse@fundraising.at
I: www.fundraising.at


Download Spendenbericht 2015


 

 
 

Richtig Spenden zur Weihnachtszeit!
Fundraising Verband gibt Tipps zum richtigen Spenden in der Weihnachtszeit.

Wien, 26.11.2015. Gutes zu tun ist den ÖsterreicherInnen besonders in der Vorweihnachtszeit ein wichtiges Anliegen. Nur mit ihrer Unterstützung können die gemeinnützigen Vereine ihre wichtigen Anliegen auch im kommenden Jahr verfolgen. Rechtzeitig zum ersten Advent unterstützt der Fundraising Verband Spender mit Tipps – insbesondere für die aktuellen Philippinen-Spendenaufrufe – in ihrer Entscheidung für eine Organisation unterstützen.

„Entscheiden Sie sich für zwei bis drei Organisationen und unterstützen Sie sowohl langfristige als auch akute Projekte, wie die aktuellen Sammlungen für Flüchtlingskrise!“, bringt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands, die wichtigsten Kriterien für eine wirkungsvolle Spende auf den Punkt und ergänzt: „So helfen Sie, einerseits die langfristigen Hilfsprojekte zu erhalten und die Katastrophensoforthilfe zu ermöglichen.“ Für den Erfolg von Projekten ist es nämlich wichtig, dass diese nachhaltig durchgeführt werden können. Dazu ist es wichtig, dass deren Finanzierung abgesichert ist. „Zu Weihnachten entscheidet sich oft, ob ein Projekt im nächsten Jahr durchgeführt werden kann oder nicht.“

Auch ist es möglich, mehr zu spenden, ohne dass es den Spendern unbedingt mehr kostet: „Nutzen Sie die Spendenabsetzbarkeit! Sie können ohne Mehrkosten mehr spenden, denn das Finanzministerium ersetzt bis zu 50 % Ihrer Spende.“, weist Lutschinger auf die Idee hinter der steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden hin.

Eine besondere Art der Weihnachtsspende sind Spenden-Geschenke, etwa in Form einer Patenschaft. „Wenn Sie noch nach einem Geschenk suchen, sind Spenden-Geschenke eine schöne Möglichkeit, etwas Sinnvolles zu schenken und gleichzeitig Gutes zu tun. “, so Lutschinger. Wenn Spender eine Organisation nicht kennen, empfiehlt der Fundraising Verband auf das Spendengütesiegel zu achten. Dieses ist das Zeichen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern.

Die 5 FVA-Spendentipps:

  1. Hören Sie beim Spenden auf Ihr Herz! Was ist Ihnen persönlich wichtig, was möchten Sie mit Ihrer Spende erreichen?
  2. Geben Sie eine Mindestspende: Einzelne großzügige Spenden sind effizienter als viele kleine Beträge und ermöglichen den Organisationen eine längerfristige Planung. Zu Weihnachten wird eine Spendenhöhe von 30 bis 50 Euro pro Organisation empfohlen. Mit drei bis vier Spenden pro Jahr kann noch nachhaltiger geholfen werden.
  3. Entscheiden Sie sich für 2 bis 3 Organisationen: Suchen Sie sich eine oder wenige Organisationen aus, die Sie besonders gerne fördern wollen, und bleiben Sie ihr treu. So bleibt der Verwaltungsaufwand möglichst gering.
  4. Teilen Sie ihren Steuervorteil: Mit der Spendenabsetzbarkeit können Sie bis zu 50% der Spende vom Finanzamt zurückerhalten. Geben Sie diesen Vorteil in Form einer höheren Spende an die gemeinnützige Organisation weiter! Um Ihre Spenden von der Steuer absetzen zu können, ist es wichtig, sie auch zu belegen. Die Liste der spendenbegünstigten Organisationen finden Sie auf der Website des Finanzministeriums.
  5. Achten Sie auf das Spendengütesiegel: Das Österreichische Spendengütesiegel steht für geprüfte Spendensicherheit durch strenge Qualitätsstandards, Transparenz und laufende Kontrolle. Alle 250 Organisationen finden Sie unter www.osgs.at.


Fakten zum Spenden in der Weihnachtszeit

Die Vorweihnachtszeit ist für spendenwerbende Organisationen die wichtigste Zeit des Jahres. Rund 25 bis 30 Prozent des jährlichen Aufkommens von zuletzt 550 Mio. Euro werden in dieser Zeit gespendet. Die Österreicher spenden dabei rund ein Drittel an Kinder- und Jugendprojekte gefolgt von  Katastrophenhilfe, Umwelt- und Tierschutz sowie der Kampf gegen den Hunger in der Welt. Über 60 Prozent der Österreicher unterstützen regelmäßig die Arbeit der rund 1100 spendenwerbenden Vereine. Weltweit werden in dieser Zeit Initiativen gesetzt. So feiern mehr als 60 Länder am 1. Dezember mit dem GivingTuesday einen Tag der guten Taten.  Dieser wurde in den USA als Gegenbewegung zum „Black Friday” ins Leben gerufen und möchte ein Zeichen gegen den Konsumrausch setzen und die Aufmerksamkeit auf das Thema Geben lenken.

Spenderberatung

Sollten sich Spender bei einer Organisation dennoch nicht sicher sein, empfiehlt der Fundraising Verband, sich an seine Spenderberatung und Ombudsstelle zu wenden. Diese ist unter der Hotline 0800/100 382 erreichbar.

Pressekonferenz Spendenbericht am 1.12.
Kommende Woche, Dienstag 1.12. um 10 Uhr im Cafe Griensteidl, präsentiert der Fundraising Verband den Spendenbericht 2015. Die Themen: Spendenbilanz 2015, erster Zwischenbericht Spenden für die Flüchtlingskrise, Spendenthemen, -motive und -trends sowie die Auswirkungen der steuerlichen Absetzbarkeit.

Rückfragehinweis:
Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
T: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at
 


 Stiftungs- und Spendenpaket wird Wachstum stärken

Fundraising Verband Austria begrüßt Regierungspaket zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 24.11.2015. Heute beschloss der Ministerrat die Umsetzung des Gemeinnützigkeitspakets. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen. Dieses Maßnahmenpaket wird das zivilgesellschaftliche Engagement und den Standort Österreich massiv stärken. Das Paket wird kurzfristig Impulse für 2500 neue Jobs in Forschung, Soziales und Bildung auslösen.

