19.2.10 Youth Philanthropy Initiative
Auf Initiative einer Stifterin werden jährlich mehrere High-School Gruppen mit je 50.000 USD ausgestattet um Philanthropie zu lernen. Der Unterricht beinhaltet die Recherche eines Problems, die Entwicklung von Lösungen und die Umsetzung mit dem Ziel, dass langfristig geholfen wird. Die 15-16jährigen Jungendlichen sind sehr gut unterwegs und wir haben eine lange Diskussion über die kulturellen Unterschiede zwischen Österreich und Amerika. zB ist mir keine solche Initiative bekannt. Es herrscht ein großer Antrag zur VPI, dass nur wenige in die Klassen aufgenommen werden. Wäre eine tolle Initiative in Österreich!
Catholic Charities, Tish Stuard
Mit 3,2 Mrd. USD die zweitgrößte NPO der USA, dennoch ist das Tulsa-Büro im Fundraising eher traditionell. Mailing spielt ebenso noch eine große Rolle wie Events. Interessant – über die verschiedensten Datenbanken (Kreditkarten, Banken, Steuerbehörden) sind sehr detaillierte Daten über jeden Spender zu bekommen – Datenschutz ist hier ein Fremdwort. Nach den Sex-Skandalen der letzten Jahren wir jeder ehrenamtliche Mitarbeiter genauestens gecheckt. Consultingfirmen halfen beim Aufbau einer „capital campagne“, gemacht wird dies dann aber mit eigenen Mitarbeitern (wiederum Ehrenamtliche am Telefon). Beeindrucktestes Ergebnis – 19 Mi. USD. Und natürlich geben auch die Vorstände Geld, die Stiftungen fragen das auch wenn sie geben nach.
Tulsa Community Foundation, John Wolfkill
Obwohl erst 10 Jahre jung hat diese größte “Community”-Stiftung bereits fast 4 Mrd. USD eingesammelt. Umfangreiches Informationsmaterial stehen Stiftern und Spendern für ihre Spendenplanung zur Verfügung. Tulsa ist einer der spendenfreudigsten Gemeinder der USA, aber auf Grund der Budgetprobleme hat die Stadt alle (!) öffentlichen Erholungseinrichtungen gesperrt. Trotzdem ist es spannend wie vielschichtig die Spenderplanung sein kann. Ihre Mission ist das Service am Spender – und das machen sie offenbar sehr gut!