FVA-KONJUNKTURUMFRAGE
Leichter Optimismus am Spendenmarkt angesagt!

Nach den teilweisen Spendeneinbrüchen im vergangenen Herbst ist derzeit bei den Nonprofit Organisationen nur ein leichtes Aufatmen zu spüren. So zeigen die Ergebnisse der erstmals durchgeführten Konjunkturumfrage des FVA, dass sich die Spendeneinnahmen im Bereich der Einzelspenden im ersten Quartal 2009 eher gleichbleibend zur Planung entwickelt haben. Ein Drittel der Befragten verzeichneten leichte Anstiege, wenngleich auch 31,4 % der NPOs leichte Rückgänge im Vergleich zum Plan zu verzeichnen haben. Gegenüber dem Vorjahr scheint sich ebenfalls kaum ein Rückgang abzuzeichnen. Dauerspenden blieben generell stabil, nur wenige Organisationen merken hier größere Veränderungen.

Einbrüche im Sponsoring und bei den Staatlichen Förderungen
Massiv betroffen sind jedoch alle Corporate Fundraising-Einnahmen. Durchwegs, mit nur wenigen Ausnahmen, liegen diese 5 bis 10 Prozent unter den Planzahlen trotz offenbar schon vorsichtiger Budgetierung. So beträgt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr im Schnitt mehr als 10 %. Ähnlich dramatisch stellt sich die Situation bei den Öffentlichen Mitteln dar. Ein Viertel der Befragten sind bereits jetzt schon von Einbußen betroffen.
Im Vergleich zum Budget beziehungsweise zum Vorjahr gingen diese um 5 bis 10% zurück. Einnahmen aus Legaten blieben bisher weitestgehend stabil, auch wenn eine überraschend große Zahl an Organisationen kein Legate-Fundraising durchführt.

Spendenabsetzbarkeit könnte Spendeneinnahmen erhöhen
Die Umfrage lieferte auch eine erste Einschätzung zu den Auswirkungen der Spendenabsetzbarkeit: So erwartet ein Fünftel der Organisationen (21,2 %), dass sich die Spendeneinnahmen ebenso erhöhen werden wie die Durchschnittsspende. Viele der Befragten erwarten auch keine Veränderung. Wehmutstopfen dabei ist, dass die aufwendigen Prüfungen die Nettoeinnahmen sogar verringern könnten.

An der Umfrage haben sich 48 FundraiserInnen beteiligt, davon 74% aus dem Sozial-, 15% aus dem Umweltschutz-, 9% aus dem EZA- und 2% aus dem Kulturbereich. 
 
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