Stiftungen werden künftig auch in Österreich gemeinnützig aktiv sein können. Dies regelt das Gemeinnützigkeitspaket der Bundesregierung, das heute durch den Ministerrat beschlossen wurde. „Das Paket wird einen Wachstumsschub für den gemeinnützigen Sektor vom Sozialbereich über Forschung bis hin zur Kultur auslösen und die Standortfaktoren positiv beeinflussen.“ begrüßt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband gemeinnütziger Organisationen –, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“. Bereits jetzt beschäftigt der Sektor 236.000 Personen und hat eine maßgebliche Rolle als Arbeitgeber in Österreich. Durch verbesserte Rahmenbedingungen könnten kurzfristig bis zu 2.500 weitere dazukommen.

Das Paket beinhaltet auch eine deutliche steuerliche Entlastung aller gemeinnützigen Organisationen mit dem Wegfall der Grunderwerbsteuer, der Eintragungsgebühr und eine Vereinfachung der Bundesabgabenordnung. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen. Die vielfach geforderte Absetzbarkeit für den Kulturbereich wird nun auch umgesetzt. Der Fundraising Verband Austria schätzt kurzfristig ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro für die Kultur.

Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband im Bereich der Spendenabsetzbarkeit und hofft, dass eine Erweiterung auf den beliebten Tierschutz und den Bildungsbereich in der parlamentarischen Diskussion noch Platz findet.

Präsentation Spendenbericht 2015 am 1.12.

Der Fundraising Verband präsentiert am 1. Dezember (10 Uhr, Cafe Griensteidl) den Spendenbericht 2015. Dieser gibt Aufschluss über erste Folgenabschätzungen des Gemeinnützigkeitspakets, die Entwicklung des Spendenaufkommens sowie das Spendenverhalten der Österreicher. Es wird um Anmeldung unter presse@fundraising.at gebeten.

 

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at  

 

 


Die Zukunft der Kulturfinanzierung

Hochkarätige Fachtagung am 16.11. thematisiert Fundraising- und Sponsoringmöglichkeiten für Kultureinrichtungen nach Einführung der Spendenabsetzbarkeit.

Wien, 9.11.2015. Private Mittel werden künftig die Budgets und den Erfolg von Kultureinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Erste Einrichtungen sind hierzulande erfolgreich und können Förderer von ihren Anliegen im In- und Ausland überzeugen. Die erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring in Österreich am 16.11. in Wien thematisiert Möglichkeiten und Grenzen sowie internationale Erfolgsbeispiele. Besonderer Fokus wird auf die die Chancen durch die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen 2016 gelegt. 90-100 Experten aus dem In- und Ausland werden erwartet.

„Internationale exzellente Beispiele zeigen, dass Erfolg und die Finanzierung heute maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor ermöglicht werden. Es gilt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren, um die Vielfalt und das breite Angebot in der Kulturnation Österreich zu sichern.“, erläutert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, Dachverband spendenwerbender Organisationen, und Organisator der Fachtagung, die steigende Bedeutung von privaten Mitteln für Kultureinrichtungen und ergänzt: „Die Einführung der Spendenabsetzbarkeit ab 2016 wird hier der wichtigste Impuls zur richtigen Zeit sein.“

Einige Institutionen konnten bereits sensationelle Erfolge im Fundraising verbuchen. So startete das Volkstheater erfolgreich eine Spendenkampagne zur Finanzierung der baulichen Sanierung oder die Kunstkammer eine öffentlichkeitswirksame Fundraisingkampagne. Viele Kultureinrichtungen sind auf das Spendenengagement ihrer Freundes- und Fördererkreise, aber auch von Großspendern angewiesen. Beispiele wie das Engagement von Hans Peter Haselsteiner für die Tiroler Festspiele Erl oder das der Familie Pühringer für das Theater in der Josefstadt und die Wiener Sängerknaben belegen die Chancen für den Kultursektor, stellen aber gleichzeitig noch eine Ausnahme dar. 


Erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring am 16.11. in Wien
Wie man gezielt Großspenden einwirbt, die Chancen der Spendenabsetzbarkeit erfolgreich  nutzt und wie man Kulturthemen emotional aufbereitet, widmet sich die erste Fachtagung für Kulturfundraising und -sponsoring am 16. November in der Diplomatischen Akademie in Wien. Marketing-, Sponsoring- und Fundraisingverantwortliche aus dem Kulturbereich lernen unter anderem von dem europaweit tätigen englischen Fundraisingberater David Dixon die Schlüsselfaktoren für ihren Fundraisingerfolg. Wie man mit sinkenden Förder- und Sponsoringmitteln und moderatem Budget dennoch Akzente im Fundraising setzen kann, zeigt Katharina Grosser von der Hermitage Amsterdam. Wouter Steijn vom niederländischen Royal Concertgebouw Orchestra wird sich den Strukturen widmen, die sinnvoll und nötig für optimales Fundraising einer Kultureinrichtung sind. Abgerundet wird die Tagung mit österreichischen Best Practice Beispielen des Technischen Museums Wien, der Stiftung Mozarteum Salzburg, des Universalmuseums Joanneum, des Architekturzentrums Wien sowie der NÖ Kulturwirtschaft.

Das Programm ist unter http://kultur.fundraising.at verfügbar. 


Die Bedeutung der Spendenabsetzbarkeit und privater Mittel für Kultureinrichtungen
Ab 2016 profitieren auch Kultureinrichtungen von den Vorteilen der Spendenabsetzbarkeit. Spenden an rund 100 Festivals, Theater und andere Einrichtungen  werden absetzbar sein. In anderen europäischen Ländern besteht die Absetzbarkeit auf Kunst und Kultur bereits länger. Der Fundraising Verband Austria erwartet ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro durch diese Maßnahme jährlich. 

Das Spendenaufkommen für Kultureinrichtungen liegt jährlich, lt.  Fundraising Verband  – ohne Sponsoring – bei bescheidenen10-15 Millionen Euro  – also zwei bis drei Prozent des Gesamtvolumens in der Höhe von 550 Mio. Euro. Zum Vergleich: In Ländern wie den Niederlanden, wo der Anreiz der Absetzbarkeit schon länger besteht, beträgt das Aufkommen für Kultur 8% (352 Mio. Euro) oder in Deutschland bei 3% (145 Mio. €).

Medienvertreter werden ersucht, sich vorweg beim Fundraising Verband Austria zu akkreditieren.

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625, E: presse@fundraising.at

 

 


 

Gemeinnützigkeitspaket wird zivilgesellschaftliches Engagement stärken
Fundraising Verband Austria begrüßt Regierungsvorlage zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 22.10.2015. Heute geht das Gemeinnützigkeitspaket der Bundesregierung – nach langem Warten – endlich in Begutachtung. Die wichtigsten Maßnahmen sind Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, die Einführung der Spendenabsetzbarkeit für die Kultur sowie steuerliche Erleichterungen wie bei der Grunderwerbssteuer. Dieses Maßnahmenpaket wird das zivilgesellschaftliche Engagement stärken. Das Paket, allen voran die besseren Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, wird kurzfristig 2500 neue Jobs in Forschung, Soziales und Bildung bedingen.

Stiftungen werden künftig auch in Österreich gemeinnützig aktiv sein können. Dies regelt das Gemeinnützigkeitspaket der Bundesregierung, das heute in Begutachtung geht. Damit wird ein gewaltiges Potenzial zur Finanzierung und Sicherung gemeinnütziger Projekte frei gesetzt. „Wenn die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich künftig ein ähnliches Niveau wie in Deutschland und der Schweiz erreichen, werden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria – Dachverband gemeinnütziger Organisationen –, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements bedeutet nach der Spendenabsetzbarkeit den wichtigsten Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik!“.

Steuerliche Rahmenbedingungen für alle Gemeinnützigen positiv
Das Paket beinhaltet auch eine deutliche steuerliche Entlastung aller gemeinnützigen Organisationen mit dem Wegfall der Grunderwerbsteuer, der Eintragungsgebühr und eine Vereinfachung der Bundesabgabenordnung. Angesichts der Flüchtlingskatastrophe benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Spendenabsetzbarkeit für Kultur kommt
Die vielfach geforderte Absetzbarkeit für den Kulturbereich wird nun auch umgesetzt. Künftig werden mehr private Mittel in diesen Sektor fließen und den chronisch unterdotierten Sektor mit seinem breiten kulturellen Angebot stützen. Der Fundraising Verband Austria schätzt kurzfristig ein Mehraufkommen von 20 bis 25 Millionen Euro für die Kultur.

Nachbesserung bei der Kapitalertragssteuer gefordert
Nachbesserungsbedarf sieht der Fundraising Verband bei der Kapitalertragssteuer. Während in Deutschland, der Schweiz oder Schweden gemeinnützige Organisationen keine Kapitalertragsteuer (KEST) oder andere Steuern auf Erträgnisse von gemeinnützigen Vermögen zahlen, werden Österreichs NGOs zur Kasse gebeten. Die Standortsbedingungen bleiben damit weiterhin hinter internationalen Standards zurück. Der Fundraising Verband Austria fordert hier ein rasches Ende der Benachteiligung.

Insgesamt sieht der Fundraising Verband einen positiven und wichtigen Akzent für den gemeinnützigen Sektor, fordert die rasche und zügige Umsetzung.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676/914 66 25, E: presse@fundraising.at  
 


 

Die Zukunft der Forschungs- und Hochschulfinanzierung
Hochkarätige Fachtagung am 14.10. thematisiert Fundraisingmöglichkeiten für Forschungs-, Wissenschaft- und Hochschuleinrichtungen.

Wien, 7.10.2015. Private Mittel werden künftig die Budgets und den Erfolg von Forschungs-, Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen in Österreich maßgeblich mitbestimmen. Erste Einrichtungen sind hierzulande bereits erfolgreich und können Förderer von ihren Anliegen überzeugen. Die erste Fachtagung für Fundraising im Hochschul-, Wissenschafts- und Forschungsbereich am 14.10. in Wien thematisiert Möglichkeiten und Grenzen sowie internationale Erfolgsbeispiele. 90-100 Experten aus dem In- und Ausland werden erwartet.

„Internationale exzellente Beispiele  zeigen, dass Erfolg und die Finanzierung heute maßgeblich durch die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor ermöglicht werden. Es gilt den internationalen Anschluss nicht zu verlieren und Exzellenzforschung zu forcieren.“, erläutert Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria, Dachverband spendenwerbender Organisationen, und Organisator der Fachtagung die steigende Bedeutung von Drittmitteln für Hochschulen, Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen.

Einige Institutionen konnten bereits sensationelle Erfolge verbuchen. Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität etwa, mit einer Spende von Dietrich Mateschitz in Höhe von 70 Millionen Euro oder das Institute for Science and Technology mit 10 Millionen Euro von Peter Bertalanffy. Jedoch stellen diese Beispiele noch die Ausnahme dar. Wie man gezielt Spenden in dieser Größenordnung einwirbt und wie man wissenschaftliche Themen emotional aufbereitet, widmet sich die erste Fachtagung Fundraising für Hochschulen, Wissenschaft und Forschung am 14. Oktober im Palais Eschenbach in Wien.

Fundraisingverantwortliche aus dem Hochschul- und Forschungsbereich lernen unter anderem von Astrid von Soosten, European Molecular Biology Labaratory in Heidelberg, wie man wissenschaftliche Themen für potenzielle Spender emotional aufbereitet und Dennis Nitsche vom Karlsruher Institut für Technologie wird anhand praktischer Beispiele Einblicke ins Handwerk des Hochschulfundraisers geben. Wie man US-Amerikanische oder Schweizer Stiftungen als Förderer gewinnt, findet ebenso Beachtung, wie die Identifikation und Motivation von GroßspenderInnen durch Eva Aldrich, die an der amerikanischen University of Indiana Erfahrung gesammelt hat. Abgerundet wird die Tagung mit österreichischen Best Practice Beispielen der Wirtschaftsuniversität Wien, der Veterinärmedizinischen Universität Wien, des Institute of Molecular Biotechnology oder der Paracelsus Medizinische Privatuniversität.

Das Programm der Fachtagung ist unter http://science.fundraising.at verfügbar.

Die Bedeutung von Drittmitteln
Drittmittelerlöse österreichischer Universitäten betragen rund 600 Mio. Euro (2013), wovon rund 66% aus öffentlichen Institutionen (FWF, FFG, Bund, Länder, EU) stammen. Unternehmen und Private tragen 177 Mio. Euro dazu bei. Im internationalen Vergleich befindet sich der Forschungsstandort Österreich damit im hinteren Mittelfeld. Ein Vergleich mit ausgewählten internationalen Universitäten zeigt dennoch ein großes Potential auf. So beträgt der Selbstfinanzierungsgrad an der Universität St. Gallen bei einem Gesamtbudget von 216,5 Millionen Franken knapp 50%. Die durchschnittliche österreichische Universität liegt bei diesem Wert mit 16,5% deutlich darunter. An der Technischen Universität München zeigt mit 58% ein noch höherer Selbstfinanzierungsgrad aus Studienbeiträgen, erwirtschafteten Einnahmen und Drittmittel.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer
Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625, E: presse@fundraising.at

 

 


Gemeinnützigkeitspaket – Bitte warten!
6 Monate nach dem Beschluss der Bundesregierung liegt immer noch kein Gesetzesentwurf vor.

Wien, 1.10.2015 Anlässlich des heutigen „Europäischen Tag der Stiftungen“ werben hunderte Stiftungen in 16 europäischen Ländern für das gemeinnützige Stiftungswesen. Mangels rechtlicher Rahmenbedingungen und dem daher kaum existierenden Stiftungssektor wird sich Österreich auch dieses Jahr nicht daran beteiligen. Österreich stellt hinsichtlich der Förderung gemeinnütziger Stiftungen vielmehr ein unrühmliches Schlusslicht in Europa dar. Trotz der Kenntnis des positiven Beschäftigungseffekts von 2600 bis 3500 neuen Arbeitsplätzen bringt die Bundesregierung seit einem Jahr die Verhandlungen nicht zu Ende. Der Fundraising Verband fordert einmal mehr, die im Regierungsprogramm und bei der Klausur im März beschlossenen Verbesserungen rasch umzusetzen. Diese beinhalten auch eine deutliche steuerliche Entlastung aller gemeinnützigen Organisationen mit dem Wegfall der Grunderwerbsteuer und eine Vereinfachung der Bundesabgabenordnung. Gerade in diesen fordernden Zeiten benötigt der gemeinnützige Sektor jede Verbesserung der Rahmenbedingungen, um die gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Flüchtlingskatastrophe zu bewältigen.

Ein Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements könnte nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden. Könnte – denn seit einem Jahr bringt die Bundesregierung die Verhandlungen nicht zu Ende. „Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich ihr Versprechen einzulösen und auch in Österreich gemeinnütziges Stiften zu ermöglichen. Gerade in der aktuellen Flüchtlingssituation benötigen die Organisationen jeden zusätzlichen Euro.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria. Gemeinnützige Stiftungen könnten ein gewaltiges Potenzial zur Finanzierung und Sicherung gemeinnütziger Projekte in Österreich frei setzen. „Wenn die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich künftig ein ähnliches Niveau wie in Deutschland und der Schweiz erreichen, werden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“

Gemeinnützige Stiftungen in Zahlen
In ganz Europa finanzieren 110.000 Stiftungen gemeinnützige Einrichtungen und Projekte mit einer Summe von 83 bis 150 Mrd. Euro. Mit jährlichen Zuwendungen von bescheidenen 20 bis 25 Mio Euro spielen Stiftungen in Österreich aber eine beschämende Nebenrolle in der Finanzierung des dritten Sektors. Stiftungen in Deutschland schütten 50 Mal (!) mehr Mittel an gemeinnützige Projekte jährlich aus als österreichische (nämlich 15 Milliarden Euro). In Deutschland sind heute 95% aller Stiftungen gemeinnützig, in Österreich hingegen bloß 6% aller Privatstiftungen.

Gemeinnützige Stiftungen in Österreich?
Beispiele für herausragende Philanthropie gibt es aber dennoch: Die Initiative „Sinnstifter“ will die gemeinnützige Rolle der Stiftungen betonen. Die private Forschungsstiftung „Wings for Life“, von Dietrich Mateschitz gegründet, hat das Ziel, Heilmethoden für alle Querschnittspatienten weltweit zu finden. Die Lupac-Stiftung, die gemeinnützige Stiftung des Parlaments, die Dank der großzügigen Zuwendung einer Person errichtet werden konnte, vergibt den ersten österreichischen Demokratiepreis.

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation, Fundraising Verband Austria
M: 0676/6218290, E: presse@fundraising.at




Die Woche des guten Testaments startet am Sonntag

Utl. 60 gemeinnützige Organisationen informieren über Vererben für den guten Zweck im Rahmen der Initiative „Vergissmeinnicht.at“.

Wien, 9.9.2015. Am Sonntag (13.9.) startet die „Woche des guten Testaments“. Die Initiative „Vergissmeinnicht.at“ informiert in dieser Zeit über die Spendenmöglichkeit, neben seinen Angehörigen gemeinnützige Organisationen im Testament zu bedenken. Bei zahlreichen Informationsveranstaltungen haben die Besucher die Möglichkeit gemeinnützige Organisationen kennenzulernen und sich in rechtlichen Fragen von Experten beraten zu lassen.

Alljährlich werden im September in zahlreichen Ländern die International Legacy Days begangen. Auch Österreich beteiligt sich 2015 erneut mit „Der Woche des guten Testaments“ von 13. bis 20. September daran. In Wien, Baden, Linz, Wels, Graz, Bruck an der Mur, Innsbruck, Salzburg und Klagenfurt laden viele der an „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ teilnehmenden Organisationen zu Informationsveranstaltungen ein: Im Zentrum der Veranstaltungen stehen jeweils das gemeinnützige Testament sowie die rechtliche Beratung durch Rechtsexperten. „Gerade im komplexen Bereich des Erbrechts entstehen viele Fragen und mit dem Erbrechtänderungsgesetz 2017 stehen auch einige wichtige Änderungen ins Haus. Im Rahmen der Woche des guten Testaments bieten wir daher in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Notariatskammer rechtliche Informationen und thematisieren die Möglichkeit, neben den Angehörigen eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken.“ erklärt Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands.

Zwtl. Themenabende: „Was bleibt – unser Vermächtnis für die Zukunft“
Wie man sich im Erbrecht zurechtfindet, ist Schwerpunkt von zwei Themenabenden am 15. September im Kunsthistorischen Museum Wien und am 16. September im Zoo Salzburg. Die Besucher erwarten jeweils Vorträge über Erbrecht und Testamentsgestaltung und erfahren, wie man mit einem gemeinnützigen Testament über das eigene Leben hinaus Gutes tun kann. Außerdem können sie zahlreiche Organisationen und deren Vertreter persönlich kennenlernen.

Testamente zugunsten von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen werden beim Themenabend im Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) in Wien am 17. September thematisiert. Neben einem Vortrag von Notar Dr. Andreas Klein zum Thema Vererben und Vermächtnis für die Forschung erwartet die Besucher eine Paneldiskussion mit namhaften Wissenschaftsvertretern. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, neben dem IMBA, die Organisationen Herzkinder, MPS-Gesellschaft, Österreichischer Herzfonds, St. Anna Kinderkrebsforschung und den FWF Wissenschaftsfonds kennenzulernen.

Alle teilnehmenden Organisationen und Veranstaltungsinfos finden Sie auf www.vergissmeinnicht.at.

Zwtl. Gemeinnütziges Vererben in Österreich
Erbschaften sind ein wichtiger Faktor im Spendenaufkommen Österreichs. Jährlich werden auf diese Weise schätzungsweise rund 50 Millionen Euro gespendet. Zum Vergleich: Das gesamte Spendenaufkommen betrug zuletzt 550 Mio. Euro. Die Beweggründe der Testatoren sind dabei unterschiedlich. Oft ist es der Wunsch, das eigene soziale Engagement über das Leben hinaus fortzuführen und etwas Bleibendes für zukünftige Generationen zu hinterlassen. Viele Menschen wählen diese Art des Vererbens aber auch, weil sie keine Angehörigen oder andere Erben haben. Gibt es keine Erben, fällt das Vermögen dem Fiskus zu – wie es jedes Jahr in 200 bis 300 Fällen mit mehreren Millionen Euro an Vermögenswerten geschieht.

Zwtl. Über „Vergissmeinnicht.at“
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint derzeit 60 österreichische gemeinnützige Organisationen, die gemeinsam auf das Thema „Vermachen für den gemeinnützigen Zweck“ aufmerksam machen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Österreich, wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen.

 

Rückfragehinweis:

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising Verband Austria
M: 0676/9146625
E: presse@fundraising.at



Stopp der Spendenbürokratie - Fundraising Verband Austria stemmt sich gegen Minister Schellings neues Datensammel-Gesetz

Spendenorganisationen sollen automatisch Millionen persönliche Spenderdaten an den Finanzminister liefern


Der Fundraising Verband wehrt sich gegen drohende massive bürokratische Erschwernisse für das Spendenwesen in Österreich: Der Begutachtungsentwurf zum Steuerreformgesetzes 2015/2016 sieht die Regelung vor, dass die rund 1000 spendenbegünstigten Vereine zur Datensammlung und -weitergabe verpflichtet werden. Namen, Geburts- und Spendendaten von rund fünf Millionen ÖsterreichInnen sollen ab 2017 jährlich an das Finanzministerium gemeldet werden. Unter dem Vorwand des Bürokratieabbaus auf staatlicher Seite kommen enormen Kosten auf die Vereine zu. Auch sind erhöhte Steuerausfälle für den Staatshaushalt zu erwarten. Der Fundraising Verband Austria - Dachverband der Spendenorganisationen - befürchtet massive Auswirkungen auf das Spendenaufkommen und kündigt Widerstand gegen dieses Bürokratiemonster an.

„Spenden ist Vertrauenssache und soll es auch bleiben", betont Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verband Austria. "Die umfassende Einsicht der Finanz im Sinne eines ’gläsernen Spenders’ ist dafür alles andere als förderlich". Rund 600.000 Personen setzen jährlich von ihrer Lohn- und Einkommensteuer Spenden an begünstigte Organisationen ab. Derzeit können lohnsteuerpflichtige Bürger ihre Spenden selbstständig im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung geltend machen, aber 2017 soll damit aber Schluss sein: Ab diesem Zeitpunkt will Minister Schelling, dass Spender ihre Geburtsdaten und ihren vollständigen Vor- und Zunamen der Spendenorganisation übermittelt. Diese soll dann damit mittels einer neuen "bereichsspezifischen Personenkennzeichnung" sämtliche Spenden automatisch an die Finanzämter melden. Verkompliziert wird die Meldung durch den Umstand, dass ausländische, spendenbegünstigte Vereine und Einkommensteuerpflichtige davon ausgenommen sein sollen. Wie diese Unterscheidungen bei rund 5 Mio. SpendenInnen in Österreich bewerkstelligt werden sollen, ist völlig unklar.

Sicher hingegen ist, dass diese kompliziertere neue Regelung laut Experten zusätzliche Kosten von 25-30 Mio. Euro pro Jahr verursachen wird - Geld, das im Sozialbereich, im Umweltschutz oder in der Forschung fehlen natürlich fehlen wird. Einer angeblichen Vereinfachung steht in Wahrheit ein enormer Verwaltungsaufwand auf Seiten der Spendenorganisationen gegenüber.

Höherer Steuerausfall zu erwarten
In den Erläuterungen zum Gesetzesentwurf verschweigt das Finanzministerium einen wichtigen Punkt: Die geplante Maßnahme bringt einen deutlich höheren Steuerausfall. Derzeit wird nur jede vierte Spende steuerlich gelten gemacht. Eine Vollerhebung und Einmeldung in die Steuererklärungen würde für 2017 den Steuerausfall mindestens verdreifachen und zusätzlich ein Budgetloch von weiteren 50 bis 70 Mio. bedeuten. Geld, das nicht da ist. „Wir befürchten durch diese ungeplanten Kosten eine erneute Debatte über die Abschaffung der Spendenabsetzbarkeit in Österreich", so Lutschinger, und plädiert für die Beibehaltung der bestehenden Regelung.

Österreich - ein Land der großen Spendenbeteiligung
2014 wurden in Österreich rund Euro 550 Mio. für gemeinnützige Zwecke gespendet. Seit in Kraft treten der Spendenabsetzbarkeit 2009 stieg das Aufkommen um rund 50%, wobei Kleinspenden dominieren. Erfreulicherweise ist die Beteiligung hoch: 60-65% der Bevölkerung spenden regelmäßig an eine der rund 1000 begünstigten Einrichtungen.

„Es sollte im Interesse des Gesetzgebers sein das Spendenwesen in Österreich zu fördern und nicht durch bürokratische Hürden zu behindern", unterstreicht Lutschinger, und verlangt Verhandlungen mit Minister Schelling dazu. Die Parteien im Österreichischen Nationalrat ruft Lutschinger auf, diesem Gesetzesentwurf nicht zuzustimmen und drohende Schikanen für die Spendenorganisationen abzulehnen.

„Österreich braucht das zivilgesellschaftliche Engagement seiner Bürger! Eine gute Kultur des Spendens fördert wichtige Entwicklungen für eine innovative und gerechte Gesellschaft. Die Politik muss das  ermöglichen“, fordert Monica Culen, Präsidentin des FVA und ROTE NASEN International.

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 230 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

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Presseaussendung        
Stellungnahme des FVA

 

Rückfragehinweis:

Dr. Günther Lutschinger, Geschäftsführer
Fundraising Verband Austria
M: 0676/44 10108, E: presse@fundraising.at

Matthias Schickhofer
Mediensupport - supportingchange.org
M: 0699/11 297184, E: matthias.schickhofer@supportingchange.org 


 

 

 

„Google für Non-Profits“ startet heute in Österreich
Gemeinnützige Organisationen profitieren von kostenlosen Google Ad Grants und Youtube Premium Features.

Wien, 24. April 2015 – Ab sofort ist das internationale Spendenprogramm von Google über die IT-Spendenplattform Stifter-helfen.at auch für österreichische Vereine verfügbar. Dieses neuartige Produktspendenangebot von Google beinhaltet ein kostenfreies Werbebudget von USD 120.000,- pro Jahr für Google Ads und ermöglicht damit gemeinnützigen Organisationen eine größtmögliche Reichweite im Internet. Zusätzlich mit einem neuen Angebot an Premium Features für Youtube können gemeinnützige Organisationen so optimal ihre Anliegen online präsentieren.

„Der Start des Google für Non-Profits Spendenprogramms wird die Online-Kommunikation von NGOs massivst erleichtern und unterstützen. Egal ob Online-Infokampagne oder Spendenaufruf, NGOs können dank der Unterstützung von Google ab sofort ihre Anliegen kostenfrei, integriert und effizient kommunizieren“, zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbandes, begeistert.

Das Google für Non-Profits Technologiespendenprogramm beinhaltet neben knapp USD 120.000.- Werbebudget pro Jahr für Google Ads auch einen Premium YouTube Account, der mit „Call-to-Action-Overlays“ einen Aufruf zum Spenden ermöglicht. Google Apps for Work mit organisationsspezifischen Email-Adressen (name@organisation.at), Google Docs, bis zu 30 GB Speichervolumen und Projekt-Webseiten runden das Produktspendenangebot von Google ab.

„Wir freuen uns darauf, durch die Partnerschaft mit Stifter-helfen.at erstmalig Non-Profit-Organisationen in Österreich mit Google Tools und Produkten dabei unterstützen zu können, ihren unverzichtbaren Beitrag zu leisten“, freut sich Dr. Wieland Holfelder, Engineering Director und Leiter des Google Entwicklungszentrums München, über den Start des Programms.

Das Programm wird ab sofort für die rund 1.700 registrierten Non-Profit-Organisationen freigeschalten. „Wir empfehlen den noch nicht registrierten NPOs dies rasch über www.stifter-helfen.at zu tun, denn wir erwarten eine neue Registrierungswelle und eventuell Verzögerungen bei der Validierung der Zugangsberechtigung “, rät Günther Lutschinger den NPOs. Rund 100 Einrichtungen kommen bereits jetzt monatlich dazu.

Über Stifter-helfen.at
Das IT-Spendenportal Stifter-helfen.at wird von der Haus des Stiftens gGmbH in Kooperation mit TechSoup und dem Fundraising Verband Austria betrieben. Seit 2012 haben sich auf Stifter-helfen.at mehr als 1.700 Non-Profit-Organisationen registriert und in dieser Zeit Produktspenden der 16 IT-Stifter im Wert von mehr als 6 Mio. Euro erhalten. Neben IT-Spenden vermittelt Stifter-helfen im Programm ‚Hardware wie Neu‘ generalüberholte Business-Geräte an Non-Profits zum Selbstkostenpreis. Darüber hinaus bietet das Portal in Kooperation mit den IT-Stiftern Workshops und Webinare an, um bei den gemeinnützigen Organisationen digitale Kompetenz aufzubauen. 2014 wurde Stifter-helfen.at mit dem TRIGOS ausgezeichnet, dem österreichischen Preis für CSR.

Rückfragehinweis:
Allgemeines Bildmaterial: http://stifter-helfen.at/ueber_uns/presse

Mag. Peter Steinmayer
Leitung Ausbildung und Kommunikation
M: 0676 62 18 2900676 62 18 290, E: presse@fundraising.at

 

XXXLutz und Dr. Oetker Vorreiter für gesellschaftliches Engagement in Österreich
Fundraising Verband zeichnet XXXLutz und Dr. Oetker mit „Aktion Wirtschaft hilft! Awards 2015“ aus.

Wien, 22.4.2015. Der Fundraising Verband zeichnet heute Abend zwei in ihrem gesellschaftlichen und unternehmerischen Engagement herausragende Unternehmen mit den „Aktion Wirtschaft hilft! Awards 2015“ aus. Zahlreiche namhafte Unternehmen stellten sich mit ihren Spendenprojekten einer Expertenjury. XXXLutz und Dr. Oetker gingen als Gewinner hervor. Der Fundraising Verband möchte mit diesem Preis Unternehmen motivieren, auch gesellschaftlich aktiv zu werden.

Die XXXLutz-Gruppe ist bekannt als europaweit erfolgreich tätiges Einrichtungsunternehmen. Was vielen weniger bekannt ist, ist deren gesellschaftliches Engagement im Rahmen der Initiative „RED CHAIRity“. Das Unternehmen unterstützt dabei vornehmlich benachteiligte Menschen, denen es an elementaren Grundbedürfnissen wie Ernährung, Bildung oder Gesundheit fehlt. Dies war Grund genug für die Jury der „Aktion Wirtschaft hilft! Awards 2015“, diese Initiative in der Kategorie Großunternehmen zu prämieren. In den vergangenen vier Jahren wurden 127 Projekte auf beinahe allen Kontinenten über 20 Partnerorganisationen von Menschen für Menschen über das Rote Kreuz bis hin zu Licht für die Welt unterstützt und ermöglicht. „RED CHAIRity ist damit eine der größten Unternehmensinitiativen Österreichs und schließt damit an die großen internationalen Philanthropieinitiativen an. Damit hat sie in ihrem Wirken Vorbildcharakter für jeden Unternehmer“, betonte daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria beim Verlesen der Jurybegründung. „Gesellschaftliche Verantwortung ist integraler Bestandteil der Unternehmensphilosophie der XXXLutz-Gruppe. Damit möchten wir einen Teil unseres Erfolges an die Gesellschaft zurück geben.“, erklärte Christian Mitterhauser, CSR-Verantwortlicher der XXXLutz-Gruppe, in seinen Dankesworten.

In der Kategorie der Klein- und Mittelunternehmen wurde die Österreich-Niederlassung von Dr. Oetker für eine Partnerschaft mit dem SOS-Kinderdorf ausgezeichnet. Für das Unternehmen mit über 100 jähriger Geschichte ist gesellschaftliche Verantwortung seit jeher gelebte Praxis und Kultur. Im Rahmen der Kooperation wurden zwei Rezeptbücher veröffentlicht und die Mitarbeiter des Unternehmen bewiesen mehrmals, dass sie im Zuge des Corporate Volunteerings auch mit anpacken können – egal, ob sie Schränke renoviert, Kekse gebacken oder Pizzen bei Festen verkauft haben. „Durch diverse Aktivitäten mit dem SOS-Kinderdorf ist es in vier Jahren gelungen, dass sich aus einer Kooperation eine erfolgreiche Partnerschaft und Freundschaft entwickelt hat. Das gesamte Team von Dr. Oetker sieht in der Zusammenarbeit eine Bereicherung, daher werden wir unsere Aktivitäten in den kommenden Jahren weiter fortsetzen und ausbauen.“, zeigt sich Elsa Kehrer, Projektverantwortliche bei Dr. Oetker, begeistert. 

Gesellschaftliches Engagement von Unternehmen in Zahlen
73% der Unternehmen engagieren sich durch Geld-, Sach- oder Personalspenden für die Gesellschaft. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Fundraising Verbands hervor (Quelle FVA/Public Opinion 2015). Durchschnittlich spendet ein Unternehmen knapp 1000€ in Österreich. Die humanitäre Einstellung ist mit 71% das wichtigste Motiv für Unternehmen. Das Engagement läuft dabei vornehmlich auf lokaler und nationaler Ebene. Von den Themen her wird am liebsten die Kinderhilfe, die Sportförderung sowie der Natur- und Umweltschutz unterstützt.

Über die „Aktion Wirtschaft hilft!“
Die „Aktion Wirtschaft hilft!“ unterstützt seit Oktober Unternehmen, gesellschaftlich aktiv zu werden und an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Mittels des Spendenguides für Unternehmen wurden Unternehmen mit einem ausführlichen Service- und Informationsteil sowie einen Überblick über die Arbeit und Projekte von 50 gemeinnützigen Organisationen informiert. Begleitet wird die Aktion vom Webportal www.wirtschaft-hilft.at. Als Höhepunkt der Aktion 2014/2015 werden heute die „Aktion Wirtschaft hilft! Awards“ an zwei in ihrem gesellschaftlichen Engagement hervorragende Unternehmen vergeben. 26 Projekte traten in den zwei Kategorien KMU und Großunternehmen an. Eine Jury bestehend aus Vertretern des Fundraising Verbands entschieden über die Einreichungen. Alle Infos dazu unter www.wirtschaft-hilft.at

Der Fundraising Verband Austria (FVA) ist eine Service- und Mitgliedsorganisation von 230 spendenwerbenden Organisationen mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für das österreichische Spendenwesen zu verbessern sowie die Ausbildung und Qualitätsstandards im Fundraising weiter zu entwickeln.

Rückfragehinweis: 
Fotomaterial steht auf der Website www.mydrive.ch (Benutzer: awards@schedl, Kennwort: bilder) ab ca. 22 Uhr zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation
Fundraising Verband Austria
M: 0676/62 18 290, E: presse@fundraising.at


 

 

50 Millionen Euro Testamentsspenden 2014
Utl. Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.

Wien, 14.4.2015. 2014 haben die Österreicher gemeinnützige Organisationen mit mehr als 50 Millionen Euro in Form von Testamentsspenden unterstützt. Dies zeigt eine aktuelle Erhebung des Fundraising Verbands Austria. Als Zeichen des Danks und der Anerkennung pflanzte „Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ heute im Garten des Oberen Belvedere symbolisch Vergissmeinnicht-Pflanzen. Die 60 teilnehmenden Organisationen sagen damit DANKE an ihre Testamentsspender. Im Rahmen des heutigen Termins begrüßte der Fundraising Verband auch die geplanten Änderungen rund um das Erbrecht.

Jeder zehnte Spendeneuro eine Testamentsspende
Die Österreicher unterstützten gemeinnützige Organisationen 2014 mit Erbschaften und Vermächtnissen in der Höhe von mehr als 50 Millionen Euro. Damit beträgt ihr Anteil am gesamten Spendenaufkommen (550 Millionen Euro 2014) rund 10 Prozent. „Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, daher beeindruckt. Die Spendenform wird damit bei den Österreichern immer beliebter. „Rund acht Prozent der Österreicher über 40 Jahre können sich mittlerweile vorstellen, eine gemeinnützige Organisation neben ihren Angehörigen im Testament zu bedenken.“, erklärt Lutschinger weiter. Ihr wichtigstes Motiv ist der „gute Wille“ und damit auch nach ihrem Ableben der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. „Trotzdem wissen noch viel zu wenige Menschen über diese Spendenform und ihre rechtlichen Aspekte Bescheid. Mit unserer Initiative möchten wir diese Lücke schließen und neutral informieren.“, erklärt Lutschinger weiter.

Österreichs NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender.
Gutes tun können die Österreicher mit dieser Spendenform besonders nachhaltig. Sie ermöglichen den Organisationen außerordentliche und besonders dringliche Projekte zu realisieren. „Gerade für kleine Organisationen wie Stiftung Kindertraum sind Testamentsspenden enorm wichtig. Wir versuchen, für jeden Herzenswunsch von schwer kranken und behinderten Kindern auch Spender zu finden. Mittel aus Legaten helfen uns, rasch zu handeln, wenn Wünsche zu erfüllen sind.“ so Gabriela Gebhart, Geschäftsführerin der Stiftung Kindertraum.

Eine Testamentsspende für den Blinden- und Sehbehindertenverband Wien, Niederösterreich und Burgenland hat besonders viel Gutes bewirkt. „Anton Mayer war ein Gönner unseres Vereins und hat uns in seinen letzten Jahren öfters besucht“, erzählt Herbert Krames, Obmann des Vereins. „Durch sein Vermächtnis konnten zahlreiche wichtige Projekte realisiert und weitergeführt werden, unter anderem das Rehabilitationstraining. Als Dankeschön haben wir unseren Mehrzwecksaal in ‚Anton Mayer Saal‘ umbenannt.“

Testamentsspenden gewinnen auch für Institutionen in Kunst, Kultur, Bildung, Wissenschaft und Forschung immer mehr Bedeutung: „Die ehemalige Nationalbank-Präsidentin Maria Schau-mayer war eine großartige Persönlichkeit. Sie hat in ihrem Leben oftmals eine Vorbildfunktion übernommen – zum letzten Mal mit Ihrer testamentarischen Verfügung zugunsten der Österreichischen Nationalbibliothek. Mit dieser wichtigen Spende können wir auch weiterhin nachhaltige Projekte wie die Konservierung und Digitalisierung der jahrhundertalten, heraus-ragenden Bestände umsetzen.“ erklärt Dr. Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek.

Verbesserte gesetzliche Rahmenbedingungen
Im Rahmen des heutigen Termins begrüßte der Fundraising Verband auch die geplanten Änderungen im Erbrecht. Die Befreiung gemeinnütziger Organisationen von der Grunderwerbssteuer wird die Abwicklung von Immobilienübertragungen an NGOs maßgeblich erleichtern. Der Fundraising Verband begrüßt ausdrücklich die im Erbrechtsänderungsgesetz 2015 verankerte Rechtssicherheit im Bereich der Schenkungen für NGOs. Schenkungen an gemeinnützige Organisationen sind wie bisher ohne zeitliche Befristung von der Anrechnung auf den Pflichtteil ausgenommen.

Über Vergissmeinnicht.at
„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 60 österreichische gemeinnützige Organisationen. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die österreichische Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das Leben hinaus Gutes tut.

Informationen über die 60 Mitglieder der Initiative finden Sie unter www.vergissmeinnicht.at/Organisationen

Rückfragehinweis:
Fotomaterial steht auf der Website www.mydrive.ch (Benutzer: fundraising@schedl, Kennwort: bilder) zur Verfügung.

Mag. Peter Steinmayer, Öffentlichkeitsarbeit Fundraising Verband Austria
M: 0676 / 62 18 290, E: presse@fundraising.at
 

 


Gemeinnützigkeitspaket wird zivilgesellschaftliches Engagement massiv stärken
Utl.: Fundraising Verband Austria begrüßt das Maßnahmenpaket der Bundesregierung zur Stärkung der Zivilgesellschaft.

Wien, 24.3.2015. Im Rahmen ihrer Klausur präsentierte die Bundesregierung heute Vormittag ein Maßnahmenpaket, das das zivilgesellschaftliche Engagement massiv stärken wird. Im Namen Österreichs gemeinnütziger Organisationen begrüßt der Fundraising Verband diesen Vorstoß. Das Paket, allen voran Rahmenbedingungen für gemeinnütziges Stiften, wird sich positiv auf die Arbeit und die Finanzierung der Organisationen und ihrer Projekte auswirken. Im Bereich der Vermögensausstattung von neuen Stiftungen fordert der Fundraising Verband eine Nachbesserung.

Geht es nach den Ankündigungen der Bundesregierung, werden Stiftungen künftig auch in Österreich gemeinnützig aktiv sein können. Das bedeutet ein gewaltiges Potenzial zur Finanzierung und Sicherung gemeinnütziger Projekte. „Wenn die gemeinnützigen Stiftungsausschüttungen in Österreich künftig ein ähnliches Niveau wie in Deutschland und der Schweiz erreichen, werden jährlich rund 1 Milliarde Euro in die Bereiche Bildung, Forschung, Kultur, Soziales und Entwicklungshilfe fließen.“, begrüßt daher Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands Austria, den Vorstoß der Bundesregierung und ergänzt: „Das Maßnahmenpaket zur Stärkung zivilgesellschaftlichem Engagements könnte nach der Spendenabsetzbarkeit der wichtigste Impuls für den gemeinnützigen Sektor in der Zweiten Republik werden!“.

Zwtl. Nachbesserung bei Vermögensausstattung gefordert
Einzig bei der steuerbegünstigten Kapitalausstattung bei Neugründungen von Stiftungen wäre eine Nachbesserung wünschenswert,